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Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

08.03.2012 @ 12:14, ,

miniatur|450px|Logo der Friedrich-Naumann-Stiftung

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (FNF, früher Friedrich-Naumann-Stiftung - FNSt) ist eine parteinahe Stiftung der FDP auf Bundesebene. Sie hat ihren Sitz in Potsdam. Sie ist benannt nach dem liberalen Politiker Friedrich Naumann (1860–1919). Die Stiftung verleiht zweijährlich den „Freiheitspreis“.

Geschichte

Die Friedrich-Naumann-Stiftung wurde am 19. Mai 1958 im Haus des ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss gegründet. Im April 1959 nahm die Stiftung ihre Arbeit in Bonn auf und verlegte ihren Sitz 1962 nach Bad Godesberg und von dort 1984 auf den Margarethenhof nach Königswinter. Im April 2001 zog die Friedrich-Naumann-Stiftung in die Truman-Villa nach Potsdam-Babelsberg um. 2007 benannte sich die Friedrich-Naumann-Stiftung in „Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit“ um.

Struktur


miniatur|aufrecht|Vorstandsvorsitzender [[Wolfgang Gerhardt]]

Vorstandsvorsitzender der FNF ist seit Mai 2006 Wolfgang Gerhardt (2011 wiedergewählt), geschäftsführendes Vorstandsmitglied Rolf Berndt, Vorsitzender des Kuratoriums Jürgen Morlok. Die FNF arbeitet auf nationaler Ebene mit den Landesstiftungen für liberale Politik zusammen und unterhält Regionalbüros in den und für die Regionen Mittel-, Ost- und Südeuropa, Mittelmeerländer, Lateinamerika, Afrika, Südasien sowie Südost- und Ostasien. Insgesamt ist die Stiftung in mehr als 60 Ländern aktiv. Ihre Arbeitsbereiche sind Grundsatz und Forschung, politische Bildung und Begabtenförderung sowie internationale Politik.

Stiftungszweck und Tätigkeiten


miniatur|Sitz der Stiftung bis 1999, der Margarethehof in [[Königswinter-Ittenbach]]

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ist ausweislich ihrer politischen Grundsätze[http://www.freiheit.org/webcom/show_article.php/_c-43/_lkm-63/i.html Politische Grundsätze der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit]“ - 24. September 1993 „die Stiftung für liberale Politik in der Bundesrepublik Deutschland. Sie will dazu beitragen, dem Prinzip Freiheit in Menschenwürde in allen Bereichen der Gesellschaft Geltung zu verschaffen; im vereinigten Deutschland wie auch zusammen mit den Partnern im Ausland“. Staatsbürgerliche Bildung und Erziehung sind der Kern des Bildungsprogramms der Stiftung. Die Stiftung für die Freiheit bietet jährlich knapp 1000 Veranstaltungen an.

Die Stiftung betreibt neben den Büros im Ausland (seit 1962) in der Bundesrepublik Deutschland folgende Einrichtungen:

Die Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach ist eine 1967 eröffnete Bildungsstätte der Stiftung. Ihren Namen verdankt sie dem ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss. Sie veranstaltet Seminare für die politische Erwachsenenbildung aus liberaler Sicht. Außerdem beherbergt sie in Gummersbach das Archiv des Liberalismus. Im Jahr 2010 haben rund 45.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei mehr als 1000 Veranstaltungen die Angebote der Theodor-Heuss-Akademie, des Regionalprogramms und der Virtuellen Akademie wahrgenommen.

Die Virtuelle Akademie bietet jedes Jahr über 60 internetbasierte Seminare, oft in Verbindung mit klassischen Präsenzveranstaltungen. Sie wurde im Jahr 2004 mit dem E-Learning-Award Eurelea ausgezeichnet.

Die Regionalbüros der Stiftung konzipieren und organisieren zahlreiche Abend-, Tages- und Wochenendangebote.

Das bei der Stiftung ansässige 1995 gegründete Liberale Institut widmet sich als der Think-Tank der Stiftung der Frage, welchen Beitrag liberale Ideen und Prinzipien zur Gestaltung der Zukunft leisten können.

Zur Begabtenförderung wurde im November 1973 das erste Programm mit 17 Teilnehmern aufgelegt. Im Jahr 2010 förderte die Friedrich-Naumann-Stiftung insgesamt 569 Stipendiaten, davon in der Studienförderung 395 (einschließlich 54 FH-Studenten und vier EU-Studierende) und 174 in der Graduiertenförderung. 2010 waren es 875 Stipendiaten. Die Stipendiatenschaft der Friedrich-Naumann-Stiftung hat zusätzlich das Alumni-Netzwerk Verband der Stipendiaten und Altstipendiaten der Friedrich-Naumann-Stiftung gegründet.

Im April 2011 hielt der Philosoph Peter Sloterdijk auf Einladung der Stiftung eine vielbeachtete Rede, die unter dem Titel "Stress und Freiheit" im Suhrkamp-Verlag erschienen ist.

Seit 1982 wird von der FNF die Zeitschrift liberal herausgegeben.

Die Stiftung ist Mitglied im Netzwerk Europäische Bewegung Deutschland.

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit veranstaltet jährlich einen Freiheitskongress und Reden für die Freiheit (u.a. in Berlin).

Finanzierung

Laut Eigenbericht zu erwartender Einnahmen im Jahr 2009 finanziert sich die Stiftung bei einem Etat von rund 42 Mio. Euro zu fast 90 Prozent aus Mitteln der Bundesministerien. Weitere finanzielle Zuwendungen stammen in großen Teilen von den Ländern und anderen Gebietskörperschaften.http://www.freiheit.org/files/64/BA4_Vorschau_2009.pdf Die Friedrich-Naumann-Stiftung wird somit hauptsächlich aus Steuermitteln finanziert.

Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung

Im November 2010 erhielt Necla Kelec den Freiheitspreis der Naumann-Stiftung in der Frankfurter Paulskirche überreicht. [http://www.freiheit.org/Necla-Kelek-erhaelt-Freiheitspreis-der-Stiftung/616c16194i1p/index.html Necla Kelek Preisträgerin 2010][http://www.heise.de/tp/blogs/8/148685 Necla Kelek erhält Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung] Vorherige Preisträger waren Hans-Dietrich Genscher (2006) und Mario Vargas Llosa (2008).

Konflikte

Russland


Der ehemalige Büroleiter der FNF in Moskau, Falk Bomsdorf, musste 2006 aus Russland ausreisen, da die russischen Behörden die Verlängerung seines Visums verweigerten. Der FNF wurde in Russland ebenso keine Verlängerung der Lizenz genehmigt.Der Spiegel: „[http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,443625,00.html Chef der Naumann-Stiftung muss Russland verlassen]“ - Anastassija Beloussowa und Matthias Schepp - 19. Oktober 2006

Die Ausreise Falk Bomsdorfs hatte nach Aussage Rolf Berndts, Geschäftsführendes Vorstandsmitglieds der Friedrich-Naumann-Stiftung, „keine politischen Hintergründe“. Um eine nach neuem Gesetz gültige Lizenz zu erhalten, mussten sich alle Nichtregierungsorganisationen, darunter auch FNF, neu registrieren lassen. Vermittlungsversuche des Deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier beim russischen Außenministerium hatten ergeben, dass Falk Bomsdorf nicht ausreisen musste.[http://www.liberale.de/webcom/show_article.php/_c-462/_nr-246/i.html Leiter des Moskauer Büros Bomsdorf muss nicht ausreisen]“ - Friedrich-Naumann-Stiftung - 20. Oktober 2006

Volksrepublik China


Im April 2008 machte China im Vorfeld der olympischen Spiele, wegen der chinakritischen Resolutionen des US-Kongresses und des EU-Parlamentes, die FNF für die weltweiten „Anti-China-Proteste“ und die „Störversuche des Fackellaufs“ mitverantwortlich.Die Welt: „[http://www.welt.de/politik/article1900669/Peking_wirft_FDP-Stiftung_Anti-China-Proteste_vor.html Tibetkrise - Peking wirft FDP-Stiftung Anti-China-Proteste vor]“ - Johnny Erling - 14. April 2008 Die FNF bekräftigte darauf ihr Tibet-Engagement. Pressemitteilung „[http://www.freiheit.org/webcom/show_article_bb.php/_c-75/_nr-866/_p-1/i.html Stiftung für die Freiheit bekräftigt ihr Tibet-Engagement]“ - 14. Mai 2007

Honduras


Die Haltung der FNF zu der Entmachtung des honduranischen Präsidenten Zelaya ist Gegenstand einer Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke im Bundestag geworden, welche der FNF vorwirft, in Honduras einen Militärputsch zu unterstützen. Dabei wird auf Berichte Friedrich-Naumann-Stiftung: „[http://www.freiheit.org/webcom/show_article_bb.php/_c-617/_nr-11195/_p-1/i.html Honduras: „Mel“ Zelaya – Mehr Täter als Opfer u.a. Berichte]“ - 29. Juni 2009, Autor: Christian Lueth Bezug genommenhttp://www.welt.de/politik/ausland/article4055765/Warum-Europa-und-UN-bei-Honduras-falsch-liegen.html, die der Regionalbüroleiter der FNF in Honduras verfasst hathttp://www.welt.de/wams_print/article4060386/Staatsstreich-zur-Wahrung-der-Verfassung.html. Die FNF selbst betont, Kritik und Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit einer Reihe politischer Initiativen von Staatspräsident Zelaya, die von honduranischen Verfassungsorganen artikuliert wurden, aufgegriffen zu habenDie Welt: „[http://www.welt.de/die-welt/politik/article4272882/Debatte-ueber-die-Vorgaenge-in-Honduras-erreicht-Deutschland.html Debatte über die Vorgänge in Honduras erreicht Deutschland]“ - 7. August 2009, Autor: Hildegard Stausberg, was keine Rechtfertigung der Entmachtung des Präsidenten darstelle. Diese Sichtweise wird von der Bundesregierung geteilt. [http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/139/1613977.pdf Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Heike Hänsel, Monika Knoche, Hüseyin-Kenan Aydin, Sevim Dag˘delen, Wolfgang Gehrcke, Michael Leutert, Dr. Norman Paech, Alexander Ulrich und der Fraktion DIE LINKE. – Drucksache 16/13903 – ]“ - 2. September 2009

Vorstandsvorsitzende

* 1958–1961 Walter Erbe
* 1961–1970 Paul Luchtenberg
* 1970–1982 Hans Wolfgang Rubin
* 1982–1987 Ralf Dahrendorf
* 1987–1995 Wolfgang Mischnick
* 1995–2006 Otto Graf Lambsdorff

* seit 2006 Wolfgang Gerhardt

Mitgliedschaften in anderen Organisationen


* Europäische Bewegung Deutschland

Einzelnachweise


Weblinks


* [http://www.freiheit.org www.freiheit.org] - Website der Friedrich-Naumann-Stiftung

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ar:مؤسسة فريدريش ناومان
bg:Фондация за свободата „Фридрих Науман“
Friedrich Naumann Foundation
es:Fundación Friedrich Naumann
Fondation Friedrich Naumann
no:Friedrich-Naumann-Stiftung
pl:Fundacja im. Friedricha Naumanna
zh:腓特烈·瑙曼基金會

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