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Naturräumliche Großregionen Deutschlands

28.05.2012 @ 15:40, Elop,


Eine Gliederung Deutschlands in naturräumliche Großregionen, Haupteinheiten und Untereinheiten berücksichtigt in erster Linie geomorphologische, geologische, hydrologische, biogeographische und bodenkundliche Kriterien, um die Landschaft in größere einheitliche Gebiete aufzuteilen. Politische Grenzen spielen dabei, abgesehen von den nationalen Außengrenzen, keine Rolle.

Neben der naturräumlichen Aufteilung gibt es inzwischen auch von offizieller Seite eine Aufteilung in sogenannte Landschaftsräume, die sich stärker an der Nutzung der Regionen durch den Menschen richtet und entsprechend z.T. deutlich andere Grenzen zieht.

Grundlagen durch die Bundesanstalt für Landeskunde


Die naturräumliche Gliederung Deutschlands, wie sie heute sowohl vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) als auch von den meisten Landesinstituten benutzt wird, basiert in der Hauptsache auf den Arbeiten des Handbuchs der naturräumlichen Gliederung Deutschlands der Jahre 1953 bis 1962. Dieses teilte das heutige Bundesgebiet (damals: BRD und DDR) in 86Die Zahl erklärt sich dadurch, dass die Kennzahl 47/48 für nur eine Gruppe verwendet wurde und die Zahlen 49, 65 und 66 nicht vorkamen. sogenannte Haupteinheitengruppen mit zweistelligen Kennziffern zwischen 01 und 90 ein, die wiederum in bis zu 10, im Einzelfalle auch mehr Haupteinheiten (dreistellig) aufgespalten wurden. In der zum Handbuch gehörigen Kartierung im Maßstab 1:1.000.000 wurden mit der aktualisierten Karte von 1960 die Haupteinheitengruppen nochmals in übergeordnete Großregionen zusammengefasst.E. Meynen und J. Schmithüsen: Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands – Bundesanstalt für Landeskunde, Remagen/Bad Godesberg 1953-1962 (9 Lieferungen in 8 Büchern, aktualisierte Karte 1:1.000.000 mit Haupteinheiten 1960)

Im Ergebnis entstand eine Gliederung Deutschlands in fünf (seit 1979: sechs) naturräumliche Großregionen (Großlandschaften) 1. Ordnung, die sich in insgesamt 18 (seit 1964: 19) Großregionen 2. Ordnung aufspalten. Die Haupteinheitengruppen stellen darin in der Hauptsache Großregionen 3. Ordnung darIndes fassen die Großregionen 3. Ordnung z.T. mehrere Gruppen zusammen., die Haupteinheiten Regionen 4. Ordnung. Manche Großregionen 2. Ordnung enthalten nur eine Haupteinheitengruppe (Mecklenburgisch-Vorpommersches Küstengebiet, Harz, Thüringer Becken, Obermainisch-Oberpfälzisches Hügelland, Südliches Alpenvorland), andere fassen namentlich bekannte Großlandschaften zusammen (Rheinisches Schiefergebirge, Südwestdeutsches Stufenland), wieder andere gruppieren völlig neu.

In den bis in die 1990er Jahre gehenden Nachfolgearbeiten in Einzelblättern 1:200.000, die der Erarbeitung von Regionen 5. und niedrigerer Ordnung (Nachkommastellen hinter der dreistelligen Haupteinheitenkennzahl) dienten, stellte sich heraus, dass einige Grenzen der Großregionen 2. und 3. Ordnung korrigiert werden mussten und in Einzelfällen damit nicht mehr mit den Grenzen der Haupteinheitengruppen kompatibel waren. Dieses spielt indes in der dem dekadischen System folgenden Nummerierung, die ja erst ab der 3. Ordnung beginnt, keine Rolle.

Neuordnung durch das Bundesamt für Naturschutz


In den Jahren 1992 bis 1994 überarbeiteten Axel Ssymank et al im Auftrage des BfN die Haupteinheitengruppen 01-90. Hierbei blieben diese meisten in ihren Grenzen erhalten, indes wurden im Einzelfalle 2 bis 4 Haupteinheitengruppen nach Handbuch zusammengefasst, während in Nord- und Ostsee eine alte Gruppe in vier neue aufgespalten wurde.

Die Nummerierung der neuen Einheiten D01 bis D73 erfolgte völlig neu von Norden nach Süden und nicht, wie im Handbuch, in umgekehrter Richtung. Daher ist sie nicht mit der Nummerierung der Haupteinheiten und Untereinheiten kompatibel, weshalb sie sich in den Landesämtern nicht durchgesetzt hat. Sogar das BfN selber folgt in der Systematik seiner Landschaftssteckbriefe weitgehend der – älteren – Systematik des Handbuchs.[http://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/themen/natura2000/Naturraeume_Deutschlands.pdf Biogeografische Regionen und naturräumliche Deutschlands] (PDF, 216 kB) nach Ssymiak (1994), Übersicht und Kommentar; Bundesamt für Naturschutz. Achtung: Im Dokument wird fälschlicherweise der Begriff Haupteinheiten verwendet!

Die Naturräume fasst Ssymiak zu 8 sogenannten Großlandschaften zusammen, die etwas weniger fein untergliedern als die Großregionen 2. Ordnung der Bundesanstalt für Landeskunde. Einzige Diskrepanz zwischen beiden Systemen ist die Aufspaltung des Norddeutschen Tieflandes in einen Ost- und einen Westteil, was mit der klimatischen Aufteilung in atlantisch und kontinental begründet wird. Die Grenze wird willkürlich unmittelbar östlich der Einheiten D22, D24, D28, D31 und D33 gezogen.
In der Literatur werden diese Großlandschaften bislang nicht zitiert.

Landschaftssteckbriefe des Bundesamtes für Naturschutz


Das BfN hat auch bundesweit eine Untergliederung in sogenannte Landschaften in Auftrag gegeben, für die je sogenannte Landschaftssteckbriefe erstellt wurden. Diese dienten in erster Linie einer Bestandsaufnahme über Schutzgebiete und Landnutzung und stellen keine naturräumliche Gliederung dar. Sie wurden auch mit relativ geringem Aufwand erstellt; insbesondere wurden Landschaften nur in seltenen Fällen vor Ort analysiert, sondern in der Hauptsache durch Satellitenbilder und vorhandene Listen beurteilt. Zusätzlich werden einzelne Infos aus den Einzelblättern 1:200.000 zusammengefasst, so diese existieren.

Die Landschaftssteckbriefe haben fünfstellige Kennziffern, deren erste drei meistens der naturräumlichen Haupteinheit nach dem Handbuch entsprechen; Ballungsräume werden davon getrennt sortiert.{{GeoQuelle|DE|BFN-Steckbriefe}}

Liste der Großregionen 1. bis 3. Ordnung


Die Haupteinheitengruppen, die mehr oder weniger Großregionen 3. Ordnung entsprechen, werden nachfolgend Großregionen 2. Ordnung und diese wiederum Großregionen 1. Ordnung zugeordnet. Diese Unterteilung entstammt in der Hauptsache den Publikationen des Instituts für Landeskunde seit 1960:
*Der erste Entwurf von Heinrich Müller-Miny erschien in der aktualisierten Karte zum Handbuch, den Übersichtskarten der Einzelblätter ab Erscheinungsjahr 1960 sowie im Handbuch 9. Lieferung (1962)[http://geographie.giersbeck.de/Naturraeumliche_Grossregionen_Deutschlands.pdf Naturräumliche Großregionenkarten 1960–1963, 1964–1978 und 1979–1994] nach Müller-Miny et al (PDF, 1,2 MB)
*In den Einzelblättern ab Erscheinungsjahr 1964 wurde dieser Entwurf leicht verändert:
**Das Oberpfälzisch-Obermainische Hügelland stieg von der Großregion 3. Ordnung zu einer zweiter Ordnung auf.
**Die Region 2. Ordnung Lössbörden wurde erweitert, insbesondere im Westen.
*Eine weitere Änderung gab es in den Einzelblättern ab 1979 (Blatt 182 Burghausen) bis zu den letzten erschienenen (Blätter München und Tegernsee 1994):
**Die Region 1. Ordnung Mittelgebirge wurde zweigeteilt in die Großregionen 1. Ordnung Mittelgebirgsschwelle und Schichtstufenland

*Die etwa seit Auflösung des Instituts für Landeskunde veröffentlichte und beständig weiterentwickelte Gliederung Naturräume in Sachsen gliedert den größeren Nordteil der Haupteinheitengruppe Oberlausitz den Lössbörden zu, sodass nur das Lausitzer Bergland im Süden in der Mittelgebirgsschwelle verbleibt.

Durch die Änderungen im Bereich der Lössbörden kommt es dazu, dass sich einige wenige Haupteinheitengruppen nunmehr auf zwei verschiedene Großregionen 2. oder gar 1. Ordnung verteilen.

Zur besseren Übersicht werden die Großregionen 1. und 2. Ordnung von Norden nach Süden, in zweiter Linie von Westen nach Osten geordnet aufgeführt. Innerhalb einer Region 2. bzw. 3. Ordnung folgt die Listung dann den vorangestellten Nummern nach Handbuch; die Nummern nach BfN sind in Klammern hintenan gestellt. Echte Großregionen 3. Ordnung sind fett und kursiv geschrieben.

Zur besseren Orientierung stehen rechts der Listen Ausschnittskarten, die alle im selben Maßstab gehalten sind.

Nord- und Ostsee


Hier erfolgt ausnahmsweise eine Listung der dreistelligen Haupteinheiten der Gruppe 90, da diese de facto Großregionen 3. Ordnung darstellen.

Nordsee



* 900 Deutsche Bucht (ohne Felssockel Helgoland) (D70)

* 901 Doggerbank und angrenzende zentrale Nordsee (D71)

Ostsee


* 902 Westliche Ostsee (D72)

* 903 Östliche Ostsee (D73)

Norddeutsches Tiefland


MarschlandGenauer Name der Großregion 2. bzw. 3. Ordnung unbekannt!


* 61 Ems- und Wesermarschen (D25)
* 67 Untere Elbeniederung (Elbmarsch) (D24)
* 68 Schleswig-Holsteinische Marschen (D21)


Mecklenburgisch-Vorpommersches Küstengebiet



* 71 Mecklenburgisch-Vorpommersches Küstengebiet (D01)

Nordostdeutsche Seenplatte


* 70 Schleswig-Holsteinisches Hügelland (D23)
* Nordostmecklenburgisches Flachland mit Oderhaffgebiet (D02)
** 72 Nordostmecklenburgisches Flachland
** 73 Oderhaffgebiet
* 74 Rückland der Mecklenburg-Brandenburger Seenplatte (D03)
* 75 Mecklenburgische Seenplatte (D04)
* (zu 80 Odertal (D07))
** Haupteinheiten 800 und 801


Zentrales Norddeutsches Tiefland


* Ems-Weser-Geest
** Dümmer-Geestniederung und Ems-Hunte-Geest (D30)
*** 58 Dümmer-Geestniederung
*** 59 Ems-Hunte-Geest
** 60 Ostfriesisch-Oldenburgische Geest (D26)
** 62 Weser-Aller-Flachland (D31)
* Nordelbische Geest
** 63 Stader Geest (D27)
** 64 Lüneburger Heide (D28)
** 69 Schleswig-Holsteinische Geest (D22)



* Ostdeutsches Platten- und Heideland
** Mecklenburg-Brandenburgisches Platten- und Hügelland (D05)
*** 76 Südwestliches Vorland der Mecklenburgischen Seenplatte
*** 77 Nordbrandenburgisches Platten- und Hügelland
*** 78 Luchland
** 79 Ostbrandenburgische Platte (D06)
** (zu 80 Odertal (D07))
*** Haupteinheiten 802 und 803
** Lausitzer Becken und Spreewald (D08)
** Brandenburgisches Heide- und Seengebiet (D12)
*** 81 Mittelbrandenburgische Platten und Niederungen
*** 82 Ostbrandenburgisches Heide- und Seengebiet
*** 83 Spreewald
*** 84 Lausitzer Becken- und Heideland
** 85 Fläming (D11)
** 86 Wendland und Altmark (D29)
** 87 Elbtalniederung (D09)
** 88 Elbe-Mulde-Tiefland (D10)
** 89 Oberlausitzer Heidelandschaft (D13)



* 54 Westfälische Bucht (Münsterländische Tieflandsbucht) (D34)
* Niederrheinisches Tiefland und Kölner Bucht (D35)
** 55 Niederrheinische Bucht
** 57 Niederrheinisches Tiefland


Lössbörden



* (zu 44 Oberlausitz (D14))
** Haupteinheiten 440 und 442 bis 444
* Sächsisches Hügelland und Erzgebirgsvorland (D19)
** 45 Erzgebirgsvorland
** 46 Sächsisches Hügelland (einschl. Leipziger Land)
* 50 Mitteldeutsches Schwarzerdegebiet (auch: Östliches Harzvorland und Börden; D20)
* 51 Nördliches Harzvorland (D33)
* 52 Niedersächsische Börden (D32)
* (zu Dümmer-Geestniederung und Ems-Hunte-Geest (D30))
** (zu 58 Dümmer-Geestniederung)
*** Haupteinheit 582, Süden von 583
* (zu 62 Weser-Aller-Flachland (D31))
** Haupteinheit 628


Mittelgebirgsschwelle


Rheinisches Schiefergebirge



* 24 Hunsrück (D42)
* 25 Moseltal (D43)
* 29 Mittelrheingebiet (D44)
* Eifel (mit Vennvorland) (D45)
** 27 Osteifel
** 28 Westeifel
** 56 Vennvorland
* 30 Taunus (D41)
* 31 Gießen-Koblenzer Lahntal (D40)
* 32 Westerwald (D39)
* 33 Süderbergland (D38)


Niedersächsisch-Hessisches Bergland



* 244245Niedersächsisches Bergland246247 (mit Weser- und Leine-Bergland) (D36 )
** 36 Oberes Weserbergland
** 37 Weser-Leine-Bergland
** 53 Unteres Weserbergland
* Hessisches Bergland
** 34 Westhessisches Bergland (D46)

** 35 Osthessisches Bergland (D47)

Harz


* 38 252253Harz254255 (D37)

Thüringer Becken


* 47/8 Thüringer Becken (mit Randplatten) (D18)

Östliche Mittelgebirgsschwelle


* Thüringisch-Fränkisches Mittelgebirge (mit Vogtland)
** 39 Thüringisch-Fränkisches Mittelgebirge (D48)
** 41 Vogtland (D17)
* 42 Erzgebirge (D16)
* Westliche Sudeten
** 43 Sächsisch-Böhmisches Kreidesandsteingebiet (D15)
** (zu 44 Oberlausitz (D14))
*** Haupteinheit 441 Lausitzer Bergland
* 40 Oberpfälzisch-Bayerischer Wald (D63)


Schichtstufenland beiderseits des Oberrheingrabens

Pfälzisch-Saarländisches Schichtstufenland



* 17 Pfälzerwald (Haardtgebirge) (D51)
* 18 Pfälzisch-Saarländisches Muschelkalkgebiet ohne Merziger Muschelkalkplatte (D50)
* 19 Saar-Nahe-Bergland (D52)
* Lothringisches Trias-Lias-Gebiet
** 26 Gutland (Bitburger Land) (D49)
** (zu 18 Pfälzisch-Saarländisches Muschelkalkgebiet (D50))
*** Haupteinheiten 182 und 183


Oberrheinisches Tiefland



* Oberrheinisches Tiefland (D53)
** 20 Südliches Oberrheintiefland
** 21 Mittleres Oberrheintiefland
** 22 Nördliches Oberrheintiefland

** 23 Rhein-Main-Tiefland

Südwestdeutsches Stufenland

* Schwäbische und Fränkische Alb
** 08 Fränkische Alb (D61)
** 09 Schwäbische Alb (D60)
* Schwäbisch-Fränkisches Keuper-Lias-Land
* 10 Schwäbisches Keuper-Lias-Land (D58)
* 11 Fränkisches Keuper-Lias-Land (D59)
* Schwäbisch-Fränkische Gäue
** 12 Neckar- und Tauber-Gäuplatten (D57)
** 13 Mainfränkische Platten (D56)
* 14 Odenwald, Spessart und Südrhön (D55)
* 15 Schwarzwald (D54)

* 16 Dinkelberg und Hochrheintal (D69)

Oberpfälzisch-Obermainisches Hügelland


* 07 Oberpfälzisch-Obermainisches Hügelland (D62)

Alpenvorland


Nördliches Alpenvorland



* 04 Donau-Iller-Lech-Platte (D64)
* Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten (D65)
** 05 Isar-Inn-Schotterplatten

** 06 Unterbayerisches Hügelland

Südliches Alpenvorland


* Voralpines Hügel- und Moorland (= Südliches Alpenvorland; D66)
** 02*Diese Gruppe wurde erst im Jahr 1991 ausgerufen und ist verschieden von der alten Gruppe 02, siehe #Abweichende Gliederung nach Dongus und Hormann Nagelfluhhöhen und Senken zwischen Bodensee und Wertach

** 03 Subalpines Jungmoränenland

Alpen


Nördliche Kalkalpen


* 01 Nördliche Kalkalpen (D68)

Schwäbisch-Bayerische Voralpen


* 02 Schwäbisch-Bayerische Voralpen (D67)

Abweichende Gliederung nach Dongus und Hormann


Die vier Einzelblätter mit Alpenanteil sind erst vergleichsweise spät erschienen. Klaus Hormann schlug im 1978 erschienenen Blatt Salzburg vor, die bisherige Aufspaltung in die Gruppen 01 und 02 aufzugeben und die Ziffern ab 90, die auf dem Festland noch nicht vergeben waren, für eine vom Handbuch deutlich abweichende Gliederung zu verwenden. Diesem Vorschlag folgte auch Hansjörg Dongus, der in den Jahren 1991 bis 1994 die anderen Alpenblätter (Tegernsee, Kaufbeuren/Mittenwald, Lindau/Oberstdorf) als welche der allerletzten Blätter bearbeitete.

Der Pfänder wird, abweichend vom Handbuch, von Dongus nicht den Alpen, sondern dem Alpenvorland zugerechnet. Er wird gemeinsam mit dem Adelegg und dem Rottachberg in die neue Gruppe 02 Nagelfluhhöhen und Senken zwischen Bodensee und WertachUrsprünglicher Name auf Blatt Lindau/Oberstdorf (1991) war Nagelfluhhöhen und Senken zwischen Bodensee und Isar; indes stellte sich im östlich benachbarten Blatt Kaufbeuren/Mittenwald (1993) heraus, dass diese Einheit nur bis zur Wertach reicht. eingegliedert. Auch die ganz in der Schweiz liegenden und von Süden an den Bodwensee stoßenden Molassekämme von St. Gallen-Appenzell werden, ohne Nummernvergabe, in Abweichung vom Handbuch dem Alpenvorland zugerechnet.

Die Einheiten sind z. T. nicht einfach zusammenhängend. Nachfolgend sind hier ausnahmsweise auch die Haupteinheiten (dreistellig) aufgeführt:

*9 Alpen
**90 Becken und Talböden zwischen den Hauptgruppen der Alpen
***900 Becken und Talböden im Westteil der Vorarlberg-Allgäuer Alpen
***901 Illertal bzw. Becken und Talböden im Ostteil der Vorarlberg-Allgäuer Alpen
***902 Inntal
***907 Becken und Talböden am Nordrand der Kitzbüheler Schieferalpen
**91 Östliche Zentralalpen
**92 Schieferalpen der Nördlichen Grauwackenzone
***922 Westliche Kitzbüheler Schieferalpen
***923 Östliche Kitzbüheler Schieferalpen
***924 Taxenbacher Schieferalpen
***925 Radstädter Schieferalpen
**93 Nördliche Kalk-Ostalpen
***930 Becken und Talböden zwischen den Hauptgruppen der Nördlichen Kalk-Ostalpen
***931 Allgäuer Alpen
***932 Lechtaler Alpen
***933 Inntaler Riffkalkketten
***934 Salzburger Plateau-Kalkalpen
***935 Bayerisch-Tiroler Zwischenkalkalpen
***936 Randketten der Nördlichen Kalk-Ostalpen bzw. Kalkalpenrandketten bzw. Randkalkalpen
**94 Flyschalpen
***940 Vorarlberger und Westallgauer Flyschalpen
***941 Ostallgäuer Flyschalpen
***942 Trauchgau-Murnauer (Ammergauer) Flyschalpen
***943 Tölz-Tegernsee-Chiemgauer Flyschalpen
***944 Westliche Salzburger Flyschalpen
***945 Östliche Salzburger Flyschalpen
**95 Nordliche Kalk-Westalpen
***950 Vorarlberg-Allgäuer Quintner- und Schrattenkalkgewö1be
**96 Schweizer und Allgäuer Nagelfluhschichtkämme
***960 Allgäuer Nagelfluhschichtkämme
**(Alpen westlich des Alpenrheins – ganz in der Schweiz und ohne Kennziffer)
***Alpsteingruppe

***Gäbris-Schichtkämme

Einzelnachweise


Siehe auch


* Liste der naturräumlichen Einheiten in Baden-Württemberg
* Liste der naturräumlichen Einheiten in Hessen
* Liste der naturräumlichen Einheiten in Nordrhein-Westfalen
* Liste der naturräumlichen Einheiten in Rheinland-Pfalz
* Liste der naturräumlichen Einheiten im Saarland
* Liste der naturräumlichen Einheiten in Schleswig-Holstein
* Naturräume in Sachsen
* Die Naturräume Thüringens
* Geomorphologische Einteilung Polens

* Geomorphologische Einteilung Tschechiens

Literatur


* Emil Meynen, Josef Schmithüsen: Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands. Bundesanstalt für Landeskunde, Remagen/Bad Godesberg 1953–1962 (9 Lieferungen in 8 Büchern, aktualisierte Karte 1:1.000.000 mit Haupteinheiten 1960).

* A. Ssymank: Neue Anforderungen im europäischen Naturschutz. Das Schutzgebietssystem Natura 2000 und die "FFH-Richtlinie der EU". – Zeitschrift „Natur und Landschaft“ Jg. 69. 1994, Heft 9: S. 395-406. Bonn-Bad Godesberg. ISSN 0028-0615

Weblinks


* [http://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/themen/natura2000/Naturraeume_Deutschlands.pdf Biogeografische Regionen und naturräumliche Deutschlands] (PDF, 216 kB) nach Ssymiak (1994), Übersicht und Kommentar; Bundesamt für Naturschutz. Achtung: Im Dokument wird fälschlicherweise der Begriff Haupteinheiten verwendet!
* {{GeoQuelle|DE|BFN-Karten|ref=nein}}
* {{GeoQuelle|DE|BFN-Steckbriefe|ref=nein}}

* [http://geographie.giersbeck.de/naturraeumlichegliederung.htm Einordnung der alten Haupteinheiten 010–903 und -gruppen 01–90 in die neuen Obereinheiten D01-D73 nach BfN]

!Deutschland, Naturraumliche Haupteinheiten
Naturraumliche Grossregionen Deutschlands
! Naturraumliche Grossregionen Deutschlands

Naturräumliche Einheiten, Deutschland

cs:Geomorfologické členění Německa
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nl:Natuurlijke regio's van Duitsland
pl:Regionalizacja fizycznogeograficzna Niemiec
simple:Natural regions of Germany

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