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Kreis Heinsberg

20.05.2012 @ 18:45, Regi51,

{{Infobox Landkreis
|Name = Heinsberg(Kreis)
|Wappen = Kreiswappen des Kreises Heinsberg.png
|Karte = Locator map HS in Germany.svg
|Breitengrad = 51.05
|Längengrad = 6.16
|Lageplan = North rhine w HS.svg
|Bundesland = Nordrhein-Westfalen
|Regierungsbezirk = Köln
|Landschaftsverband= Rheinland
|Verwaltungssitz = Heinsberg
|Fläche = 627.98
|Kfz = HS
|Kreisschlüssel = 05370
|NUTS = DEA29
|Gliederung = 10
|Adresse = Valkenburger Straße 45
52525 Heinsberg
|Website = [http://www.kreis-heinsberg.de/ www.kreis-heinsberg.de]
|Landrat = Stephan Pusch
|Partei = CDU

}}

Der Kreis Heinsberg ist ein Kreis im Westen von Nordrhein-Westfalen im Regierungsbezirk Köln. Er ist der westlichste Kreis Deutschlands, der westlichste Punkt liegt in der Gemeinde Selfkant.

Geografie


Der Kreis Heinsberg weist verschiedene Landschaften auf:
* Die Schwalm-Nette Platte im Norden
* Die Erkelenzer Börde im Osten
* Die Geilenkirchener Lehmplatte im Westen

* Das Rurtal

Im Norden des Kreises beginnt der Naturpark Maas-Schwalm-Nette, im Westen liegt das Naturschutzgebiet Teverener Heide.

Flüsse


* Die Rur fließt in ihrem Mittellauf durch das Kreisgebiet
* Die Wurm mündet bei Kempen in die Rur.
* Die Schwalm entspringt im Norden bei Tüschenbroich.

* Die Niers hat ihren Ursprung östlich von Erkelenz.

Kreisgliederung


thumb|right|[[Kreishaus Heinsberg]]

Der Kreis Heinsberg setzt sich aus zehn Gemeinden zusammen. Sieben führen den Titel „Stadt“. Von diesen sieben sind die fünf Städte Erkelenz, Geilenkirchen, Heinsberg (Rhld.), Hückelhoven und Wegberg Mittlere kreisangehörige Städte, da ihre Einwohnerzahlen jeweils zwischen 25.000 und 60.000 liegen.

Die folgende Liste zählt die zehn Gemeinden des Kreises Heinsberg alphabetisch mit amtlichen Namen auf.

Die Einwohnerzahlen – in Klammern – haben den Stand vom {{EWD|DE-NW}}.{{EWQ|DE-NW}}
{{Imagemap Landkreis Heinsberg|Municipalities in HS.svg|350px|rechts}}
{|
| width="33%" valign="top" |
Städte
# Erkelenz ({{EWZ|DE-NW|05370004}})
# Geilenkirchen ({{EWZ|DE-NW|05370012}})
# Heinsberg ({{EWZ|DE-NW|05370016}})
# Hückelhoven ({{EWZ|DE-NW|05370020}})
# Übach-Palenberg ({{EWZ|DE-NW|05370028}})
# Wassenberg ({{EWZ|DE-NW|05370036}})

# Wegberg ({{EWZ|DE-NW|05370040}})

| width="33%" valign="top" |
Gemeinden
# Gangelt ({{EWZ|DE-NW|05370008}})
# Selfkant ({{EWZ|DE-NW|05370024}})
# Waldfeucht ({{EWZ|DE-NW|05370032}})

|}

Der Kreis Heinsberg hat eine Fläche von 628 Quadratkilometern. Die Kreisgrenze hat eine Länge von 171 Kilometern, fast 78 Kilometer davon sind identisch mit der deutsch-niederländischen Grenze. Mit seiner Ausdehnung von 42,8 Kilometern in west-östlicher Richtung und 32,6 Kilometern in nord-südlicher Richtung gehört der Kreis Heinsberg zu den mittelgroßen Flächenkreisen in Nordrhein-Westfalen.

Nachbarkreise bzw. -städte


Der Kreis Heinsberg grenzt im Norden an den Kreis Viersen, im Nordosten an die kreisfreie Stadt Mönchengladbach, im Osten an den Rhein-Kreis Neuss, im Südosten an den Kreis Düren, im Süden an die Städteregion Aachen, sowie im Westen an die niederländische Provinz Limburg.

Wappen


Seit dem 3. September 1973 führt der Kreis ein Wappen, Siegel und Fahne.

Blasonierung (Beschreibung)

Das Wappen ist geteilt und oben gespalten, besitzt also drei Felder. Im oberen Feld steht vorn in Rot ein zwiegeschwänzter bekrönter, silberner (weißer) Löwe. Im hinteren Feld steht in Gold (Gelb) ein schwarzer Löwe. Im unteren Feld ist ein liegendes rotes Lilienkreuz, in seiner Mitte ist eine fünfblättrige, blaue Flachsblüte.

Herkunft und Bedeutung

Der Gestaltung des Wappens lag die Absicht zugrunde, die Entstehung aus den drei Kreisen Erkelenz, Geilenkirchen und Heinsberg und deren gemeinsame Interessen symbolisch darzustellen.
* Der zweigeschwänzte silberne Löwe auf rotem Grund war das Wappen der Herren von Heinsberg und der Stadt Heinsberg
* Geilenkirchen erhielt vom Herzog von Jülich als Wappen einen Löwen (schwarz auf gelbem Untergrund), der als Zeichen der Abhängigkeit von der Heinsberger Herrschaft zwiegeschwänzt dargestellt wurde und damit an den Löwen des Heinsberger Wappens erinnerte. Bei der Gestaltung des Wappens für den Selfkantkreis Geilenkirchen-Heinsberg wurde diese Darstellung zu einem eingeschwänzten Löwen geändert.

* Das Lilienkreuz mit der Flachsblüte stammt aus dem Wappen des Kreises Erkelenz. Die Lilie erinnert an die jahrhundertealte Beziehung der Stadt Erkelenz zum Marienstift Aachen, die Flachsblume an den Flachsanbau im Gebiet des ehemaligen Kreises.

{{Siehe auch|Liste der Wappen mit dem Jülicher Löwen}}

Geschichte


Der Kreis Heinsberg ist ein altes Siedlungsgebiet. Dies beweisen Bodenfunde aus den verschiedensten Epochen. Ob es nun steinzeitliche Werkzeuge mit einem Alter von bis zu 100.000 Jahren sind, oder der rund 7000 Jahre alte Holzbrunnen, der zu Beginn der 90er Jahre bei Erkelenz-Kückhoven gefunden wurde. Auch die Römer waren in der Region heimisch, zumal das Gebiet durch Römerstraßen, unter anderem die bedeutende Verbindung Heerlen – Xanten, erschlossen wurde.

Die Christianisierung hinterließ ihre siedlungsgeschichtlichen Spuren, da bereits im 8. Jahrhundert erste Kirchenbauten nachzuweisen sind. Die Motten in Brüggelchen, Karken (2: am Friedhof und an der Wolfhagener Mühle), Arsbeck, Birgelen und Heinsberg, die um die erste Jahrtausendwende als Fliehburgen vor einfallenden Wikingerhorden dienten, sind ebenfalls Zeugnisse früher Siedlungsgeschichte.

Im Mittelalter gab es in der Region kein homogenes Gebiet. Unterschiedlichste Adelshäuser beanspruchten Besitztümer im heutigen Kreisgebiet, das sprachlich und kulturhistorisch dem Maasland zuzuordnen war.

Mit Errichtung des Regierungsbezirks Aachen im Königreich Preußen entstanden 1816 die Kreise Heinsberg, Geilenkirchen und Erkelenz. Während der Kreis Erkelenz 156 Jahre Bestand hatte, wurden die Kreise Geilenkirchen und Heinsberg 1932 zunächst unter dem Namen „Kreis Geilenkirchen“ zusammengefasst. Ein Jahr später erfolgte die Umbenennung in „Kreis Geilenkirchen-Heinsberg“. Im Jahr 1951 wurde dieser Kreis in „Selfkantkreis Geilenkirchen-Heinsberg“ umbenannt. Maßgebend dafür war die vorübergehende Unterstellung des Selfkantgebietes unter niederländische Verwaltung in den Jahren 1949 bis 1963.

Am 1. Januar 1972 entstand der neue Kreis Heinsberg im Rahmen der kommunalen Neugliederung im Raum Aachen (Aachen-Gesetz) durch Zusammenlegung des Selfkantkreises Geilenkirchen-Heinsberg mit dem Landkreis Erkelenz. Seit dem 1. Januar 1975 – damals wurde die Gemeinde Niederkrüchten in den Kreis Viersen eingegliedert – hat der Kreis Heinsberg seine heutige Gestalt.

Religionen


Im Kreis Heinsberg leben ca. 257.000 Menschen. Rund 167.000 von ihnen gehören der katholischen Kirche an. (Stand 2006)

Politik


Bundestagswahlen


Am 18. September 2005 gewann Leo Dautzenberg (CDU) mit 51,4 % der Erststimmen das Direktmandat des Wahlkreises Heinsberg für den Deutschen Bundestag. Die CDU errang 43,2 % der Zweitstimmen. Dautzenberg ist am 1. Februar 2011 durch Mandatsverzicht aus dem Bundestag ausgeschieden.{{Internetquelle|titel=Leo Dautzenberg auf den Seiten des Deutschen Bundestags|url=http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/biografien/D/dautzenberg_leo.html |zugriff=2011-02-07}} Seitdem hat der Kreis Heinsberg keinen direkten Vertreter im Bundestag. Sein Nachfolger wurde Cajus Julius Caesar (CDU) als Nachrücker, da er als nächster Kandidat auf der nordrhein-westfälischen Landesliste stand.

Landrat


{{Wahldiagramm
|LAND = DE
|TITEL = Kreistagswahl 2009
|TITEL2 = Wahlbeteiligung: 55,0 %
|JAHRALT = 2004
|JAHRNEU = 2009
|GUV = ja
|PARTEI1 = CDU
|ERGEBNIS1 = 51.8
|ERGEBNISALT1 = 54.8
|PARTEI2 = SPD
|ERGEBNIS2 = 19.8
|ERGEBNISALT2 = 25.8
|PARTEI3 = GRÜNE
|ERGEBNIS3 = 9.7
|ERGEBNISALT3 = 9.0
|PARTEI4 = FDP
|ERGEBNIS4 = 9.0
|ERGEBNISALT4 = 8.8
|PARTEI5 = UB-UWG
|ERGEBNIS5 = 4.7
|ERGEBNISALT5 = 0.0
|FARBE5 = 54B5FF
|PARTEI6 = LINKE
|ERGEBNIS6 = 3.5
|ERGEBNISALT6 = 0.0
|PARTEI7 = NPD
|ERGEBNIS7 = 1.6
|ERGEBNISALT7 = 1.5

}}

Bei der Kommunalwahl am 26. September 2004 konnte sich Stephan Pusch (CDU) mit 56,2 % der Stimmen gegen seinen Herausforderer Franz-Josef Fürkötter (SPD), auf den 26,2 % entfielen, durchsetzen.

Bei der Wahl am 30. August 2009 erreichte Landrat Pusch 60,8 %. Sein Herausforderer Michael Stock (SPD) kam auf 20,4 %.

Bei der Wahl zum Kreistag am 30. August 2009 ergab sich folgendes Ergebnis (54 Sitze):
* CDU: 28 Sitze
* SPD: 11 Sitze
* GRÜNE: 5 Sitze
* FDP: 5 Sitze
* UB-UWG: 2 Sitze
* Die Linke: 2 Sitze

* NPD: 1 Sitz

Ehemalige Landräte

  • 1816 – 1853: Wilhelm von der Straeten
    * 1853 – 1854: Johann Friedrich Engelbert Arnold Hardt (vertretungsweise)
    * 1854 – 1860: Mathias Joseph Claessen
    * 1860 – 1876: Wilhelm Leopold Janssen
    * 1876: Kleemann (auftragsweise)
    * 1876 – 1877: Paulssen zu Laffeld (auftragsweise)
    * 1877 – 1885: Karl Löwe
    * 1885: Forkenbeck (auftragsweise)
    * 1885: von Hagen (auftragsweise)
    * 1885 – 1919: Rudolf Freiherr von Scheibler
    * 1920 – 1928: Oskar Classen

    * 1928 – 1932: Franz Röhm

    Partnerkreise


    * Der Midlothian District in Schottland

    * Komitat Komárom-Esztergom in Ungarn

    Europaregion


    Der Kreis Heinsberg gehört seit 1978 zur Euregio Maas-Rhein.

    Verkehr


    Straße


    Individualverkehr


    Seit dem Ausbau der A 46 Heinsberg - Düsseldorf ("Selfkantstraße") im Jahre 1995 gibt es mehrere Anschlussstellen zu Orten im Kreisgebiet.

    Busverkehr


    Der Kreis Heinsberg gehört zum Aachener Verkehrsverbund (AVV). Die Versorgung im Busverkehr übernehmen die kreiseigene WestEnergie und Verkehr GmbH und die Deutsche Bahn AG (RVE).
    Der Verkehr ist hauptsächlich auf den Transport von Schülern ausgerichtet, deshalb folgt das Busangebot teilweise keinem einheitlichen Takt. Während der Verkehr werktags oftmals schon nach 19 Uhr endet, kommt dieser am Wochenende nahezu ganz zum Erliegen.

    Um dennoch Verkehrsleistungen in Schwachzeiten anbieten zu können setzt man auf Anruf-Sammel-Taxis, bzw. im westlichen Teil auf den Multibus, einem Bus, der nur auf Anforderung fährt.

    Eisenbahn


    thumb|upright=2|218Links:219 RegionalExpress auf der Rurbrücke zwischen Baal und Brachelen, 220Rechts:221 Erntezeit

    Strecken


    ;Hauptstrecken

    Den Kreis Heinsberg berührt seit 1852 die Aachen-Düsseldorf-Ruhrorter Bahn. Von ihr zweigt außerhalb des Kreises seit 1879 die Hauptstrecke Mönchengladbach – Wegberg – Roermond – Antwerpen (Eiserner Rhein) der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft ab. Eine Nebenstrecke führt zum Siemens-Bahnprüfzentrum Wildenrath und eine Stichstrecke nach Brüggen.

    ;Nebenstrecken

    Die Preußische Staatsbahn schloss 1890 die heutige Kreisstadt Heinsberg in Lindern (Bahnstrecke Heinsberg–Lindern) an die o.g. Hauptbahn an. Ferner kam 1911 die Querverbindung Dalheim–Hückelhoven–Baal–Linnich–Jülich hinzu. Außerdem zweigen in Ratheim und in Oberbruch Werksbahnen zur Zeche Sophia-Jacoba und zum Chemiepark Oberbruch ab.

    thumb|Selfkantbahn
    thumb|hochkant|Gleisabbau in Wassenberg
    thumb|hochkant|Arbeiten zur Reaktivierung der Heinsberger Strecke
    ;Schmalspurbahn

    Im Jahre 1900 eröffneten die Geilenkirchener Kreisbahnen Schmalspurbahnen von der damaligen Kreisstadt Geilenkirchen einerseits nach Alsdorf, andererseits nach Wehr, von wo es 1905 bis Tüddern weiterging. Heute betreibt die IHS auf dem Reststück dieser Bahnlinie einen Touristikverkehr, die Selfkantbahn.

    Entwicklung


    ; Blütezeit

    Der Grenzbahnhof in Dalheim erreichte einst eine Ausdehnung von über 27 Gleisen und war damit für lange Zeit der größte Bahnhof im Kreis. Der Personenzugverkehr nach Heinsberg erreichte in den 50er Jahren mit 13 Personenzugpaaren am Tag seine Höchstzahl.

    Der Güterverkehr zur Zeche Sophia-Jacoba war auf der elektrifizierten Verbindung Baal - Ratheim immer schon eine wichtige Einnahmequelle für die Bahn; so hatte der Bahnhof Ratheim einst 14 Beamte und der Güterverkehr erreichte bis zu 60.000(!) Güterwaggons pro Jahr (z.B. 1987). Es fuhren 4 bis 6 so genannte „Programmzüge“ pro Tag (bei Bedarf weitere Güterzüge) und nahezu im Blockabstand betriebsinterne Transporte zwischen dem Zechengelände in Ratheim und der Verarbeitung (Brikettfabrik) in Hückelhoven.

    ; Niedergang

    Im Zuge der individuellen Motorisierung mit PKW ging das Fahrgastaufkommen in den Nachkriegsjahren zurück. Mit dem Einsatz von Bahnbussen verlagerte die damalige Bundesbahn den öffentlichen Personenverkehr weg von der Schiene und reduzierte gleichzeitig auch den Betrieb auf den Nebenstrecken auf nur sehr wenige Zugpaare pro Tag und Richtung.

    Kritiker sahen das verringerte Angebot als Ursache für den Passagierrückgang und unterstellten, die Bahn habe systematisch versucht, den Betrieb auf den Bahnstrecken unattraktiv zu gestalten und mit dem resultierendem Fahrgastrückgang einen Grund für deren Stilllegungen zu konstruieren.

    So endete in den Jahren 1949-1971 schrittweise der Verkehr auf der Selfkantbahn. Bereits seit 1953 verkehrten keine Personenzüge mehr im grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Dalheim und Roermond. Am 29. September 1968 wurde der Personenverkehr von Baal nach Jülich eingestellt. Am 27. September 1980 verkehrte der letzte Personenzug von Baal nach Dalheim und einen Tag früher der letzte Personenzug von Heinsberg nach Lindern.

    Nach der Schließung der Zeche `Sophia-Jacoba" fand die Strecke Baal-Ratheim lediglich für die noch bestehende Brikettfabrik auf dem ehemaligen Zechengelände in Hückelhoven Verwendung.

    Gegenwart


    Die beiden Hauptstrecken stellen wichtige Städteverbindung im Rheinland dar. Während die Dalheimer Strecke die Versorgung der Stadt Wegberg im ÖPNV sichert, ist die den Kreis an seinem südlichsten Zipfel tangierende Hauptstrecke Aachen–Mönchengladbach eine wichtige Verbindungen der Relation Ruhrgebiet-Aachen-Belgien und sind insbesondere im strukturschwachen Heinsberger Land heute für Berufspendler von großer Bedeutung. Die Nebenstrecke Heinsberg-Lindern stellt zudem die Versorgung des Oberbrucher Industrieparks sicher.

    Die Nebenstrecke Baal-Ratheim wurde seit Auflösung der Brikettfabrik Hückelhoven nicht mehr befahren. Die elektrischen Oberleitungen sind entfernt, die Gleisanlage zugewuchert und im Bereich des ehemaligen Bahnhofes in Ratheim bedingt durch Straßen-Reparaturarbeiten teilweise entfernt worden. Das Gleisbett über Ratheim hinaus bis zur ehemaligen "Kohlewäsche" wurde vor Jahren vollständig entfernt.

    Für den Kreis und die Stadt Wegberg hat der Schienenverkehr aufgrund des Bahnprüfzentrums in Wegberg-Wildenrath außerdem eine wichtige wirtschaftliche Bedeutung.

    Zukunft

    Da Heinsberg eine der wenigen Kreisstädte Deutschlands ohne Bahnanschluss für den Personenverkehr ist, gibt es Planungen, dieses durch den Auf- und Ausbau der Heinsberger Bahn (ursprünglich schon bis 2008) wieder zu ändern. Zudem wird langfristig angestrebt, die Verbindung Baal–Ratheim–Wassenberg wieder in Betrieb zu nehmen. Vorgesehen ist auch der Neubau einer Verbindung zwischen Baal und Linnich bzw. zwischen Lindern und Linnich, um Anschluss an die euregiobahn zu erlangen.

    Für den überregionalen Güterverkehr soll der so genannte Eiserne Rhein wieder genutzt werden.

    Mittel- bis langfristig wird man allerdings nicht alle Projekte verwirklichen können, da es Schwierigkeiten in der Finanzierung gibt, deren Ursache die Kürzung der Regionalisierungsmittel durch den Bund sowie die politische Neubewertung durch den 2009 aus dem Amt geschiedenen NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke sind.

    Schifffahrt


    Die Rur war in früheren Jahrhunderten schiffbar. Sie stellte eine wichtige Verkehrsader für die Region dar und gab den Heinsberger Landen einen Zusammenhalt. Flussaufwärts konnte die Rur z.T. nur mittels Treideln befahren werden. Die Wege entlang der Rur führten ins Jülicher bzw. Limburger Land.COENEN, H.: [http://www.iam.rwth-aachen.de/Homepage/Rick/leinpfad/lein-s1.html Leinpfad] (5. September 2006)

    Freizeit und Touristik


    Museen


    BEGAS HAUS, Museum für Kunst und Regionalgeschichte Heinsberg


    Das vormalige Kreismuseum Heinsberg, seit 1949 im historischen Torbogenhaus in der oberen Hochstraße beheimatet, ist seit Mitte 2010 wegen Um- und Erweiterungsbaumaßnahmen bis voraussichtlich Ende 2013{{Zukunft|2013|12}} geschlossen. Anschließend wird es mit neuer Konzeption wiedereröffnet; künftiger Ausstellungsschwerpunkt wird die aus Heinsberg stammende Berliner Künstlerdynastie Begas, ergänzt um Exkurse zur regionalen Territorial-, Kultur- und Kirchengeschichte. Das Museum wurde in „BEGAS HAUS, Museum für Kunst und Regionalgeschichte Heinsberg“ umbenannt; sein Träger ist seit dem 1. Januar 2011 der Trägerverein Museum Heinsberg e.V. unter maßgeblicher finanzieller Beteiligung des Kreises Heinsberg, der Stadt Heinsberg und der Kreissparkasse Heinsberg.[http://www.kreismuseum-heinsberg.de/cms/front_content.php Kreismuseum Heinsberg vorübergehend geschlossen] Abgerufen am 18. Juni 2011.

    Sonstige Museen


    * Rheinisches Feuerwehrmuseum in Erkelenz-Lövenich
    * Flachsmuseum in Beeck (Wegberg)
    * Museum für europäische Volkstrachten in Wegberg-Beeck
    * Dauerausstellung "Bionik-Zukunftstechnik lernt von der Natur" im Naturparkzentrum Wegberg-Wildenrath.
    * Bauernmuseum Selfkant in Selfkant-Tüddern
    * Die Sammlung Riediger in Übach-Palenberg zeigt Funde aus der Mittelsteinzeit und Blitzröhren.
    * Heimatmuseum „Gerhard Tholen Stube“ in Waldfeucht
    * Mineralien- und Bergbaumuseum in Hückelhoven
    * Schacht 3 in Hückelhoven ist eine ehemalige Schachtanlage der Zeche Sophia-Jacoba.
    * Korbmachermuseum in Hückelhoven-Hilfarth
    * historisches Klassenzimmer in Geilenkirchen-Immendorf

    * Privates Loewe Opta Radiomuseum in Waldfeucht-Bocket, hier findet man einmaliges aus der Radiogeschichte.

    Andere Ausflugsziele


    * Wildpark Gangelt
    * Selfkantbahn, eine historísche meterspurige Dampfeisenbahn
    * Wassermühlen
    * Windmühlen
    * Die St.-Jans-Klus in Haaren

    * Verschiedene Naherholungsgebiete

    Fahrradtouristik


    Seit 2006 dient ein an die benachbarten Niederlande und die Nachbarkreise angepasstes Orientierungssystem mit Knotenpunkten der Förderung des Fahrradtourismus. Drei Fernradwege führen durch das Kreisgebiet.
    thumb|Radwegbeschilderung im Kreis Heinsberg
    * Der Radfernweg Aachen-Nijmegen, die 2-Länder-Route führt durch die Gemeinden Übach-Palenberg, Gangelt und Waldfeucht.
    * Der Rurufer-Radweg begleitet die Rur auf ihrem Lauf durch das Kreisgebiet, sein Anfang liegt an der Rurtalsperre im Kreis Düren, sein Ende im niederländischen Roermond.

    * Die NiederRheinroute liegt zwischen Emmerich am Rhein und dem Selfkant (Kreis Heinsberg)

    Im Jahre 2006 wurde im Kreis Heinsberg das aus den Niederlanden bekannte "Knooppuntsystem" (Knotenpunktsystem) eingeführt. An diesen rot markierten und durchnummerierten Knotenpunkten befindet sich jeweils eine Orientierungskarte.

    Kultur


    Jüdische Friedhöfe


    Für den Kreis Heinsberg sind 8 Jüdische Friedhöfe dokumentiert: in Erkelenz (2), in Gangelt (1), in Geilenkirchen (1), in Heinsberg (3) und in Wassenberg (1).

    [http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/FRIEDHOF/NRW/PROJEKTE/v-nr.htm KREIS HEINSBERG. In: Übersicht über alle Projekte zur Dokumentation jüdischer Grabinschriften auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Nordrhein-Westfalen. Bearbeiterin: Claudia Pohl.; Fassung: Dezember 2002; hier: Nordrhein - Liste nach der heutigen Verwaltungsgliederung - Regierungsbezirk Köln]. Es sind schützenswerte Kulturdenkmäler – steinerne Zeugen für ehemals existierende jüdische Gemeinden und eines regen jüdischen Gemeindelebens bis in die 1930er Jahre.

    Publikationen


    * Heimatkalender des Kreises Heinsberg
    * Museumsschriften des Kreises Heinsberg
    * Schriftenreihe des Kreises Heinsberg
    * Bibliographie Grenzland 1981 - 1999, hrsg. Arbeitsgemeinschaft Grenzland Kreis Heinsberg - Limburg
    * Harry Seipolt: "... stammt aus asozialer und erbkranker Sippe". Zwangssterilisation und NS-Euthanasie im Kreis Heinsberg 1933-1945, in: Heimatkalender des Kreises Heinsberg, Jg. 1992, S. 112-124.

    * Harry Seipolt: Reichsausschußkinder im Kreis Heinsberg 1939 - 1945, in: Heimatkalender des Kreises Heinsberg, Jg. 1993, S. 123-135.

    Medien


    Der lokale Zeitungskmarkt teilt das Kreisgebiet nach wie vor in seine beiden Vorgängerkreisen auf: Während man im südlichem Teil, dem ehemaligen Selfkantkreis Geilenkirchen-Heinsberg eher die "Geilenkirchener Zeitung" und die "Heinsberger Zeitung" (als Lokalausgaben der Aachener Zeitung) sowie die "Heinsberger Nachrichten" (als Lokalausgabe der Aachener Nachrichten) liest, so ist im nördlichen ehemaligen Kreis Erkelenz die Rheinische Post verbreiteter.

    Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) berichtet aus dem für die Region zuständigen WDR-Lokalstudio Aachen sowohl in der Sendung „Lokalzeit“ des WDR-Fernsehens als auch im Regionalteil seines zweiten Hörfunkprogramms WDR 2 über aktuelle Geschehnisse.

    HS-TV Regionalfernsehen für den Kreis Heinsberg mit Sitz in Erkelenz ist ein Unternehmen für Internetfernsehen und öffentliches Fernsehen an publikumswirksamen Standorten. Es berichtet in einer 14-täglichen Magazinsendung an über 70 Terminalstandorten im gesamten Kreisgebiet sowie tagesaktuell auf seiner Internetpräsenz unter www.HS-TV.de über regionale Themen. Eine öffentliche Ausstrahlung über den Rundfunk findet nicht statt.

    Welle West, der lokale Rundfunksender für den Kreis Heinsberg, hat am 15. Mai 2007 nach 15 Jahren seinen Sendebetrieb eingestellt.

    Siehe auch


    * Herrschaft Heinsberg

    * Portal:Region Niederrhein

    Einzelnachweise

Weblinks


{{Commons}}
* [http://www.heinsberg-regional.de/ News aus dem Kreis Heinsberg]
* {{dmoz|/World/Deutsch/Regional/Europa/Deutschland/Nordrhein-Westfalen/Landkreise/Heinsberg/|Kreis Heinsberg}}
* [http://www.denkmale-kreis-heinsberg.de/ 1403 Baudenkmale im Kreis Heinsberg]
* [http://www.muehlenverein-selfkant.de/ Ausbildung zum freiw. Mühlenhelfer]

* {{GKD|2011398-5}}

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Kategorie:Rheinland

Heinsberg (district)
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