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Freie Volkspartei

28.03.2012 @ 13:04, ElTres,

Die Freie Volkspartei (FVP) war eine politische Partei in der Bundesrepublik Deutschland. Sie war 1956 durch Abspaltung aus der FDP entstanden und schloss sich nach rund einem Jahr der Deutschen Partei (DP) an.

Geschichte der FVP

Am 23. Februar 1956 beschloss die Fraktion der FDP mehrheitlich die Aufkündigung der Regierungskoalition mit der CDU/CSU und damit den Gang in die Opposition. 16 Mitglieder der FDP-Fraktion um August-Martin Euler als Ministerflügel oder auch Euler-Gruppe, darunter vier Minister der Regierung unter Konrad Adenauer (Franz Blücher, Fritz Neumayer, Victor-Emanuel Preusker und Hermann Schäfer) traten daraufhin aus der Partei aus und gründeten in der Folge die FVP. Damit ist die FVP die einzige Partei in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, die, ohne bei einer Bundestagswahl anzutreten, Mitglied einer Regierungskoalition war und Minister stellte. [http://www.udo-leuschner.de/liberalismus/fdp4.htm Udo Leuschner - Liberalismus Anschnitt Der Coup der "Jungtürken"] bereits am 15. Okt. 1956 reichten die Minister ihre Rücktrittsgesuche ein. Adenauer bat die Minister bis auf weiteres in den Ämtern zu verbleiben. Blücher und Preusker blieben bis zum Ende der Legislaturperiode in der Regierung. Fritz Neumayer und Hermann Schäfer verließen am 16. Oktober 1956 die Bundesregierung. Neumayer wurde durch den DP-Abgeordneten Hans-Joachim von Merkatz ersetzt. Schäfer wurde als Minister für Besondere Aufgaben nicht ersetzt und das Kabinett nach dem Ausscheiden von Waldemar Kraft (BHE) um zwei Minister verkleinert.[http://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/1000/k/k1956k/kap1_2/kap2_55/para3_1.html Bundesarchiv - Kabinettsprotokolle 1956 Protokoll zur 156 Sitzung]

Die Frage von Ursache und Reaktion wird dabei bis heute kontrovers gesehen. Der Koalitionswechsel der FDP in Nordrhein-Westfalen zur SPD, forciert durch die sogenannten Jungtürken Wolfgang Döring, Karl-Hermann Flach, Erich Mende, Hans Wolfgang Rubin, Walter Scheel und Willi Weyer, als der formale Grund für den Austritt des Ministerflügels, wird dabei zum einen als Ausgangspunkt für die Koalitionskrise in Bonn oder zum anderen als Reaktion auf die drohende Koalitionskrise durch Konrad Adenauers Machtspiele mit dem Grabenwahlrecht gesehen. Nach Eigendarstellung der FDP traten die 16 FDP Fraktionsmitglieder wegen der Kritik Thomas Dehlers an Adenauers Deutschlandpoltik aus.[http://www.fdp.de/Geschichte/324b118/index.html FDP - Geschichte der Partei. 1956]

Einziger Fraktionsvorsitzender der FVP im Deutschen Bundestag war Ludwig Schneider (1. März 1956 bis 14. März 1957); einziger Parteivorsitzender war Victor-Emanuel Preusker. Bundesgeschäftsführer war Albert Derichsweiler. Am 20. Januar 1957 fusionierte die FVP mit der Deutschen Partei (DP).[http://www.konrad-adenauer.de/index.php?key=&menu_sel=14&menu_sel2=&menu_sel3=&menu_sel4=&start_month=01&start_year=1957&content_date=1957-01-20&daynum=&hl=FVP Kalendarium der Konrad Adenauer Stiftung zur FVP/DP Fusion]

Freie Deutsche Volkspartei (Berlin)

Der Berliner Landesverband schloss sich der Fusion mit der DP nicht an, verblieb mit 6 Abgeordneten im Berliner Abgeordnetenhaus und zog unter dem Namen Freie Deutsche Volkspartei 1957 mit einem vom Abgeordnetenhaus gewählten Vertreter für Berlin in den Bundestag ein. Bei der Abgeordnetenhaus 1958 verpasste die FDV mit nur noch 0,7 % den erneuten Einzug ins Landesparlament.

Siehe auch


*Adenauer-Ära

*Kabinett Adenauer II

Einzelnachweise


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Kategorie:Historische Partei (Deutschland)
Kategorie:Liberale Partei

Kategorie:Deutsche Geschichte (Nachkriegszeit)

Parti populaire libéral (Allemagne)
nds:Free Volkspartei

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