Bundesministerium für Arbeit und Soziales
{{Dieser Artikel|erläutert die deutsche Behörde, zur österreichischen 1987–1997 siehe Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Österreich).}}
{{Infobox Deutsche Behörde
| behörden_bezeichnung =
| behörden_logo = 300px|zentriert|Logo
| staatliche_ebene = Bund
| stellung = Oberste Bundesbehörde
| aufsicht =
| gründungsdatum = 1949 als Bundesministerium für Arbeit
| hauptsitz = Berlin
| behördenleiter = Ursula von der Leyen (CDU), Bundesministerin für Arbeit und Soziales
| anz_mitarbeiter =
| homepage = [http://www.bmas.bund.de/ www.bmas.bund.de]
}}
miniatur|Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ist ein Bundesministerium der Bundesrepublik Deutschland. Das Ministerium, das früher Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung hieß, war zwischen 2002 und 2005 auf das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit und das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung aufgeteilt. Bei der Regierungsbildung nach der Bundestagswahl 2005 wurde im Wesentlichen der alte Aufgabenbereich wieder hergestellt, wobei der Name von Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (BMA) zu Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) geändert wurde. Die ursprüngliche Bezeichnung aus dem Jahr 1949 war Bundesministerium für Arbeit. Das BMAS ist bemüht, seine internationalen Zusammenarbeiten auszuweiten und das deutsche Arbeitsvermittlungmodell, nach dem Vorbild der Bundesagentur für Arbeit, ins Ausland zu tragen.{{Internetquelle|url=http://2010sdafrika.wordpress.com/2011/05/23/bundesagentur-fur-arbeit-arbeitsvermittlungsmodell-fur-sudafrika/|titel=Bundesagentur für Arbeit – Arbeitsvermittlungsmodell für Südafrika?|autor=Ghassan Abid|zugriff=2011-05-28}}
Dienstgebäude
miniatur|left|Bundesministerium für Arbeit und Soziales; Dienstsitz Berlin, Haupteingang Wilhelmstraße
miniatur|left|Einfahrt Dienstsitz Bonn, Rochusstraße
Ein Teil des Ministeriums hat seinen Sitz in Berlin-Mitte in der Wilhelmstraße 49. Nach dem Umzug von Parlament und großen Teilen der Bundesregierung nach Berlin zog das BMA ab 1999 in Gebäude in der Jäger- bzw. der Wilhelmstraße. In Bonn besteht weiter ein zweiter Dienstsitz in der Rochusstr. 1. Das Gebäude Wilhelmstraße 49 war ursprünglich ein barockes Adelspalais. 1826 ging es in den Besitz des Hohenzollern-Prinzen Karl über. Die Baumeister Schinkel und Stüler bauten es im klassizistischen Stil um. Zwischen 1918 und 1933 diente das Gebäude der Presseabteilung der Reichsregierung. Daraus bildeten die Nationalsozialisten das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda unter Führung von Joseph Goebbels. Die Bomben von 1945 haben die Gebäude erheblich beschädigt. Nach einer Instandsetzung zog 1947 der Zentralrat der Nationalen Front der späteren DDR ein. Das Arbeitszimmer des ersten und einzigen Präsidenten der DDR, Wilhelm Pieck, ist dort mit seiner ursprünglichen Einrichtung erhalten. 1996 folgte eine grundlegende etappenweise Sanierung, die 2000 beendet werden konnte.
Sitz des Besucherzentrums ist das Kleisthaus in der Berliner Mauerstraße 53, früher Bankhaus von der Heydt, genannt nach dem Besitzer des Vorgängerbaus, dem Dichter H. v. Kleist. Dessen Architekt war 1913 Bodo Ebhardt.
Bevor Bonn 1949 den Zuschlag als Bundeshauptstadt erhalten hatte, war für den Fall des Obsiegens von Frankfurt am Main, das dortige AEG-Hochhaus als Dienstsitz des Ministeriums vorgesehen. Hintergrund dieser verfrühten Überlegungen war die Argumentation Frankfurts, dass 90 % der für einen Regierungssitz benötigten Gebäude bereits vorhanden seien. Nachdem trotz des enthusiastischen Engagementes des damaligen Frankfurter Oberbürgermeisters Walter Kolb, der sogar schon einen Plenarsaal für das Parlament hatte bauen lassen, die Stadt unterlegen war, wurde der Plan zwangsläufig fallen gelassen.
Bundesminister seit 1949
siehe auch: Amtsinhaber seit 1918
Zwischen 2002 und 2005 wurde der Verantwortungsbereich des Ministeriums zwischen dem Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Wolfgang Clement und der Bundesministerin für Gesundheit und Soziale Sicherung Ulla Schmidt aufgeteilt. Danach wurde diese Änderung wieder rückgängig gemacht.
{{Zeitleiste Deutsche Arbeitsminister}}{| class="prettytable"
! Nr.
! Name
! Lebensdaten
! Partei
! Beginn der Amtszeit
! Ende der Amtszeit
|-
! style="background:#EEEEFF" align="center" colspan="6" | Bundesminister für Arbeit
|-
|align="right" | 1
|| Anton Storch
|align="center" |1892-1975
|align="center" |CDU
|align="center" |20. September 1949
|align="center" |29. Oktober 1957
|-
! style="background:#EEEEFF" align="center" colspan="6" | Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung
|-
|align="right" | 2
||Theodor Blank
|align="center" |1905–1972
|align="center" |CDU
|align="center" |29. Oktober 1957
|align="center" |26. Oktober 1965
|-
|align="right" | 3
||Hans Katzer
|align="center" |1919–1996
|align="center" |CDU
|align="center" |26. Oktober 1965
|align="center" |21. Oktober 1969
|-
|align="right" | 4
||Walter Arendt
|align="center" |1925–2005
|align="center" |SPD
|align="center" |22. Oktober 1969
|align="center" |16. Dezember 1976
|-
|align="right" | 5
||Herbert Ehrenberg
|align="center" |* 1926
|align="center" |SPD
|align="center" |16. Dezember 1976
|align="center" |28. April 1982
|-
|align="right" | 6
||Heinz Westphal
|align="center" |1924–1998
|align="center" |SPD
|align="center" |28. April 1982
|align="center" |1. Oktober 1982
|-
|align="right" | 7
||Norbert Blüm
|align="center" |* 1935
|align="center" |CDU
|align="center" |1. Oktober 1982
|align="center" |27. Oktober 1998
|-
|align="right" | 8
|| Walter Riester
|align="center" |* 1943
|align="center" |SPD
|align="center" |27. Oktober 1998
|align="center" |22. Oktober 2002
|-
! style="background:#EEEEFF" align="center" colspan="6" | Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit
|-
|align="right" | 9
||Wolfgang Clement
|align="center" |* 1940
|align="center" |SPD
|align="center" |22. Oktober 2002
|align="center" |22. November 2005
|-
! style="background:#EEEEFF" align="center" colspan="6" | Bundesminister für Gesundheit und Soziale Sicherung
|-
|align="right" | 9
||Ulla Schmidt
|align="center" |* 1949
|align="center" |SPD
|align="center" |22. Oktober 2002
|align="center" |22. November 2005
|-
! style="background:#EEEEFF" align="center" colspan="6" | Bundesminister für Arbeit und Soziales
|-
|align="right" | 10
||Franz Müntefering
|align="center" |* 1940
|align="center" |SPD
|align="center" |22. November 2005
|align="center" |21. November 2007
|-
|align="right" | 11
||Olaf Scholz
|align="center" |* 1958
|align="center" |SPD
|align="center" |21. November 2007
|align="center" |28. Oktober 2009
|-
|align="right" | 12
||Franz Josef Jung
|align="center" |* 1949
|align="center" |CDU
|align="center" |28. Oktober 2009
|align="center" |27. November 2009
|-
|align="right" | 13
||Ursula von der Leyen
|align="center" |* 1958
|align="center" |CDU
|align="center" |30. November 2009
|align="center" |im Amt
|-
|}
Parlamentarische Staatssekretäre
* 2005–2009: Klaus Brandner (SPD)
* 2005–2009: Franz Thönnes (SPD)
* seit 2009: Ralf Brauksiepe (CDU)
* seit 2009: Hans-Joachim Fuchtel (CDU)
Beamtete Staatssekretäre
* 1957–1957: Hans Busch
* 1965–1969: Ludwig Kattenstroth
* 2009–2011: Andreas Storm (CDU)
* seit 2009: Gerd Hoofe
* seit 2011: Annette Niederfranke
siehe auch
Weblinks
* [http://www.bmas.bund.de/ Internetpräsenz des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales]
Einzelnachweise
{{Navigationsleiste Bundesministerien (Deutschland)}}
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ArbeitsministeriumKategorie:Sozialministerium
Federal Ministry of Labour and Social Affairs (Germany)
la:Administer Foederalis Laboris
nds:Bundsministerium för Arbeit un Sozialsaken
pl:Ministrowie pracy i spraw socjalnych Niemiec
simple:Ministry of Labour and Social Affairs of Germany
zh:德國聯邦勞工及社會事務部
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