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Lambrecht (Pfalz)

24.05.2012 @ 10:29, Fewo-mallorca,

{{Infobox Gemeinde in Deutschland
|Art = Stadt
|Wappen = Wappen von Lambrecht.png
|Breitengrad = 49.371255
|Längengrad = 8.071049
|Lageplan = Lambrecht (Pfalz) in DÜW.svg
|Bundesland = Rheinland-Pfalz
|Landkreis = Bad Dürkheim
|Verbandsgemeinde = Lambrecht (Pfalz)
|Höhe = 173
|Fläche = 8.32
|PLZ = 67466
|Vorwahl = 06325
|Kfz = DÜW
|Gemeindeschlüssel = 07332032
|Adresse-Verband = Sommerbergstraße 3
67466 Lambrecht
|Website = [http://www.lambrecht-pfalz.de/ www.lambrecht-pfalz.de]
|Bürgermeister = Michael Stöhr
|Bürgermeistertitel= Stadtbürgermeister
|Partei = CDU

}}

Lambrecht (Pfalz) ist eine Stadt im Landkreis Bad Dürkheim in der Pfalz. Sie ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde.

Geographie


Geographische Lage


Lambrecht liegt inmitten des Pfälzerwaldes und wird vom Speyerbach durchflossen.

Höchster Berg ist der Kaisergarten mit {{Höhe|519.0|DE-NN}}.

Flächenaufteilung


Die 8,32 km² (= 832 ha) teilen sich wie folgt auf:

{| class="prettytable"
! Flächenbezeichnung
! ha
|-
| Hof- und Gebäudeflächen || 86
|-
| Wege, Straßen usw. || 41
|-
| Sonstige Nutzungsarten || 21
|-
| Landwirtschaftliche Nutzfläche || 25
|-
| Waldflächen || 655
|-
| Gewässer || 3
|-
| Übrige Flächen, Ödland usw. || 1

|}

Geschichte


Im Jahre 977 wird Lambrecht zum ersten Mal urkundlich erwähnt; Herzog Otto von Worms (Otto I. (Kärnten)) stiftete im Ort Grevenhausen das Benediktinerkloster St. Lambrecht. 1553 wurde jenes Kloster allerdings aufgelöst. 1568 wurden die Gebäude des aufgelassenen Klosters St. Lambrecht samt Häusern, Kirche, Äckern durch den Kurfürsten Friedrich III. an heimatvertriebene Wallonen als Asyl überlassen.

1838/1839 schlossen sich die Nachbardörfer St. Lambrecht und Grevenhausen zusammen, der Doppelname St. Lambrecht-Grevenhausen wurde bis zur Stadterhebung 1887 geführtEckardt, Anton und Felix Mader:

"Die Kunstdenkmäler der Pfalz. Band I Stadt und Bez.-Amt Neustadt A.H. (=Die Kunstdenkmäler von Bayern. Regierungsbezirk Pfalz.)" München, Druck und Kommissionsverlag von R. Oldenbourg, 1926; Seite 9. Am 25. August 1849 wurde Lambrecht durch die Eröffnung der Teilstrecke Neustadt-Frankenstein (als Abschluss der Rhein-Saar-Strecke zum Kohlentransport) Eisenbahnstation. Am 21. Dezember 1887 sind Lambrecht Stadtrechte gewährt worden.

Am 1. März 1972 wurde die Verbandsgemeinde Lambrecht (Pfalz) gebildet. Die Aufnahme der Verwaltungstätigkeiten fand am 1. Januar 1973 statt.
thumb|ehemalige Klosterkirche, heute protestantische Pfarrkirche

Religionen


Lambrecht hat eine eigenständige Katholische Pfarrgemeinde (Herz Jesu). Die Katholische Kirchengemeinde ist Träger der Katholischen Kindertagesstätte St. Lambertus. Der Seelsorger in der Pfarreiengemeinschaft betreut neben Lambrecht auch die Gemeinden von Lindenberg, Neidenfels-Frankeneck und Weidenthal-Frankenstein. Die Pfarrei Lambrecht ist Teil des Pfarrverbandes Neustadt (Weinstraße) im Dekanat Bad Dürkheim und gehört zur Diözese Speyer.

Gemeinsam mit dem Nachbarort Lindenberg existiert eine Protestantische Kirchengemeinde. Lambrecht ist Teil des Protestantischen Dekanates Neustadt in der Evangelischen Kirche der Pfalz.

2007 waren 43,8 Prozent der Einwohner evangelisch und 30,4 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[http://www.kommwis.de/uploads/media/Online-Gemeindestatistik_02.htm KommWis, Stand: 31. Dezember 2007]

Politik


Stadtrat


Der Stadtrat in Lambrecht besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Stadtbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im gewählten Stadtrat: [http://wahlen.rlp.de/kw/wahlen/2009/gemeinderatswahlen/ergebnisse/3320503200.html Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen]

{| border="1" cellpadding="2" cellspacing="0" width="300"
|- bgcolor="#eeeeee" align="center"
|   || SPD || CDU || FWG || Gesamt
|- align="center"
| 2009 || 6 || 8 || 6 || 20 Sitze
|- align="center"
| 2004 || 5 || 11 || 4 || 20 Sitze

|}

Wappen


Die Blasonierung des Wappens lautet: Von Schwarz und Grün geteilt, oben ein rotbewehrter, -bezungter und -bekrönter goldener Löwe, unten drei silberne Lämmer.

Es wurde 1887 vom bayerischen Prinzregenten genehmigt und geht zurück auf ein Siegel von 1707. Der Pfälzer Löwe erinnert an die ehemalige Zugehörigkeit zur Kurpfalz. Die Schafe symbolisieren die blühende Tuchindustrie ab dem 16. Jahrhundert.Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3

Kultur und Sehenswürdigkeiten



File:Lambrecht (Pfalz) 10.jpg|Ortsbild
File:Lambrecht (Pfalz) 09.jpg|Ortsbild
File:Gemeindeverwaltung in Lambrecht.jpg|Gemeindeverwaltung
File:Schule Lambrecht 01.jpg|Schule
File:Brunnen in Lambrecht 02.jpg|Brunnen
File:Postturm Lambi 02.jpg|Postturm
File:Katholische Kirche Lambrecht 01.jpg|katholische Kirche
File:Protestantische Kirche Lambrecht 03.jpg|protestantische Kirche

Bau- und Naturdenkmäler

Siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Lambrecht (Pfalz)

Regelmäßige Veranstaltungen


* Eierpicken am Ostermontag auf dem Pickplatz
* Ablieferung des Tribut-Geißbockes als Teil der Geißbockversteigerung nach Deidesheim am Pfingstdienstag
* Geißbock-Festspiel auf dem "Marxparkplatz" Fabrikstraße gegenüber dem Sportplatz "Jahnwiese"
* Lambrechter Geißbock-Kerwe, jeweils am 1. Samstag im August
* Sommerliche Abendmusiken in der ehemaligen Klosterkirche
* Adventsmarkt
* Alle zwei Jahre: Leistungsschau der in Lambrecht und Umgebung ansässigen Gewerbebetriebe

* Geißbock MTB-Marathon

Wirtschaft und Infrastruktur


Wirtschaft


Lambrecht (Pfalz) galt lange Zeit als Tuchmacherstadt. Mit den im 16. Jahrhundert eingewanderten Hugenotten, genauer gesagt mit den Wallonen aus Belgien, entwickelte sich in Lambrecht (Pfalz) eine florierende Tuchmacherwirtschaft. So entstand z. B. in der Wallonenstraße, einer Straße in der Innenstadt Lambrechts, ein regelrechtes Tuchmacherzentrum mit vielen kleinen Handwebereien.

An diese Zeit erinnert das alte, mit Erker versehene Zunfthaus aus den Jahren 1606/07. Der Prachtbau geht auf einen wohlhabenden wallonischen Zuwanderer zurück,

Nach der industriellen Revolution schafften viele Betriebe nicht den Sprung zum Fabrikmaßstab. Dennoch gab es 1931 noch neun Tuchfabriken und erst in den 1960-ern kam jedoch das endgültige „Aus“ für die Tuchmacherei.

In den historischen Gebäuden einer ehemaligen Tuchfabrik produziert die Firma Jola Spezialschalter K. Mattil & Co. KG seit den 1950er Jahren Geräte zur Niveau-Regelung und Leckage-Detektion. In einer weiteren Tuchfabrik werden heute Filze, Papiermaschinenbespannungen und Nadelfilze hergestellt. Auch sonst hat sich eine mittelständische Zulieferindustrie ausgebildet.

Neben diesen Betrieben zählen der Tourismus und in geringerem Umfang die Forstwirtschaft zu den Wirtschaftsfaktoren der Stadt, die auch über Einkaufsstätten, Handwerksbetriebe und Dienstleister verfügt, die den täglichen Bedarf abdecken.

Bildung und Erziehung


In Lambrecht (Pfalz) befinden sich drei Kindergärten und zwei allgemeinbilden Schulen. Als weiterführende Schule befindet sich eine Realschule plus vor Ort. Gymnasien befinden sich in der größeren Nachbarstadt Neustadt an der Weinstraße. Als Einrichtung der Erwachsenenbildung stehen die Volkshochschule und die Pfalzakademie zur Verfügung.

;Kindergärten
* Evangelischer Kindergarten „Arche Noah“
* Katholischer Kindertagesstätte „St. Lambertus“
* Städtischer Kindergarten „Rappelkiste“

* Hort im Evangelischen Kindergarten für Schulkinder

;Schulen
* Grundschule Lambrecht
* Realschule plus Lambrecht

* Volkshochschule Verbandsgemeinde Lambrecht

Verkehr


* Lambrecht liegt am Pfälzischen Jakobsweg (SpeyerHornbach), einem alten Pilgerweg.
* Die Museumseisenbahn Kuckucksbähnel (Neustadt an der WeinstraßeElmstein) hält auch am Lambrechter Bahnhof.
* S-Bahn RheinNeckar mit den Linien S1 und S2 verkehrt über die Pfälzische Ludwigsbahn.

* Die B 39 durchquert den Ort.

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt


* Ludwig Louis (1814–1894), Politiker
* Emil Fränger (1856–1941), Verwaltungsjurist
* Heinrich Lieser (1879−nach 1947), Politiker (SPD)
* Hermann Alker (1885–1967), Architekt

* Rudolf Röhrig (1903–1970), Politiker (NSDAP)

Personen, die vor Ort gewirkt haben


*Dr. Bernhard Würschmitt (21. November 1788 - 18. Juni 1853) war ein katholischer Priester und berühmter Kunstschaffender (Maler, Bildhauer etc.). Er amtierte von 1826 bis 1828 als Pfarrer von Grevenhausen. In der kath. Kirche von Lambrecht stammen das Hochaltargemälde "Kreuzigung Christi", das Ölgemälde "Maria Immaculata" und ein außergewöhnlicher Kanzel-Beichtstuhl von seiner Hand.
*Kurt Faber (1883-1929), Abenteurer, Reiseschriftsteller; Jugend in Lambrecht (Pfalz)
*Bernhard Kimmel (* 1936), Krimineller („Al Capone von der Pfalz“), wuchs in Lambrecht auf
*Wolf-Michael Weber (* 19??), arbeitete zeitweise beim Lambrechter Unternehmen Heka Electronics

*Eckart Wollin und Harald Brück (1964-1966) haben in der Textilfach-und Ingenieurschule studiert.

Literatur


* Stadtchronik: Hans Fell: 1000 Jahre Lambrecht – Chronik einer Stadt. Edeldruck Lambrecht GmbH & Co. KG., Lambrecht (Pfalz), 1978. (Die nahezu vergriffene Stadtchronik hat zwei Hauptautoren; außer Hans Fell ist deshalb vorrangig auch Dr. Ernst Collofong zu nennen.)

Weblinks


{{commonscat}}
* [http://www.lambrecht-pfalz.de/ Internetpräsenz der Stadt Lambrecht (Pfalz)]
* [http://www.kreis-bad-duerkheim.de/wLandkreis/sites/staedte_und_gemeinden/verbandsgemeinde_lambrecht/stadt_lambrecht.php?navid=10 Infoseite des Landkreises Bad Dürkheim zur Stadt Lambrecht (Pfalz)]

* [http://www.lambrecht-pfalz.de/edith_stein/deckblatt.htm Edith Stein-Gedenkstätte]

Einzelnachweise


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