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Fachkräftemangel

25.05.2012 @ 08:43, RonMeier,

Als Fachkräftemangel bezeichnet man den Zustand einer Wirtschaft, in dem eine bedeutende Anzahl von Arbeitsplätzen für Mitarbeiter mit bestimmten Fähigkeiten nicht besetzt werden kann, weil auf dem Arbeitsmarkt keine entsprechend qualifizierten Mitarbeiter (Fachkräfte) zur Verfügung stehen.

Fachkräftemangel als ökonomisches Problem


Wie viel und welches Humankapital (wirtschaftlich nutzbaren Fähigkeiten und Kenntnissen) gebildet wird, entspricht nicht immer dem gesellschaftlichen Bedarf. Bedarf und Angebot an Humankapital sind allerdings keine festen Größen. Sie werden unter anderem über den Lohn von der jeweils anderen Marktseite beeinflusst. Daher muss Fachkräftemangel als Marktungleichgewicht aufgefasst werden, dem eine Störung des Preismechanismusses zugrunde liegt.

Ausbildungszyklen


miniatur|Die Zahl der Studienanfänger in den Ingenieur- und Naturwissenschaften hat sich in den letzten 14 Jahren mehr als verdoppelthttp://www.vdi-monitoring.de/index4.php?CHOICE=I_1FS&GESAMT=1&FACHBEREICH=Ingenieurwissenschaften+insgesamt&SIZE=600x400http://www.vdi-monitoring.de/index3.php?CHOICE=I_1FS&GESAMT=1&FACHBEREICH=Mathematik+und+Naturwissenschaften+insgesamt&SIZE=600x400

Ausbildungen benötigen eine gewisse Ausbildungsdauer. Ein Fachkräftemangel führt daher erst mit einer zeitlichen Verzögerung zu einer Erhöhung der Zahl der Arbeitnehmer mit geforderter Qualifikation. Beispielsweise stieg im Vorfeld der Dotcom-Blase die Zahl der benötigten IT-Spezialisten mit Internet-Knowhow kurzfristig massiv an. Dieser Fachkräftemangel führte zu politischem Aktionismus wie dem Sofortprogramm zur Deckung des IT-Fachkräftebedarfs. Dieser Fachkräftemangel löste sich jedoch mit dem Platzen der Blase und dem Ende der Jahr-2000-Problem-Hysterie auf.

Auch im Bereich der Berufsausbildung bestehen Konjunkturzyklen. Die subjektive Wahrnehmung eines Fachkräftemangels führt zu einer verstärkten Ausbildungsleistung in den nachgefragten Bereichen. So führte der genannte Internet-Hype zu einer deutlich steigenden Zahl von Informatikern mit Spezialisierung auf Internet-Technologien. Daher verwandelte sich der Fachkräftemangel schnell in einen Überschuss so qualifizierter Informatiker.

In Folge der immer lauter werdenden Klagen über einen Fachkräftemangel haben sich die Studienanfängerzahlen in den Ingenieurwissenschaften von 1997 bis 2011 mehr als verdoppelt und sind mit aktuell über 100.000 Erstsemestern pro Jahr deutlich über dem Wert von 70.000 Estsemestern pro Jahr, der in den 90er-Jahren zu einer Ingenieurschwemme führte. Während dieser Ingenieurschwemme stieg die Arbeitslosenquote bei Maschinenbauingenieuren auf über 16 % im Jahr 1997.http://www.vdi-monitoring.de/

Fachkräftemangel als langfristige Arbeitsmarktprognose


miniatur|Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Elektroingenieure ist in den letzten 10 Jahren um über 16 % zurückgegangen.http://www.vdi-monitoring.de/index5.php?FACHBEREICH=Elektroingenieure%2Finnen&CHOICE=B_SPF&CHOICE1=&CHOICE2=&SIZE=600x400 Das entspricht einem Rückgang um über 28000 Stellen
Bei der Diskussion von Fachkräftemangel ist es sinnvoll, einen eventuellen aktuellen Fachkräftemangel von Fachkräftemangel als langfristigem Arbeitsmarktungleichgewicht zu unterscheiden. Einer Diagnose von Fachkräftemangel als langfristigem Arbeitsmarktungleichgewicht liegen dabei typischer Weise die folgenden Argumente zugrunde.
* Das Angebot an Fachkräften wird aus demografischen Gründen zurückgehen. Dabei wird angenommen, dass Veränderungen in der Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung und Veränderungen in der Bildungsbeteiligung nicht ausreichen, um den demographischen Rückgang auszugleichen.
* Die Nachfrage nach Fachkräften wird steigen oder aber zumindest weniger stark sinken als das Angebot an Fachkräften. Das Verhältnis von Nachfrage und Angebot an Fachkräften wird also aus Sicht der Fachkräfte günstiger. Eine steigende Nachfrage nach Fachkräften kann dabei entweder dadurch zustande kommen, dass Sektoren mit hohem Fachkräfteeinsatz an Bedeutung gewinnen oder aber dadurch, dass technologische Entwicklungen den Einsatz von Fachkräften begünstigen.

* Schließlich wird der Marktmechanismus, also die Anpassung des Lohnes von Fachkräften an die veränderten Marktbedingungen, nicht ausreichend funktionieren. Mithin sollten die beschriebenen Änderungen zu einer Anhebung des Lohnes von Fachkräften führen, was aus Sicht der Firmen den Einsatz an Fachkräften weniger lohnend erscheinen lässt und aus Sicht der Individuen einen Anreiz darstellt, in ihre Qualifikationen zu investieren.

Eine langfristige Prognose des Fachkräftebedarfs in Deutschland ist allerdings schwierig, da zahlreiche Randbedingungen den Fachkräftebedarf in Deutschland beeinflussen. Eine Studiehttp://www.ifw-kiel.de/pub/kd/2009/kd465.pdf des Institut für Weltwirtschaft Kiel kommt beispielsweise zu dem Schluss, dass gerade Mathematik-, Informatik-, Naturwissenschaft- und Technik- (MINT)-Berufe besonders leicht ins Ausland verlagert werden können und auch verlagert werden, weil sie zum einen auf einem international standardisierten Wissen basieren (Die Naturgesetze gelten überall auf der Welt) und zum anderen keine großen Anforderungen an die Infrastruktur stellen. Die Verlagerung von Fertigungseinrichtungen ins Ausland ist deutlich aufwändiger. Auch medizinische, juristische oder viele Dienstleistungsberufe können schwer ins Ausland verlagert werden, da diese Berufe eine große Kundennähe erfordern. Die hohen Wachstumsraten in den Schwellenländern sowie die hohe Verfügbarkeit und die niedrigen Gehälter von MINT-Arbeitnehmern in den Schwellenländern, die oft nur einem Zehntel der deutschen Gehälter entsprechen,http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/a-403356.html üben einen massiven Verlagerungsdruck auf deutsche MINT-Berufe aus. Besonders drastisch zeigt sich dies an der Entwicklung der Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Elektroingenieure (Grafik rechts). Obwohl die Nachfrage nach Elektronikartikeln weltweit steigt, sinkt die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Elektroingenieure in Deutschland seit den letzten 10 Jahren kontinuierlich. In diesem Zeitraum ging die Zahl dieser Stellen um über 28000 (mehr als 16 %) zurück. Gerade diese Verlagerung von MINT-Berufen ins Ausland kann nach einer Studie der Arbeitsagenturhttp://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Veroeffentlichungen/Sonstiges/Perspektive-2025.pdf zukünftig sogar die Arbeitslosigkeit in deutschen MINT-Berufen weiter erhöhen.

Missbräuchliche Nutzung des Begriffs


Qualifizierte Fachkräfte sind aus Arbeitgebersicht eine wertvolle, wenn nicht die wertvollste Ressource. Allerdings vermeiden Arbeitgeber oft Fachkräfte angemessen zu entgelten, wenn ein entsprechendes Überangebot an Fachkräften existiert. Daher erscheint es für Arbeitgeber oft ökonomisch sinnvoll, einen Fachkräftemangel zu behaupten, auch wenn es keinen solchen gibt.

Anzeichen für einen Fachkräftemangel können z. B. überdurchschnittliche Gehaltsentwicklungen einer Fachrichtung sein. In der marktwirtschaftlichen Praxis liegen diese Anzeichen regelmäßig nicht vor.

Bei der Einbeziehung der Anzahl von offenen Stellen in Statistiken wird häufig übersehen, das gleichzeitig mehrere Arbeitsangebote von verschnieden miteinander konkurrierenden Dienstleistern oder auch von Ingenieurbüros nur für eine reale offene Stelle gleichzeitig existieren und damit die Anzahl der offen gemeldeten Stellen auf diesem Wege nicht genau erfasst werden kann.

Als Fachkräftemangel bezeichnet man den Zustand einer Wirtschaft, in dem eine bedeutende Anzahl von Arbeitsplätzen für Mitarbeiter mit bestimmten Fähigkeiten nicht besetzt werden kann, weil auf dem Arbeitsmarkt keine entsprechend qualifizierten Mitarbeiter (Fachkräfte) zur Verfügung stehen.

Ein Fachkräftemangel schwächt das mögliche Wachstum einer Wirtschaft. Insbesondere in Ländern der Dritten Welt, früher auch in den Staaten des Realsozialismus, stellt er auch ein Problem für die Entwicklung der Gesellschaft dar, weil wesentliche Funktionen der Gesellschaft nicht besetzt werden können. In diesen Ländern führt die Auswanderung qualifizierter Arbeitnehmer („Braindrain“) zu einem Fachkräftemangel.

In Deutschland gilt der Begriff "Fachkräftemangel" primär ein interessengeleitetes Schlagwort. Im Jahr 2011 sind Engpässe bei Ärzten, Vulkaniseuren und Elektroinstallateuren wissenschaftlich belegt.http://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2011/mai/die-propaganda-vom-fachkraeftemangel Darüber hinaus führt das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft 240.000 gemeldete Stellenangebote für Fachkräften im MINT-Bereich, also Ingenieure (79.400), Mathematiker und Naturwissenschaftler (4.400), Datenverarbeitungsfachleute (49.200) und Techniker (34.000)http://www.haufe.de/personal/newsDetails?newsID=1322757798.39 auf, denen 74.000 Arbeitslose mit entsprechenden Qualifikation gegenüberstehen. Jedoch wird diese Studie unter anderem von Karl Brenke (DIW) scharf kritisiert, da diese Zahlen hochgerechnet würden, um auch freie Stellen zu berücksichtigen, die nicht den Arbeitsagenturen vorliegen.http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,800869,00.html

Bei der Einbeziehung der Anzahl von offenen Stellen in Statistiken wird häufig übersehen, das gleichzeitig mehrere Arbeitsangebote von verschieden miteinander konkurrierenden Dienstleistern oder auch von Ingenieurbüros nur für eine reale offene Stelle gleichzeitig existieren und mann damit die Anzahl der offen gemeldeten Stellen auf diesem Wege nicht genau erfassen.

Politische Diskussion in Deutschland


In Beiträgen, die bei der Bundeszentrale für politische Bildung erschienen sind, wird vor Fachkräftemangel gewarnt (s.u.). Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung vertritt in seinen bisherigen Veröffentlichungen zu diesem Thema überwiegend die Meinung, dass Fachkräftemangel sich zu einem ernst zu nehmenden Problem entwickeln könne,Alexander Reinberg, Markus Hummel: Steuert Deutschland langfristig auf einen Fachkräftemangel zu?, IAB Kurzbericht, No.9, Nürnberg, 2003.[http://doku.iab.de/grauepap/2007/Fachkraeftebedarf_Wirtschaft.pdf] Martin Dietz, Ulrich Walwei(2007): Fachkräftebedarf in der Wirtschaft. Wissenschaftliche Befunde und Forschungsperspektiven, Aug. 2007 obgleich nach Ansicht derzeit nicht von einem allgemeinen Fachkräftemangel gesprochen werden kann, aber selbst unter Berücksichtigung der demographischen Entwicklung prognostiziert die Studie von Fuchs und Zika[http://doku.iab.de/kurzber/2010/kb1210.pdf] Johann Fuchs, Gerd Zika(2010): IAB Kurzbericht: Arbeitsmarktbilanz bis 2025 - Demografie gibt die Richtung vor, Juni 2010 eine deutliche Unterbeschäftigung für die nächsten Jahre. Auch Branchenverbände, wie der Verband der Chemischen Industrie, sehen derzeit keinen generellen Fachkräftemangel.{{Internetquelle|titel=VCI Fakten und Standpunkte: Naturwissenschaftliche Fachkräfte in der Chemie |url=http://www.vci.de/default2~cmd~shd~docnr~123250~rub~740~tma~886~nd~.htm |werk=VCI Online|datum=2010-08-01|zugriff=2010-03-07}}

Auch die Bundesagentur für Arbeit kommt in einer im Dezember 2011 erschienenen Studie zu dem Schluss, dass ein genereller Fachkräftemangel in den Mathematik-, Informatik-, Naturwissenschaft- und Technik- (MINT)-Berufen nicht vorliegt.http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Berichte-Broschueren/Arbeitsmarkt-fuer-Akademiker/Generische-Publikationen/Kurzinfo-Frauen-MINT-2011.pdf Auffällig ist, dass vor allem Arbeitgeberverbände und arbeitgebernahe Institutionen, wie der VDI und das IAB von einem Fachkräftemangel sprechen, während neutralere Einrichtungen, wie die Bundesagentur für Arbeit und das DIW keinen generellen Fachkräftemangel sehen oder teilweise sogar eine Fachkräfteschwemmehttp://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.363832.de befürchten. Kritiker vermuten, dass Verbände wie der VDI einen Fachkräftemangel postulieren, um so den Ansturm auf Ingnieur-Studiengänge weiter zu befeuern, was ein Überangebot an Fachkräften erzeugt, und so die Lohnkosten in den entsprechenden Branchen drückt.http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/0,1518,791288,00.html Der VDI unterstützt die Absenkung der Verdienstschwelle zur Einstellung ausländischer Ingenieure auf 34.200 Euro sowie den kompletten Wegfall der Vorrangprüfung bei der Einstellung ausländischer Ingenieure.http://www.vdi.de/44033.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=57096&cHash=43b67336936ea6ec2273cfa8e4af23b9 Arbeitnehmervertreter, wie Hartmut Meine, IG-Metall-Bezirksleiter in Niedersachsen, werfen dem VDI vor,http://www.vdi-nachrichten.com/artikel/Die-Bilanzen-haben-goldene-Raender/58158/1 mit dieser Regelung nicht tarifgebundenen Unternehmen zu ermöglichen, Ingenieure aus der Dritten Welt anzuheuern. Damit wird das Entgeltniveau für Ingenieure deutlich gedrückt.

In der Diskussion sind auch immer wieder zusätzliche Anwerbungeanstrengungen für Fachkräfte aus dem Ausland, wobei viele eingewanderte Hochqualifizierte in Deutschland bereits in Niedriglohnjobs arbeiten und keine ihrer Qualifikation entsprechende Position erlangen.Stefan Dietrich: [http://www.faz.net/-01ep96 Die Illusion des Fachkräftemangels], FAZ, 3. August 2010 Öffentliche Aufmerksamkeit erregte eine Studie des Arbeitsmarktexperten Karl Brenke des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, weil sie kurz nach einer Vorabveröffentlichung durch seinen Institutsdirektor Klaus F. Zimmermann redigiert wurde.[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,729202,00.html DIW-Experten bezweifeln Mangel an Fachkräften] Spiegel Online vom 16. November 2010

{{Zitat|So tauchen in der neuen Fassung komplett neue Passagen auf: "Die zeitliche Perspektive ist die aktuelle Situation - mit Blick auf die Ausbildung der nächsten vier bis fünf Jahre. Mittel- und längerfristige Trends sind nicht das Thema dieses Berichts", heißt es jetzt etwas verquer formuliert gleich zu Anfang. Übersetzt soll das wohl heißen: Brenke bezweifelt nunmehr den von seinem Chef heraufbeschworenen Fachkräftemangel nicht. Auch die ursprüngliche Überschrift "Fachkräftemangel in Deutschland: eine Fata Morgana" wurde in eine Harmlosvariante geändert: "Fachkräftemangel kurzfristig noch nicht in Sicht".}}[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,729202,00.html DIW-Experten bezweifeln Mangel an Fachkräften] Spiegel Online vom 16. November 2010Vgl. auch: zeit.de vom 1. Februar 2011 (Philip Faigle): [http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-02/zimmermann-diw Abschied ohne Rosen. - DIW-Chef Klaus Zimmermann tritt ab – und hinterlässt viele Feinde. Sein Nachfolger könnte ein Keynesianer werden.]

Der Artikel "Fachkräftemangel kurzfristig noch nicht in Sicht" ist in Teilen nicht konkret genug und so leicht falsch zu verstehen. Bereits im ersten Satz behauptet der Autor Karl Brenke, MINT-Fachkräfte würden vornehmlich in der Industrie benötigt: „Diese Untersuchung konzentriert sich auf naturwissenschaftliche technische Berufe sowie auf Facharbeiterqualifikationen, die vor allem in der Industrie benötigt werden.“ Richtig ist vielmehr: Gemäß Mikrozensus, der amtlichen Repräsentativstatistik über die Bevölkerung und den Arbeitsmarkt in Deutschland, sind 60 Prozent der erwerbstätigen MINT-Fachkräfte in den Dienstleistungsbranchen beschäftigt, 40 Prozent in den übrigen Branchen, darunter auch der Industrie.Mikrozensus, 2007, FDZ der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, Mikrozensus 2007 (Sonderauswertung)

Des Weiteren nimmt er Bezug zur Gegenüberstellung von offenen Stellen und Arbeitslosen als Engpassdiagnostik und behauptet: „Denn es sind bisher keine wissenschaftlichen Verfahren bekannt, die angesichts der Komplexität des Arbeitsmarktgeschehens und der Vielfalt an Aspekten,die auf der Angebots- und Nachfrageseite zu beachten sind, für die Quantifizierung einer gesamtwirtschaftlichen Fachkräftelücke geeignet sind“. Richtig ist vielmehr: Bereits Untersuchungen von Zimmermann u. a. (2001)Zimmermann, Klaus, Bauer, Thomas, Bonin, Holger, Fahr, René, Hinte, Holger, 2001, Arbeitskräftebedarf bei hoher Arbeitslosigkeit, Berlin, 2001 vergleichen zur Analyse von Knappheitsberufen die Zahl an offenen Stellen und Arbeitslosen nach Berufen. Hierbei weisen sie darauf hin, dass nur ein Teil der offenen Stellen der Bundesagentur gemeldet werden und der Anteil der gemeldeten offenen Stellen mit steigender Qualifikation sinkt. Auch die Bundesagentur für Arbeit stellt die Zahl der gemeldeten offenen Stellen der Zahl an Arbeitslosen in Form von Engpassanalysen gegenüber.BA - Bundesagentur für Arbeit, 2010, Analyse der gemeldeten Arbeitsstellen nach Berufen (Engpassanalyse), September 2010 Da nicht alle Stellen gemeldet werden, wird als Knappheitsgrenze über alle Berufe hinweg die Relation von 3 definiert.

Oliver Koppel vom Institut der deutschen Wirtschaft sieht noch weitere Schwächen in der Argumentation von Brenke: "Als Indikator für Knappheiten wird hingegen auf die Lohnentwicklung verwiesen und behauptet "Die Lohnentwicklung lässt also keinen verbreiteten Fachkräftemangel erkennen". Das ist so nicht korrekt. Der Lohnvorsprung von Hochqualifizierten ist in den letzten Jahren über den Konjunkturzyklus hinweg deutlich gestiegen. Dies geht zum einen aus verschiedenen Berechnungen zur sogenannten Bildungsrendite hervor. Auch Untersuchungen der OECD zeigen, dass insbesondere in Deutschland trotz der Zunahme der Akademikerbeschäftigung um 1,1 Millionen die Lohnprämie eines Hochqualifizierten in den letzten 10 Jahren deutlich gestiegen ist. Die Daten des DIW-eigenen sozioökonomischen Panels belegen sogar, dass ein MINT-Akademiker im Jahr 1997 „erst“ rund 76 Prozent mehr Bruttostundenlohn verdient hat als ein Erwerbstätiger ohne Abschluss der Sekundarstufe II. In den Folgejahren ist diese Lohnprämie nahezu kontinuierlich auf 91 Prozent gestiegen. Auch im Vergleich zu sonstigen Akademikern weisen MINT-Akademiker eine deutliche Lohnprämie auf, was Arbeitsmarktknappheiten im MINT-Segment eindeutig belegt."''

Neben der Lohnentwicklung wird von Brenke auch die Entwicklung der Beschäftigung und offenen Stellen zwischen den Jahren 2008 und 2010 als Beleg gegen einen Fachkräftemangel verwendet. „Doch nicht nur die Lohnentwicklung, auch die Arbeitsmarktsituation an sich weist zurzeit nicht auf einen deutlichen Fachkräftemangel hin. So hat sich in den meisten technisch-naturwissenschaftlichen Berufen die Arbeitsmarktsituation seit 2008 verschlechtert“ (S. 3). Richtig ist vielmehr: Die Zahl der offenen Stellen und die Zahl der Arbeitslosen hat sich zwar im Vergleich von 2010 zu 2008 leicht verschlechtert. Im Jahr 2008 war der Fachkräftemangel an Ingenieuren höher als im Jahr 2010 (IW, 2010). Dieser Vergleich ist jedoch nicht zielführend, da zwei unterschiedliche konjunkturelle Situationen verglichen werden. So liegt das Produktionsniveau noch deutlich unter dem Vorkrisenniveau und der Auslastungsgrad der Kapazitäten ist deutlich niedriger. Vor diesem Hintergrund überrascht die hohe Zahl an offenen Stellen und das geringe Niveau an Arbeitslosen und deutet auf strukturelle Fachkräfteengpässe hin.

Brenke unterstellt, die vom IW verwendete Meldequote offener Ingenieurstellen sei nicht adäquat: „So wird dabei auf der Basis einer kleinen Stichprobe erhoben, wie viele Unternehmen ihre offenen Stellen für Ingenieure der Bundesagentur für Arbeit melden“. Richtig ist vielmehr: Das IW hat Angaben von rund 1.400 Ingenieure beschäftigenden Unternehmen zum Meldeverhalten ihrer offenen Stellen ausgewertet. Dies ist eine repräsentative Stichprobe. Als weiterer Beleg für die Validität der Ergebnisse ist anzuführen, dass das

IAB auf Basis des IAB-Betriebspanels zu einer vergleichbaren Zahl an offenen Ingenieurstellen und mithin einer vergleichbaren Meldequote wie das IW kommt.IAB – Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 2010, Berufe im Spiegel der Statistik, Beschäftigung und Arbeitslosigkeit 1999 – 2009, Nürnberg und Vgl. IW – Institut der deutschen Wirtschaft Köln, 2010, Ingenieurarbeitsmarkt 2009/10 – Berufs- und Branchenflexibilität, demografischer Ersatzbedarf und Fachkräftelücke, Köln Konkret weist das IAB auf S. 3 für das vierte Quartal 2007 gesamtwirtschaftlich 79.000 sofort zu besetzende offene Stellen in Ingenieurberufen aus. Im selben Zeitraum waren der BA etwa 11.500 offene Stellen in Ingenieurberufen gemeldet, was einer Meldequote von rund 14 Prozent und damit exakt der im Rahmen der IW-Erhebung ermittelten Meldequote entspricht. 6. Auf S. 4 behauptet Brenke: „Denn in gesamtwirtschaftlicher Hinsicht sind nur solche offene Stellen zur Messung eines Fachkräftebedarfs relevant, die entstehen, wenn ein Betrieb sein Personal aufstocken will, oder weil Mitarbeiter aus der Erwerbstätigkeit hierzulande ausscheiden und ersetzt werden sollen. Oft sind Stellenausschreibungen aber nur auf Betriebswechsel zurückzuführen.“ Richtig ist vielmehr: Wissenschaftlich anerkannte Untersuchungen zum Thema Fachkräfteengpässe(u.a. BA - Bundesagentur für Arbeit, 2010, Analyse der gemeldeten Arbeitsstellen nach Berufen (Engpassanalyse), September 2010 und vgl. Zimmermann, Klaus, Bauer, Thomas, Bonin, Holger, Fahr, René, Hinte, Holger, 2001, Arbeitskräftebedarf bei hoher Arbeitslosigkeit, Berlin, 2001 nutzen die Gesamtzahl an offenen Stellen für fundierte Knappheitsanalysen des Arbeitsmarktes. Im Übrigen führt natürlich auch ein Betriebswechsel zu einer Vakanz, und zwar bei demjenigen Unternehmen, von dem aus sich der Mitarbeiter auf eine offene Stelle beworben hat. Diese fällt in der Folge weg und taucht in der Statistik auch nicht mehr auf. Somit verlagert ein Betriebswechsel lediglich eine Vakanz vom neuen auf den alten Arbeitgeber und bleibt zurecht als eine offene Stelle bestehen, bis beim alten Arbeitgeber der Platz besetzt wird.

Die Kritik Brenkes, dass das IW nicht alle arbeitslosen Ingenieure erfasst, indem er äußert: „Des Weiteren weist die Statistik der Bundesagentur die Zahl nach Berufen nicht vollständig aus, denn es gibt keine Berufsinformationen über diejenigen registrierten Arbeitslosen, die kommunalen Trägern der Arbeitsverwaltung zugeordnet sind“ entkräftet Oliver Koppel vom IW ebenfalls: ''"Es sollte bekannt sein, dass unter den SGB-IIArbeitslosen in Optionskommunen nur in Ausnahmefällen Ingenieure vorhanden sind. Die Daten des IABIAB – Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 2010, Berufe im Spiegel der Statistik, Beschäftigung und Arbeitslosigkeit 1999 – 2009, Nürnberg belegen, dass

Langzeitarbeitslosigkeit im Ingenieurbereich nur in Ausnahmefällen vorliegt, so dass bei den kommunalen Trägern nur in einem quantitativ nicht bedeutsamen Ausmaß arbeitslose Ingenieure vorhanden sind."

Zur Kritik an der Größenordnung des Hochrechnungsfaktors äußert sich der Autor Brenke wie folgt: „Die Nachfrage nach Arbeitskräften wird vom IW also durch die Multiplikation der amtlich gemeldeten offenen Stellen mit einem recht hohen Faktor bestimmt“. Auch dies sieht Oliver Koppel anders: "Die Meldequote – der Kehrwert des Multiplikationsfaktors – sinkt mit dem gesuchten Anforderungsniveau deutlich und liegt für Akademiker deutlich unterhalb der qualifikationsdurchschnittlichen Meldequote von rund 35 bis 40 ProzentChristensen, Björn, 2001, Mismatch-Arbeitslosigkeit unter Geringqualifizierten, Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg und Zimmermann, Klaus, Bauer, Thomas, Bonin, Holger, Fahr, René, Hinte, Holger, 2001, Arbeitskräftebedarf bei hoher Arbeitslosigkeit, Berlin, 2001 (S. 52f) kommen sogar zu der Einschätzung: „Die Erfahrung zeigt, daß insbesondere offene Stellen für hochqualifizierte Arbeitskräfte den Arbeitsämtern nicht gemeldet werden“. Diese überspitzte Formulierung entspräche einer Meldequote von Null respektive einem entsprechend riesigen Multiplikationsfaktor. Tatsache ist, dass die Meldequote für Ingenieure bei rund 14 Prozent und bei anderen MINT-Berufen auf einem vergleichbaren Niveau liegt und wie oben beschrieben sich auch aus den Daten von BA und IAB in ähnlicher Größenordnung berechnen lässt."''

Brenke stellt außerdem die Zahl an Studierenden der Zahl an sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ingenieuren gegenüber, um daraus einen Knappheitsindikator zu berechnen: „Eine Orientierung über die Angebots-Nachfrage-Relation in näherer Zukunft gibt auch die Gegenüberstellung der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und der Zahl der Studenten (Tabelle 6). Zwar ist zu berücksichtigen, dass längst nicht jeder Studierende sein Studium erfolgreich abschließen wird und dass manch ein Studienabsolvent keine sozialversicherungspflichtige Berufstätigkeit anstrebt, dennoch lässt ein solcher Vergleich in etwa die Größenordnungen erkennen. Höher sogar als die Zahl der Beschäftigten ist die der Studenten in den Bereichen Mathematik, Physik und Chemie und in anderen Naturwissenschaften wie der Biologie. Das lässt nur den Schluss zu, dass in diesen Fächern weit über den künftigen Bedarf hinaus ausgebildet wird. Alles andere als eine Arbeitskräfteknappheit ist auch bei den Maschinenbauern zu erwarten, denn es gibt hier derzeit fast so
viele Studenten wie Beschäftigte. Bei anderen Ingenieurberufen übertrifft die Zahl der Beschäftigten zwar deutlich die Zahl der Studierenden, doch wachsen durch das Studium so viele Fachkräfte nach, dass selbst bei einem Beschäftigungsaufbau kein Mangel an Arbeitskräften zu erwarten ist.“ Auch hier ist Koppel anderer Meinung: ''"Dieser Ansatz ist aus vielerlei Hinsicht methodisch falsch und irreführend. Nicht zuletzt unterscheidet er nicht zwischen dem Beruf Ingenieur und dem formalen Bildungsabschluss Ingenieur. Zunächst betrachtet Brenke nur die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im ausgeübten Ingenieurberuf. Diese Zahl ist übrigens trotz Krise von 717.000 im Jahr 2008 auf 733.000 im Jahr 2010
gestiegen. Diesem Bestand (Beruf Ingenieur) wird dann als Potenzial die Zahl der Studierenden (Bildungsabschluss Ingenieur) gegenübergestellt. Erstens arbeiten ausgebildete Ingenieure aber auch als Selbständige oder Beamte und zweitens auch in anderen als den klassischen Ingenieurberufen, etwa als Hochschulprofessoren, als Geschäftsführer von Ingenieurbüros, technischen Betrieben usw. und in verschiedenen Dienstleistungsberufen als Berater. Insgesamt sind nach Angaben des Mikrozensus im Jahr 2007 rund 1,5 Millionen Ingenieure
erwerbstätig. Damit erfasst Benke nicht einmal die Hälfte des relevanten Arbeitsmarktes für Ingenieure und damit der Bedarfe an und den Beschäftigungsmöglichkeiten von Ingenieurabsolventen. Zwischen den einzelnen bei Brenke aufgeführten Berufen gibt es bezüglich des Bedarfs in anderen ausgeübten Berufen erhebliche

Unterschiede. Folglich entbehrt sein Knappheitsmodell jeglicher Relevanz, da es den tatsächlichen Bedarf gravierend unterschätzt."

Koppel fährt fort: "Auch bezüglich der Hochschulabsolventen unterliegt Brenke einer gravierenden Fehleinschätzung, wenn er über die Maschinenbauingenieure schreibt: „In den diesen Berufen zuzuordnenden Studienbereichen und -fächern gab es im Wintersemester 2009/2010 mehr als 23 000 erfolgreiche Studienabschlussprüfungen“. Richtig ist vielmehr: Ein kurzer Blick auf die Statistik des Statistischen Bundesamtes offenbart bereits, dass 23.143 Absolventen des Maschinenbaus die Hochschulen im Gesamtjahr 2009 verließen und nicht, wie behauptet, alleine im Wintersemester. Ferner handelt es sich hierbei nicht um die Zahl an Erstabsolventen, sondern an allen Abschlussprüfungen, so dass es zu Doppelzählungen kommt, wenn eine Person zunächst einen Bachelor- und später einen Masterabschluss macht, aber doch nur einmal als Person den Bedarf als Erwerbstätiger decken kann. Das Problem der Doppelzählungen lässt sich daran verdeutlichen, dass 70 Prozent aller Bachelor-Ingenieure unmittelbar im Anschluss ein entsprechendes Masterstudium aufnehmen und dem Arbeitsmarkt somit mittelfristig nicht zur Verfügung stehen. Methodisch muss bei einer solchen Gegenüberstellung von Bedarf und Angebot auf die Zahl der Erstabsolventen bzw. der Zahl an Absolventen abgestellt werden, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen."

Lars Niggemeyer sieht die Diskussion über den angeblichen Fachkräftemangel eine Phantomdebatte, die dem Interesse der Arbeitgeber nach einem Überangebot an Arbeitskräften, längerer Lebensarbeitszeit, Wochenarbeitszeit, Ausweitung der Zuwanderung und niedrigen Löhnen dient. Im Interesse der Arbeitnehmer sollten ganz andere Punkte diskutiert werden: die Umverteilung der Arbeit durch Arbeitszeitverkürzung und der Ausbau der Beschäftigung im öffentlichen Dienstleistungssektor, bei Gesundheit, Pflege, Bildung und Erziehung.Lars Niggemeyer: Die Propaganda vom Fachkräftemangel http://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2011/mai/die-propaganda-vom-fachkraeftemangel

Daneben gibt es Tendenzen, die verstärkt den Einsatz heimischer Arbeitskräfte empfehlen. Meinungsführer wie Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt fordern die Wirtschaft auf, Fachkräfte auszubilden und heimische Quereinsteiger einzusetzen.[http://www.welt.de/fernsehen/article11638933/Bei-Schmidt-wird-Maischberger-zum-kleinen-Maedchen.html Dann soll die Wirtschaft gefälligst Fachkräfte ausbilden] Welt Online vom 15. Dezember 2010[http://www.talentfrogs.de/managerseminare_zeitschrift ManagerSeminare - Auf die Vermittlung von Quereinsteigern konzentrieren''] ManagerSeminare Heft 153 - Dezember 2010

2011 behauptete Wirtschaftsminister Philipp Rösler, dass Deutschland im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich 140.000 Fachkräfte fehlen würden.{{Internetquelle | url=http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1936558/Wirtschaftsminister-Deutschland-hat-Grenzen-zu-spaet-geoeffnet.html | titel=Wirtschaftsminister: Deutschland hat Grenzen zu spät geöffnet | zugriff=2011-06-26}} Röslers Behauptungen widersprechen wissenschaftlichen Ergebnissen des DIW für den mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich:

{{Zitat|Für einen aktuell erheblichen Fachkräftemangel sind in Deutschland kaum Anzeichen zu erkennen. Dies ergibt sowohl hinsichtlich der aktuellen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt als auch hinsichtlich der Situation bei der akademischen und betrieblichen beruflichen Ausbildung. Zudem sind die Löhne – ein Indikator für Knappheiten auf dem Markt – bei den Fachkräften in den letzten Jahren kaum gestiegen. Auch in den nächsten fünf Jahren ist angesichts stark gestiegener Studentenzahlen noch nicht damit zu rechnen, dass in technisch-naturwissenschaftlichen Berufsfeldern ein starker Engpass beim Arbeitskräfteangebot eintritt.Karl Brenke: Fachkräftemangel kurzfristig noch nicht in Sicht http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.363686.de/10-46-1.pdf }}

Siehe auch

* Demografischer Wandel in Deutschland

Weblinks


* [http://www.diw.de/documents/dokumentenarchiv/17/diw_01.c.363630.de/wb-46-2010_interview_brenke.mp3 Interview: In manchen Branchen wird es eher eine Fachkräfteschwemme geben] Interview mit Karl Brenke (DIW), 16. November 2010
* Alexander Reinberg, Markus Hummel: [http://www.bpb.de/publikationen/ST8TQ7,0,0,Fachkr%E4ftemangel_bedroht_Wettbewerbsf%E4higkeit_der_deutschen_Wirtschaft.html Fachartikel bei der Bundeszentrale für politische Bildung] 2004.
* Schmidt-Hillebrand, Jürgen: [http://www.kulturentwickler.de/upload/dateien/aktuelles/11_Aufsatz_Wien.pdf Plötzlich ist die Führung weg. Was ist, wenn keiner mehr nachrückt?] Fachartikel erschienen bei: Das Österreichische Grafische Gewerbe, 11-12/2011, S. 14–15.
* Lars Niggemeyer [http://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2011/mai/die-propaganda-vom-fachkraeftemangel Die Propaganda vom Fachkräftemangel], in Blätter für deutsche und internationale Politik Mai 2011
* [http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.363684.de/10-46.pdf Wochenbericht] 2010/46 des DIW zur Frage des Fachkräftemangel. Beiträge: Kai Brenke Fachkräftemangel kurzfristig noch nicht in Sicht, „In manchen Branchen wird es eher eine Fachkräfteschwemme geben“ (Interview mit Kai Brenke), Holger Hinte und Klaus F. Zimmermann: Agenda Zuwanderung, Klaus F. Zimmermann: Deutschland braucht auf Dauer Fachkräfte – auch durch Zuwanderung
* [http://www.brandeins.de/archiv/magazin/sinn/artikel/die-fata-morgana.html Die Fata Morgana] Artikel von Brand eins, der Arbeitsmarktforscher und Personaler zu Wort kommen lässt. (Oktober 2011)
* [http://www.berufebilder.de/jobsuche-bewerbung/arbeitsmarkt-arbeitgeber/ingenieure-machen-gegen-ihren-eigenen-verband-mobil-wir-sind-vdi/ Ingenieure machen gegen ihren eigenen Verband mobil: "Wir sind VDI"] Bericht über die Initiative "Wir sind VDI", in der sich Ingenieure gegen ihren eigenen Verband zusammengeschlossen haben, 24. Februar 2012.

* Fraunhofer IAO Studie: [http://wiki.iao.fraunhofer.de/index.php/Fachkr%C3%A4ftemangel_und_Instrumente_der_Personalgewinnung Fachkräftemangel und Instrumente der Personalgewinnung]

Einzelnachweise


Literatur


* Holger Bonin, Marc Schneider, Hermann Quinke, Tobias Ahrens: Zukunft von Bildung und Arbeit. Perspektiven von Arbeitskräftebedarf und -angebot bis 2020. IZA Research Report, No.9, Bonn, 2007.
* Richard B. Freeman: Is a great labor shortage coming? Replacement demand in the global economy. NBER working papers, No. 12541, Cambridge, 2006.
* Alexander Reinberg, Markus Hummel: Steuert Deutschland langfristig auf einen Fachkräftemangel zu? IAB Kurzbericht, No.9, Nürnberg, 2003.
* Klaus F. Zimmermann, Thomas Bauer, Holger Bonin, Rene Fahr, Holger Hinte: Arbeitskräftebedarf bei hoher Arbeitslosigkeit. Ein ökonomisches Zuwanderunsgkonzept für Deutschland. Springer-Verlag, 2002.
* BA - Bundesagentur für Arbeit, 2010, Analyse der gemeldeten Arbeitsstellen nach Berufen (Engpassanalyse), September 2010 Christensen, Björn, 2001, Mismatch-Arbeitslosigkeit unter Geringqualifizierten, Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg
* IAB – Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 2010, Berufe im Spiegel der Statistik, Beschäftigung und Arbeitslosigkeit 1999 – 2009, Nürnberg
* IAB – Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 2009, Einbruch in der Industrie – Soziale Berufe legen zu, IAB-Kurzbericht 11/2009 IW – Institut der deutschen Wirtschaft Köln 2010, Ingenieurarbeitsmarkt
2009/10 – Berufs- und Branchenflexibilität, demografischer Ersatzbedarf und Fachkräftelücke, Köln * Mikrozensus, 2007, FDZ der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, Mikrozensus 2007 (Sonderauswertung)

* Klaus Zimmermann, Thomas Bauer, Holger Bonin, René Fahr, Holger Hinte: Arbeitskräftebedarf bei hoher Arbeitslosigkeit. Berlin 2001

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Kategorie:Arbeitsmarkt

Labor shortage
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