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Liberal Democrats

05.05.2012 @ 18:52, Xqbot,

{{Infobox Partei
| Partei = Liberal Democrats
Liberaldemokraten
| Parteilogo = 180px|Logo der Liberal Democrats
| Parteiführer = Nick Clegg
| Bild Parteivorsitz = 150px|Parteiführer Nick Clegg
| Stellvertretender Vorsitzender =
| Generalsekretär =
| Ehrenvorsitzender =
| Entstehung =
| Gründung = 3. März 1988
| Gründungsort = London
| Auflösung =
| Hauptsitz = 4 Cowley Street
London, SW1P 3NB
| Jugendorganisation = Liberal Youth
| Zeitung =
| Ausrichtung = Liberalismus, Linksliberalismus, Libertarismus
| Farben = Gelb
| Parlamentsmandate = 57 von 650 (Unterhaus, 2010)
| Mitglieder = ca. 65.000
| Frauenanteil =
| International = Liberale Internationale (LI)
| Europa = Europäische Liberale, Demokratische und Reformpartei (ELDR)
| EU-Parlament = Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE)
| Webseite = [http://www.libdems.org.uk/ www.libdems.org.uk]

}}

Die Liberal Democrats [{{IPA|ˈɫɪbərəɫ ˈdeməkræts}}], kurz LibDems [{{IPA|ɫɪb demz}}], deutsch „Liberaldemokraten“, sind die drittgrößte Partei im Vereinigten Königreich. Sie gingen 1988 aus der Vereinigung von Liberal Party und Social Democratic Party hervor. Derzeitiger Parteiführer ist seit 2007 Nick Clegg. Die Partei ist seit 2010 erstmals Regierungspartei.

Geschichte

Das britische Mehrheitswahlrecht bewirkt, dass kleinere Parteien im Unterhaus unterrepräsentiert sind. Deshalb schlossen sich 1988 die beiden kleineren Parteien in der Mitte des politischen Spektrums, die Liberal Party und die Social Democratic Party, zusammen, nachdem sie bei den Unterhauswahlen 1983 und 1987 bereits eine Wahlallianz gebildet hatten. Die damit verbundene Hoffnung, mit der Conservative Party und der Labour Party gleichzuziehen, erfüllte sich nicht. Allerdings stellen die Liberal Democrats mehrere kommunale Regierungen und waren bis 2007 in Schottland an der Regierungskoalition mit der Labour Party beteiligt. Bei einer Meinungsumfrage kurz vor den am 6. Mai 2010 stattfindenden Parlamentswahlen lagen die Liberaldemokraten mit 32 Prozent erstmals in Führung - ein Plus von zwölf Prozentpunkten.[http://news.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fnews.orf.at%2Fticker%2F365361.html%20Umfrage:%20Britische%20Liberaldemokraten%20erstmals%20voran Umfrage: Britische Liberaldemokraten erstmals voran], ORF online vom 18. April 2010

Ursprünglich hofften die Liberal Democrats, die in den 1980er Jahren noch eher sozialistische Labour Party als zweitstärkste Kraft ablösen zu können. Unter John Smith und Tony Blair rückte die Arbeitspartei allerdings mehr in die politische Mitte und somit in die Nähe der Liberal Democrats, deren Strategie nunmehr die Ablösung der Konservativen, die sich in den letzten Jahren im politischen Spektrum eher nach rechts bewegt haben, als stärkste Oppositionspartei ist. Die Konzentration auf die aussichtsreichsten Wahlkreise führte bei den Unterhauswahlen 1997, 2001 und 2005 zu einer deutlichen Steigerung der Zahl der Mandate für die Liberal Democrats, die eine Änderung des Wahlrechts anstreben, die ihnen eine Zahl von Unterhaussitzen entsprechend ihrem landesweiten Stimmanteil sichern soll. Bei den Wahlen am 5. Mai 2005 erreichten die Liberaldemokraten mit 62 Mandaten das beste Ergebnis seit 1923. Im Mai 2010 gewannen sie bei den Unterhauswahlen 57 Sitze.

Auf europäischer Ebene sind die Liberal Democrats Mitglied der Europapartei ELDR. Im Europäischen Parlament stellen sie nach der deutschen FDP die zweitgrößte Landesgruppe der liberalen ALDE-Fraktion, der drittgrößten Fraktion nach der konservativen EVP und der sozialdemokratischen S&D.

Die Partei ist seit den Unterhauswahlen 2010 als Koalitionspartner an der Regierung unter Premierminister David Cameron (Conservative Party) beteiligt und stellt fünf Minister im Kabinett.

Ziele


Innenpolitisch treten sie für eine Stärkung der unter der Labour-Regierung im Rahmen der Terrorismus- und Verbrechensbekämpfung eingeschränkten Bürgerrechte und eine Verbesserung der Leistungen des öffentlichen Dienstes ein. In diesem Zusammenhang sind für die Liberal Democrats zur Finanzierung auch Steuererhöhungen in Betracht zu ziehen – ein Thema, bei dem sie sich von den beiden anderen großen Parteien unterscheiden. Politiker der Liberal Democrats kritisieren dabei das Verhalten von Conservative Party und Labour Party, gleichzeitig allgemeine Abgabensenkungen und keine Verschlechterung der öffentlichen Leistungen zu versprechen, als Finte. Die Liberal Democrats sind die proeuropäischste der drei großen britischen Parteien. Außenpolitisch befürworten die Liberal Democrats den Verzicht auf Atomwaffen und lehnten im Gegensatz zur Labour und Conservative Party den Irakkrieg ab. In ihrem Parteiprogramm zur Wahl 2005 setzten sie einen Schwerpunkt auf den Umweltschutz.

Parteiführer


{| class="wikitable"
! colspan=2|
! Beginn der Amtszeit

! Ende der Amtszeit

|-
! 1
| David Steel
Robert Maclennan
| 3. März 1988
| 16. Juli 1988
|-
! 2
| Paddy Ashdown
| 16. Juli 1988

| 9. August 1999

|-
! 3
| Charles Kennedy
| 9. August 1999

| 7. Januar 2006

|-
! 4
| Sir Menzies Campbell
| 2. März 2006

| 15. Oktober 2007

|-
! | Vince Cable
| 15. Oktober 2007

| 18. Dezember 2007

|-
! 5
| Nick Clegg
| 18. Dezember 2007
| Amtsinhaber

|}

Literatur

* Roy Douglas: Liberals: The History of the Liberal and Liberal Democrat Parties. Hambledon & London, London 2005, ISBN 1-85285-353-0
* Fisher, Justin, British political parties, Hall 1996
* Garner, Robert, British political parties today, New York 1998
* MacIver, Don, The Liberal Democrats, Hall 1996
* Norton, Philip, The British Polity, London 2001

* Schröder, Hans-Christoph, Englische Geschichte, München 2000

Einzelnachweise


Weblinks


{{Commonscat|Liberal Democrats (UK)|Liberal Democrats}}
* [http://www.libdems.org.uk Offizielle Website der Partei]

* [http://www.nickclegg.org.uk/ Offizielle Website des Parteiführers]

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Kategorie:Britische Partei
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