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Gunzenhausen

06.05.2012 @ 20:14, Mef.ellingen,

{{Dieser Artikel|behandelt Gunzenhausen in Mittelfranken; zu Gunzenhausen in Baden-Württemberg siehe Gunzenhausen (Tafertsweiler).}}
{{Infobox Gemeinde in Deutschland
|Art = Stadt
|Wappen = Stadtwappen Gunzenhausen.svg
|Breitengrad = 49/06/53/N
|Längengrad = 10/45/15/E
|Lageplan = Gunzenhausen in WUG.svg
|Bundesland = Bayern
|Regierungsbezirk = Mittelfranken
|Landkreis = Weißenburg-Gunzenhausen
|Höhe = 416
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|Kfz = WUG (alt: GUN)
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|Gliederung = 34 Stadtteile
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|Bürgermeister = Joachim Federschmidt
|Partei = SPD
}}

Gunzenhausen ist eine Stadt im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Mittelfranken. Der staatlich anerkannte Erholungsort liegt am Altmühlsee. Gunzenhausen wurde 823 erstmals erwähnt. Nachdem in den 1970er Jahren 18 Gemeinden eingegliedert worden waren, wuchs die Stadt bis heute auf etwa 16.500 Einwohner.

Geografie


Geografische Lage


Gunzenhausen liegt mitten im Fränkischen Seenland.

Zwischen Arberg und Gunzenhausen liegt das gemeindefreie Gebiet Unterer Wald.

Stadtgliederung


Die politische Gemeinde Gunzenhausen hat 34 amtlich benannte Ortsteilehttp://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111025/201517&attr=OBJ&val=1507:

{|
| valign="top" |
* Aha
* Büchelberg
* Cronheim
* Edersfeld
* Filchenhard
* Frickenfelden
* Gunzenhausen
* Höhberg
* Laubenzedel
| valign="top" |
* Lindenhof
* Lohmühle
* Maicha
* Mooskorb
* Nordstetten
* Obenbrunn
* Oberasbach
* Oberhambach
* Oberwurmbach
| valign="top" |
* Pflaumfeld
* Reutberg
* Scheupeleinsmühle
* Schlungenhof
* Schnackenmühle
* Schweina
* Sinderlach
* Steinabühl
* Steinacker
| valign="top" |
* Streudorf
* Stetten
* Unterasbach
* Unterhambach
* Unterwurmbach
* Wald
* Weinberg

|}

Nachbargemeinden


Die Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn):
* Muhr am See
* Haundorf
* Pfofeld
* Theilenhofen
* Dittenheim
* Gnotzheim
* Wassertrüdingen
* Unterschwaningen
* Arberg

* Ornbau

Geschichte


Vorgeschichtliche Funde


Zahlreiche Ausgrabungsfunde im Bereich der Stadt belegen die Besiedlung bereits zu vorgeschichtlicher Zeit.

Numeruskastell am Limes


→ Siehe Hauptartikel: Kastell Gunzenhausen
miniatur|Wachtturmfundament am Schlossbuck

Um 90 n. Chr. besetzten die Römer die bis dahin von den Kelten bewohnten Gebiete nördlich der Donau und drangen bis in die Gegend um Gunzenhausen vor. Zur Kontrolle und Sicherung der Grenze der in das Römische Reich eingegliederten Gebiete wurde hier ein Numeruskastell am Limes errichtet. Allerdings zerstörten die von Nordwesten einfallenden Alemannen um ca. 241 n. Chr. die Anlagen.

Erste urkundliche Erwähnung und mittelalterliche Entwicklung


left|100px|Altes Wappen

Eine Urkunde aus dem Jahr 823 liefert den ersten verlässlichen schriftlichen Hinweis auf Gunzenhausen: Kaiser Ludwig der Fromme übereignete das Kloster ÿ144ÿGunzinhusirÿ145ÿ dem Reichskloster Ellwangen. Im Mittelalter belehnten die Ellwanger Äbte zunächst die Adelsfamilien der Truhendinger und Oettinger mit Gunzenhausen, bis die Herrschaft 1349 schließlich an Burkhard von Seckendorff überging. 1368 erwarb Burggraf Friedrich von Nürnberg die Stadt, die dadurch in den Besitz der Hohenzollern wechselte. Die Stadt erhielt nun erstmals das Recht zur Abhaltung von Jahrmärkten, die Erlaubnis zum Bau umfangreicher Befestigungsanlagen mit Stadtmauer, Türmen und Graben sowie der großen Stadtkirche und gelangte somit gleich in den ersten Jahrzehnten der Hohenzollern-Herrschaft zu einer ersten Blütezeit.

Es war die Hohenzollern-Nebenlinie der Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach, die die Territorien um Gunzenhausen besaß und regierte. Architektonisch prägte der absolutistische Fürst Karl Wilhelm Friedrich (1712–1757), genannt auch der Wilde Markgraf, der Gunzenhausen zu seiner persönlichen Residenz ausbaute, das barocke Bild der Stadt im 18. Jahrhundert.

Am Ende des Alten Reiches fiel Gunzenhausen 1806 an das Königreich Bayern.

Zeit des Nationalsozialismus


Als eine der ersten im Reichsgebiet tat sich die damaligen Kreisstadt und ihre Umgebung mit der Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung hervor, und die NSDAP erzielte dort überdurchschnittliche Ergebnisse: 1930 waren es bereits 35 % (gegenüber knapp 19 im Reichsdurchschnitt), 1932 66 Prozent der Stimmen. Bürgermeister Dr. Heinrich Münch, 1927 noch als Parteifreier gewählt, hatte sich zunächst durch einige regionale Projekte positiv profiliert, trat 1932 der NSDAP bei und wurde ein engagierter Repräsentant des Regimes. Unter seiner Führung wurde in Gunzenhausen im April 1933 das erste Hitler-Denkmal des Deutschen Reiches errichtet, und der Völkische Beobachter bezeichnete Gunzenhausen als den „besten Bezirk"."Gunzenhausener Gymnasiasten fassten heißes Eisen an. Noch immer eine Straße nach Nazi-Bürgermeister benannt.", NN (http://www.nuernberger-nachrichten.de), Artikel vom 28. Juni 2003 {{Toter Link}}

Auch das Diakonissen-Mutterhaus Hensoltshöhe suchte nicht nur mit seinem Engagement für die NSDAP-nahen Christen die Nähe zum Regime."Gunzenhausener Gymnasiasten fassten heißes Eisen an. Noch immer eine Straße nach Nazi-Bürgermeister benannt.", NN (http://www.nuernberger-nachrichten.de), Artikel vom 28. Juni 2003 Man pflegte auch eine enge Beziehung zum Gauleiter von Franken Julius Streicher, dem Herausgeber des antisemitischen Hetzblattes Der Stürmer, der dort häufiger und gern bewirteter Gast war.

Streicher war auch in der Stadt, als es am Palmsonntag, dem 25. März 1934, zum ersten Judenpogrom in ganz Bayern, wahrscheinlich im ganzen Reich, kam. Der Übergriff brachte Gunzenhausen weltweit negativ in die Presse: New York Times, Manchester Guardian und das Neue Wiener Journal berichteten über die von mehreren hundert Gunzenhausenern begleiteten Gewaltakte der SA, welche die Ansbacher Richter im folgenden Prozess als „reinigendes Gewitter“ verharmlosten.Werner Falk: Ein früher Hass auf Juden in Nürnberger Nachrichten vom 25. März 2009 Zwei jüdische Bewohner, der 65-jährige Privatier Max Rosenau und der 30-jährige Kaufmann Jakob Rosenfelder, werden ermordet, die Täter sowohl von der NS-Justiz, als auch später von der der Bundesrepublik amnestiert.{{Internetquelle | autor=Peter Zinke | url=http://www.hagalil.com/archiv/2006/03/palmsonntagspogrom.htm | titel=Der Strick mit dem Knoten: Das Palmsonntagspogrom | titelerg=Artikel auf hagalil.de | datum=2006-03-23 | zugriff=2011-09-25 }}

Einen Tag vor der Reichspogromnacht 1938 kaufte die Stadt der israelitischen Kultusgemeinde die Synagoge ab, so blieb sie auf Intervention des Feuerwehrleiters als städtischer Besitz von einer Brandschatzung verschont. Symbolisch stürzte man eine Woche später die Kuppeln herab. Auch der Jüdische Friedhof an der Leonhardsruhstraße wurde geschändet und weitgehend zerstört, die Reste wurden 1948 instand gesetzt, woran ein Gedenkstein erinnert.Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 144 Anfang November 1938 sollen noch 64 jüdische Bürger in Gunzenhausen gelebt haben. Im Januar 1939 folgte die Erklärung zur judenfreien Stadt. Die Synagoge wurde bis zu ihrem Abriss 1981 gewerblich genutzt.http://www.gunnet.de/stephani/step_p09.htm Stephanie-Volksschule-Gunzenhausen: Jüdisches Leben in Gunzenhausen (bebildert)

Politik


Stadtrat


miniatur|Sitzverteilung im Stadtrat seit 2008

Der Stadtrat der Stadt Gunzenhausen besteht derzeit (Stand Kommunalwahl 2008) aus dem 1. Bürgermeister Joachim Federschmidt (SPD), 24 gewählten Stadträten (9 CSU, 7 SPD, 4 Freie Wähler, 3 Grüne, 1 FDP) und 7 Ortssprecher(inne)n.

Als Vertreter des 1. Bürgermeisters fungieren die Stadträte Karl-Heinz Fitz (CSU) als 2. Bürgermeister und Thomas Engelhardt (Freie Wähler) als 3. Bürgermeister.

Gemeindepartnerschaften


Gunzenhausen unterhält Partnerschaften mit dem französischen Isle im Limousin (seit 1985) und mit dem amerikanischen Frankenmuth in Michigan (seit 1962).

1954 wurde die Patenschaft für die heimatvertriebenen Sudetendeutschen aus der Stadt Weipert im Erzgebirge übernommen, 1996 für die Gemeinde Auschowitz im Kreis Marienbad.

Sehenswürdigkeiten


miniatur|hochkant|Färberturm

Evangelische Stadtkirche (Marienkirche)


Die spätgotische evangelische Stadtkirche St. Maria (1448–1496) steht auf Grundmauern eines romanischen Vorgängerbaus auf dem Areal des ehemaligen Römer-Kastells und birgt mittelalterliche Fresken, insbesondere ein großflächiges Christophorus-Wandgemälde. Aus gotischer Zeit erhalten ist zudem das Grabmal des Ritters Paul von Absberg († 1503) mit einem dem Ritter zu Füßen liegenden Hund als Attribut, der heute als Kiri der Kirchenhund die Touristen-Flyer ziert. Nach Umgestaltungen im 18. Jahrhundert prägen ein Kruzifix vor dem Triumphbogen sowie eine Kanzel nach Entwürfen des markgräflichen Hofbildhauers Giuseppe Volpini die Inneneinrichtung. Die Chorfenster gestaltete Hans Gottfried von Stockhausen 1990 in leuchtenden Farben, die einen besonderen Kontrast zur historischen Ausstattung konstituieren.

Spitalkirche


Die Heilig-Geist-Kirche (Spitalkirche) wurde 1352 von Ritter Burkhard von Seckendorff gestiftet; umgebaut im Stile des Barock, u. a. mit reichhaltiger Stuckdecke, wurde sie 1701. Der mittelalterliche Spitalbau brannte im Dreißigjährigen Krieg ab. Ein Neubau von 1761 nach Plänen von Johann David Steingruber war bis 1969 Altenheim und nach Umbau 1980 Jugendzentrum. Ein Modell an der Außenwand der Spitalkirche dokumentiert das Aussehen des gesamten Komplexes um 1728. Mitten durch das Areal verlief einst der Limes mit einem Wachtturm. Auf dessen Überresten hatte in diesem Bereich im 13. Jahrhundert die Stadtburg der Grafen von Truhendingen gestanden, die nach Aussterben des Geschlechts im 16. Jahrhundert verfiel und von der nichts erhalten ist.

Katholische Stadtpfarrkirche St. Marien


thumb|Katholische Stadtpfarrkirche St. Marien von Westen

Am 1. Mai 1960 wurde die Kirche durch den Eichstätter Bischof Dr. Joseph Schröffer eingeweiht. Sie hat das Patrozinium Mariä Unbefleckte Empfängnis. Erbaut wurde sie von dem Ingolstädter Architekten Josef Elfinger aus Kalkgestein des Altmühljuras. Sie löste einen neugotischen Vorgängerbau ab, der an gleicher Stelle erst 1875 errichtet, aber für die nach dem Zweiten Weltkrieg stark angewachsene katholische Bevölkerung zu klein geworden war. Im Grundriss ist die Kirche als quadratischer Raum von 25 m Seitenlänge konzipiert. Im Osten liegt ein halbrunder Baukörper an, der den Chor, eine Sakramentskapelle, eine Taufkapelle, die Sakristei und Nebenräume umfasst. Im Westen ist ein offenes Atrium mit einem markanten, freistehenden Glockenturm zur Straße hin angefügt. Kirchenschiff und Chor besitzen die gleiche Höhe und werden mit einer schräg gestellten Decke aus Betonrippen überspannt. Ein Oberlicht beschränkt sich auf den Chorbereich, der dadurch besonders hervorgehoben wird. Die Raumwirkung ist geprägt durch das Zusammenwirken von Stahlbeton und Kalkstein, sowie durch die stimmungsvolle Lichtführung aus Oberlicht und großer Fensterfläche mit Glasmalereien an der Südseite.

Der Hochaltar von Blasius Gerg aus Unterhaching ist aus einem Muschelkalkblock herausgearbeitet und mit einem Tiefenrelief verziert, das Christus im Symbol des Osterlamms darstellt. Über dem Altar hängt ein wertvolles spätgotisches Holzkruzifix (um 1520) eines fränkischen Meisters in neuer Fassung. Die Chorwand schmückt ein 14 m2 großer Wandteppich mit Szenen aus dem Leben Mariens. Ein vergoldeter Tabernakel ist mit ungeschliffenem Bergkristall und grünem Diabas in Kreuzform verziert, eine symbolischer Hinweis auf den verklärten Christus. Blasius Gerg gestaltete auch einen Doppelengel an der Nordwand der Kirche. Auf der Innenseite hält er einen Fisch, auf der Außenseite der Kirche Ähren in seinen Händen. Ebenfalls von ihm stammt Ambo aus Eisenguss, der den predigenden Christus zeigt. Die große Glaswand im Süden ist ein Werk von Max Wendl aus Prien und stellt Szenen aus dem Kreuzweg dar. Die beiden Fensterfelder im Südwesten, die Kreuzigung und Auferstehung darstellen wurden 1977/78 von Alpheda Puluj-Hohenthal ergänzt. Alle Glasfenster stammen aus der Waldsassener Glashütte Lamberts & Co. Max Wendl schuf auch die Glasbilder für die Nordwand mit Bezügen zur Lauretanischen Litanei, für die Sakramentskapelle mit Bezügen zur Eucharistie und in der Taufkapelle mit Bezügen zum Taufgeheimnis. Die Orgel aus der Werkstatt von Orgelbau Sandtner mit 20 Registern stammt von 1974. Darunter ist etwas versteckt eine Kriegergedächtniskapelle eingefügt.Festschrift "100 Jahre Katholische Pfarrgemeinde St. Marien zu Gunzenhausen 1997", hrsg. Katholisches Pfarramt Gunzenhausen Kunstführer Nr. 745, hrsg. Schnell und Steiner, München und Zürich 1961 Schrenk/Zink, Gotteshäuser, 88.

Weiteres


* Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung sind ein Stück des Wehrgangs sowie drei Türme erhalten: Blasturm (15. Jahrhundert), Färberturm (um 1300) und Storchenturm (ca. 1450). Der Blasturm, 1466 erbaut und im Jahre 1603 aufgestockt, erhielt seinen Namen durch die Tatsache, dass früher an Feiertagen die Stadtkapelle ihre Festchoräle und der städtische Musikmeister seine Kirchenlieder vom Turm erklingen ließen. Der Färberturm (auch Diebsturm genannt) gehörte zu dem 1827 abgebrochenen Weißenburger Tor. Der Storchenturm (auch Drei-Brüder-Turm genannt), wurde im Dreißigjährigen Krieg schwer beschädigt und im 18. Jahrhundert zu einem Wohnhaus umgestaltet; er befindet sich heute in Privatbesitz.
* Den historischen Marktplatz prägen bedeutende Barockbauten, die in der Regierungszeit des Wilden Markgrafen entweder entstanden oder ihr heutiges Aussehen erhielten: Das heutige Rathaus (seit 1974 in dieser Funktion), ein ursprünglich im 16. Jahrhundert aus zwei separaten Gebäuden zusammengefügter Komplex, war seine Residenz, in der er 1757 starb. Aus derselben Ära stammen die Stadtvogtei (1749/50 errichtet), das ehemalige Amtshaus am Marktplatz (1726, seit 1805 Stadtapotheke), das Palais Heydenab (Wohnsitz eines markgräflichen Oberamtmanns, heute eine Bank) sowie das Zocha-Palais (heute Stadtmuseum).
* Das ehemalige Jagdschloss des Wilden Markgrafen (1749) mit großzügig angelegtem Hofgarten und historischem Baumbestand befindet sich oberhalb des Stadtkerns und wird seit 1982 als Haus des Gastes für diverse Veranstaltungen genutzt.
* Diverse Fachwerkstadel verteilen sich vereinzelt auf das Stadtbild. Das auffälligste, das sich 1753 ein Korporal des Wilden Markgrafen errichten ließ, befindet sich nahe der Altmühl. Hier sind heute erzgebirgliche Exponate von Gunzenhausens Partnerstadt Weipert untergebracht.
* Reste des Limes (UNESCO-Weltkulturerbe seit 2005) sind im Burgstallwald östlich der Stadt 1980 restauriert worden. Ein dokumentierter Wanderweg führt zu einem rekonstruierten Palisadenzaun und Wachtturm.
* Die Altmühlpromenade und der Altmühlsee sind im Sommer ein beliebtes Freizeitgelände. Zu diesem gehören auch die Sport- und Freizeitbäder Waldbad am Limes und Solebad Juramare.

* Gunzenhausen beherbergt ein sog. Bunker-Krankenhaus, d. h. ein Krankenhaus, gebaut in einem Bunker, um bei möglichen nuklearen Angriffen (Gefahr nicht mehr existent) Patienten versorgen zu können.


Datei:1-gunzenhausen.jpg|Mittelalterlicher Wehrgang
Datei:Gunzenhausen-Kirche-St-Maria.jpg|Evangelische Stadtkirche St. Maria
Datei:Gunzenhausen-Spitalkirche.jpg|Spitalkirche
Datei:Gunzenhausen-Blasturm.jpg|Blasturm
Datei:Stadtmuseum.JPG|Stadtmuseum

Museen


* Museum für Vor- und Frühgeschichte
* Stadtmuseum
* Gunzenhäuser Fachwerkstadel mit Erzgebirgsschau und Weiperter Heimatstube

* Fossilien- und Steindruckmuseum, vormals auf dem Maxberg.

Wirtschaft und Infrastruktur


thumb|[[Bahnhof Gunzenhausen]]

Verkehr


Der Bahnhof Gunzenhausen liegt an den Bahnstrecken Treuchtlingen–Würzburg, Gunzenhausen–Pleinfeld und Nördlingen–Gunzenhausen. Auf der letztgenannten verkehren nur Museumsbahnen und Güterzüge. Weiterhin liegt Gunzenhausen an den Bundesstraßen 13 und 466. Durch die Stadt verläuft der Altmühltalradweg. Östlich gibt es einen kleinen Flugplatz, den Flugplatz Gunzenhausen-Reutberg mit einer asphaltierten Landebahn. Von dort aus sind auch Rundflüge über das Fränkische Seenland für Touristen möglich.

Ansässige Unternehmen


* Sitz der 1851 in Leipzig gegründeten Feurich Klavier- und Flügelfabrikation
* Hauptsitz des international tätigen Kesselherstellers Loos International, nun Bosch Industriekessel GmbH.
* Hauptsitz der Internet-Hosting-Gesellschaft Hetzner Online AG
* Hauptsitz Pressmetall Gunzenhausen [PMG] GmbH & Co. KG (Automobilzulieferer)
* Müller + Ziegler GmbH & Co. KG, Fabrik elektrischer Messgeräte

* Kaspar Lüther GmbH & Co. KG, Zinkdruckgusserzeugnisse sowie Dreh- und Frästeile

Schulen


* Simon-Marius-Gymnasium (mathematisch-naturwissenschaftlich, wirtschaftlich und neusprachlich)
* Staatliches Berufliches Schulzentrum Gunzenhausen mit Meisterschule für das Schreinerhandwerk und Staatlicher Wirtschaftsschule
* Diakonissen-Mutterhaus Hensoltshöhe mit
** Mädchen-Realschule
** Fachakademie für Sozialpädagogik
* Sonderpädagogisches Förderzentrum
* Krankenpflegeschule am Kreiskrankenhaus

* Fachschule für Altenpflege

Krankenhaus


Das Kreiskrankenhaus Gunzenhausen befindet sich im südlichen Teil von Gunzenhausen am Reutberg.

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt


* Johann Agricola (um 1496–1570), Mediziner
* Andreas Osiander (1498–1552), Theologe und Reformator
* Simon Marius (1573–1624), Astronom
* Gustav Hohbach (1803–1850), Dichter und Jurist
* Aaron Bär Grünbaum (1812–1893), Rabbiner und Autor
* Ferdinand Regelsberger (1831–1911), Zivilrechtler
* Wilhelm Stählin (1883–1955), lutherischer Theologe und Bischof
* Otto Willi Gail (1896–1956), Wissenschaftsjournalist und Schriftsteller
* Ludwig Weninger (1904–1945), Maler
* Maximilian Kerner (1949–2005), Mundart-Lyriker und -Liedermacher
* Nikolaus von Bomhard (* 1956), Manager

* Martina Borger (* 1956), Schriftstellerin

Bekannte Persönlichkeiten


* Heinrich Stephani (1761–1850), Theologe und Pädagoge; Dekan in Gunzenhausen
* Heinrich Eidam (1849–1934), Obermedizinalrat und Limesforscher
* Johann Appler (1892–1978), Reichstagsabgeordneter; Bürgermeister von Gunzenhausen in der Zeit des Nationalsozialismus
* Ernst Lechner (* 1925), ehemaliger Landtagsabgeordneter und Vizepräsident des Bayerischen Landtages
* Ingo Friedrich (* 1942), Vizepräsident des Europäischen Parlaments; lebt in Gunzenhausen

* Jerome David Salinger (1919–2010), US-amerikanischer Schriftsteller; war nach dem 2. Weltkrieg als Mitarbeiter des US-Nachrichtendienstes in Gunzenhausen eingesetzt[http://www.faz.net/s/RubD3A1C56FC2F14794AA21336F72054101/Doc~E600B4600128A47EC82EE27FE7548BCE4~ATpl~Ecommon~Scontent.html Gunzenhausens heimlicher Held, Artikel auf faz.de]

Literatur


* Johann Schrenk: Chronik der Stadt Gunzenhausen, Bd. 1 Vor- und Frühgeschichte, Gunzenhausen 1996, ISBN 3-924270-28-7.
* Johann Schrenk: Gunzenhausen - Zentrum des Fränkischen Seenlandes, Gunzenhausen 2008, ISBN 978-3-924270-35-3.
* Johann Schrenk, Karl Friedrich Zink: Gotteshäuser. Kirchenführer Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Treuchtlingen 2008, ISBN 978-3-934145-64-1.

* Werner Mühlhäußer: Gunzenhausen, Sutton 2003. ISBN 978-3-89702-538-7.

Quellen


Weblinks


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Kategorie:Ort im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
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