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Denis Diderot

26.05.2012 @ 14:41, Zusasa,

miniatur|Denis Diderot. Gemälde von [[Louis-Michel van Loo (1707–1771)]]

Denis Diderot (* 5. Oktober 1713 in Langres (Champagne-Ardenne); † 31. Juli 1784 in Paris) war ein französischer Schriftsteller, Philosoph und Aufklärer.

Mit Jean-Baptiste le Rond d’Alembert war er Herausgeber der großen französischen Encyclopédie. Er selbst schrieb, als Enzyklopädist, etwa 6000 von insgesamt 72.000 Artikel der Enzyklopädie. Als Autor von (Bühnen-) Werken hatte er großen Anteil am Entstehen des bürgerlichen Dramas. In allen seinen gereiften Werken trat er für die Verbreitung des Geistes der Aufklärung, den Atheismus und gegen Aberglauben und Bigotterie ein.

Jugendjahre und die Pariser Anfänge


Diderot war das zweitälteste Kind des wohlhabenden, jansenistisch-frommen Messerschmiedemeisters, maître coutelier à Langres Didier Diderot (1675–1759)[http://gw3.geneanet.org/pierfit?lang=fr;p=didier;n=diderot Genealogie der Familie][http://farm3.staticflickr.com/2579/3736364090_d99d3ff6d8_m.jpg Portrait des Vaters eines unbekannten Meisters aus dem Musée d’Art et d’Histoire, Langres]Denis Diderot: Rameau’s Nephew and First Satire (Oxford World’s Classics) Oxford University Press (2006), p. XXXI und seiner Ehefrau Angélique Vigneron (1677–1748)[http://www.historicum.net/themen/pompadour-und-ihre-zeit/biographien/art/Diderot_Denis/html/artikel/812/ca/954053eb7c65fe801555b8efc7e59e28/ Biographie in deutscher Sprache] aus der Bischofsstadt Langres (Champagne). Diderot hatte noch fünf jüngere Geschwister, jedoch starben zwei im Kindesalter. Zu seiner Schwester Denise Diderot (1715–1797) hatte er zeitlebens ein sehr gutes Verhältnis, zu seinem jüngeren Bruder Pierre-Didier Diderot (1722–1787), einem späteren Geistlichen, war seine Beziehung konfliktbeladen. Eine weitere Schwester Angélique Diderot (1720–1749) trat dem Ursulinen-Orden bei.

Geboren wurde Denis Diderot in einem Haus im Zentrum von Langres n° 9 de la place dans le centre ville de Langres[http://d2ghi3veuw5n4i.cloudfront.net/2fc7d4e8baebaeb6acefb4fc07c61dd0 La Place Diderot in Langres von MonNuage, http://www.monnuage.fr], einem Platz, welcher heute seinen Namen trägt. Die Taufe fand am Freitag, dem 6. Oktober 1713 in der Église Saint-Pierre-Saint-Paul de Langres statt.[http://www.tourisme-langres.com/pics_bdd/phototheque_photos_visuel/1217335483_Eglise-Musseau06_zoom.jpg Die Kirche Saint-Pierre-Saint-Paul von Langres]

Mit dem 12. Lebensjahr, also 1725, strebten seine Eltern an, ihn auf das Priestertum vorzubereiten, am Donnerstag, dem 22. August 1726, erhielt er die Tonsur vom Bischof von Langres. So sollte er später die Kanonikus-Pfründe seines Onkels mütterlicherseits, dem Kanonikus Vigneron, Chanoine de Langres an der Cathédrale Saint-Mammès de Langres übernehmen. Lepape, Pierre: Denis Diderot. Eine Biographie. Campus-Verlag, Frankfurt a/M (1994), ISBN 3-593-35150-1, S. 23

Zur Schule ging er zuerst bei den Jesuiten in Langres einem Collège jésuite, dann im jansenistisch orientierten Collège d’Harcourt in Paris.
Nach Beendigung der propädeutischen Kolleg-Studien mit dem Magister Artium im Jahre 1732 unterließ er es jedoch, das geplante Theologiestudium anzuschließen, schloss aber sein Studium an der Sorbonne am 6. August 1735 als Bakkalaureus ab.
miniatur|Denis Diderot. Aquatinta von Pierre-Marie Alix nach Lou-Michel Vanloo

Ab 1736 war er als Anwaltsgehilfe bei dem Advokaten Clément de Ris (1750–1827) tätig. Als er dann im Jahre 1737 die Stelle aufgab, stellte auch sein Vater die regelmäßigen Geldzuwendungen ein. Von 1737 an lebte er vier Jahre von zeitweisen schriftstellerischen Aufträgen, so schrieb er Predigten für Geistliche, arbeitete als Hauslehrer und lernte Englisch. Es war die Zeit großer Theaterbegeisterung. Mit dem Jahre 1740 schrieb er für den Mercure de France und den Observations sur les écrits modernes Artikel.

Später wurden Übersetzungstätigkeiten aus dem Englischen in das Französische übernommen.Johanna Borek: Denis Diderot. Rowohlt Hamburg (2000)
Er übersetzte 1742 die Geschichte Griechenlands von Temple Stanyan (1677-1752), ein medizinisches Nachschlagewerk von Robert James (1703–1776) A medicinal dictionary, including physic, surgery, anatomy, chimistry and botanyJames, Robert: A medicinal dictionary, including physic, surgery, anatomy, chimistry and botany. 3 Vols., London (1743–1745) in der Übersetzung von Diderot, Denis: Dictionnaire universel de médecine. traduit de l'Anglais de Denis Diderot et al.

6 Vols., Paris 1746 – 1748 und 1745 die Inquiry concerning Virtue von Earl of Shaftesbury in das Französische Essai sur le mérite et la vertu. Die Überlegungen von Shaftesbury hatten großen Einfluss auf die französische Aufklärung. Es war dessen Abneigung gegenüber dogmatischen Denkens, Toleranz und eine an die humanistischen Idealen angelehnte Moral, welche auch Diderot beschäftigte.Stackelberg, Jürgen von: Diderot. Artemis-Verlag München, (1983), ISBN 3-7608-1303-8 S.16-17

In den folgenden Jahren führte Diderot in Paris ein mehr oder weniger ungebundenes Leben und befreundete sich mit anderen jungen Intellektuellen, wie d’Alembert, Condillac und Melchior Grimm. Im Februar 1742 lernte er Rousseau im Café de la Régence kennen. Obgleich diesem zeitlebens freundlich zugewandt war die Beziehung zu Rousseau durch dessen zum Teil paranoide Persönlichkeit phasenweise sehr schwierig.Philipp Blom: Böse Philosophen: Ein Salon in Paris und das vergessene Erbe der Aufklärung. Hanser, München 2011, ISBN 978-3-446-23648-6, S. 278 ff.Rousseau macht Abbé Étienne Bonnot de Condillac mit Diderot bekannt und zeitweise trifft man sich zu dritt einmal wöchentlich in einem Restaurant in der Nähe des Palais Royal dem Panier fleuri zum diskutieren und Speisen.

Als er 1743 die ihm seit zwei Jahren bekannte, besitz- und aussteuerlose, streng katholische Wäscheverkäuferin Anne-Toinette Champion (1710–1796) heiraten wollte und, wie üblich, seinen Vater um Erlaubnis bat, ließ dieser ihn kraft seiner väterlichen Autorität in ein Kloster bei Troyes einsperren. Diderots Antipathie gegen die Kirche und die Institution Kloster liegt wohl auch in dieser Erfahrung begründet – eine Antipathie, die sich später noch steigerte, als seine jüngste Schwester freiwillig ins Kloster ging und dort geisteskrank wurde. Diderot selbst konnte nach einigen Wochen aus seinem klösterlichen Gefängnis fliehen. Er kehrte nach Paris zurück und heiratete Anne-Toinette Champion heimlich im Oktober 1743 in der Kirche Église Saint-Pierre-aux-Bœufs de Paris. Das Paar hatte vier Kinder, von denen drei sehr früh starben – Angélique (1744–1744), Jacques François Denis (1746–1750) und Denis (1750–1750) –, sowie die Tochter Marie-Angélique (1753–1824), die später eine ausgezeichnete Cembalistin wurde.[http://www.sophie-drinker-institut.de/cms/index.php?page=diderot-angelique Ausführliche Biographie Marie-Angélique Diderot]

Anne-Toinette Champion lebte 1741 mit ihrer Mutter in der Rue Boutebrie, wo die beiden Frauen von Weißnäherei und Spitzklöpplerei und dem Verkauf ihrer Produkte lebten, Denis Diderot wohnte zu dieser Zeit in einem kleinen Zimmer im gleichen Haus. Lepape, Pierre: Denis Diderot. Eine Biographie. Campus-Verlag, Frankfurt a/M (1994), ISBN 3-593-35150-1, S. 28-29 Die Mutter von Anne-Toinette war eine geborene Marie de Malleville (* 1676) und heiratete einen Ambroise Champion († 1713) ebenfalls aus Département Sarthe, das Paar hatte insgesamt sechs Kinder. Nach seinem Tode zogen die Mutter Marie Champion und Anne-Toinette nach Paris.

Diderot war kein treuer Ehemann; er war während seiner Ehe ab 1745 mit Madeleine de Puisieux (1720–1798) liiert, einer „aventurière“'' („Abenteurerin“), wie man emanzipiert und unverheiratet lebende Frauen meist besserer Herkunft und Bildung zu seiner Zeit nannte. Im Jahre 1755 lernte Diderot Sophie Volland kennen, die ihm eine lebenslange Gefährtin, Seelen- und Intimfreundin werden sollte. Die Ehe mit Anne-Toinette Champion führte er weiter.

Frühe Zeit in Paris – Zeit der konsolidierten Aufklärung


thumb|upright=0.8|Die N° 3 der 218[[Liste der Straßen und Plätze im 5. Arrondissement (Paris)|Rue de l’Estrapade, wo Diderot von 1747 bis 1754, dem Zeitpunkt seiner Verhaftung, lebte.]]
miniatur|Historischer Stadtplan des Paris von 1740

Zwischen dem Ende seines Studiums an der Sorbonne im Jahre 1735 und seiner Heirat von Anne-Toinette Champion im Jahre 1743 führte Diderot das Dasein eines Bohème. Dann folgt die Phase der intensiven Beschäftigung mit der Encyclopédie. Zu Beginn der 1740er Jahre kreuzten sich die Wege mit Jean-Jacques Rousseau. Es begann eine enge Freundschaft bis in die Mitte der 1750er Jahre, welche Aufgrund der schwierigen Persönlichkeit Rousseaus zu einem jähen Bruch führte.

Unter anderem über Rousseau lernte Diderot weitere Pariser Intellektuelle kennen. So wurde er mit dem Abbé Étienne Bonnot de Condillac bekannt gemacht. Auch lernte er in jener Zeit Friedrich Melchior Grimm kennen, ebenfalls ein späterer Freund und Vertrauter. Über diesen Kreis der Pariser Intellektuellen kam er in Kontakt zur Salonnière und Schriftstellerin Louise d’Épinay sowie dem wichtigen Freund und Mitarbeiter (seit 1751) an der Encyclopédie, dem Baron Paul Henri Thiry d’Holbach. Er wurde Teil des Coterie holbachique.

Seine philosophische Entwicklung zeigt sich u.a. in der Haltung zur Kirche, etwa ausgehend vom Besuch des jesuitischen Collège Louis-leGrand und der Tonsur im Jahre 1726, weiter zu der Entwicklung seiner Werke. Zunächst die Phase des Zweifelns La promenade du sceptique (1747), dann die Zeit des vernunftgeprägten Theismus, so in den Pensées philosophiques (1746), und später die Phase des eindeutigen Materialismus Pensées sur l'interprétation de la nature (1753).

Marc-Pierre de Voyer de Paulmy d'Argenson forderte am Dienstag den 22. Juli 1749 Nicolas René Berryer auf einen königlichen Haftbefehl, lettre de cachet auszustellen. Letztlich durch Denunziationen initiiert, wurde Diderot die Veröffentlichung der Pensées philosophiques und das Arbeiten an weiteren gegen die Religionen gerichtete Schriften zur Last gelegt (siehe auch Mandat d'arrêt).Manfred Geier: Aufklärung. Das europäische Projekt. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg, 2012, S. 129

Am folgenden Donnerstag, dem 24. Juli 1749 um halb acht morgens wurde Diderot in der N° 3 Rue de l’Estrapade von Joseph d’Hémery, dem Kommissar und Inspektor der königlichen Zensurbehörde, verhaftet, verhört und in die Festung Vincennes, château de Vincennes, gebracht.Johanna Borek: Denis Diderot. Rowohlt Hamburg 2000, S. 43–44 Hierbei kam sicher erschwerend hinzu, dass er schon zwei Jahre zuvor vom Pfarrer Pierre Hardy de Levaré seiner Gemeinde, Saint-MédardLepape, Pierre: Denis Diderot. Eine Biographie. Campus-Verlag, Frankfurt a/M (1994), ISBN 3-593-35150-1, S. 7, der als gottloser „sehr gefährlicher Mensch“ denunziert worden war.Philipp Blom: Böse Philosophen: Ein Salon in Paris und das vergessene Erbe der Aufklärung. Hanser, München 2011, ISBN 978-3-446-23648-6, S. 78 ff. Er wurde dort bis zum Montag, den 3. November 1749 inhaftiert. Außer den Interventionen der Buchhändler, die u.a. auch an einer schnellen Fertigstellung der Encyclopédie interessiert waren, inserierte Diderot selbst brieflich bei René-Louis de Voyer de Paulmy, marquis d’Argenson und Nicolas René Berryer. Die Arrestierung erfolgte auf Veranlassung des Generalleutnant der Polizei, lieutenant général de police (in dieser Funktion von 1747 bis 1757), Nicolas René Berryer, wegen der Schrift Lettre sur les aveugles à l’usage de ceux qui voient, in welcher er seine materialistische Positionen darlegte. Rousseau besuchte ihn dort regelmäßig. Die Erfahrungen der Inhaftierung prägten sich in der Persönlichkeit von Diderot mit traumatisierenden Spuren ein, welche ihn für seine weitere Arbeiten mit größerer Vorsicht vorgehen ließen.

Spätere Wohnorte in Paris

Von 1754 ab bis zum Jahre 1784 wohnte die Familie Diderot dann im 4. und 5. Stockwerk eines Hauses in der Rue Taranne (heute Teil des Boulevard Saint-Germain) gegenüber der Rue Saint-Benoît im 5. Arrondissement von Paris.[http://fr.wikisource.org/wiki/Page:Diderot_-_%C5%92uvres_compl%C3%A8tes,_%C3%A9d._Ass%C3%A9zat,_I.djvu/59 Wikisource Seite über Denis Diderot(französisch)]

Bei einem Freund, dem Juwelier Étienne-Benjamin Belle, le joaillier Belle in Sèvres, N° 26 Rue Troyon, mietete er um Oktober/November 1767 eine Dépendance. In dieses Zimmer zog er sich bis kurz vor seinem Tode regelmäßig zum Arbeiten zurück.[http://www.persee.fr/web/revues/home/prescript/article/rhef_0300-9505_1925_num_11_51_2352 Louis Marcel: Un petit problème d'histoire religieuse et d'histoire littéraire. La mort de Diderot d'après des documents inédits (suite). In: Revue d'histoire de l'Église de France. Tome 11. N° 51, 1925., p. 209, pp. 202–226]Maurice Tourneux: Diderot Et Catherine II. Slatkine, 1970, p. 517

Sein letztes Domizil, hier verbrachte er die restlichen Tage seines LebensJohanna Borek: Denis Diderot. Rowohlt, Reinbek 2000, S. 14, lag in der N° 39 Rue de Richelieu im 2. Arrondissement in Paris.[http://www.fichesdelecture.com/auteur/biographie/33-denis-diderot/ Biographie in französischer Sprache]


Die Encyclopédie

miniatur|hochkant|Titelseite der 276Encyclopédie277
von d’Alembert und Diderot

Da er schon eine Geschichte der alten Griechen, ein medizinisches Lexikon und einen philosophischen Traktat von Shaftesbury aus dem Englischen übersetzt hatte, erhielt Diderot 1746 von dem Pariser Verleger und Hofdrucker André Le Breton den Auftrag, die kürzlich abgeschlossene Cyclopaedia, or Universal Dictionary of the Arts and Sciences ins Französische zu übersetzen. Er nahm an, beschloss aber, das zweibändige Werk beträchtlich zu erweitern, um daraus eine Summa des gesamten Wissens seiner Zeit zu machen. Hierzu gewann er als Mitarbeiter zuerst seinen Freund d’Alembert, einen Mathematiker und Naturwissenschaftler, sowie nach und nach andere Autoren, die sogenannten Enzyklopädisten, die teils sonst wenig bekannte Spezialisten, teils aber auch berühmte Persönlichkeiten waren, wie z. B. Montesquieu oder Voltaire.

Durch seine Inhaftierung in der Festung Vincennes von Juli bis November 1749 musste er seine Arbeit an der Encyclopédie für einige Monate aussetzen und kam durch eine schriftlich hinterlegte Verpflichtung, keine blasphemischen Schriften mehr zu veröffentlichen, frei. In Zukunft war er deshalb vorsichtiger und ließ, um den Fortgang der Encyclopédie nicht zu gefährden, viele andere Schriften unpubliziert.

1750 verfasste er einen in ganz Europa verschickten Prospekt, in dem er Interessenten zur Subskription der Encyclopédie aufrief. Im November 1750 wurden die ersten achttausend Exemplare des Prospectus, der Vorankündigung der Encyclopédie, publiziert, mit der die Käuferschaft zur Subskription aufgefordert werden sollte. Man plante zunächst acht Textbände und zwei Bände mit Kupferstichen.Johanna Borek: Denis Diderot. Rowohlt, Hamburg 2000, S. 53–54 In einer später erschienenen Auflage aus dem Jahre 1755 spricht Diderot im Artikel zum Begriff Enzyklopädie im Band V von insgesamt zwölf geplanten Bänden.

1751 erschienen die beiden ersten Bände der Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers („Enzyklopädie oder durchdachtes Lexikon der Wissenschaften, Künste und Gewerbe“).

Der buchhändlerische Erfolg des Werkes war enorm, doch die Jesuiten und die Sorbonne diagnostizierten eine unchristliche Tendenz und erwirkten beim königlichen Kronrat ein Verbot. Da aber Madame de Pompadour (die Mätresse von Ludwig XV.), einige Minister, viele einflussreiche Freimaurer und der Chefzensor Chrétien-Guillaume de Lamoignon de Malesherbes auf der Seite der Enzyklopädisten standen, konnten 1753–1756 trotz des Verbots vier weitere Bände erscheinen. Hatte doch Malesherbes als Oberzensor (Censure royale) 1751 der Encyclopédie das königliche Privileg verliehen.

Danach jedoch wuchs der Druck der Gegner. 1758 wurde das Verbot erneuert, 1759 setzte Papst Clemens XIII. das Werk auf den Index. Inzwischen hatte aber die Regierung die Deviseneinnahmen schätzen gelernt, die trotz des Siebenjährigen Krieges (1756–1763) durch den Verkauf der Encyclopédie aus ganz Europa hereinkamen, und man ermutigte Diderot unter der Hand zum Weitermachen.

Der Mitherausgeber Jean-Baptiste le Rond d’Alembert zog sich 1759 aus dem Projekt zurück. An seine Stelle trat ab dem Jahre 1760 der sehr engagierte Louis de Jaucourt.[http://www.historicum.net/themen/pompadour-und-ihre-zeit/leben-und-alltag/ii-encyclopedie/ historicum.net: Publikationsgeschichte der Encyclopédie]

miniatur|302Lecture chez Diderot.303 Gemälde (1859) [[Ernest Meissonier|Jean-Louis Ernest Meissonier.]]

Am Montag, dem 12. November 1764, bemerkte er zufällig, dass sein französischer Verleger André Le Breton ohne Rücksprache in den letzten Textbänden Änderungen durch Auslassung ganzer Textpassagen und gravierende Textveränderungen vornahm. Obgleich Diderot zunächst jede weitere Zusammenarbeit mit ihm aufgeben wollte, ließ er es nicht soweit kommen.

Anfang des Jahres 1766 kam der siebzehnte Textband heraus, in der Ausgabe der Encyclopédie aus dem Jahre 1772 war das Projekt schließlich mit dem elften Band abgeschlossen.

Diderot widmete diesem Projekt 20 Jahre seines Lebens. Er schrieb mehr als 3000 ArtikelStackelberg, Jürgen von: Diderot. Artemis-Verlag München, (1983), ISBN 3-7608-1303-8 S.35 bevor er das Projekt im Juli 1765, mangels Anerkennung voller Bitterkeit, beendete. Diderot zog sich zurück und überließ seinen Nachfolgern die Herausgabe der letzten Abbildungsbände, die, wie schon die ersten, viel zum Ruhm des Unternehmens beitrugen.

In der Encyclopédie méthodique – in 166 Bänden, zwischen 1782 bis 1832 von dem Verleger Charles-Joseph Panckoucke und Madame Thérèse-Charlotte Agasse (1775-1838) herausgegeben – fand die Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers schließlich ihre Neubearbeitung, Erweiterung und Neuaufteilung in verschiedene Fachlexika.

Philipp Blom schrieb zu Diderot als Enzyklopädist, dass er als Künstler weder die Neigung noch den systematischen Geist zum Faktensammeln gehabt habe:

{{Zitat|Das Werk war ein Vehikel für seine Ideen; es gab ihm ein Einkommen, und sollte ihm einen Namen geben, und es gab Gegenständen eine Würde, die nie zuvor Druckseiten zierten; doch systematische, alles umarmende Akribie gehörte nicht zu seinen Interessen.Philipp Blom: Enlightening the World. Encyclopédie, The Book That Changed the Course of History. Palgrave Macmillan. New York, Houndsmille 2004, S. 150. “The work was a vehicle for his ideas; it gave him an income, and was to make his name, and it dignified subjects that had never before graced the printed page; but systematic, all-embracing meticulousness was not among his interests.”}}

Philosophie, Kritik, Theater, Romane

Neben der Encyclopédie hatte Diderot immer auch andere Werke in Arbeit. Schon 1746 hatte er im Anschluss an die Shaftesbury-Übersetzung seine Pensées philosophiques („Philosophische Überlegungen“) publiziert, worin er erstmals materialistische und atheistische Vorstellungen vertrat. 1748 veröffentlichte er einen erotischen Roman, Les bijoux indiscrets („Die geschwätzigen Kleinode“), der ein Skandalerfolg wurde und in den Literaturgeschichten für Schüler und Studenten oft unerwähnt bleibt.

1749 kam die schon genannte philosophische Schrift Lettre sur les aveugles („Brief über die Blinden“) heraus, worin Diderot, ausgehend von der These, dass ein blind Geborener keine Möglichkeit habe, die Existenz Gottes zu erdenken, diese Existenz überhaupt bezweifelt. 1751 trug er bei zu einer Grundlegung der philosophischen Ästhetik mit der Lettre sur les sourds et muets („Brief über die Taubstummen“). Im gleichen Jahr wurde er neben d’Alembert in die Berliner Akademie der Wissenschaften aufgenommen.

In den Jahren hiernach beschäftigte er sich mit Kunstgeschichte sowie den Techniken der Malerei und wurde einer der ersten professionellen Kunstkritiker mit den neun Artikeln, die er zwischen 1759 und 1781 über die Pariser Salons für die handschriftlich verbreitete Zeitschrift Correspondance littéraire seines Freundes Melchior Grimm verfasste.Gedruckt wurden sie erstmals 1812/13 in der 16-bändigen Pariser Ausgabe – Correspondance littéraire, philosophique, critique addressée à un Souverain d’Allemagne par Grimm et Diderot – veröffentlicht. Die Verkaufsausstellungen (Salons) wurden alle zwei Jahre von den Mitgliedern der Académie de peinture et de sculpture im Verein mit Pariser Galeristen veranstaltet.

Als Naturwissenschaftler betätigte Diderot sich in den Pensées sur l'interprétation de la nature („Überlegungen zur Deutung der Natur“, 1754), einem Plädoyer für das Prinzip des Experiments und gegen die rationalen Naturerklärungen der Cartésiens, d.h. der rationalistischen Denker im Gefolge von René Descartes.

Daneben wurde er bedeutsam für die Entwicklung des Theaters. Er verfasste einige Stücke, die heute wegen ihrer ereignisarmen und oft unwahrscheinlichen Handlung zwar kaum mehr aufgeführt werden, zu ihrer Zeit aber erfolgreich waren dank ihrer eindringlichen Darstellung widersprüchlicher Gefühle und innerer Konflikte sowie dank der Tatsache, dass sie realitätsnah sein sollten und im Milieu der oberen Mittelschicht spielen.

Am bekanntesten wurden Le Fils naturel („Der natürliche Sohn“, 1757) und Le Père de famille („Der Familienvater“, 1758). Im Ersteren ringt ein junger Mann sich tugendhaft dazu durch, seinem Freund die Braut nicht zu nehmen, in die er sich wider Willen verliebt hat und die auch ihrerseits sich magisch von ihm angezogen fühlt (sich am Ende aber als seine Halbschwester herausstellt). Im Zweiten gestattet ein Vater, der eigentlich passende Konventionalehen für seine beiden heiratsfähigen Kinder anstrebt, diesen nach langen inneren Konflikten die Liebesheiraten, die sie selber wünschen (und die sich nachträglich als gesellschaftlich akzeptabel erweisen). Wichtiger noch als die Stücke wurden die theoretischen Abhandlungen Diderots, z. B. De la poésie dramatique, „Über die dramatische Dichtung“, 1758. Sie begründeten ein neues Genre: das außerhalb der traditionellen Gattungen Tragödie und Komödie angesiedelte drame bourgeois („bürgerliches Trauerspiel“), das besser als jene die Realität der Epoche darstellen und selbstverständlich keine Verse, sondern Prosa verwenden sollte. Wichtig wurde auch der Dialog Le paradoxe sur le comédien („Paradox über den Schauspieler“, 1773), wo Diderot unter anderem nochmals behandelt, was er in Observations sur Garrick, ou les acteurs anglais (Beobachtungen über Garrick, oder die englischen Schauspieler, 1770) ausgeführt hatte: dass nämlich nicht der leidenschaftlich gefühlvolle Schauspieler, sondern der eher nüchterne die Gemüter bewege. Diderots Einfluss auf die Theatertheorie reicht bis hin zu Bertolt Brecht und seiner Theorie der Distanziertheit und des Sichtbarmachens.

Zugleich arbeitete Diderot an Romanen und Erzählungen, die rückblickend erstaunlich modern wirken und meist erst postum erschienen sind. So verfasste er 1760/61 den kirchenkritischen empfindsamen Roman La Religieuse („Die Nonne“), der den Leidensweg einer unfreiwilligen Nonne beschreibt und heute wohl sein meistgelesenes (und verfilmtes) Werk ist (gedruckt erst 1796). Von 1760 bis etwa 1764 schrieb er den experimentellen Roman Le Neveu de Rameau („Rameaus Neffe“; erstmals gedruckt in Goethes deutscher Übersetzung 1805, in einer französischen Rückübersetzung 1821, im endlich wiederentdeckten Originaltext erst 1891). 1773 beendete er den Roman Jacques le Fataliste („Jacques der Fatalist“, gedruckt erst 1796). Das Verhältnis zwischen dem von der Determiniertheit aller Ereignisse überzeugten, aber lebenstüchtigen und aktiven Diener Jacques und seinem an die Willensfreiheit glaubenden, aber lethargischen und passiven Herrn, inspirierte Hegel zu seiner in Phänomenologie des Geistes entfalteten Dialektik von Herrschaft und Knechtschaft, ebenso wie ihn der zwiespältige Protagonist des Neveu de Rameau zur Unterscheidung von „Ansichsein“ und „Fürsichsein“ anregte.

In Diderots unveröffentlichten Schriften mit satirischer Tendenz zeigen sich deutliche Zweifel am optimistischen, aufklärerischen Weltbild, das er mit der Encyclopédie öffentlich vertrat. Sein einstiger Freund und späterer Widersacher Rousseau warf Diderot vor, dass er ihn vom Optimismus abgebracht habe.

„Die Summe seines Lebens zog D. [Diderot] 1782 in dem Essai sur les règnes de Claude et de Néron, in dem er sich mit Seneca identifiziert, dem Philosophen, der sich einmischt und kompromittiert, dem Gegenbild zu Sokrates.“ (Claudia Albert)

Die Nach-Encyclopédie Ära

Neben seiner unermüdlichen Arbeit führte Diderot ein reges gesellschaftliches Leben in Kreisen der philosophes, d.h. der kritisch eingestellten Pariser Intellektuellen (Condillac, Turgot, Helvétius, d’Holbach usw.), aber auch in einigen adeligen Salons. Seit 1755 stand er in einem regen „empfindsamen“ Briefwechsel mit Sophie Volland.

Im Juli 1765 endete die Ära der Encyclopédie. Über zwanzig Jahre hinweg lebte er und seine Familie von den Zahlungen der Verleger bzw. Buchhändler. Da er keinerlei Rechte auf Tantiemen an der Encyclopédie besaß, drohte eine wichtige Einkommensquelle zu versiegen. So kamen lediglich Einnahmen aus dem väterlichen Erbe aus Langres. Um die Mitgift für seine Tochter Marie-Angélique Diderot (1753–1824) bereitzustellen, entschloss er sich seine Bibliothek zu verkaufen.

Seine Tochter heiratete am 9. September 1772 den Industriellen Abel François Nicolas Caroillon de Vandeul (1746–1813).[http://gw3.geneanet.org/pierfit?lang=fr;p=abel+francois+nicolas;n=caroillon+de+vandeul Genealogie Tochter und Schwiegersohn] Er war der Sohn einer Jugendliebe, Simone la Salette († 1788)[http://gw3.geneanet.org/pierfit?lang=fr;p=nicolas;n=caroillon Genealogie von Simone und Nicolas Caroillon], von Diderot. Diderot hatte zwei Enkel, von denen Marie Anne († 1784) im Säuglingsalter starb, sowie Denis-Simon Caroillon de Vandeul (1775-1850).

So wie Voltaire war auch Diderot auf der Suche nach dem aufgeklärten Monarchen. Er fand ihn in der aus Deutschland stammenden russischen Zarin Katharina, die ihm 1765 pro forma seine Bibliothek abkaufte, ihn zeitlebens als Bibliothekar besoldete, sowie mit Geld für Neuanschaffungen ausstattete und ihn 1773 für einige Monate am Hof von Sankt Petersburg aufnahm, wohin nach seinem Tod 1784 dann auch die Bibliothek verfrachtet wurde.

Reise nach St. Petersburg


thumb|250px|Reiseziele von Denis Diderot 1773–1774. 364Blaue Linie365 zeigt die Hinfahrt vom 11. Juni 1773 bis 8. Oktober 1773. 366Rote Linie367 zeigt die Rückreise vom 5. März 1774 bis 21. Oktober 1774.

An einem Freitag, den 11. Juni 1773 verließ Diderot Paris, zu seiner einzigen längeren Reise, das Ziel war Sankt Petersburg. Er erreichte den Zarensitz am Freitag, dem 8. Oktober 1773. Schon vom 15. Oktober an wurde er von der Zarin Katharina die Große zu regelmäßigen Audienzen empfangen. Am 5. März 1774 begann die Rückreise in Richtung Frankreich. Sie endete zunächst am 5. April in Den Haag. Erst am Freitag, den 21. Oktober 1774 traf er wieder in Paris ein.Philipp Blom: Böse Philosophen: Ein Salon in Paris und das vergessene Erbe der Aufklärung. Hanser, München 2011, ISBN 978-3-446-23648-6, S. 306 ff.

In Den Haag wohnte er bei dem russischen Botschafter Dmitri Alexejewitsch Fürst von Gallitzin (1738–1803)[http://ora-web.swkk.de/goe_reg_online/regest.vollanzeige_bio?id=37297&p_lfdnr=0&s_par=ga&n_par=1 Biographische Daten , Dmitri Alexejewitsch Fürst von Gallitzin (Golizyn)(1738-1803)], welcher von 1770 bis 1782 Gesandter in Den Haag war, bis zum Freitag den 20. August 1773. Die nächsten Stationen seiner Weiterfahrt nach Russland waren Duisburg im damaligen Brandenburg-Preußen wo er seinen zukünftigen Reisebegleiter Alexis Wasiljewitsch Narischkin traf. Krankheitsbedingt zu einer Pause gezwungen reiste er schließlich allein zunächst nach Düsseldorf, Leipzig und Dresden.France Marchal: Modernité de la pensée politique de Diderot. In: Actualité de Diderot: actes du forum 2000 à Langres. Forum Diderot, Langres 2002, p. 89–103 In Dresden traf er den deutschen Kunsttheoretiker Christian Ludwig von Hagedorn. Von hier ging die Weiterfahrt mit der Postkutsche, an der Hauptstadt Preußens vorbei, in Richtung Ostseeküste weiter, man hielt in den Städten Königsberg, Memel, Mitau und Riga, um schließlich den Zarensitz an der Newabucht zu erreichen. Diderots Ankunft an einem Freitag, den 8. Oktober in Sankt Petersburg begann mit einer Enttäuschung, so fand er nicht wie geplant Unterkunft bei seinem früheren Protegé dem schweizerisch-französischen Bildhauer Etienne-Maurice Falconet aber auch ein Treffen mit Friedrich Melchior Grimm ließ auf sich warten und so gab ihm sein Freunde Alexis Wasiljewitsch Narischkin eine Bleibe.

Letzte Lebensjahre und Tod

miniatur|Denis Diderot aber auch sein Freund [[Paul Henri Thiry d’Holbach fanden ihre letzte Ruhestätte in der Kirche Saint-Roch (Paris)]]

Nach seiner Rückkehr nach Paris hatte sich sein gesundheitlicher Zustand verschlechtert und häufiger als zu früheren Zeiten zog es ihn in sein Ausweichquartier in das Haus des Juweliers Étienne-Benjamin Belle, in Sèvres N° 26 Rue Troyon oder aber auch auf das Landgut Le Château de Grand-Val[http://www.shas.fr/images/GrandVal1.JPG Fotographie des 1949 zerstörten Gebäudes] (Sucy-en-Brie heute N° 27 rue du Grand-Val im Außenbezirk von Paris (Département Val-de-Marne) seines Freundes Paul Henri Thiry d’Holbach.

Diderot fand zwar rege Unterstützung im Kreise der Freimaurer, dass er selbst Freimaurer war, ist jedoch nicht nachgewiesen.

Diderot wird aber als ein offizielles Mitglied im Bund der Freimaurer geführt.http://www.internetloge.de Denis Diderot Freimaurer 1. Website: Internetloge; Lemma: Freim. Persönlichkeiten. Abgerufen am 26. August 2010.

Er wurde in der Pfarrkirche Saint-Roch in Paris bestattet.

Darstellungen von Diderot in der Kunst


Eines der bekanntesten Portraits malte Louis-Michel van Loo 1767. Diderot selbst soll es nicht gemocht haben. Weitere Bildnisse stammen von Jean-Honoré Fragonard (1768) und von Dmitri Lewizki.

Eine Statue von ihm, gefertigt von Frédéric Bartholdi (1884), steht in seiner Heimatstadt Langres, wo auch ein kleines Museum an ihn erinnert. Eine Statue von Jean Gautherin (1886) befindet sich in Paris.

Peter Prange verfasste den historischen Roman Die Philosophin, dessen Heldin Sophie sich in Diderot verliebt.

Éric-Emmanuel Schmitt verfasste eine Komödie über Diderots erotische Abenteuer und die Enzyklopädie unter dem Titel Le libertin (dt. Titel: Der Freigeist). Die Uraufführung fand 1997 in Paris statt, die deutschsprachige Erstaufführung folgte noch im gleichen Jahr.

Das Stück wurde von Schmitt auch zu einem gleichnamigen Drehbuch umgearbeitet, das von Gabriel Aghion als Liebeslust und Freiheit (Le libertin) verfilmt wurde und im Jahr 2000 in die französischen Kinos kam. Diderot wurde dargestellt von Vincent Perez, weitere Hauptrollen wurden von Fanny Ardant, Michel Serrault und Josiane Balasko gespielt. Auch Audrey Tautou ist unter den Darstellerinnen der jugendlichen Bewunderer Diderots zu entdecken.

1966 drehte Jacques Rivettes seinen zweiten Film Suzanne Simonin, la Religieuse de Diderot (Rivette bevorzugt diesen Titel gegenüber der Kurzfassung La Religieuse). Als Vorlage zum Film diente der Roman La religieuse Die Nonne (1760) von Denis Diderot, der Film wurde zeitweise von der französischen Zensur verboten.

Schriften


;Ausgaben in Französischer Sprache
* Pensées philosophiquesPhilosophische Gedanken (1746)
* La promenade du sceptiqueDer Spaziergang des Skeptikers (1747, Erstveröff. 1831)
* Les bijoux indiscretsDie geschwätzigen Kleinode (1748)
* Lettre sur les aveugles à l'usage de ceux qui voientBrief über die Blinden zum Gebrauch der Sehenden (1749, anonym)
* Lettre sur les sourds et muetsBrief über die Taubstummen (1751)
* Pensées sur l'interprétation de la natureGedanken über die Interpretation der Natur (1753)
* Le Fils naturelDer natürliche Sohn (Theaterstück, 1757)
* Le Père de familleDer Hausvater (Drama, 1758)
* Discours sur la poésie dramatiqueAbhandlung über die dramatische Dichtkunst (1758)
* La religieuseDie Nonne (Roman, 1760)
* Le Neveu de RameauRameaus Neffe (1761–1776, Erstveröff. dt. v. Goethe 1805; Erstveröff. frz. 1823); eine andere deutsche Übersetzung nach dem 1891 aufgefundenen Original steht [http://www.welcker-online.de/Links/link_942.html hier] bereit
* Le rêve de D’AlembertD’Alemberts Traum (1769)
* Jacques le fataliste et son maîtreJacques der Fatalist und sein Herr (1771, Erstveröff. dt. teilw. v. Schiller 1785, v. Mylius 1792; Erstveröff. frz. 1796)
* Ceci n'est pas un conteDies ist keine Erzählung (Erzählung, 1772)
* Réfutation d'HelvétiusFortlaufende Widerlegung von Helvétius’ Werk „Vom Menschen“ (1774)
* Supplément au Voyage de BougainvilleNachtrag zu Bougainvilles Reise (1775, Erstveröff. 1796)

* Essai sur les règnes de Claude et de Néron – Essay über die Herrschaft der Kaiser Claudius und Nero (1778)

;Deutschsprachige Werkausgaben
* Philosophische Schriften, 2 Bände, hg. u. übers. v. Theodor Lücke, Berlin (DDR) 1961 (Nachdruck Berlin (West) 1984)
* Ästhetische Schriften, 2 Bände, hg. v. Friedrich Bassenge, Berlin (DDR) 1967 (Nachdruck Berlin (West) 1984)
* Schriften zur Kunst, ausgewählt und mit einem Nachwort von Peter Bexte, Philo & PhiloFineArts, Berlin 2005 (Fundus, Bd. 157). ISBN 978-3-86572-412-0

* Werner Raupp (Hrsg.): Denis Diderot [Werke, Sammlung]. „Weiß man je, wohin man geht“. Ein Lesebuch. (Mit einem Geleitwort von Peter Prange.) Diderot Verlag, Rottenburg am Neckar 2008 (Humanismus – neu entdeckt, Bd. 1). ISBN 978-3-936088-95-3

Siehe auch


* Diderot-Effekt

Literatur


* Claudia Albert: Diderot, Denis in Metzler Philosophen Lexikon. J. B. Metzler, Stuttgart/Weimar 1995, ISBN 3-476-01428-2.
* Philipp Blom: Das vernünftige Ungeheuer – Diderot, d’Alembert, de Jaucourt und die Große Enzyklopädie. Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-8218-4553-8.
* Philipp Blom: Böse Philosophen: Ein Salon in Paris und das vergessene Erbe der Aufklärung. Hanser, München 2011, ISBN 978-3-446-23648-6.
* Johanna Borek: Denis Diderot. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Hamburg 2000, ISBN 3-499-50447-2.
* Hans Magnus Enzensberger: Diderots Schatten. Unterhaltungen, Szenen, Essays. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-518-40632-9.
* Roger Kempf: Diderot et le roman. Seuil, Paris 1964.
* Anette Selg, Rainer Wieland (Hrsg.): Die Welt der Encyclopédie. Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-8218-4711-5.
* Lieselotte Steinbrügge: Das moralische Geschlecht. Theorien und literarische Entwürfe über die Natur der Frau in der französischen Aufklärung. Beltz, Weinheim/ Basel; 2. Aufl. Metzler, Stuttgart 1992, ISBN 3-476-00834-7.
* Lieselotte Steinbrügge: The Moral Sex. Woman's nature in the French Enlightment. Oxford University Press, New York 1995, ISBN 0-19-509493-X.
* de Tirado, Heidi Denzel: Biographische Fiktionen: Das Paradigma Denis Diderot im interkulturellen Vergleich (1765–2005). Königshausen & Neumann, 2009.

* Raymond Trousson: Denis Diderot ou le vrai Prométhée, Paris : Tallandier, 2005, ISBN 2-84734-151-X

Weblinks


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{{Wikisource|Denis Diderot}}
{{Wikiquote|Denis Diderot}}
* [http://rde.revues.org/ Les Recherches sur Diderot et sur l'Encyclopédie, französische Diderot-Gesellschaft (französisch)]
* {{DNB-Portal|118525263}}
* {{Zeno-Autor|Literatur/M/Diderot,+Denis}}
* [http://classiques.uqac.ca/classiques/Diderot_denis/diderot_denis.html Werke bei UQAC] (französisch)
* [http://www.pinkernell.de/romanistikstudium Artikel in Namen, Titel und Daten der franz. Literatur] (Hauptquelle dieses Wikipedia-Artikels)
* {{BBKL|d/diderot_d|autor=Werner Raupp|band=25}}
* [http://www1.wdr.de/themen/archiv/stichtag/stichtag3546.html WDR-Reportage zum 295. Geburtstag Diderots] Abgerufen am 3. April 2012

* [http://www.deutsches-museum.de/bibliothek/unsere-schaetze/enzyklopaedien/diderot-encyclopedie/ Deutsches Museum in München – Diderots Encyclopédie]


Darstellungen


Datei:Denisdiderot.jpg|Denis Diderot; Gemälde von Jean-Honoré Fragonard
Datei:Denis Diderot (Dimitry Levitzky).jpg|Denis Diderot; Gemälde von Dmitri Grigorjewitsch Lewizki
Datei:Greuze Portrait of Diderot.jpg|Seitprofil als Kreidezeichnung von Jean-Baptiste Greuze
datei:Statue Diderot à Langres 2.jpg|N°9 mit dem Haus in welchem Diderot geboren wurde, im Hintergrund die Cathédrale Saint-Mammès (1768)
Datei:Langres - Ancien collège Jésuite.jpg|Collège jésuite in Langres
Datei:Langres - cathédrale Saint-Mammès - façade 2.jpg|Cathédrale Saint-Mammès de Langres, Eingangsbereich
Datei:Langres 121008 2.jpg|Eine zeitgenössische Fotographie auf die Stadtmauern von Langres im Hintergrund die Türme der Cathédrale Saint-Mammès
Datei:Château de Vincennes Paris FRA 002.jpg|Le château de Vincennes
Datei:P1050075 Paris Ier Rue de Richelieu n°39 rwk.JPG|N° 39 Rue de Richelieu mit Gedenktafel für Denis Diderot
Datei:P1050076 Paris Ier rue de Richelieu n°39 plaque commémorative Diderot rwk.JPG|Die Gedenktafel als Detail am Haus N° 39 Rue de Richelieu wo Diderot sein Leben beendete
Datei:Plaque Diderot2.jpg|Haus in dem Denis Diderot starb, N° 39 Rue de Richelieu im 2. Arrondissement
Datei:Langres - Denis Diderot.jpg|Statue in Langres eine Arbeit von Frédéric-Auguste Bartholdi

Datei:Diderot-statue.jpg|Statue in Paris

Einzelnachweise


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