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Georges Danton

18.04.2012 @ 18:29, L. aus W.,


Georges Jacques Danton (* 26. Oktober 1759 in Arcis-sur-Aube, Département Aube; † 5. April 1794 in Paris) war einer der Führer der unteren Volksschichten in der Französischen Revolution und Leiter des ersten Wohlfahrtsausschusses (bis 10. Juli 1793). Er war berühmt für sein Redetalent.

Leben


Danton stammte aus einer kleinbürgerlichen Familie. Nach seinem Studium bei den Oratorianern wurde er Schreiber beim Prokurator von Paris. Ab 1785 arbeitete er im Conseil du Roi, wurde 1787 Rechtsanwalt und blieb dort bis 1791. Zugleich Mitglied der Pariser Kammer, wurde er ab Dezember 1791 dort der stellvertretende Staatsanwalt.

Mit Camille Desmoulins und Jean Paul Marat schuf er 1790 den radikalen Klub der als Cordeliers bekannt gewordenen radikalen Demokraten. Des Weiteren war er auch Mitglied bei den Jakobinern. Zusammen mit Marat und Antoine de Saint-Just bildete er deren Spitze.

Danton beteiligte sich nach der misslungenen Flucht des Königs als engagierter Vertreter der Republik maßgeblich an einer Versammlung auf dem Marsfeld, die am 17. Juli 1791 in einer Unterschriftensammlung den Sturz von Ludwig XVI. sowie die Einführung der Republik forderte und zum Massaker auf dem Marsfeld führte. Man nimmt an, dass er durch diese Propaganda eine wesentliche Rolle beim Sturm auf die Tuilerien und der Inhaftierung der königlichen Familie am 10. August 1792 gespielt hat. Im selben Jahr übernahm er den Posten des Justizministers. Die Septembermorde des Jahres 1792 duldete er. Kurz darauf legte er sein Ministeramt nieder.

Er erreichte am 10. März 1793 die Errichtung eines außerordentlichen Gerichtshofes, des späteren Revolutionstribunals. Nach dem Sturz der Girondisten am 2. Juni 1793 verbündete er sich mit der Bergpartei. Kurz darauf mäßigte er aber seine politische Ausrichtung und verließ die Cordeliers. Zusammen mit Camille Desmoulins bildeten sie die Indulgenten oder Dantonisten.

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Als er sich nach Verteidigung der Revolution gegen äußere Feinde 1794 im Ersten Koalitionskrieg für ein Ende der Terreurs einsetzte, stürzte ihn Robespierre. Ein Versuch, mit dem feindlichen Ausland Friedensverhandlungen aufzunehmen, führte zu seinem Ausschluss aus dem Wohlfahrtsausschuss. Dem Rat, ins Ausland zu flüchten, entgegnete er mit den berühmten Worten: „Nimmt man denn das Vaterland an den Schuhsohlen mit?“

Am 30. März 1794 wurde Danton verhaftet, nach kurzem Prozess vor dem Revolutionstribunal als vermeintlicher Revolutionsgegner verurteilt und am 5. April mit 13 seiner Anhänger (Dantonisten) guillotiniert (siehe auch: Liste während der Französischen Revolution hingerichteter Personen).

Danton war angeblich Mitglied einer Pariser Freimaurerloge. In der freimaurerischen Briefliteratur des 18. Jahrhunderts wird er als „Bruder“ bezeichnet.

Die Gattin Dantons, Sebastienne-Louise Gely, überlebte ihren Mann um Jahrzehntehttp://books.google.ch/books?id=SjwQ-naf9R4C&pg=PA195&lpg=PA195&dq=Sebastienne-Louise+Gely&source=bl&ots=Opw_mnpED6&sig=a3lvKd7pw4hOT5B93-zDibcv4Zk&hl=de&ei=cJutTZzbN8mAOpat5f8L&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=9&ved=0CGAQ6AEwCA#v=onepage&q=Sebastienne-Louise%20Gely&f=false. Sie starb erst 1856.

Wirkung


Sein Schicksal ist Gegenstand von Georg Büchners Drama Dantons Tod und dem Drama Danton von Romain Rolland. Es ist Thema mehrerer Verfilmungen (unter anderem Andrzej Wajdas Danton von 1983 mit Gérard Depardieu in der Hauptrolle).

Literatur

* Barthou, Louis: Danton. Paris, 1932
* Bluche, Frédéric: Danton. Paris, 1984
* Christophe, Robert: Danton. Paris, 1964
* Hampson, Norman: Danton. Oxford, 1988, ISBN 0-631-16116-3
* Madelin, Louis: Danton. Paris, 1948
* Pfister, Kurt: Danton. München, 1947

* Wendel, Hermann: Danton : Revolutionär und Staatsmann. München, 1988, ISBN 3-453-02618-7

Weblinks


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Einzelnachweise


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Jeanbon St. André
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Marie-Jean Hérault de Séchelles

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