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テ僕krise

10.05.2012 @ 05:49, MerlIwBot,

miniatur|テ僕preis nominal und inflationskorrigiert seit 1861 bis 2007

Als テ僕krise bezeichnet man eine Phase starken テ僕preisanstieges, die gravierende gesamtwirtschaftliche Auswirkungen hat. Im engeren Sinne werden nur die Erhテカhungen der Rohテカlpreise 1973 und 1979/80 als テ僕krisen bezeichnet, da beide in den Industrielテ、ndern schwere Rezessionen auslテカsten. Bereits die (realen) Preissteigerungen und Nachfragesprテシnge zu Anfang der modernen テ僕fテカrderung bis 1900 waren mit den neuzeitlichen テ僕krisen vergleichbar. Anfang der 1950er Jahre fテシhrten Krisen wie der Putsch im Iran und am Suez zwar nicht zu einem テ僕preisschock in Westdeutschland, das damals noch 35 % seines テ僕bedarfs aus heimischen Quellen deckte, aber zur breiten Umstellung der franzテカsischen Stromversorgung auf Kernenergie und einer intensiven Erdテカlprospektion in der DDR.Rainer Karlsch und Raymond G. Stokes: Faktor テ僕. Die Mineralテカlwirtschaft in Deutschland 1859窶1974. Verlag C.H. Beck, Mテシnchen 2003.

Es wird die Mテカglichkeit einer globalen テ僕krise diskutiert, die durch die steigende Nachfrage nach テ僕 und ein absolut und nicht abzuwendend sinkendes Angebot aufgrund eines mテカglicherweise bevorstehenden globalen テ僕fテカrdermaximums verursacht werden kテカnnte.

{{Anker|1973}} Die erste テ僕krise 1973


Beschreibung


Die erste und folgenreichste テ僕krise wurde im Herbst 1973 durch den Jom-Kippur-Krieg (6. bis 26. Oktober 1973) ausgelテカst. Die Organisation der Erdテカl exportierenden Lテ、nder (OPEC) drosselte bewusst die Fテカrdermengen um ca. fテシnf Prozent, um die westlichen Lテ、nder bezテシglich ihrer Unterstテシtzung Israels unter Druck zu setzen. Am 17. Oktober 1973 stieg der テ僕preis von rund drei US-Dollar pro Barrel (159 Liter) auf テシber fテシnf Dollar. Dies entspricht einem Anstieg um ca. 70 Prozent. Im Verlauf des nテ、chsten Jahres stieg der Weltテカlpreis auf テシber zwテカlf US-Dollar.

Dieses Ereignis ging auch unter dem Namen 窶榲僕embargo窶 in die Geschichte ein. Die angesprochene Drosselung der Fテカrdermengen war Kalkテシl und politisches Druckmittel der OPEC-Staaten, die mit der Politik einiger erdテカlimportierender Staaten betreffend den Jom-Kippur-Krieg nicht einverstanden waren. Am テ僕embargo nahmen Iran, Algerien, Irak, Katar, Kuwait, Libyen, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate teil.

Lテ、nderspezifische Auswirkungen


Die テ僕krise von 1973 demonstrierte die Abhテ、ngigkeit der Industriestaaten von fossiler Energie, insbesondere von fossilen Treibstoffen.

In der Bundesrepublik Deutschland wurde als direkte Reaktion auf die Krise viermal ein Sonntagsfahrverbot im November (erstmals 25. November 1973) und Dezember 1973 verhテ、ngt sowie neue Geschwindigkeitsbegrenzungen eingefテシhrt.Verordnung テシber Fahrverbote und Geschwindigkeitsbegrenzungen fテシr Motorfahrzeuge vom 19. November 1973, BGBl. I, Seite 1676 Dies hatte keinen nennenswerten Spareffekt. 1974 musste die Bundesrepublik fテシr ihre テ僕importe rund 17 Milliarden DM mehr bezahlen als im Jahr zuvor. Dies verstテ、rkte die Wirtschaftskrise und fテシhrte zu einem deutlichen Anstieg von Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, Sozialausgaben und Insolvenzen von Unternehmen. Keynesianische Konjunktursteuermaテ殤ahmen und geldpolitische Maテ殤ahmen hatten Stagflation zur Folge. Das Bundeswirtschaftsministerium betrieb jahrelang eine Kampagne mit dem Titel "Energiesparen - unsere beste Energiequelle".

In テ穆terreich wurde als Sparmaテ殤ahme ein autofreier Tag pro Woche verordnet. Dazu wurden die Fahrzeuge mit einem Aufkleber fテシr den jeweiligen Wochentag auf der Windschutzscheibe gekennzeichnet. In den Schulen wurden Sonderferien im Februar fテシr eine Woche eingefテシhrt, die im Anschluss als Semesterferien weitergefテシhrt wurden. Den umgangssprachlichen Namen Energieferien fテシhren sie heute noch.

Als Spテ、tfolge der テ僕krise wird die Einfテシhrung der Sommerzeit gesehen.

Wegen der unterschiedlichen Verrechnungspreise (im fテシnfjテ、hrigen Mittel des Weltmarktpreises) im RGW (Ostblocklテ、nder) kam diese テ僕krise in der DDR deutlich spテ、ter (Anfang der 80er) an als in der Bundesrepublik. Insbesondere die Chemieindustrie der DDR profitierte in den 1970ern von Zwischenhandel mit Rohテカl und davon abgeleiteten Chemierohstoffen und Treibstoff. Anfang der 80er Jahre lagen die テ僕preise im RGW aber eher hテカher als auf dem Weltmarkt und die DDR erhielt nicht mehr die benテカtigten Mengen. Mangels Devisen, neuen Technologien und eigenen テ僕vorkommen war sie deshalb gezwungen, vermehrt auf die heimische Braunkohle bzw. Kohleverflテシssigungsanlagen zu setzen, Milliardenkredite im Westen anzufragen und zunehmend "unkonventionelle" Devisenbeschaffungsmaテ殤ahmen anzuwenden.

Technologische Verテ、nderungen


Die Offshore-Fテカrderung von テ僕 und die nachtrテ、gliche Ausbeutung von テ、lteren Vorkommen wurde aufgrund der gestiegenen Preise wieder profitabel. Im Offshore-Bereich zog dies eine rasante Entwicklung der damit verbundenen Technologien nach sich, vom Bau von Bohrinseln bis zur Pipelineverlegung und dem Einsatz von Tauchrobotern (Remotely Operated Vehicle) fテシr Prospektierung, Anlagenbau und Wartung in grテカテ歹ren Wassertiefen.

In Folge der テ僕krise entstanden auch Initiativen, die die Abhテ、ngigkeit vom テ僕 reduzieren sollten. So rテシckten alternative Treibstoffe wie Pflanzenテカl und Biodiesel und Mテシllverbrennung in das テカffentliche Interesse. Es wurde vermehrt in Kernenergie, regenerative Energiequellen, die Wテ、rmedテ、mmung von Gebテ、uden und in die Effizienzsteigerung von Motoren und Heizgerテ、ten investiert. Auch mit dem Abklingen der テ僕krise blieb ein gestiegenes Bewusstsein zum energiesparenden Verhalten in der Bevテカlkerung erhalten. Zudem wurde der Anteil des aus OPEC-Staaten bezogenen テ僕s durch Erschlieテ殷ng unterseeischer テ僕felder in der Nordsee sowie eine Diversifikation der Handelspartner gesenkt. Diese Entwicklung ist inzwischen zugunsten der OPEC rテシcklテ、ufig, da das Nordsee-Erdテカl seinen Fテカrdermaximumspunkt inzwischen erreicht hat und die Fテカrderraten wieder kontinuierlich abnehmen.

In einigen westlichen Staaten wurden in der Folge der Krise 1973 militテ、rische Optionen erwogen. Einem テシber 30 Jahre geheim gehaltenen gemeinsamen Plan der britischen und amerikanischen Regierungen zufolge war eine Invasion von Saudi-Arabien und Kuwait Gegenstand der Planung. "It was thought that US airborne troops would seize the oil installations in Saudi Arabia and Kuwait and might even ask the British to do the same in Abu Dhabi."[http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/middle_east/3333995.stm US ready to seize Gulf oil in 1973.] BBC News. 2. Januar 2004.

Zur Reduzierung der politischen Erpressbarkeit wurden in allen Staaten Strategische テ僕reserven angelegt oder massiv verstテ、rkt.

Die zweite テ僕krise 1979


Nach einem Rテシckgang der テ僕preise fanden wテ、hrend der zweiten テ僕krise 1979/80 wieder kurzzeitige Preissteigerungen statt. Ausgelテカst wurde sie im Wesentlichen durch Fテカrderungsausfテ、lle und Verunsicherung nach der Islamischen Revolution im Iran und dem folgenden Angriff des Iraks auf den Iran (Erster Golfkrieg). Der damalige Preisanstieg fand bei ca. 38 US-Dollar fテシr einen Barrel (159 Liter) sein Maximum. Ende der 1980er fiel der テ僕preis wieder auf unter 20 $ pro Barrel.

Weitere kurzzeitige Preisanstiege


Zweiter Golfkrieg 1990


1990 und 1991, als der Irak Kuwait annektierte (besetzte) und den Zweiten Golfkrieg verlor, sprach man wieder von einer bevorstehenden テ僕krise, denn beide Lテ、nder gehテカrten zu diesem Zeitpunkt zu den grテカテ殳en Erdテカlproduzenten. Es kam aber wider Erwarten nur zu einem kurzzeitigen Hochschnellen des Preises.

Weltwirtschaftliche Erholung nach der Asienkrise 2000


Nach テ彙erwindung der Asienkrise wuchs die Weltwirtschaft und damit auch der テ僕bedarf schnell an. Die Witterungsbedingungen im strengen Winter 2001/02 fテシhrten ebenfalls zu einem erhテカhten テ僕bedarf. Die Auswirkungen waren geringer als in den 70er Jahren. Aufstockungen der Erdテカlfテカrdermenge verhinderten eine ernsthafte テ僕krise, und logistische Probleme (etwa eine mangelnde Zahl von テ僕tankern) wogen schwerer als eine tatsテ、chliche Knappheit der テ僕menge. Kaufkraftkorrigiert lag der テ僕preis 1900 hテカher als der von 2000.

テ僕preisspitzen der jテシngeren Vergangenheit

Nach einer lテ、ngeren Phase niedrigerer Preise erreichte im Laufe des Jahres 2004 der テ僕preis zeitweilig einen Stand von 53 Dollar in einem Umfeld politischer, wirtschaftlicher und spekulativer Belastungen. 2005 stiegen die Rohテカlpreise auf Grund des verheerenden Hurrikans Katrina, der die テ僕fテカrderung im Golf von Mexiko und die Raffination in den USA beeintrテ、chtigte, auf 70 USD pro Barrel (159 Liter). Seine bisherige Rekordmarke erreichte der テ僕preis pro Barrel fテシr US-Leichtテカl (WTI) an der NYMEX am 11. Juli 2008, als er auf 147,27 US-Dollar anstieg, Brent wurde mit der Hテカchstmarke von 147,50 US-Dollar gehandelt. Zu Beginn des Jahres 2009 befanden sich die テ僕preise jedoch, aufgrund einer weltweiten Wirtschaftskrise, wieder bei einem Niveau von 30 bis 40$.

Am 31. Januar 2011 stieg der テ僕preis fテシr die Nordseesorte Brent erstmals seit dem 1. Oktober 2008 im Handelsverlauf テシber die 100-Dollar-Marke und am 1. Mテ、rz 2011 テシberwand auch der Preis fテシr die US-Sorte WTI zum ersten Mal seit dem 1. Oktober 2008 die Grenze von 100 US-Dollar.

Am 4. April 2011 stieg der Preis fテシr das Nordseeテカl Brent erstmals seit August 2008 auf テシber 120 US-Dollar. Ein Grund fテシr den Anstieg sind die Proteste in der arabischen Welt 2010窶2011. Investoren fテシrchteten wegen des Bテシrgerkriegs in Libyen einen langfristigen Ausfall der テ僕produktion des Landes und ein テ彙ergreifen der Unruhen auf Saudi-Arabien, einem der weltgrテカテ殳en テ僕exporteure. Auffテ、llig ist der groテ歹 Abstand des Brent zu anderen テ僕sorten: Fテシr ein Barrel der US-Referenzsorte WTI musste am selben Tag rund 108 US-Dollar gezahlt werden.

Auswirkungen und Wahrscheinlichkeit einer finalen テ僕krise


{{Hauptartikel|Globales テ僕fテカrdermaximum}}

Die テ僕krisen des 20. Jahrhunderts waren テシberwiegend durch politische und wirtschaftliche Ereignisse bedingt und vorテシbergehend. Von Anhテ、ngern der These vom Globalen Fテカrdermaximums (ASPO, etwa Wolfgang Blendinger, Colin Campbell und Kenneth Deffeyes) wird eine テ僕krise befテシrchtet, die nicht allein politisch bedingt und nicht vorテシbergehend ist.

Auch die Internationale Energieagentur und ihr Chefテカkonom Fatih Birol warnten vor einem Einbruch der Weltテカlfテカrderung und einer Preiseskalation.Fatih Birol im [http://www.internationalepolitik.de/archiv/jahrgang-2008/april/--die-sirenen-schrillen--.html Interview] mit Internationale Politik (Zeitschrift). April 2008; vgl auch: [http://www.worldenergyoutlook.org/docs/weo2007/WEO_german.pdf World Energy Outlook 2007 (Zusammenfassung)]
Ende Februar 2009 warnte die IEA vor einer erneuten テ僕- und damit Wirtschaftskrise bis 2013 und テ僕preisen von bis zu 200 Dollar aufgrund von テ僕mangel bei wieder anziehender Nachfrage. Bereits jetzt wテシrden laut IEA die weltweiten テ僕fテカrderkapazitテ、ten (bei 580 der 800 grテカテ殳en テ僕felder der Welt) sinken
und die テ僕reserven wテシrden sich bis 2013 voraussichtlich stark reduzieren.
Das Problem bei einem テ僕preis von 40 Dollar sei, dass die テ僕konzerne ihre Investitionen zurテシckhalten, da sie sich nicht lohnen.

{{Cite web| last = Klテ、sgen| first = Michael| title = Energieagentur warnt vor Engpass - "Die nテ、chste テ僕krise kommt"| publisher = sueddeutsche.de| accessdate = 2011-05-08| date = 2009-02-27| url = http://www.sueddeutsche.de/geld/energieagentur-warnt-vor-engpass-die-naechste-oelkrise-kommt-1.487736}}

Andere bestreiten dagegen die Relevanz der ursprテシnglich von Marion King Hubbert entwickelten Prognosemethode, die Anwendbarkeit solcher Prognosen auf die globale テ僕fテカrderung, oder gar die prinzipielle Endlichkeit der Erdテカlreserven.Maugeri, Leonardo (2004)[http://www.deutschebp.de/liveassets/bp_internet/germany/STAGING/home_assets/assets/deutsche_bp/vermischtes/210504_maugeri_oelende.pdf テ僕 窶 Falscher Alarm], in: Science

Als grテカテ歹re Herausforderung sehen sie den Investitionsstau, den es aufgrund des Zusammenbruchs der Preise in den 1990ern und Umbrテシchen in der globalen テ僕industrie gegeben habe. Private westliche テ僕konzerne mit hohem technischen Know-how kontrollierten um 1970 noch knapp 50 %, 2008 nur noch 15 % der weltweiten テ僕produktion. Aufgrund mangelnder Investitionssicherheit resultiere ein Konflikt zwischen Zugang zu Lagerstテ、tten beziehungsweise Technologie.[http://www.nytimes.com/2008/08/19/business/19oil.html?_r=3&hp=&pagewanted=all As Oil Giants Lose Influence, Supply Drops], Jad Mouawad, NYT. 18. August 2008.

Sie verweisen auch auf die groテ歹n Vorkommen nichtkonventionellen テ僕s, wie etwa テ僕sand, die die テ僕fテカrderung テシber viele Jahrzehnte sicherten.

Einzelnachweise


Siehe auch


*Energiekrise
*Energieversorgung
*Energieeinsparung
*Kerninflation
*Nahrungsmittelpreiskrise 2007窶2008
*Energy Famine

{{Commons|Category:Gas shortage of 1973}}

Weblinks


{{Wiktionary|テ僕krise}}
* [http://www.oilcrisis.com/mcKillop/PriceSignals.pdf Cheap oil] (PDF; 67 kB)
* [http://www.peakoil.net The Association for the Study of Peak Oil and Gas]
* [http://www.zeit.de/2004/43/Konjunktur Die Zeit: Die kleine テ僕krise]

* [http://inflationdata.com/inflation/images/charts/OilPrices.gif Vergleich nominaler und inflationsbereinigter テ僕preis, 1947窶2004]


Olkrise
Olkrise

Olkrise

ar:リ」リイルリゥ リァルルルリキ (1973)
bn:爰ァ爰ッ爰ュ爰ゥ 爬鐘ヲー 爬、爰爬イ 爬ク爬もヲ歩ヲ
ca:Crisi del petroli del 1973
da:Oliekrise
1973 oil crisis
es:Crisis del petrテウleo de 1973
fi:テ僕jykriisi
fiu-vro:1973. a. nahvtakriis
Premier choc pテゥtrolier
he:ラ槞ゥラ泰ィ ラ蕃碩ラィラ潰燮 ラ蕃「ラ勉慵槞
hr:Naftna kriza
hu:1973-as olajvテ。lsテ。g
id:Krisis minyak 1973
it:Crisi energetica (1973)
ja:繧ェ繧、繝ォ繧キ繝ァ繝繧ッ
ko:悛・ 血徐
lt:1973 metナウ naftos krizト
nl:Oliecrisis van 1973
no:Oljekrisen
pl:Kryzys naftowy
pt:Crise do petrテウleo
ru:ミ斷オムムび紹スミセミケ ミコムミクミキミクム 1973 ミウミセミエミー
simple:1973 oil crisis
sv:Oljekrisen 1973
tr:1973 Petrol Krizi
vi:Kh盻ァng ho蘯」ng d蘯ァu m盻 1973
zh:隨ャ荳谺。遏ウ豐ケ蜊ア譛コ

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