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Lufthansa

26.05.2012 @ 15:08, ,

{{Dieser Artikel|behandelt die Deutsche Lufthansa AG. Zur Lufthansa der DDR siehe Deutsche Lufthansa (DDR).}}

{{Infobox Fluggesellschaft
|Unternehmensform = Aktiengesellschaft
|ISIN = DE0008232125
|Name = Deutsche Lufthansa AG
|Logo = 250px|Logo der Lufthansa
|Bild = 250px|Airbus A380-800 „München“ der Lufthansa
|Jahr = 1926
Auflösung: 1945
Neugründung: 1954
|IATA = LH
|ICAO = DLH
|Rufzeichen = LUFTHANSA
|Sitz = Köln,Die Registernummer im [http://www.lufthansa.com/online/portal/lh/cmn/generalinfo?tl=1&l=de&nodeid=1756522 Impressum der Website], abgerufen am 5. April 2011, ist beim AG Köln nicht beim AG Frankfurt, also ist der Sitz nicht in FRA. {{GER}}
|Leitung = Christoph Franz, Vorstandsvorsitzender
|Mitarbeiterzahl = 117.019 (März 2011){{Internetquelle| url = http://investor-relations.lufthansa.com/fileadmin/downloads/de/finanzberichte/geschaeftsberichte/LH-GB-2009-d.pdf| titel = Geschäftsbericht 2009| zugriff= 11. April 2010| autor = Deutsche Lufthansa AG| format = PDF}}
|Umsatz = 27,324 Mrd (2010)
|Bilanzsumme = 29,320 Mrd € (2010)
|Homepage = [http://konzern.lufthansa.com/de.html konzern.lufthansa.com]
|Fluggastaufkommen =

* Lufthansa:
65,6 Mio. (2011)[http://berichte.lufthansa.com/2011/gb/zusammengefassterlagebericht/entwicklungdergeschaeftsfelder/passageairlinegruppe/lufthansapassage/ergebnisentwicklung.html?cat=m berichte.lufthansa.com - Die Erlöse steigen, das Ergebnis ist dennoch halbiert] abgerufen am 4. April 2012
* Konzern gesamt 106,3 Mio. (2011)
|Drehkreuz =

* Frankfurt am Main
* München
* Düsseldorf
* Zürich (für Swiss)
* Wien (für Austrian)
* Brüssel (für Brussels Airlines)
|Homebase = Frankfurt am Main
|Allianz = Star Alliance
|Vielfliegerprogramm = Miles & More
|Flugzeuge = 661 (+ 155 Bestellungen) (konzernweit)
|Ziele = 216 Ziele in 83 Ländern (Sommerflugplan 2012)

}}

Die Deutsche Lufthansa AG mit Sitz in Köln ist einer der größten, weltweit agierenden Konzerne in der zivilen Luftfahrt. Der Konzern hat sich Mitte der 1990er Jahre aus der Linienfluggesellschaft mit der Marke Lufthansa entwickelt. Diese wird weiterhin von der Deutschen Lufthansa AG als Alleineigentümerin und zugleich Obergesellschaft des heutigen Konzerns betrieben, allerdings nur noch als reine Passagierlinienfluggesellschaft mit Frankfurt am Main als Heimatflughafen. Konzernintern wird diese größte Fluggesellschaft in Deutschland als Lufthansa Passage Airlines bezeichnet. Das Luftfrachtgeschäft wurde 1994 der Tochtergesellschaft Lufthansa Cargo AG, die Luftfahrzeug-Instandhaltung der Lufthansa Technik AG (LHT) übertragen. Das Catering wird von der ebenfalls konzerneigenen LSG Lufthansa Service Holding AG unter dem Markennamen LSG Sky Chefs betrieben. Die Deutsche Lufthansa AG ist Initiatorin und Gründungsmitglied der Star Alliance, der weltweit größten Luftfahrt-Allianz.

Während der Konzern einschließlich Lufthansa Passage Airlines gesellschaftsrechtlich unmittelbar von der Deutschen Lufthansa AG geleitet wird, werden seine formalrechtlich eigenständigen Tochtergesellschaften indirekt über die dortigen Aufsichts- und Vorstandsgremien geführt. Hauptgeschäftsfeld des weit gefächerten Luftfahrtkonzerns Deutsche Lufthansa AG bleibt der Linienflugverkehr. Zu den zahlreichen Tochtergesellschaften und Subunternehmen des Konzerns gehören die Swiss und die Austrian Airlines.

Geschichte


{{Hauptartikel|Geschichte der Lufthansa}}

Die Geschichte des heutigen Luftfahrtunternehmens Deutsche Lufthansa AG wird rechtlich unzutreffend gemeinhin als Entwicklung von der anfänglichen Linienfluggesellschaft 1926 bis zum heutigen Großkonzern dargestellt. Da es sich bei der heutigen Deutschen Lufthansa AG nicht um eine Rechtsnachfolgerin der „alten“ Deutschen Lufthansa AG handelt, sind zwei Zeiträume zu betrachten:
* der Zeitraum von der Gründung der namensgleichen Vorgängergesellschaft Deutsche Lufthansa AG – anfangs unter dem Namen Deutsche Luft Hansa Aktiengesellschaft – am 6. Januar 1926 (Betriebsaufnahme am 6. April 1926) bis zum Ende des NS-Regimes 1945 (im juristischen Sinne bis zur Liquidation im Jahr 1951) und zum anderen

* der Zeitraum seit Gründung der „Aktiengesellschaft für Luftverkehrsbedarf“ (LUFTAG) 1953.

Erst 1954 wurde die LUFTAG im Anschluss an den Erwerb der Rechte am traditionsreichen Firmennamen Lufthansa in Deutsche Lufthansa AG umbenannt. In keiner Beziehung stand die Deutsche Lufthansa AG mit der am 1. Juli 1955 gegründeten Deutschen Lufthansa in der DDR. Ebenfalls im rechtlichen Sinne unzutreffend wird der erste Linienflug mit einem Flugzeug der „neuen“ Deutschen Lufthansa AG am 1. April 1955 gemeinhin als „Neubeginn“ der unter dem Markennamen Lufthansa operierenden Fluggesellschaft angesehen.

Die „neue“ Deutsche Lufthansa AG war bis 1962 zu fast 100 Prozent in staatlichem Besitz. 1966 wurde die Lufthansa-Aktie erstmals an der Börse gehandelt. Bis 1994 war „die Lufthansa“ der offizielle Flagcarrier der Bundesrepublik Deutschland. Dann reduzierte die öffentliche Hand ihren Anteil von über 50 Prozent auf nur noch 34 Prozent der Aktien. Seit 1997 ist die Deutsche Lufthansa AG vollständig privatisiert. Die offizielle Bezeichnung Deutsche Lufthansa AG umfasst seitdem den gesamten Luftfahrt-Konzern, wobei die Passagierbeförderung im Linienflugbetrieb weiterhin das Kerngeschäft (intern auch Lufthansa Classic) des Konzerns ist. Zu diesem Geschäftsfeld „Passage“ gehören neben der Fluggesellschaft Lufthansa auch zahlreiche weitere konzerneigene Fluggesellschaften.

Anfang Mai 2012 wurde bekannt, dass der Konzern weltweit 3500 der 120.000 Arbeitzsplätze streichen will, davon 2500 in Deutschland. Mit einem Sparprogramm namens 'Score' sollen bis 2014 anderthalb Milliarden Euro eingespart werden.rp-online.de (Rheinische Post): [http://nachrichten.rp-online.de/wirtschaft/lufthansa-streicht-3500-jobs-1.2817512 Lufthansa streicht 3500 Jobs]

Konzernübersicht


miniatur|Konzernzentrale der Lufthansa in Köln
miniatur|Das Lufthansa Aviation Center bei Nacht

Der Konzernvorstand steuert mit den vier Ressorts Vorstandsvorsitz, Vorstand Lufthansa Passage, Finanzen sowie Verbund-Airlines und Konzern-Personalpolitik die gesamte Unternehmensgruppe. Vorstandsvorsitzender der AG ist seit dem 1. Januar 2011 Christoph Franz, Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Jürgen Weber. Unternehmenssitz und Hauptverwaltung des Luftfahrt-Konzerns Deutsche Lufthansa AG befinden sich in Köln. Die Geschicke des Konzerns werden jedoch im 2005 eröffneten Lufthansa Aviation Center am Flughafen Frankfurt geleitet.[http://lac.lufthansa.com/de/index.php Lufthansa Aviation Center], abgerufen am 11. Januar 2011 Dort sind alle dem operativen Geschäft nahen Abteilungen untergebracht. In der Hauptverwaltung in Köln, deren Neubau 2007 in Köln Deutz eröffnet wurde, sind rund 800 Lufthanseaten aus dem Ressort Finanzen untergebracht.[http://www.report-k.de/content/view/7026/ Report-K.de - Lufthansa-Verwaltung in Köln-Deutz eröffnet], abgerufen am 11. Januar 2011 Die übrigen Abteilungen wurden bereits in den 1980er Jahren, teilweise gegen den Widerstand der Mitarbeiter, vom Rhein an den Main verlegt.[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13521394.html Der Spiegel 47/1986 - Hängen auf Halde], abgerufen am 11. Januar 2011

Am 31. Dezember 2009 beschäftigte der Konzern 117.521[http://www.lufthansa-financials.de/fileadmin/downloads/de/finanzberichte/geschaeftsberichte/LH-GB-2009-d.pdf Geschäftsbericht 2009]

(31. Dezember 2008: 107.800[http://www.lufthansa-financials.de/fileadmin/downloads/de/finanzberichte/geschaeftsberichte/LH-GB-2008-d.pdf Geschäftsbericht 2008] / 31. Dezember 2007: 105.261) Mitarbeiter mit 155 Nationalitäten (in Deutschland 64.434 Mitarbeiter mit 126 Nationalitäten).[http://konzern.lufthansa.com/de/downloads/presse/downloads/publikationen/lh_nachhaltigkeitsbericht_2008.pdf Lufthansa Nachhaltigkeitsbericht Balance, Ausgabe 2008] Damit gehört die Deutsche Lufthansa AG zu den wenigen Unternehmen der Zivilluftfahrtbranche mit deutlichem Personalzuwachs. Anders als viele andere (ehemalige) Flagcarrier in Europa ist die Deutsche Lufthansa AG heute mehrheitlich in Privatbesitz. Mit weltweit über 400 Konzern- und Beteiligungsgesellschaften ist die Aktiengesellschaft einer der größten Konzerne in der Zivilluftfahrtbranche.

Die Konzernstruktur mit dem Kerngeschäft der Passagierbeförderung gliedert sich in fünf Geschäftsfelder:
* Passagierbeförderung
* Logistik
* Technik
* Catering

* IT Services

Daneben unterhält der Konzern diverse Service- und Finanzgesellschaften

Die Konzernpolitik umfasst insbesondere zwei kurz- bis mittelfristige Reformprogramme (Stand 20. September 2007): Unter der konzerninternen Bezeichnung „Upgrade“ werden konzernweit Potenziale zur Qualitätsoptimierung ermittelt. Um Synergiepotenziale im weitverzweigten Konzern effektiver zu nutzen, sollen insbesondere die Management-Bereiche Einkauf, Controlling und Immobilienmanagement der größeren Tochtergesellschaften (z. B. Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo) zentralisiert werden.[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,506684,00.html Harte Zeiten für die Töchter], Manager-Magazin, 20. September 2007

Die herausgehobene Stellung des Luftfahrt-Konzerns im internationalen Luftverkehr zeigt auch der Spitzenplatz bei der Zahl der von IATA-Fluggesellschaften beförderten Passagiere im Jahr 2003 sowie der erste Platz der Lufthansa Cargo bei der beförderten Luftfrachtmenge (2005). Die Zahl der konzernweit beförderten Fluggäste beläuft sich auf 70,5 Millionen (2008). Der Konzern Deutsche Lufthansa AG ist im DAX an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die Marktkapitalisierung der Lufthansa beträgt 5,637 Mrd. Euro (Stand 2. November 2009), eingeteilt in 457,9 Millionen Stückaktien.[http://www.lufthansa-financials.de/servlet/PB/menu/1015141_l1/index.html Grundkapital], Lufthansa Investor Relations, abgerufen 30. Juli 2008 Diese sind gemäß dem Luftverkehrsnachweissicherungsgesetz, welches seit September 1997 bei der Lufthansa Anwendung findet, als vinkulierte Namensaktien ausgegeben, wodurch die Kontrolle des Aktionärskreises ermöglicht wird.[http://www.bundesrecht.juris.de/luftnasig/BJNR132200997.html Luftverkehrsnachweissicherungsgesetz (LuftNaSiG)], Fassung vom 5. Juni 1997[http://www.lufthansa-financials.de/servlet/PB/menu/1015122_l1/index.html Besonderheiten der Lufthansa Aktie (Namensaktie)], Lufthansa Investor Relations, abgerufen 30. Juli 2008 Auf Grund von Bemühungen um Nachhaltigkeit wurde sie in den Dow Jones Sustainability Index aufgenommen, aus dem sie 2010 wieder ausgeschlossen wurde.[http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/boerse-inside/daimler-und-lufthansa-fallen-raus/3536314.html Handelsblatt: Nachhaltigkeitsindex - Daimler und Lufthansa fallen raus, aufgerufen 20. Juni 2011]

Anlässlich der Registrierung der Teilnehmer an der Hauptversammlung der Deutschen Lufthansa AG im April 2007 war festgestellt worden, dass 45,75 Prozent der Aktionäre Anteilseigner sind, die als natürliche Personen nicht Staatsbürger eines EU-Staates sind oder als juristische Personen ihren Sitz außerhalb der EU haben. Da ihr Anteil gemäß der staatlichen Betriebsgenehmigung nicht mehr als 50 Prozent des Gesellschaftskapitals betragen darf und die internationalen, außereuropäischen Luftverkehrsrechte ebenfalls unter dieser Bedingung gewährt wurden, ist der Vorstand der AG gehalten, darauf zu achten, dass die 50-Prozent-Marke nicht überschritten wird. Bislang vertraut die Geschäftsführung darauf, dass sich der Anteil im Rahmen des marktüblichen Handels mit Lufthansa-Aktien von selbst innerhalb dieser Vorgabe hält[http://www.netzeitung.de/wirtschaft/unternehmen/616572.html Lufthansa fast nicht mehr deutsch], Netzeitung, 16. April 2007 und eine Verweigerung der Übertragung der vinkulierten Namensaktien in bestimmten Fällen nicht notwendig wird.

Geschäftsfelder des Konzerns


miniatur|rechts|hochkant=2|Subunternehmen und Beteiligungen an anderen Gesellschaften des Lufthansa-Konzerns. Stand: 07.01.2011
{| class="wikitable float-right" width="35%"
|- bgcolor="lavender"
! colspan="2" | Basisdaten
|-
|Sitzladefaktor|| 77,9 Prozent (2009)
|-
|Frachtaufkommen|| 1,712 Millionen Tonnen (2009)
|-
|Fracht-Nutzladefaktor|| 60,3 Prozent (2009)
|-
|Flüge|| 893.235 (2009)
|-
|Konzernergebnisse||
* {{0}}{{0}}21 Millionen € (2001)
* {{0}}717 Millionen € (2002)
* – 984 Millionen € (2003)
* {{0}}404 Millionen € (2004)
* {{0}}453 Millionen € (2005)
* {{0}}803 Millionen € (2006)[http://konzern.lufthansa.com/de/html/presse/pressemeldungen/index.html?c=nachrichten/app/show/de/2007/03/1349/HOM&s=0 Lufthansa erzielt 2006 Rekordwerte bei Gewinn und Umsatz], Pressemitteilung, 9. März 2007
* 1,655 Milliarden € (2007)
* {{0}}542 Millionen € (2008)
* – 34 Millionen € (2009) [http://investor-relations.lufthansa.com/fileadmin/downloads/de/finanzberichte/geschaeftsberichte/LH-GB-2010-d.pdf Geschäftsbericht 2010]
* 1,131 Milliarden € (2010)
* – 13 Millionen € (2011) [http://investor-relations.lufthansa.com/fileadmin/downloads/de/finanzberichte/geschaeftsberichte/LH-GB-2011-d.pdf Geschäftsbericht 2011]

|}

Passagierbeförderung


Der Bereich Passagierbeförderung macht mit Stand zum 31. Dezember 2009 75,38 Prozent des Konzern-Umsatzes aus. Zu diesen Zahlen tragen die rechts abgebildeten Linienfluggesellschaften und Allianzen bei.

Die heutige Passagierlinienfluggesellschaft unter dem Markennamen „Lufthansa“ (konzerninterne Bezeichnung: Lufthansa Passage Airlines) ist im Konzern Deutsche Lufthansa AG die größte Einzelgesellschaft. Seit 1. Juli 2007[http://www.handelsblatt.com/news/Unternehmen/Industrie/_pv/_p/200038/_t/ft/_b/1284132/default.aspx/lufthansa-schliesst-swiss-uebernahme-ab.html Lufthansa schließt Swiss-Übernahme ab], Handelsblatt, 21. Juli 2007 ist der Lufthansa-Konzern Alleineigentümer der Swiss International Air Lines. Zuvor gehörte die Swiss aus rechtlichen Gründen bis zur Neuaushandlung bilateraler Luftverkehrsrechten (insbesondere Landerechten) zwischen der Schweiz und insgesamt mehr als 140 außereuropäischen Ländern nur zu 49 Prozent dem Lufthansa-Konzern. Die restlichen 51 Prozent verblieben auf Grund einer Nationalitätsklausel (Mehrheitseigentümer mussten aus der Schweiz stammen) zwar bei der eigens zu diesem Zweck gegründeten Schweizer Stiftung Almea, jedoch hatte der Lufthansa-Konzern bereits damals aufgrund vertraglicher Regelungen bereits die operative Entscheidungsmacht inne. Almea und Lufthansa waren in diesem Verhältnis (51:49) Eigentümer der AirTrust AG, die wiederum Alleineigentümerin der Swiss war. Somit galt die Swiss als Schweizer Unternehmen und konnte so die vorhandenen Verkehrsrechte in den Ländern außerhalb der Europäischen Union beibehalten, die seit jeher weltweit zwischenstaatlich geregelt und nicht an andere Staaten veräußert werden.

miniatur|links|Flugzeug des Typs 404Embraer 190405 der [[Lufthansa CityLine in Lufthansa-Regional-Lackierung.]]

An der deutschen Regionalfluggesellschaft Eurowings Luftverkehrs AG ist der Lufthansa-Konzern mit 49 Prozent Kapitalanteil beteiligt. Aufgrund einer Stimmbindungsvereinbarung mit einem Treuhänder des Mehrheitsaktionärs Albrecht Knauf verfügt der Lufthansa-Konzern allerdings über die Kontrolle über weitere 1,0001 Prozent Stimmrechtsanteile, so dass die Eurowings Luftverkehrs AG faktisch von der Deutschen Lufthansa AG geleitet wird. 50,91 Prozent der Kapitalanteile an Eurowings unterliegen einer Call-Option. Zwar wurde im Oktober 2008 bekannt gegeben, dass Lufthansa auch die restlichen 50,9 Prozent zum 31. Dezember 2008 übernehmen wird; da dies nicht umgesetzt worden ist, bleibt die bisherige Aktionärsstruktur der Eurowings Luftverkehrs AG unverändert. Die Aktienanteile wurden lediglich einer anderen Gesellschaft innerhalb der Knauf-Gruppe zugeordnet: der Eurowings Beteiligungs GmbH.

Anfang Dezember 2008 unterzeichnete Lufthansa die Übernahme der Austrian Airlines, die zum 3. September 2009 erfolgte.

Aufgrund seiner Stimmenmehrheit bei der Eurowings Luftverkehrs AG leitete der Lufthansa-Konzern einige Zeit indirekt die Billigfluggesellschaft Germanwings. Zum 1. Januar 2009 erfolgte ein Verkauf der Germanwings GmbH an die Lufthansa Commercial Holding.[http://www.ftd.de/unternehmen/handel_dienstleister/:Lufthansa-zieht-Billigflieger-Germanwings-n%E4her-an-sich-ran/448901.html Lufthansa zieht Billigflieger Germanwings näher an sich], Financial Times Deutschland, 8. Dezember 2008

Eurowings ist zugleich Mitglied der vom Lufthansa-Konzern unter dem Markennamen Lufthansa Regional geleiteten Allianz von derzeit fünf Regionalfluggesellschaften. Die weiteren vier Mitglieder sind die beiden hundertprozentigen Tochtergesellschaften des Lufthansa-Konzerns, Lufthansa CityLine und Air Dolomiti, sowie die beiden Franchisenehmer von Lufthansa Regional, Augsburg Airways und Contact Air. An der luxemburgischen Fluggesellschaft Luxair ist der Lufthansa-Konzern mit 13 Prozent beteiligt. Die Deutsche Lufthansa AG wird im Laufe des Jahres 2009 die Beteiligung an Luxair auf mindestens 20 Prozent erhöhen.[http://www.wort.lu/wort/web/business/artikel/12090/luxair-lufthansa-sagt-ja-braucht-aber-zeit.php Lufthansa sagt ja, braucht aber Zeit], Wort, 24. März 2009[http://www.wort.lu/wort/web/business/artikel/14899/luxair-passt-kapazitaeten-an-sinkende-fluggastzahlen-an.php Luxair passt Kapazitäten an sinkende Fluggastzahlen an], Wort, 8. April 2009


{| class="wikitable float-right" style="clear:none;" width="35%"
! style="background:#efefef;" | Region
! style="background:#efefef;" | Anteil an den
Verkehrserlösen 2008Geschäftsbericht Lufthansa 2008, Seite 78
! style="background:#efefef;" | Anteil an den
Verkehrserlösen 2009Geschäftsbericht Lufthansa 2009, Seite 81
|-
| Europa || align="center" | 47,1 || align="center" | 48,1
|-
| Nordamerika || align="center" | 22,5 || align="center" | 20,9
|-
| Asien/Pazifik || align="center" | 19,3 || align="center" | 18,4
|-
| Afrika || align="center" | 4,3 || align="center" | 4,9
|-
| Südamerika || align="center" | 3,7 || align="center" | 3,6
|-
| Nahost || align="center" | 3,1 || align="center" | 4,1

|}

Als weitere Einnahmequelle im Konzernbereich Passagierbeförderung kommen die aus der Mitgliedschaft von Lufthansa in der Star Alliance resultierenden Umsatzanteile hinzu, die in Codeshare-Abkommen vertraglich festgelegt sind. Die aus der Mitgliedschaft von Swiss in der Star Alliance resultierenden Umsatzanteile fließen dem Lufthansa-Konzern indirekt über seine Beteiligung an Swiss zu.

Am 13. Dezember 2007 gab Lufthansa bekannt, einen Anteil von 19 Prozent an JetBlue Airways zu erwerben. Die zwei Unternehmen haben sich geeinigt, dass Lufthansa 42 Millionen neu emittierte Aktien übernimmt. Der Kauf wurde im 1. Quartal 2008 vollendet. Lufthansa sichert sich damit einen Sitz im Aufsichtsrat der JetBlue.[http://www.faz.net/d/invest/meldung.aspx?id=64983020 Lufthansa erwirbt 19 % an JetBlue Airways], Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. Dezember 2007 Mit diesem Zukauf macht die Lufthansa AG ihren Star-Alliance-Kooperationspartnern direkte Konkurrenz, insbesondere an der Ostküste der USA.[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/680/148329/ Überraschung in Amerika], Sueddeutsche.de, 14. Dezember 2007

Am 15. September 2008 meldete Lufthansa, zunächst 45 Prozent der Anteile an Brussels Airlines zu übernehmen. Zu einem späteren Zeitpunkt, voraussichtlich ab 2011, sollen die restlichen Anteile übernommen werden.[http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/luftfahrt/luftfahrt-lufthansa-steigt-bei-brussels-airlines-ein_aid_333468.html Lufthansa steigt bei Brussels Airlines ein], Focus.de, 15. September 2008 Der Lufthansa-Aufsichtsrat hat der geplanten Beteiligung und dem Kauf von 45 Prozent für 65 Millionen Euro mit einer Kaufoption für die restlichen 55 Prozent ab 2011 zugestimmt. Die EU-Kommission billigte den geplanten Kauf am 22. Juni 2009 unter kartellrechtlichen Auflagen.[http://www.airliners.de/nachrichten/bereiche/rahmenbedingungen/recht/lufthansa-darf-brussels-airlines-uebernehmen/18351 Lufthansa darf Brussels Airlines übernehmen], Airliners.de, 22. Juni 2009

Am 30. Oktober 2008 gab die Lufthansa bekannt, ihren Anteil an British Midland Airways auf 80 Prozent zu erhöhen. Die restlichen 20 Prozent übernahm die Lufthansa von SAS Scandinavian Airlines zum 1. November 2009.[http://www.ftd.de/unternehmen/:bmi-kauf-lufthansa-uebernimmt-britischen-regionalflieger-komplett/50017667.html Lufthansa übernimmt britischen Regionalflieger komplett], Financial Times Deutschland, 1. Oktober 2009, kostenpflichtig Im November 2011 wurde der geplante Weiterverkauf der British Midland Airways an die International Airlines Group, Muttergesellschaft der British Airways, bekannt gegeben.[http://www.aero.de/news-13840/Lufthansa-verkauft-Tochter-BMI-an-IAG--British-Airways.html aero.de - Lufthansa verkauft Tochter BMI an IAG / British Airways] 4. November 2011Reuters Deutschland, [http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE7A309N20111104 Lufthansa wird Verlustbringer BMI los], 4. November 2011

Die Lufthansa ist seit einigen Jahren zu 50 Prozent an dem türkischen Ferienflieger SunExpress beteiligt (die anderen 50 Prozent gehören Turkish Airlines). Die Beteiligung wird aber – ähnlich wie derzeit bmi – nicht in das Konzernergebnis konsolidiert.[http://www.lufthansa-financials.de/servlet/PB/menu/1024424_l1/index.html?pbanker=block1-10-24-14_12-03-2008#block1-10-24-14_12-03-2008 Geschäftsbericht Lufthansa 2007, Seite 71]

Am 5. Dezember 2008 gab die Lufthansa bekannt, nach langen Verhandlungen die Austrian Airlines zu übernehmen. Der geringe Kaufpreis von 366.000 Euro für den 42-prozentigen Anteil der ÖIAG resultiert in der daran gekoppelten Übernahme von mindestens 500 Millionen Euro Schulden der finanziell angeschlagenen österreichischen Gesellschaft.[http://www.aero.de/Deutsche_Lufthansa_uebernimmt_Austrian_Airlines_7670.htm Lufthansa übernimmt Austrian Airlines], Aero.de, 5. Dezember 2008 Damit steigt die Lufthansa zur größten Airline Europas (vor Air France-KLM) auf.

Am 3. September 2009 übernahm die Deutsche Lufthansa AG die Austrian Airlines AG. Lufthansa erhielt mehr als 90 Prozent des Aktienkapitals von Austrian Airlines. Somit ist Austrian Airlines seit September 2009 Teil des Lufthansa-Konzerns. Der Aufsichtsrat von Austrian Airlines wurde neubesetzt. Die restlichen Aktien übernahm die Lufthansa zum 4. Februar 2010.[http://www.austrianairlines.ag/InvestorRelations/CompanyShare/PrivatizationSteps.aspx?sc_lang=de Privatisierungsschritte'' austrianairlines.ag vom 9. Februar 2010], abgerufen am 23. September 2010

Die Fluggesellschaften unter der Marke „Lufthansa“


Im Unterschied zu den übrigen zum Lufthansa-Konzern gehörenden Fluggesellschaften agieren die als Deutsche Lufthansa AG firmierende Lufthansa sowie die zwei Tochtergesellschaften Lufthansa CityLine GmbH und Lufthansa Cargo AG unter der Corporate Identity des Markenzeichens „Lufthansa“. In der werbestrategischen Außendarstellung ihrer Verkehrsdienstleistungen knüpft ihre Corporate Identity an die bis Mitte der 1990er Jahre ausschließlich von der Fluggesellschaft Deutsche Lufthansa AG geprägte Marke „Lufthansa“ an. Die Fluggesellschaft Lufthansa wurde im August 2007 unter den gewinnstärksten Fluggesellschaften der Welt an sechster Stelle geführt.[http://www.aerosecure.de/liste/10-groesste-airlines-gewinn.php Top10: Die zehn größten Airlines der Welt nach Gewinn] Aerosecure.de, August 2007

Drehkreuze und Operationsbasen

thumb|[[Check-in-Schalter|Check-in-Automaten der Lufthansa in München]]

Lufthansa betreibt vier übergeordnete Drehkreuze:Lufthansa: [http://www.lufthansa.com/de/de/Unsere-Drehkreuze-in-Frankfurt-Muenchen-und-Zuerich Unsere Drehkreuze in Frankfurt, München, Düsseldorf und Zürich] (abgerufen am 27. April 2011)

* Der Lufthansa-Heimatflughafen Frankfurt am Main ist das größte Drehkreuz der Fluggesellschaft, von hier aus starten die meisten interkontinentalen Flüge.
* Am Flughafen München Franz Josef Strauß starten und landen die meisten kontinentalen sowie viele interkontinentale Flüge.
* Der Flughafen Düsseldorf ist das dritte Drehkreuz in Deutschland und bietet interkontinentale Flüge nach Nordamerika und Asien (ab Sommer 2012).[http://www.duesseldorf-international.de/dus/lh_tokio Flughafen Düsseldorf International: Lufthansa nach Tokio], abgerufen am 4. Januar 2011

* Der Flughafen Zürich wird vor allem durch die Tochtergesellschaft Swiss genutzt.

Weitere Drehkreuze der Tochtergesellschaften befinden sich
* am Flughafen Brüssel-Zaventem, von wo aus Brussels Airlines operiert,
* am Flughafen London Heathrow, ein wichtiger Umsteigeknoten im Netz des Luftfahrtbündnisses Star Alliance sowie Heimatflughafen der ehemaligen Tochterfluggesellschaft BMI, und

* am Flughafen Wien-Schwechat, Sitz von Austrian Airlines.

Eine weitere wichtige Operationsbase war Mailand-Malpensa für die Tochtergesellschaft Lufthansa Italia, die dort 2009 ihren Flugbetrieb aufnahm und 2011 wieder einstellte.

Ab März 2013 wird auch der Flughafen Berlin Brandenburg eine wichtige Home-Base für die Lufthansa sein. Sie erweitert von Berlin ihr Streckenangebot von 8 auf 39 Strecken und wird durch Lufthansa Technik einen neuen Wartungshangar in Betrieb nehmen.

Die Anzahl der stationierten Flugzeuge wird ebenfalls von 8 auf 15 steigen. Zu den neuen Strecken gehören unter anderem Barcelona, Palma de Mallorca, Lyon und Oslo.

Streckennetz

miniatur|Drei Flugzeuge der Lufthansa an der Heimatbasis in Frankfurt

Lufthansa fliegt von ihren beiden Drehkreuzen in Frankfurt (157 Ziele) und München (110 Ziele) eine Vielzahl von Destinationen innerhalb Europas sowie in Nord- und Südamerika, Asien, Afrika und dem Nahen Osten an. Ab Düsseldorf (53 Ziele) werden zudem Chicago, New York-Newark, Tokio (ab April 2013) und saisonal wechselnd Miami oder Toronto bedient. Den australischen Kontinent inklusive Neuseeland fliegt Lufthansa nicht mehr selbst an, sondern bedient diese Fernverbindungen in Kooperation mit ihren Star-Alliance-Partnern über deren Drehkreuze in Singapur (Singapore Airlines), Hongkong (Air New Zealand), Bangkok (Thai Airways), Los Angeles und San Francisco (jeweils United Airlines). Die letzte von Lufthansa selbst durchgeführte Australien-Verbindung bestand von Sommerflugplan 1994 bis zum Ende des Sommerflugplans 1995 dreimal wöchentlich von Frankfurt (LH796/LH797) über Bangkok nach Sydney und zurück. Zum Einsatz kam dabei eine Boeing 767 aus der Flotte von Condor.

Längster regulärer Nonstop-Passagierflug (gemessen an der Flugzeit) ist derzeit die Verbindung von Frankfurt nach Buenos Aires (13:15 Stunden, Entfernung 11.515 km), gefolgt von Frankfurt nach Singapur (12:51 Stunden, 10.284 km) sowie mit jeweils 12:35 Stunden Flugzeit die Strecken München-Los Angeles (9.625 km) und München-São Paulo (9.868 km).Deutsche Lufthansa: [http://www.lufthansa.com/de/de/Lufthansa-Route-Map Route Map]

Am 19. Januar 2011 stellte die Lufthansa einen neuen Nonstop-Rekord auf. Der Airbus A340-600 "Lübeck" (D-AIHF) flog Kreuzfahrtpassagiere mit einer Flugzeit von 14:48 Stunden von München (MUC) nach Honolulu (HNL) und überbot damit den vorherigen Rekord aus dem Jahr 2010 um fünf Minuten, als ein Airbus A340-600 der Lufthansa ebenfalls im Kreuzfahrtcharter von München nach Santiago de Chile (SCL) flog.Flug Revue: [http://www.flugrevue.de/de/zivilluftfahrt/airlines-flugbetrieb/update-lufthansa-a340-600-landet-nach-rekordflug-auf-hawaii.37084.htm Lufthansa A340-600 landet nach Rekordflug auf Hawaii]

Flugnummernsystem


Alle drei Fluggesellschaften unter der Marke Lufthansa, also einschließlich der Lufthansa Cargo AG, führen ihre Flüge unter dem IATA-Code LH durch. Die der Ticketnummer bei Passagierflügen unter der Marke Lufthansa vorangestellte Präfix-Nummer lautet 220. Der ICAO-Code für die Deutsche Lufthansa AG lautet DLH, der für die Lufthansa Cargo AG lautet GEC.

LH-Flüge, die im Codesharing mit anderen Fluggesellschaften, insbesondere im Rahmen der Star Alliance, durchgeführt werden, tragen Flugnummern zwischen 8516 und 9799. Wer also zum Beispiel einen Flug „mit Lufthansa“ von Frankfurt (IATA-Flughafencode: FRA) nach Sydney (SYD) gebucht hat, wird, falls die Flugnummer zwischen 8516 und 9799 ist, z. B. von Bordpersonal der Thai Airways International („Thai“) „im Namen von Thai Airways International und Lufthansa“ an Bord von Flugzeugen der Thai begrüßt und betreut.

Die Flugnummern werden nach einem festen Schema verteilt. So haben Frühflüge stets eine kleinere Nummer als Flüge auf der gleichen Strecke später am Tage.Lufthansa Magazin 02/07, Seite 12 Innerdeutsche Flüge von Frankfurt aus – bei internationalen Flügen von ganz Deutschland aus – haben immer eine gerade Endziffer, innerdeutsche Flüge nach Frankfurt und sämtliche internationalen Flüge nach Deutschland grundsätzlich eine ungerade.

Im Interkontinentalverkehr gilt unverändert:

{| class="wikitable" width="35%"
! Flugnummer
! für Flüge von und nach
|-
| LH400 – LH499
| Nordamerika (Kanada, USA, Mexiko)
|-
| LH500 – LH599
| Afrika und Südamerika
|-
| LH600 – LH699
| Naher Osten (mit Ausnahmen)
|-
| LH700 – LH799
| Asien

|}

Bis Oktober 2010 hatten innerdeutsche Verbindungen eine Flugnummer zwischen 001 (Frühflug Hamburg–Frankfurt) und 399 oder zwischen 800 und 1399. Die Bereiche 2630–2679 und 3000–4999 waren für innereuropäische Verbindungen reserviert.

Die Nummern LH6786 bis LH6838 waren Zugverbindungen zugeordnet, die in Kooperation zwischen der Deutschen Lufthansa AG und der Deutschen Bahn mit ICE-Zügen zwischen dem Flughafen Frankfurt einerseits und Köln Hbf und Stuttgart Hbf andererseits durchgeführt werden. Diese „Flüge“ erhalten ab November 2010 Nummern aus dem FRA-Bereich LH340 bis LH399.

Zum 31. Oktober 2010 wurden die Flugnummern komplett umorganisiert. Unverändert bleiben die Interkontinental-Flugnummern 400-799 (siehe oben) und Hamburg ↔ Frankfurt ↔ Berlin. Die neuen Flugnummern spiegeln die seit einiger Zeit bestehende Organisation der LH-Flüge nach Drehkreuzen und Regionen wider.

Die „Hauptaussage“ der Flugnummern wurde also verschoben, von „Zielgebiet“ (Kontinent) zu „Abgangsort“ oder „LH-Organisationseinheit“ (z. B. London – Frankfurt LH901 ff., London – München LH2471 ff., London – Hamburg LH3391 ff.).

Im Einzelnen sieht das Schema jetzt so aus:

{| class="wikitable" width="100%"
! Nummern
! Linie, Zweck und Ziel
! Drehkreuz oder Region
|-
| LH001 – LH399
| Planmäßige Flüge der Lufthansa Passage im Kontinentalverkehr (inklusive Bodentransporte und Charter)
| FRA
|-
| LH400 – LH799
| Planmäßige Flüge der Lufthansa Passage im Interkontinentalverkehr
| Alle
|-
| LH800 – LH1499
| Planmäßige Flüge der Lufthansa Passage im Kontinentalverkehr (inklusive Bodentransporte und Charter)
| FRA
|-
| LH1600 – LH2599
| Planmäßige Flüge der Lufthansa Passage im Kontinentalverkehr (inklusive Bodentransporte und Charter)
| MUC
|-
| LH2700 – LH2909
| Planmäßige Flüge der Lufthansa Passage im Kontinentalverkehr (inklusive Bodentransporte und Charter)
| Andere innerdeutsche
|-
| LH2920 – LH3499
| Planmäßige Flüge der Lufthansa Passage im Kontinentalverkehr (inklusive Bodentransporte und Charter)
| Andere Europa
|-
| LH3610 – LH3789
| Planmäßige Flüge der Lufthansa Passage im Kontinentalverkehr (inklusive Bodentransporte und Charter)
| Italien (MXP)
|-
| LH3800 – LH5325
| Reserve für künftige Expansionen
| -
|-
| LH5326 – LH7999
| Codeshare der Lufthansa-Passage
| Alle
|-
| LH6000 Suffix1) – LH7999 Suffix
| Parallele Nutzung von Flugnummern mit einem Suffix für LKW-Dienste der Lufthansa Cargo
| Alle
|-
| LH8000 – LH8515
| Flüge der Lufthansa Cargo
| Alle
|-
| LH8516 – LH9799
| Codeshare der Lufthansa Passage
| Alle
|-
| LH9800 – LH9999
| Flugnummern für Spezialflüge (z. B. Trainings- und Werkstattflüge)
| Alle
|-

|}

1) Seit 2009 gelten für alle LKW-Dienste Suffix-Flugnummern, bei denen an die Flugnummer ein Buchstabe angehängt wird, z. B. „LH7000A“. Dadurch können die bisherigen Cargo-Flugnummern im Bereich von 7000 bis 7999 parallel genutzt werden:
* ohne Suffix von Lufthansa Passage

* mit Suffix von Lufthansa Cargo.

Flotte


thumb|Die D-AIMA ("Frankfurt am Main")

Unter dem Markenzeichen Lufthansa betreibt der Konzern Deutsche Lufthansa AG die Flotten der Lufthansa, der Lufthansa CityLine, der Lufthansa Cargo sowie der Lufthansa Italia mit insgesamt 361 Flugzeugen (Stand: Oktober 2010). Hinzu kommen die im Abschnitt Passagierbeförderung erwähnten Flotten, die sich ebenfalls im (Mit-)Eigentum des Lufthansa-Konzerns befinden. 126 Flugzeuge der Kernflotte sind seit Sommer 2008 am Flughafen München Franz Josef Strauß stationiert, davon sind 3 Typen Langstreckenflugzeuge der Reihe Airbus A330, 8 A340-300 und 13 A340-600. Weitere drei A340-300 sind in Düsseldorf stationiert. Ansonsten operiert die gesamte Langstreckenflotte, darunter alle B747 und A380, von Frankfurt aus. Über den eventuellen Kauf von Langstreckenflugzeugen der neuesten Generation, dem Airbus A350 oder der Boeing 787, wird noch entschieden.

Bis Ende 2012 wurde im Hinblick auf die reduzierten Wachstumspläne die Ausmusterung von insgesamt 38 Kurz- und Langstreckenflugzeugen angekündigt, darunter alle Avro RJ85 und mehrere Airbus A340-300.[http://www.flightglobal.com/news/articles/lufthansa-group-to-phase-out-38-aircraft-in-2011-363963/ flightglobal.com - Lufthansa Group to phase out 38 aircraft in 2011] (englisch) 27. Oktober 2011

Airbus A380

Lufthansa hatte zunächst insgesamt 15 Airbus A380-800 bestellt, von denen bis Juli 2011 acht ausgeliefert wurden. Im September 2011 wurde die Bestellung um zwei weitere Exemplare auf 17 aufgestockt, deren Lieferung vsl. 2014 erfolgen soll.[http://presse.lufthansa.com/de/meldungen/view/archive/2011/september/29/article/2010.html presse.lufthansa.com]

Das erste Exemplar war am 19. Mai 2010 mit der Kennung D-AIMA übergeben worden und wurde auf den Namen „Frankfurt am Main“ getauft.{{Internetquelle|url=http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,695563,00.html|titel=Lufthansa tauft ersten A380|hrsg=Spiegel Online|datum=2010-05-19|zugriff=2010-06-15}} Es folgten die D-AIMB „München“, D-AIMC "Peking 北京市", D-AIMD "Tokio 東京", D-AIME "Johannesburg", D-AIMF "Zürich", D-AIMG "Wien" sowie das zweit-jüngste Mitglied der A380-Flotte, die D-AIMH "New York". Die A380 mit der Kennung D-AIMI, welche im Mai 2012 ausgeliefert wurde, trägt den Namen „Berlin“.[http://lh-taufnamen.de/lufthansa/ lh-taufnamen.de] Noch im Jahr 2012 folgt D-AIMJ mit dem Taufnamen "Brüssel".{{Internetquelle|hrsg=Aero.de|titel=Zehnter Lufthansa Airbus A380 soll "Brüssel" heißen|url=http://www.aero.de/news-14534/Zehnter-Lufthansa-Airbus-A380-soll-Bruessel-heissen.html |datum=2012-02-22|zugriff=2012-02-22|zitat=Der zehnte Airbus A380 der Deutschen Lufthansa soll den Taufnamen "Brüssel" erhalten. Dies erfuhr aero.de aus Unternehmenskreisen. Die MSN073 wartet gegenwärtig am Airbus-Werk in Hamburg auf ihre Lackierung.}}

Lufthansa setzt ihre A380 ausschließlich von und nach Frankfurt am Main ein und bedient derzeit folgende Ziele:

{| class="wikitable"
! Zielflughafen
! Aufnahme
! Ende
! Anmerkungen
|-
|Tokio-Narita
| 11. Juni 2010{{Internetquelle|url=http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,700185,00.html|titel=A380 startet zum ersten Linienflug nach Tokio|hrsg=Spiegel Online|datum=2010-06-11|zugriff=2010-06-15}}
| | erstes A380-Ziel der Lufthansa; durch das Tōhoku-Erdbeben ab 23. April 2011 zeitweise durch Airbus A340 ersetzt
|-
| Peking
| 1. September 2010
|
| |-
| Johannesburg
| 12. September 2010{{Internetquelle|url=http://presse.lufthansa.com/de/meldungen/view/archive/2010/september/01/article/1766.html|titel=Flaggschiff nimmt zweites Langstreckenziel auf; Johannesburg folgt|hrsg=Lufthansa.com|zugriff=2010-09-01}}
|
| |-
| New York-JFK
| 21. Mai 2012
| | saisonal, im Winterflugplan mit Airbus A340-600
|-
|San Francisco
| 25.März2012
|
| saisonal, im Winterflugplan wieder mit Boeing 747-400; Lufthansa ist erster A380-Betreiber in San Francisco
|-
| Miami
| 10. Juni 2011
| März 2012
| saisonal, im Sommerflugplan mit Boeing 747-400; Lufthansa ist erster A380-Betreiber in Miami. Dafür, dass San Francisco ab dem 25. März 2012 angesteuert wird, entfallen die A380-Flüge nach Miami.
|-
| Singapur
| 30. Oktober 2011http://www.lufthansa.com/online/portal/lh/de/specials/booking?nodeid=2016368&l=de&cid=18002
| | im Zuge des A380-Betriebs wird die bisherige Verlängerung nach Jakarta von/nach München geführt
|-
| Houston
| 1. August 2012[http://www.airliners.de/verkehr/netzwerkplanung/lufthansa-mit-a380-nach-houston/25947 airliners.de - Lufthansa mit A380 nach Houston] 14. Dezember 2011
|
| Lufthansa ist erster A380-Betreiber in Houston

|}

Vom 6. bis 12. Dezember 2011 setzte Lufthansa zudem einen Airbus A380 erstmals einmal täglich auf der Route von München nach New York-JFK ein. Dies geschah hauptsächlich vor dem Hintergrund des Weihnachtsshoppings in New York.[http://presse.lufthansa.com/meldungen/view/archive/2011/october/05/article/2012.html presse.lufthansa.com - Zu Nikolaus bringt Lufthansa ihre A380 nach München] 5. Oktober 2011

Tabellarische Übersicht

miniatur|Ein Airbus A320-200 der Lufthansa
miniatur|Ein Airbus A321-200 der Lufthansa in [[Retrowelle|Retro-Lackierung]]
miniatur|Ein Airbus A340-600 der Lufthansa
miniatur|Eine Boeing 737-300 der Lufthansa

miniatur|Eine Boeing 747-400 der Lufthansa in 526[[Star Alliance-Sonderlackierung]]

{| class="wikitable"
|- class="hintergrundfarbe6" valign="top"
! Lufthansa
Passage Airlines
! aktiv
[http://www.ch-aviation.ch/airlinepage.php?code1=LH ch-aviation.ch – Flotte der Lufthansa] (englisch) abgerufen am 16. April 2012
! bestellt
[http://www.airbus.com/company/market/orders-deliveries/ airbus.com - Bestellungen der Lufthansa] (englisch) abgerufen am 4. November 2011[http://active.boeing.com/commercial/orders/index.cfm?content=customerselection.cfm&pageid=m15524 boeing.com - Bestellungen der Lufthansa] (englisch) abgerufen am 4. November 2011
! Anmerkungen
! Optionen
! Sitzplätze
(First/Business/Economy)lufthansa.com: [http://www.lufthansa.com/online/portal/lh/de/info_and_services/flightinfo?l=de&nodeid=1755376&cid=18002 Sitzpläne der Lufthansa Passage Airlines] abgerufen am 4. November 2011
|-
| Airbus A319-100
| style="text-align:center;" | {{0}}27
| style="text-align:center;" | {{0|00}}3
| 1 betrieben durch British Midland Airways
| | style="text-align:center;" | 138
|-
| Airbus A320-200
| style="text-align:center;" | {{0}}47
| style="text-align:center;" | {{0}}26
|
| | style="text-align:center;" | 168
|-
| Airbus A320neo
| style="text-align:center;" |
| style="text-align:center;" | {{0}}25
| Auslieferung vsl. ab 2016[http://www.airliners.de/wirtschaft/bestellungenundauslieferungen/lufthansa-will-a320neo-und-777f-bestellen/23652 airliners.de - Lufthansa will A320neo und 777F bestellen] 16. März 2011
| | style="text-align:center;" |- offen -
|-
| Airbus A321-100
| style="text-align:center;" | {{0}}20
| style="text-align:center;" |
|
| | style="text-align:center;" | 200
|-
| Airbus A321-200
| style="text-align:center;" | {{0}}40
| style="text-align:center;" | {{0}}{{0}}4
|
| | style="text-align:center;" | 200
|-
| Airbus A321neo
| style="text-align:center;" |
| style="text-align:center;" | {{0}}{{0}}5
| Auslieferung vsl. ab 2016
| | style="text-align:center;" |- offen -
|-
| Airbus A330-300
| style="text-align:center;" | {{0}}17
| style="text-align:center;" |{{0}}{{0}}2
|
| | style="text-align:center;" | 221 (8/48/165)
|-
| Airbus A340-300
| style="text-align:center;" | {{0}}26
| style="text-align:center;" |
|
| | style="text-align:center;" | 221 (8/48/165)
241 (8/36/197)
266 (-/44/222)
|-
| Airbus A340-600
| style="text-align:center;" | {{0}}24
| style="text-align:center;" |
|
| | style="text-align:center;" | 306 (8/60/238)
326 (8/48/270)
345 (-/66/279)
|-
| Airbus A380-800
| style="text-align:center;" | {{0|00}}9
| style="text-align:center;" | {{0}}8
|
| style="text-align:center;" | {{0|00}}3berichte.lufthansa.com: [http://investor-relations.lufthansa.com/fakten-zum-unternehmen/flotte.html] abgerufen am 17. Mai 2012
| style="text-align:center;" | 526 (8/98/420)
|-
| Boeing 737-300
| style="text-align:center;" | {{0}}30
| style="text-align:center;" |
|
| | style="text-align:center;" | 140
|-
| Boeing 737-500
| style="text-align:center;" | {{0}}22
| style="text-align:center;" |
|
| | style="text-align:center;" | 120
|-
| Boeing 747-400
| style="text-align:center;" | {{0}}28
| style="text-align:center;" |
| |
| style="text-align:center;" | 322 (8/80/234)
344 (8/66/270)
|-
| Boeing 747-8
| style="text-align:center;" | {{0}}1
| style="text-align:center;" | {{0}}19
| Auslieferung voraussichtlich vom 2. Quartal 2012 bis 2015[http://www.airliners.de/wirtschaft/bestellungenundauslieferungen/erste-boeing-747-8-fuer-lufthansa-lackiert/25111],"Erste Boeing 747-8 für Lufthansa lackiert", 5. September 2011[http://www.boeing.com/news/releases/2008/q4/081114c_nr.html Boeing Adjusts 747-8 Program Production and Delivery Schedule], Pressemitteilung Boeing, 14. November 2008[http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:boeings-747-8-lufthansa-fliegt-neuen-super-jumbo-ab-2012/50071586.html Lufthansa fliegt neuen Super-Jumbo ab 2012], FTD, 9. Februar 2010, kostenpflichtig
| style="text-align:center;" |
| style="text-align:center;" | 386 (8/80/298)
|- class="hintergrundfarbe6"
! Summe Lufthansa Passage
! 291
! {{0}}92
! | style="text-align:center;" |{{0|0}}5
| |- bgcolor="#eeeeee"
| Summe Lufthansa CityLine[http://ch-aviation.ch/airlinepage.php?code1=CL ch-aviation.ch – Flotte der Lufthansa CityLine] (englisch) abgerufen am 4. November 2011
| style="text-align:center;" | {{0}}59
| style="text-align:center;" | {{0}}10
|
| | colspan="1" style="color: black; background: grey;" |
|- bgcolor="#eeeeee"
| Summe Lufthansa Cargo[http://ch-aviation.ch/airlinepage.php?code1=GEC ch-aviation.ch – Flotte der Lufthansa Cargo] (englisch) abgerufen am 4. November 2011
| style="text-align:center;" | {{0}}18
| style="text-align:center;" |{{0}}{{0}}5
| |
| colspan="1" style="color: black; background: grey;" |
|- bgcolor="#FFDEAD"
| style="text-align:center;" | Zwischensumme
| style="text-align:center;" | 377
| style="text-align:center;" | 103
|
| style="text-align:center;" | {{0}}5
|

|}

Tochter-Fluggesellschaften

{| class="wikitable"
|-class="hintergrundfarbe6"
! Fluggesellschaft
! aktiv
! bestellt
! Anmerkungen
|-
| Air Dolomiti[http://www.ch-aviation.ch/airlinepage.php?code1=EN ch-aviation.ch – Flotte der Air Dolomiti] (englisch) abgerufen am 4. November 2011
| style="text-align:center;" | {{0}}17
| style="text-align:center;" |
|
|-
| Austrian Airlines[http://www.ch-aviation.ch/airlinepage.php?code1=OS ch-aviation.ch – Flotte der Austrian Airlines] (englisch) abgerufen am 4. November 2011
| style="text-align:center;" | {{0}}43
| style="text-align:center;" | {{0|00}}
|
|-
| Austrian Arrows[http://www.ch-aviation.ch/aircraft.php?search=set&airline=TYR&al_op=1 ch-aviation.ch – Flotte der Tyrolean Airways] (englisch) abgerufen am 4. November 2011
| style="text-align:center;" | {{0}}38
| style="text-align:center;" | {{0|00}}
| Tochtergesellschaft der Austrian Airlines
|-
| Brussels Airlines[http://www.ch-aviation.ch/airlinepage.php?code1=BRS ch-aviation.ch – Flotte der Brussels Airlines] (englisch) abgerufen am 4. November 2011
| style="text-align:center;" | {{0}}52
| style="text-align:center;" |
|
|-
| Eurowings[http://www.ch-aviation.ch/airlinepage.php?code1=EW ch-aviation.ch – Flotte der Eurowings] (englisch) abgerufen am 4. November 2011
| style="text-align:center;" | {{0}}23
| style="text-align:center;" |{{0|00}}
|
|-
| Germanwings[http://www.ch-aviation.ch/airlinepage.php?code1=4U ch-aviation.ch – Flotte der Germanwings] (englisch) abgerufen am 4. November 2011
| style="text-align:center;" | {{0}}32
| style="text-align:center;" |{{0|00}}8
|
|-
| Swiss[http://www.ch-aviation.ch/airlinepage.php?code1=LX ch-aviation.ch – Flotte der Swiss] (englisch) abgerufen am 1. April 2012
| style="text-align:center;" | {{0}}68
| style="text-align:center;" | {{0}}6
|
|-
| Swiss European Airlines[http://www.ch-aviation.ch/airlinepage.php?code1=SWR ch-aviation.ch – Flotte der Swiss International Air Lines] (englisch) abgerufen am 4. November 2011
| style="text-align:center;" | {{0}}20
| style="text-align:center;" | {{0}}30
| Tochtergesellschaft der Swiss
|- bgcolor="#FFDEAD"
|GESAMT (konzernweit)
| style="text-align:center;" | 669
| style="text-align:center;" | 148
|

|}

Flottenpolitik

Die Flotte der Lufthansa Passage inklusive der Lufthansa Cargo hat mit Stand November 2011 ein Durchschnittsalter von 13,2 Jahren[http://www.airfleets.net/ageflotte/Lufthansa.htm airfleets.net - Flottenalter der Lufthansa & Lufthansa Cargo] (englisch) abgerufen am 4. November 2011. Als einflussreicher Großkunde und Erstbesteller (Launch Customer) hat die Deutsche Lufthansa AG die Entwicklung der Boeing-Flugzeuge B737(-100 und -300), der B747-400, der künftigen B747-8I sowie der Airbus-Typen A310, A340 und A380 entscheidend mitbeeinflusst. Insbesondere beim Verbrauch des kostenintensiven Kerosins können durch den Einsatz modernster Flugzeuge erhebliche Einsparungen im Bereich der variablen Kosten erreicht werden. Der durchschnittliche Verbrauch der Lufthansa-Flotte wurde von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) für das Jahr 2004 noch mit 4,29 Litern je 100 Passagierkilometer angegeben. Ein durchschnittlicher Verbrauch von drei Litern gehört zu den erklärten Unternehmenszielen des Lufthansa-Konzerns.

Luftfahrzeug-Kennung

Bei der jeweiligen Luftfahrzeug-Kennung der in Deutschland in der Luftfahrzeugrolle eingetragenen Flugzeuge des Lufthansa-Konzerns (zum Beispiel D-AIKJ) besteht eine – verbindliche – Systematik nur bei den ersten beiden Buchstaben. Der Buchstabe vor dem Bindestrich ist das Staatszugehörigkeitszeichen (ein „D“ für die Bundesrepublik Deutschland), der erste Buchstabe nach dem Bindestrich gibt Auskunft darüber, in welchem Bereich das Höchstabfluggewicht liegt (zum Beispiel „A“ für Flugzeuge mit einer höchstzulässigen Startmasse von mehr als 20 Tonnen). Die Kennzeichen-Vergabe erfolgt in Deutschland durch das Luftfahrt-Bundesamt. Ähnlich wie bei der Vergabe von Kfz-Kennzeichen kann bei der Vergabe der letzten drei Buchstaben ggf. auf etwaige „Kundenwünsche“ der Lufthansa eingegangen werden, falls die gewünschte Buchstabenkombination noch nicht vergeben ist. Tatsächlich wird der Lufthansa seit geraumer Zeit folgender „Kundenwunsch“ vom Luftfahrt-Bundesamt erfüllt: Der zweite Buchstabe nach dem Bindestrich soll auf den jeweiligen Flugzeughersteller beziehungsweise die Konzerngesellschaft schließen lassen können, der dritte auf den Flugzeugtyp, der vierte läuft bis auf wenige Ausnahmen (z. B. Verzicht auf Buchstabenkombinationen wie SA, SS, HJ…) durch (siehe folgende Tabelle).

{| class="wikitable" width="100%"
|+ Kennungsschlüssel der Lufthansa-Flotte
|- class="hintergrundfarbe6"
! width="25%"| Lufthansa Passage
! width="25%"| Lufthansa Cargo
! colspan="2" width="50%"| Zwischenzeitlich ausgemusterte Flugzeugtypen
|-
| rowspan="5" valign="top"|
* D-AI = Airbus
** D-AIL/
D-AIB = A319-100 (ab '09)
** D-AIP/
D-AIQ/
D-AIZ = A320-200 (ab '09)
** D-AIR = A321-100
** D-AIS
D-AID = A321-200
** D-AIK = A330-300
** D-AIG/
D-AIF = A340-300
** D-AIH = A340-600
** D-AIM = A380-800
* D-AB = Boeing
** D-ABE/
D-ABX = B737-300
** D-ABI/
D-ABJ = B737-500
** D-ABV = B747-400
** D-ABT = B747-400M (und die letzten beiden -400 [D-ABTK und L])
** D-ABY = B747-8 (ab 2011)
* D-AP = von Privatair geleaste Flugzeuge
| valign="top"|
* D-AL = McDonnell Douglas

** D-ALC = MD-11

| rowspan="5" valign="top" width="25%"|
* D-AI = Airbus
** D-AIA = A300B2, später A300B4-600
** D-AIB = A300B4-2C, später A340-200
** D-AIC = A310-200
** D-AID = A310-300
** D-AIC = A320-200 (ehemalige Tochtergesellschaft Condor-Berlin)
** D-AIM = A330-200; A340-300 (von Sabena und Swissair geleast)
** D-AIT = A300 (von Trans Australia geleast)
* D-AB = Boeing
** D-ABO/D-ABU = B707 und B720
** D-ABI = B727-100
** D-AB_I = B727-200 (und die letzte -100 [D-ABBI])
** D-ABK = B727-200, später B737-400
** D-ABE = B737-100
** D-AB_E = B737-200QC
** D-ABF/D-ABH/D-ABM = 737-200B
** D-ABY = B747-100/200
** D-ABZ = B747-200
** D-ABW = B737-300 (bei Condor und der Lufthansa-Cargo-Vorgängerin German Cargo; D-ABWH heute bei LH Passage)
** Condor-Flotte (ehemalige Tochtergesellschaft):
** D-ABN = B757-200
** D-ABO = B757-300

** D-ABU = B767-300ER

| rowspan="5" valign="top" width="25%"|
* D-AC = Convair
* D-AD = Douglas
** D-ADU = DC-8
** D-AD_O = DC-10
* D-AF = Fokker
** D-AFK = Fokker 50
* D-AC = CRJ 100 + 200
** D-ACH/L/J (Lufthansa CityLine)
** D-ACS = CRJ 700 (Eurowings)
* D-AL = Lockheed
* D-AN = Vickers
|- bgcolor="#FFDEAD"
! Lufthansa CityLine
|-
| valign="top"|
* D-AC = Bombardier Canadair Jets
** D-ACP = CRJ700

** D-ACK = CRJ900

* D-AE = Embraer (Empresa Brasileira de Aeronáutica S.A.)
** D-AEB = ERJ 195[http://konzern.lufthansa.com/de/flotte/regional-flotte/embraer-erj-195.html Seite mit den technischen Daten zur ERJ 195 bei LH]
** D-AEC = ERJ 190[http://konzern.lufthansa.com/de/flotte/regional-flotte/embraer-erj-190.html Seite mit den technischen Daten zur ERJ 190 bei LH]
* D-AV = BAe/Avro

** D-AVR = ARJ 85

|- bgcolor="#FFDEAD"
! Eurowings (Flottenmanagment über Lufthansa Konzern)
|-
| valign="top"|
* D-AC = Bombardier Canadair Jets
** D-ACR = CRJ200
** D-ACS = CRJ700
** D-ACN = CRJ900
|- bgcolor="#FFDEAD"
! Augsburg Airways (Flottenmanagement über Lufthansa Konzern)
|-
| valign="top"|
* D-AE = Embraer E-Jets

** D-AEM = EMJ195

* D-AD = Bombardier Dash Q-Series

** D-ADH = Q400


|}
miniatur|Neue Europa Kabine an Bord eines [[Airbus A321 der Lufthansa]]
miniatur|[[Beförderungsklasse|Business-Klasse an Bord einer Boeing 747-400 der Lufthansa]]
miniatur|[[Beförderungsklasse|Economy-Klasse an Bord eines Airbus A340-600 der Lufthansa]]

In den wenigen historischen Fällen, in denen ein Luftfahrzeug zu leicht war, um ein A als zweiten Buchstaben zu bekommen, wurde A an dritter Stelle gewählt: F27 waren D-BARI und D-BARO, DC-3 waren D-CADE, D-CADI und D-CADO.

Darüber hinaus kaufte LH eine 747-430 (c/n 1292) von Boeing, um sie sogleich an Royal Flight Oman weiterzuverkaufen. Während der kurzen Zeit, in der sie in LH-Diensten war (sprich während der Auslieferungsflüge), war sie als D-ARFO registriert.

Flugzeug-Taufnamen

Fast alle Flugzeuge der Lufthansa sind nach deutschen Städten oder Bundesländern benannt.

Bis 2010 gab es nur zwei Ausnahmen:
* Der Airbus A340-300 (D-AIFC) „Gander/Halifax“ ist nach den beiden kanadischen Städten benannt, die auf der Standard-Flugroute von Mitteleuropa nach Nordamerika liegen. Der Doppelname soll daran erinnern, dass nach Schließung des US-amerikanischen und kanadischen Luftraums am 11. September 2001, dem Tag der Terroranschläge gegen die USA, Flugzeuge, die wegen geringer Treibstoffreserven nicht mehr nach Europa umkehren konnten, auf dem Flughafen Gander (39 Flugzeuge) und Halifax landen mussten, und speziell in Gander, das die größere Anzahl aufnehmen musste, angesichts der schwierigen Umstände äußerst gastfreundlich behandelt wurden.[http://www.charliebravo.de/lhtaufnamen/index.php Übersicht über die Taufnamen in der Lufthansa Flotte (leider nicht mehr ganz aktuell)]

* Der Airbus A321-100 (D-AIRA). Der Name „Finkenwerder“ ist eine Reminiszenz an das Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder, wo ein Teil der Airbus-Modellpalette montiert wird.

Im Februar 2010 gab die Lufthansa bekannt, ihre ersten beiden Airbus A380 nach ihren beiden größten Drehkreuzen zu benennen: „Frankfurt am Main“ (D-AIMA) und „München“ (D-AIMB).[http://www.aero.de/news-9662/Airbus-ueberfuehrt-MSN041-nach-Hamburg.html Erste A380 der Lufthansa heißen „Frankfurt am Main“ und „München aero.de vom 5. Februar 2010], abgerufen am 22. August 2010 Die beiden Flughäfen sind die deutschen Drehkreuze der Star Alliance, und alle folgenden A380 tragen (bisher) ebenfalls Namen anderer Drehkreuze der Star Alliance.

Kundenbetreuung und Service


thumb|562[[Flughafenlounge|First Class Lounge in Frankfurt]]

Der Service gliedert sich in ein Dreiklassensystem (Economy Class, Business Class und First Class). Ausschließlich für Mitglieder des HON Circle (höchste Stufe des Vielfliegerprogramms Miles & More) und Passagiere der First Class werden an bestimmten Flughäfen (unter anderem Frankfurt und München) exklusive Lounge-Angebote vorgehalten, zum Beispiel Restaurants, Bars und Badelandschaften. Vom First-Class-Terminal in Frankfurt, von der First-Class-Lounge im Flugsteig B in Frankfurt bei Abflügen (Nicht-Schengen) ab Flugsteig A, C oder einer Außenposition, sowie von der First-Class-Lounge in München bei Abflügen ab einer Außenposition werden die Passagiere in Limousinen direkt zu den Flugzeugen gebracht.[http://www.lufthansa.com/online/portal/lh/de/info_and_services/at_the_airport?l=de&nodeid=1756248 First Class am Flughafen] Lufthansa.com, 19. Dezember 2006 Mit Auslieferung des ersten Airbus A380 an Lufthansa im Jahr 2010 ist die Einführung einer neuen First Class geplant, die sich deutlich von der 2003 neu gestalteten Business Class abheben soll.[http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2006-12/artikel-7471833.asp Lufthansa startet neue First Class in 2008], finanznachrichten.de, 19. Dezember 2006 In der Economy Class wurden bis 2007 Filme und ähnliche elektronische Bordunterhaltung lediglich auf zentralen Monitoren gezeigt, die nicht von jedem Sitzplatz aus uneingeschränkt einsehbar waren. Ende 2007 wurden in der Lufthansa-Langstreckenflotte individuelle, beispielsweise im Sitz des Vordermannes eingebaute, Bildschirme (PTV) in einer umgestalteten Economy Class eingeführt. Bis dato (Dezember 2010) sind alle Flugzeuge der Typen Airbus A330-300, Airbus A340-300,Airbus A340-600 sowie Airbus A380-800 mit dem neuen In-Flight-Entertainment-System ausgestattet.[http://www.mucforum.de/showthread.php?t=23834 PTV - Personel TV List], mucforum.de Im Jahr 2010 begann auch die Ausstattung der Boeing-747-400-Flotte mit dem neuen In-Flight-Entertainment-System. Einige Maschinen dieses Typs werden jedoch nicht umgerüstet, da sie mittelfristig ausgeflottet und durch die Boeing B747-8I und den Airbus A380 ersetzt werden. Die Kurzstreckenflotte der Lufthansa wird ebenso vorerst keine PTV erhalten.

Am 9. Dezember 2010 hat Lufthansa Passage das neue Kabinenprodukt NEK (Neue Europa Kabine) für den Kontinentalverkehr vorgestellt. Dieses Produkt besteht aus neuen, dünneren Sitzen und anderen Veränderungen in der Kabine (Ausbau der Toiletten und Galleys (Küche) in der Kabinenmitte der A321, Einbau größerer Gepäckfächer in der Boeing 737-Flotte …) und einer Verbesserung des Verpflegungsangebotes in der Economy Class mit Snacks auch auf innerdeutschen Strecken und warmen Speisen auf Flügen ab 2:00 h Flugdauer. Damit möchte man der veränderten Konkurrenzsituation gerecht werden.

Miles & More

Unter dem Namen Miles & More wird seit 1993 ein Vielfliegerprogramm unterhalten. Diesem Bonussystem haben sich die europäischen Luftfahrtunternehmen Adria Airways, Austrian Airlines Group, Brussels Airlines, Croatia Airlines, LOT, Luxair und Swiss International Air Lines angeschlossen. Air One ist nach der Übernahme durch Alitalia aus dem Programm ausgeschieden.

FlyNet

Schon 2004 bot Lufthansa auf fast allen ihren Langstreckenflugzeugen, als erste Airline weltweit, unter dem Namen FlyNet Internet an Bord an. Dies geschah in Zusammenarbeit mit Connexion by Boeing und wurde seitens Boeing mangels Rentabilität aber 2006 wieder eingestellt. Seit Ende 2010 bietet Lufthansa wieder einen Internetzugang auf ausgewählten Routen zwischen Europa und Nordamerika in Zusammenarbeit mit der Deutsche Telekom AG an.

Rotkäppchenservice

Die Hauptaufgabe des am 6. Mai 1968 auf dem Frankfurter Flughafen ins Leben gerufenen „Rotkäppchenservice“ oder „Rotkäppchendiensts“ besteht in der Betreuung alleinreisender Kinder und mobilitätseingeschänkter Passagiere.Niels Klußmann; Arnim Malik: Lexikon der Luftfahrt. Springer, ISBN 3540490965, Seite 399.

Zum Gründungszeitpunkt des Betreuungsdienstes trugen die überwiegend weiblichen Mitarbeiter, im Gegensatz zu den fliegenden Kollegen, eine rote "Pillbox" (Kopfbedeckung) anstatt einer blauen. Dies war für Gäste und Flughafenmitarbeitern ein klares Erkennungsmerkmal und auch Anstoß für den dann schnell gefundenen Spitznamen "Rotkäppchenservice".Niels Klußmann; Arnim Malik: Lexikon der Luftfahrt. Springer, ISBN 3540490965, Seite 399. Der Rotkäppchenservice betreut jährlich mehr als 270.000 Fluggäste, darunter fast 50.000 Kinder.http://www.focus.de/reisen/fliegen/mitkindernfliegen/schulkinder_aid_22748.html

Die Betreuung mobilitätseingeschränkter Gästen war alleinige Aufgabe der Airlines, bis im Jahre 2008 aufgrund einer EU-Verordnung, welche die Betreuung mobilitätseingeschränkter Passagieren nun klar regelte, die Flughafenbetreiber diese Aufgabe übernehmen sollten. In Frankfurt führte dies zur Gründung eines Joint-Ventures zwischen der Fraport und der Deutschen Lufthansa mit dem Namen "FraCareServices". Im Juli 2008 wurde somit aus dem Betreuungsdienst/Rotkäppchen-Service die Firma FraCareS.

Der Service für alleinreisende Kinder ist kostenpflichtig und kann auf telefonischem Wege bei der Airline oder dem Reisebüro beantragt werden.

Die Betreuung von mobilitätseingeschränkter Gäste ist kostenlos und sollte vorab bei der Airline per Telefon oder über das Reisebüro beantragt werden. http://www.lufthansa.com/de/de/Alleinreisende-Kinder#ancAbT9

Fracht


miniatur|links|[[McDonnell Douglas MD-11|MD-11F der Lufthansa Cargo ]]
{|class="wikitable float-right" style="clear:none;" width="40%"
! style="background:#efefef;" | Region
! style="background:#efefef;" | Anteil an den
Verkehrserlösen 2008Geschäftsbericht Lufthansa 2008 Seite 88
|-
| Asien/Pazifik || align="center" | 46,7
|-
| Nordamerika || align="center" | 24,5
|-
| Europa || align="center" | 11,9
|-
| Südamerika || align="center" | 8,7
|-
| Afrika || align="center" | 6,1
|-
| Nahost || align="center" | 2,1

|}

Das Frachtgeschäft macht 11,6 Prozent des Konzern-Umsatzes aus und erbringt 12,0 Prozent des operativen Ergebnisses (Stand: 2008). Es wird von der hundertprozentigen Tochtergesellschaft Lufthansa Cargo AG betrieben, Mitglied des Cargo Networks WOW und gemessen an Frachttonnenkilometern (FTKT) nach Korean Air Cargo der zweitgrößte Frachtcarrier weltweit. Sie nutzt und vermarktet auch die Luftfrachtkapazitäten der Passagierflugzeuge sämtlicher Fluggesellschaften im Konzernbereich Passagierbeförderung. Rund die Hälfte des Umsatzes der Lufthansa Cargo AG wird im asiatisch-pazifischen Raum getätigt. Im Oktober 2004 wurde in einem Joint Venture zwischen Shenzhen Airlines (51 %), Lufthansa Cargo AG (25 %) und der DEG-Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (24 %) die chinesische Frachtfluggesellschaft Jade Cargo International gegründet. Der Flugbetrieb wurde im August 2006 aufgenommen. Mit dieser Beteiligung hat sich Lufthansa Cargo indirekten Zugang zum innerasiatischen Luftfrachtmarkt verschafft. 2012 wurde der Flugbetrieb der Jade Cargo aufgrund von Streitigkeiten eingestellt.aero.de: [http://www.airliners.de/management/strategie/lufthansa-begraebt-jade-cargo/26157 "Lufthansa begräbt Jade Cargo"] Des Weiteren ist die Lufthansa Cargo AG an dem 2004 errichteten „International Cargo Center Shenzhen (ICCS)“ beteiligt.[http://www.aero.de/news.php?varnewsid=3386 „Die Tiger-Fracht – Lufthansa-Cargo in Asien“, Aero.de, 29. April 2007]

Seit 2004 arbeitet Lufthansa Cargo eng mit der Post-Tochter DHL zusammen. Im September 2007 ging aus dieser Zusammenarbeit das Joint VentureAerologic“ hervor, eine am Flughafen Leipzig/Halle basierte Frachtfluggesellschaft.

Technik


miniatur|links|Lufthansawartungshalle am Flughafen München

{| class="wikitable float-right" style="clear:none;" width="40%"
! style="background:#efefef;" | Region
! style="background:#efefef;" | Anteil am
Umsatz 2008Geschäftsbericht Lufthansa 2008, Seite 97
! style="background:#efefef;" | Anteil am
Umsatz 2009Geschäftsbericht Lufthansa 2009, Seite 99
|-
| Europa || align="center" | 69,7 || align="center" | 69,6
|-
| Asien/Pazifik || align="center" | 11,6 || align="center" | 11,7
|-
| Amerika || align="center" | 9,4 || align="center" | 9,1
|-
| Nahost/Afrika || align="center" | 9,3 || align="center" | 9,6

|}

Im Jahr 2009 machte das Geschäftsfeld Technik 10,3 Prozent des Konzern-Umsatzes aus (2008: 8,9 %) und erbrachte 21,9 Prozent (2008) des operativen Ergebnisses. Die Lufthansa Technik AG betreut über die konzerneigenen bzw. angeschlossenen Fluggesellschaften hinaus weltweit auch fremde Carrier. Zentrum der Lufthansa Technik ist Hamburg; weitere große Stationen befinden sich in Frankfurt/Main, München und Berlin, an allen größeren deutschen Flughäfen und 50 Standorten weltweit. Zum Verbund gehören ferner 32 technische Instandhaltungsbetriebe auf der ganzen Welt.

Die Lufthansa Technik AG ist heute einer der größten Anbieter von MRO-Dienstleistungen (Maintenance, Repair & Overhaul – Wartung, Reparatur und Überholung), die 2008 für alle Fluggesellschaften zusammen ein geschätztes Volumen von 42 Mrd. US-Dollar weltweit hatten. Davon beträgt der für die LH Technik in Frage kommende Anteil 34 Mrd. US-Dollar. Mit einem Anteil von 15 Prozent an dieser Summe ist das Unternehmen Weltmarktführer. Im Joint Venture mit dem Hersteller von Regional- und Geschäftsreiseflugzeugen Bombardier wird die Wartungsgesellschaft Lufthansa Bombardier Aviation Services GmbH unterhalten. Vorwiegend den asiatischen Markt bedient der Lufthansa-Konzern mit AMECO Beijing, einem gemeinsam mit Air China betriebenen Joint-Venture-Unternehmen zur Wartung von Verkehrsflugzeugen des Herstellers Boeing. Das notwendige Material nebst Einrichtungen hält die Lufthansa Technik Logistik GmbH an ihren neun Standorten in Deutschland und auf dem Flughafen Malta vor. Für die Ausbildung und Schulung wurde die Lufthansa Technical Training GmbH gegründet, die auch von anderen Fluggesellschaften genutzt wird.

Als Ersatz für die Airbus A310-304 VIP „Konrad Adenauer“ und „Theodor Heuss“ hat das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung 2008 mit der Lufthansa Technik einen Vertrag über die Lieferung zweier zu VIP-Transportflugzeugen umgebauter Airbus A 340-300 aus der Konzernflotte, D-AIFB und D-AIGR, für die Flugbereitschaft der Luftwaffe abgeschlossen.

Catering


{| class="wikitable float-right" style="clear:none;" width="40%"
! style="background:#efefef;" | Region
! style="background:#efefef;" | Anteil am
Umsatz 2008Geschäftsbericht Lufthansa 2008, Seite 109
! style="background:#efefef;" | Anteil am
Umsatz 2009Geschäftsbericht Lufthansa 2009, Seite 111
|-
| Europa || align="center" | 62,9 || align="center" | 57,8
|-
| Amerika || align="center" | 26,2 || align="center" | 29,5
|-
| Asien/Pazifik || align="center" | 7,4 || align="center" | 9,2
|-
| Nahost || align="center" | 2,2 || align="center" | 2,0
|-
| Afrika || align="center" | 1,3 || align="center" | 1,5
|}
miniatur|links|602[[LSG Sky Chefs und eine Boeing 747-400 der Lufthansa auf dem Flughafen Frankfurt am Main ]]

Das von der LSG Lufthansa Service Holding AG betriebene Catering generiert 7,1 Prozent des Konzern-Umsatzes und erbringt 5,2 Prozent des operativen Ergebnisses (Stand: 2008). Unter der Marke LSG Sky Chefs stellt der weltgrößte Caterer von Fluggesellschaften 30 Prozent aller Bordmahlzeiten bereit. LSG umfasst 124 Unternehmen und ist mit ca. 200 Betrieben in 49 Ländern vertreten. In Amerika und Europa liegt der Marktanteil von LSG Sky Chefs zwischen 35 und 40 Prozent; weltweit gibt es fast 500 Kunden.Geschäftsbericht Lufthansa 2008 Seite 108/109

Informationstechnologie-Dienstleistungen


{| class="wikitable float-right" width="40%"
|- class="hintergrundfarbe5"
! Airline-IT
Markt
! Volumen
(EUR)
! Anteil von
LH SystemsGeschäftsbericht Lufthansa 2008, Seite 103
|-
| Amerika
| align="center"|2,8 Mrd.
| align="center"|18 %
|-
| Europa und
Naher Osten
| align="center"|2,8 Mrd.
| align="center"|18 %
|-
| Asien und
Pazifik
| align="center"|2,2 Mrd.
| align="center"|jeweils
unter 1 %
|}

Die Tochter Lufthansa Systems AG ist als IT-Dienstleister mit weltweit rund 3.000 Mitarbeitern[http://www.lhsystems.com/company/index.htm Website von Lufthansa Systems], abgerufen 29. Juli 2010 neben dem Hauptsitz Kelsterbach an weiteren fünf Standorten in Deutschland und 17 Standorten in 14 anderen Ländern tätig. Sechs Standorte sind in Asien, sieben in Amerika (Kanada, drei in den USA, El Salvador, Brasilien, Argentinien) und vier in Europa (Budapest, Danzig, Moskau und Zürich).[http://www.lhsystems.com/resource/document/pdf/news/company_profile_2010_07.pdf „Company Profile“ von Lufthansa Systems (PDF, englisch)], abgerufen 29. Juli 2010 Lufthansa Systems ist nach eigener Aussage einer der führenden Anbieter von Flugverkehrsinformationstechnologie, luftverkehrsspezifischer Software für Bord-, Flug- und Wartungsmanagement für die Airline- und Aviation-Industrie weltweit. Darüber hinaus hält der Lufthansa-Konzern Anteile an dem Flugreservierungssystem Amadeus (CRS).

Der Geschäftsbereich IT-Services hat einen Anteil von 1,1 Prozent am Konzern-Umsatz und 2,9 Prozent des operativen Ergebnisses (Stand: 2008). Der externe Umsatzanteil von LH Systems beträgt 42 Prozent (Vorjahr 2007: 41 Prozent).

Service- und Finanzgesellschaften


miniatur|Ausbildungszentrum der [[Lufthansa Flight Training mit Flugsimulator in Berlin-Bohnsdorf]]

miniatur|Das größte Ausbildungszentrum der Lufthansa Flight Training in Frankfurt

Die Lufthansa WorldShop GmbH beliefert als Wiederverkäufer mit den Bereichen Distanzhandel, Stationärhandel und Bordverkauf etliche Fluggesellschaften und Privatkunden mit Bordartikeln, Reiseutensilien und Merchandising-Produkten.

Die konzerneigene Delvag ist eine auf die Versicherung von Luftfracht spezialisierte Versicherungsgesellschaft. Die ebenfalls konzerneigene Lufthansa AirPlus Servicekarten GmbH ist auf das Geschäftsreisemanagement von Firmenkunden spezialisiert.

Von der Tochtergesellschaft Lufthansa Flight Training wird die Ausbildung und Schulung von Cockpit- und Kabinencrews durchgeführt.

Das Franchise-Unternehmen Lufthansa City Center Reisebüropartner GmbH ist eine Kette inhabergeführter mittelständischer Reisebüros. Es ist keine Tochtergesellschaft der Lufthansa, sondern hat seit 1994 einen Markennutzungsvertrag der Gesellschaft.

Die Lufthansa Consulting GmbH mit Sitz in Köln ist weltweit aktiv im luftfahrtaffinen Beratungsgeschäft. Zum Kundenkreis zählen in erster Linie Fluggesellschaften, Flughäfen, Logistikunternehmen und branchenverwandte Institutionen. Seit der Ausgliederung aus dem Lufthansa Konzern und der Gründung als eigenständige GmbH im Jahr 1988 hat sie über 1.700 luftfahrtspezifische Projekte durchgeführt (Stand: 2010), vor allem in den Bereichen Airline Strategy, Airline Restructuring, Airline Operations, Air Cargo Logistics und Airports. Mehr als 90 Prozent der Umsätze werden mit externen Kunden erzielt. Eine Niederlassung der Gesellschaft befindet sich in Frankfurt am Main, darüber hinaus ist das Unternehmen mit einem Büro in Moskau vertreten. Lufthansa ist (über ihre Tochtergesellschaft Lufthansa Commercial Holding) mit gut 90 Prozent der Anteile Mehrheitsgesellschafter. Die restlichen Anteile hält das Management (Partner).

Am Terminal 2 des Flughafens München (Bauzeit circa 1999–2003) hält die Deutsche Lufthansa AG eine 40-Prozent-Beteiligung. Über Tochter- und Partnergesellschaften hat sich die Deutsche Lufthansa AG das ausschließliche Nutzungsrecht für dieses Terminal gesichert (Kapazität: bis zu 25 Millionen Passagiere). Erstmalig im europäischen Luftverkehrsmarkt fand Bau und Betrieb eines Terminals durch die Deutsche Lufthansa AG und den dortigen Flughafenbetreiber statt. Zwischenzeitlich ist die Deutsche Lufthansa AG auch maßgeblich an der Fraport AG, der Betreiberin des Flughafens Frankfurt, beteiligt. Seit Januar 2005 betreibt die Deutsche Lufthansa AG dort zusammen mit der Fraport AG den Terminal 1 sowie das Lufthansa First Class Terminal mit exklusiven Lounges, das ausschließlich für Erste-Klasse-Passagiere und Mitglieder des „HON Circle“ (höchste Stufe des Vielfliegerprogramms „Miles & More“) bestimmt ist.[http://www.honcircle.com/ www.honcircle.com ]

Auch an nicht direkt mit dem Luftverkehr zusammenhängenden Unternehmen hält der Lufthansa-Konzern Anteile. Insgesamt ist der Konzern an mehr als 400 nationalen und internationalen Gesellschaften beteiligt. Eine detaillierte Übersicht findet sich auf der Lufthansa-Financials-Webseite (siehe Weblinks).

Bis zum ersten Quartal 2009 war der Konzern mit 24,9 Prozent an der Charterfluggesellschaft Condor Flugdienst GmbH beteiligt. Diese Anteile wurden durch den Tourismuskonzern Thomas Cook Group übernommen.[http://www.thomascookgroup.com/media/Interim%20H1%2009%20final1.pdf Thomas Cook plc – Press Release 2009 Interim Results Announcement] (PDF, englisch) 14. Mai 2009

Kritik


Verbraucherschutz


Das Unternehmen war, wie die meisten Flugverkehrsunternehmen auch, nicht bereit, mit der vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) geförderten „Schlichtungsstelle Mobilität“ zusammenzuarbeiten.[http://www.vcd.org/pressemitteilung+M537d858b708.html?&scale=0 Bilanz] der Schlichtungsstelle

Umwelt- und Lärmschutz


Umweltschutzorganisationen werfen dem Lufthansa-Konzern vor, sich nicht genug für die Umwelt einzusetzen. So wird kritisiert, dass die Deutsche Lufthansa AG sich gegen einen Emissionsrechtehandel ausspricht, zumindest solange dieser ausschließlich für europäische Airlines gelten soll. Der Lufthansa-Konzern befürchtet Wettbewerbsnachteile gegenüber Airlines mit Sitz außerhalb der EU. Aber auch grundsätzlich bezweifelt der Konzern die Effektivität eines weltweiten Emissionsrechtehandels.[http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,452661,00.html Emissionshandel im Luftverkehr] Demgegenüber verweist der Lufthansa-Konzern auf seine eigene Umweltpolitik. So setzt sich der Konzern für einen einheitlichen europäischen Luftraum ein, der die CO2-Emissionen bei innereuropäischen Flügen um acht bis zwölf Prozent senken würde. Außerdem würden die angestrebten – direkten – Flugrouten nach China Umweltemissionen verringern. Des Weiteren verweist der Konzern auf die Umweltfreundlichkeit der für seine Flotten genutzten modernen, treibstoffsparenden Flugzeugtechnik.[http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~EF79C1CAB993140B9A36D0750FF9E0EE1~ATpl~Ecommon~Scontent.html FAZ 15. April 2007]

Die Lufthansa verfolgt das Ziel eines „CO2-neutralen Wachstums“ ab 2020. Zu diesem Zweck möchte der Konzern einen Teil seines Treibstoffes aus Pflanzen gewinnen. [http://www.waterlandinternational.com/index.php?option=com_content&view=article&id=139&lang=en] Umweltschutzorganisationen kritisieren das neue Treibstoff-Konzept der Lufthansa als Imagekampagne.[http://www.regenwald.org/pressemitteilungen] Die Umweltschutzgruppen bezweifeln, dass Pflanzentreibstoffe nachhaltig und umweltfreundlich gewonnen werden können.[http://www.regenwald.org/files/10-08-DEUTSCH-RSPO.pdf]Sie berufen sich dabei auf verschiedene Studien, welche Landverdrängungseffekte und Klimabilanz von verschiedenen Pflanzentreibstoffen untersucht haben.[http://www.regenwald.org/erfolge/3631/eu-biotreibstoff-studie-stellt-eigene-richtlinien-in-frage]

Bürgerinitiativen kritisieren, dass der Lufthansa-Konzern gegen ein Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen plädiere, das vom Flughafenbetreiber Fraport als Zugeständnis an die am Flughafen-Standort betroffene Bevölkerung zugleich mit dem Ausbau beantragt wurde. Die Deutsche Lufthansa AG sieht bei einem Nachtflugverbot vor allem die Wettbewerbsfähigkeit der Lufthansa Cargo AG sowie 7.300 konzerneigene Arbeitsplätze bedroht.[http://www.verkehrsrundschau.de/sixcms/detail.php?id=487477 Lufthansa-Chef: Nachtflugverbot gefährdet 7300 Jobs]

Zwischenfälle


Seit 1955, dem Jahr der Aufnahme des Flugbetriebs der neuen Deutschen Lufthansa AG, weist die Unfallbilanz des Unternehmens sieben Totalverluste mit Todesopfern und zwei ohne auf; dabei kamen 152 Menschen ums Leben.

{| class="wikitable" width="100%"
|- bgcolor="lavender"
! width="120"|Datum
! width="130"|Flugzeug
! Unfallhergang
|-
| 11. Januar 1959
| Lockheed L.1049
D-ALAK
| Die aus Hamburg kommende Propellermaschine (Flugnummer LH 502) stürzte kurz vor dem Aeroporto Internacional do Rio de Janeiro/Galeão beim Landeanflug ab, 36 der 39 Flugzeuginsassen starben.[http://aviation-safety.net/database/record.php?id=19590111-0&lang=de Angaben zum Unfall in der Datenbank Aviation-Safety.net]
|-
| 4. Dezember 1961
| Boeing 720-030B
D-ABOK „Düsseldorf“
| Die vom Flughafen Frankfurt am Main zu einem Trainingsflug gestartete „Düsseldorf“[http://www.ebersheimer-geschichte.de/inhalt_ereignisse_flugzeugabsturz.html www.ebersheimer-album.de] stürzte bei Mainz-Ebersheim aus ungeklärter Ursache ab. Die drei Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.[http://aviation-safety.net/database/record.php?id=19611204-0&lang=de Angaben zum Unfall in der Datenbank Aviation-Safety.net]
|-
| 15. Juli 1964
| Boeing 720-030B
D-ABOP „Bremen“
| Beim Versuch der Besatzung, während des Trainingsflugs eine Rolle zu fliegen, brach die Maschine zwischen den Ortschaften Forst und Petersdorf (Landkreis Ansbach) wegen struktureller Überlastung auseinander. Alle drei Insassen starben.[http://aviation-safety.net/database/record.php?id=19640715-0&lang=de Angaben zum Unfall in der Datenbank Aviation-Safety.net]
|-
| 28. Januar 1966
| Convair CV 440
D-ACAT
| Die in Frankfurt am Main als Flug LH 005 gestartete zweimotorige Propellermaschine stürzte beim Durchstarten nach einem misslungenen Landeanflug kurz hinter dem Flughafen Bremen ab. Alle 46 Insassen kamen ums Leben.[http://aviation-safety.net/database/record.php?id=19660128-0&lang=de Angaben zum Unfall in der Datenbank Aviation-Safety.net]
|-
| 20. Dezember 1973
| Boeing 707-330B
D-ABOT „Düsseldorf“
| Vom Flughafen Bangkok-Don Mueang kommend, schlug die „Düsseldorf“ bei nebligem Wetter vor Erreichen der Landebahn am Flughafen Neu-Delhi auf und brannte aus, nachdem sich alle 109 Passagiere und Crewmitglieder in Sicherheit gebracht hatten.[http://aviation-safety.net/database/record.php?id=19731220-0&lang=de Angaben zum Unfall in der Datenbank Aviation-Safety.net]
|-
| 20. November 1974
| Boeing 747-130
D-ABYB „Hessen“
| Kurz nach dem Start vom Flughafen Nairobi stürzte Flug LH 540 mit 157 Personen an Bord ab. Mit 59 Toten handelt es sich um das schwerste Unglück in der Geschichte der Fluglinie, gleichzeitig war es der zweite Totalverlust einer Boeing 747 und der erste mit Todesopfern.[http://aviation-safety.net/database/record.php?id=19741120-0&lang=de Angaben zum Unfall in der Datenbank Aviation-Safety.net]
|-
| 26. Juli 1979
| Boeing 707-330C
D-ABUY „Essen“
| Die Frachtmaschine auf Flug LH 527 nach Dakar stürzte in Petrópolis bei Rio de Janeiro kurz nach dem Start ab. Die dreiköpfige Besatzung kam ums Leben.[http://aviation-safety.net/database/record.php?id=19790726-1&lang=de Angaben zum Unfall in der Datenbank Aviation-Safety.net]
|-
| 14. September 1993
| Airbus A320-200
D-AIPN „Kulmbach“
| Die mit 70 Personen an Bord als Flug LH 2904 aus Frankfurt am Main in Warschau eintreffende „Kulmbach“ kollidierte nach der Landung auf dem Flughafen Warschau-Frédéric Chopin mit einem Erdwall am Ende der Landebahn. Durch den Aufprall starben ein Passagier sowie der „Prüfkapitän“.[http://aviation-safety.net/database/record.php?id=19930914-2&lang=de Angaben zum Unfall in der Datenbank Aviation-Safety.net][http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13683195.html Verfrühter Beifall, Spiegel vom 20. September 1993], abgerufen am 9. August 2010Aus dem Spiegel-Artikel ist im 3. und 5. Absatz zu entnehmen, wer das Opfer war („Kopilot“) und welche (zusätzliche) Funktion dieser hatte (den Kapitän auf Einsatztauglichkeit nach Krankheit zu prüfen, nicht ihn auszubilden).
|-
| 15. Mai 2006
| Boeing 747-400

| Bei einem Test am Boden zur Funktion des Fahrwerks fuhr unbeabsichtigt das Bugfahrwerk ein, worauf das Flugzeug sich mit dem Bug auf das Schleppfahrzeug legte. Es kam keiner der sich bereits an Bord befindenden Passagiere oder Besatzungsmitglieder zu Schaden; am Luftfahrzeug entstand hoher Sachschaden.{{Internetquelle|hrsg=Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung|titel=Untersuchungsbericht 1X002-06|url=http://www.bfu-web.de/cln_030/nn_223970/DE/Publikationen/Untersuchungsberichte/2006/Bericht__06__1X002__B747__Frankfurt,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Bericht_06_1X002_B747_Frankfurt.pdf |datum=2011-11-00|zugriff=2012-02-08|format=PDF}}

|-
| 27. Juli 2010
| McDonnell Douglas MD-11F D-ALCQ[http://www.airliners.de/verkehr/zwischenfaelle/lufthansa-cargo-md-11-in-riad-verunglueckt/21755 Lufthansa-Cargo-MD-11 in Riad verunglückt], airliners.de vom 27. Juli 2010
| Die Frachtmaschine der Lufthansa Cargo mit der Flugnummer LH8460 zerbrach auf dem Weg von Frankfurt am Main nach Hongkong bei der planmäßigen Zwischenlandung auf dem Flughafen Riad in zwei Teile und fing Feuer. Die beiden Piloten überlebten verletzt, weitere Personen befanden sich nicht an Bord. Laut Bulletin der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung vom Juli 2010 setzte die Maschine hart mit ca. 2g auf und hob anschließend wieder ab. Es folgten zwei weitere Bodenberührungen mit 3g und 4,3g{{Internetquelle|url=http://www.bfu-web.de/cln_030/nn_223968/DE/Publikationen/Bulletins/2010/Bulletin2010-07,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Bulletin2010-07.pdf|titel=BFU Bulletin Juli 2010|zugriff=2010-07-27}}{{Internetquelle|url=http://www.at.aero.de/news-13093/Unfallermittler-LH-Cargo-MD11-Crash-in-Riad-war-Pilotenfehler.html|titel=NTSB: LH Cargo Crash in Riad war Pilotenfehler|hrsg=aero.at|zugriff=2010-07-27}}[http://www.aero.de/news-10842/Ermittler-Lufthansa-Cargo-MD-11F-nach-harter-Landung-verunfallt.html „Ermittler: Lufthansa Cargo MD-11F nach harter Landung verunfallt“], aero.de vom 2. August 2010, abgerufen am 2. August 2010
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|}

Entführungen


Eine weitere Schattenseite in der Chronik der Deutschen Lufthansa AG stellen die 13 Flugzeugentführungen bis 1999 dar, als die (heute in Privateigentum befindliche) staatliche Fluggesellschaft Lufthansa als Flagcarrier zu den besonders gefährdeten Zielobjekten globaler terroristischer Bedrohung gehörte. Nach wie vor gehören Fluggesellschaften, ungeachtet zwischenzeitlicher Privatisierungen, zu den bevorzugten Zielen von Terroristen, so dass auch der Lufthansa-Konzern Objekt erheblich verstärkter Maßnahmen zum Schutz des Luftverkehrs ist.

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! Datum
! Entführungsfall
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| 22. Februar 1972
| Boeing 747-230B D-ABYD „Baden-Württemberg“ in Aden auf dem Weg von Delhi nach Athen[http://aviation-safety.net/database/record.php?id=19720222-1&lang=de Angaben zur Entführung in der Datenbank Aviation-Safety.net]
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| 10. Juli 1972
| Boeing 737-130 auf dem Weg von Köln nach München[http://aviation-safety.net/database/record.php?id=19720710-1&lang=de Angaben zur Entführung in der Datenbank Aviation-Safety.net]
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| 11. Oktober 1972
| Boeing 727 auf dem Weg von Lissabon nach Frankfurt[http://aviation-safety.net/database/record.php?id=19721011-0&lang=de Angaben zur Entführung in der Datenbank Aviation-Safety.net]
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| 29. Oktober 1972
| Boeing 727-30 D-ABIG „Kiel“ auf dem Weg von Beirut nach Ankara entführt über Nicosia nach Zagreb[http://aviation-safety.net/database/record.php?id=19721029-0&lang=de Angaben zur Entführung in der Datenbank Aviation-Safety.net]
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| 17. Dezember 1973
| Boeing 737-130 D-ABEY „Worms“ nach Kuwait auf dem Weg von Rom nach München[http://aviation-safety.net/database/record.php?id=19731217-0&lang=de Angaben zur Entführung in der Datenbank Aviation-Safety.net]
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| 28. Juni 1977
| Boeing 727 in München auf dem Weg von Frankfurt nach Istanbul[http://aviation-safety.net/database/record.php?id=19770628-0&lang=de Angaben zur Entführung in der Datenbank Aviation-Safety.net]
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| 13. bis 17. Oktober 1977
| Boeing 737-200 688D-ABCE „Landshut“689 auf dem Weg von Palma nach Frankfurt; Stürmung des Flugzeugs in Mogadischu durch die GSG 9[http://aviation-safety.net/database/record.php?id=19771013-0&lang=de Angaben zur Entführung in der Datenbank Aviation-Safety.net]
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| 12. September 1979
| Boeing 727 auf dem Weg von Frankfurt nach Köln[http://aviation-safety.net/database/record.php?id=19790912-2&lang=de Angaben zur Entführung in der Datenbank Aviation-Safety.net]
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| 27. Februar 1985
| Boeing 727-230 in Wien auf dem Weg von Frankfurt nach Damaskus[http://aviation-safety.net/database/record.php?id=19850227-0&lang=de Angaben zur Entführung in der Datenbank Aviation-Safety.net]
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| 27. März 1985
| Boeing 727-230 in Istanbul auf dem Weg von München nach Athen[http://aviation-safety.net/database/record.php?id=19850327-0&lang=de Angaben zur Entführung in der Datenbank Aviation-Safety.net]
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| 29. März 1985
| Boeing 737 in London auf dem Weg von Hamburg nach London[http://aviation-safety.net/database/record.php?id=19850329-2&lang=de Angaben zur Entführung in der Datenbank Aviation-Safety.net]
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| 11. Februar 1993
| Airbus A310 D-AIDM „Chemnitz“ auf dem Weg von Frankfurt nach Addis Abeba entführt über Hannover nach New York[http://aviation-safety.net/database/record.php?id=19930211-0 Angaben zur Entführung in der Datenbank aviation-safety.net]
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| 28. Dezember 1999
| Bombardier CRJ200 D-ACJA in Düsseldorf auf dem Weg von Prag nach Düsseldorf[http://aviation-safety.net/database/record.php?id=19991228-1 Angaben zur Entführung in der Datenbank aviation-safety.net]

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Siehe auch


* Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung
* Lufthansa-Airport-Express

* Liste von Fluggesellschaften

Literatur


* „Das große Buch der Lufthansa. Von der ‚Tante Ju‘ bis zum Super-Jumbo“ von Günter Stauch, 144 Seiten, Verlag: Geramond (November 2002), ISBN 978-3-7654-7238-1
* „Im Zeichen des Kranichs. Die Flugzeuge der Lufthansa 1926–2006“ von Jochen K. Beeck, Motorbuch-Verlag, 288 Seiten, ISBN 3-613-02668-6
* „Kranich in der Sonne. Die Geschichte der Lufthansa“ von Rudolf Braunburg, Fischer-TB.-Vlg., Ffm (Dez. 1982), ISBN 978-3-596-23034-1
* „Die Geschichte der Lufthansa. Vom Doppeldecker zum Airbus“ von Rudolf Braunburg (1991), 335 Seiten, ISBN 978-3-89136-416-1
* „50 Jahre Lufthansa. Eine Erfolgsgeschichte in Fakten, Bildern und Daten“ von Klaus-Jochen Rieger, Verlag Heel, 183 Seiten, ISBN 3-89880-411-9
* „75 Jahre Lufthansa“, Gera Nova Verlag (2001), ISBN 978-3-89724-830-4

* „Die Deutsche Lufthansa AG: Ihre Gesellschafts- und konzernrechtliche Entwicklung“ von Sven A Helm, 378 Seiten, Peter Lang GmbH – Europäischer Verlag der Wissenschaften (Oktober 1999), ISBN 978-3-631-34715-7

Filmdokumentationen


* Christoph Weber: Fliegen heißt Siegen - Die verdrängte Geschichte der Deutschen Lufthansa, 50 Min., D, WDR-ARTE, 2010.

Weblinks


{{Wiktionary}}
{{Commons}}
{{Wikinews|Portal:Deutsche Lufthansa}}
* [http://konzern.lufthansa.com/de/index.html Webpräsenz des Lufthansa-Konzerns]
* [http://lh-taufnamen.de/lufthansa Taufnamen nebst Luftfahrzeug-Kennung sämtlicher Flotten des Lufthansa-Konzerns]

* {{SWD|4011682-7}}

Einzelnachweise


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|Navigationsleiste DAX-Unternehmen
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