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Niederkirchen bei Deidesheim

17.05.2012 @ 11:46, Aka,

{{Infobox Gemeinde in Deutschland
|Art = Ortsgemeinde
|Wappen = Wappen Niederkirchen.png
|Breitengrad = 49/24/54/N
|Längengrad = 8/12/36/E
|Lageplan = Niederkirchen bei Deidesheim in DÜW.svg
|Bundesland = Rheinland-Pfalz
|Landkreis = Bad Dürkheim
|Verbandsgemeinde = Deidesheim
|Höhe = 110
|Fläche = 3.78
|PLZ = 67150
|Vorwahl = 06326
|Kfz = DÜW
|Gemeindeschlüssel = 07332039
|Adresse-Verband = Am Bahnhof 5
67146 Deidesheim
|Website = [http://www.niederkirchen.de/ www.niederkirchen.de]
|Bürgermeister = Josef Seckinger
|Bürgermeistertitel= Ortsbürgermeister
|Partei = CDU
}}
Niederkirchen bei Deidesheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Deidesheim an.

Geschichte


Erstmals erwähnt wurde Niederkirchen 699 als Didinnes-chaime in einer Urkunde des Klosters Weißenburg. Der erste urkundliche Beleg für den hiesigen Weinbau stammt aus einer Urkunde des Klosters Fulda, datiert auf das Jahr 770. Mit dem im Jahre 1060 begonnen romanischen Kirchengebäude mit seinem markanten Kirchturm erhielt Niederkirchen sein bis heute bestehendes Wahrzeichen. Im Laufe des 11. Jahrhunderts kam der Ort in den Besitz der Fürstbischöfe von Speyer. Vermutlich im 13. Jahrhundert spaltete sich vom Mutterort das heutige Deidesheim ab, woraufhin sich der Name des Ortes von Unterdeidesheim über Niederdeidesheim zu Niederkirchen entwickelte. Die Lage im Herzen Europas machte Niederkirchen immer wieder zum Opfer von Kriegen, so auch im Dreißigjährigen Krieg, infolge dessen der Ort fast vollständig ausstarb. Mit der Annexion der linksrheinischen Gebiete durch die französischen Volksheere 1794 wurde Niederkirchen Teil der französischen Republik und 1798 dem Département du Mont-Tonnerre zugeteilt. Von 1816 bis 1935 gehörte der Ort zu Bayern und war während der Zeit des Nationalsozialismus von 1935 Teil des Gaus Saarpfalz, von 1940 an Teil der Westmark. Seit 1946 ist Niederkirchen Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Religion


Ende 2011 waren 67,7 Prozent der Einwohner katholisch und 17,4 Prozent evangelisch. 14 Prozent waren konfessionslos und 0,9 Prozent gehörten einer sonstigen Religion an.[http://www.ewois.de/Statistik/user/htmlgen.php?stichtag=31.10.2011&ags=33201039&type=OG&linkags=0733201039 ewois, Stand: 31. Oktober 2011]

Politik


Gemeinderat


Der Gemeinderat in Niederkirchen bei Deidesheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[http://www.wahlen.rlp.de/kw/wahlen/2009/gemeinderatswahlen/ergebnisse/3320103900.html Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Gemeinderatswahlen]
{| class="wikitable" width="300"
|- bgcolor="#eeeeee" align="center"
! Wahl || SPD || CDU || FWG || Gesamt
|- align="center"
| 2009 || 1 || 10 || 5 || 16 Sitze
|- align="center"
| 2004 || – || 9 || 7 || 16 Sitze

|}

Bürgermeister


Der Ortsbürgermeister Niederkirchens ist Josef Seckinger (CDU), der sich bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Direktwahl mit 68,4 % der abgegebenen Stimmen gegen seinen Herausforderer von der FWG, Hans Stähly, durchsetzen konnte. Seckingers Vorgänger war Helmut Kähs (CDU).

Wappen


Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Rot ein schwebendes angetatztes goldenes Kreuz, oben links und unten rechts bewinkelt von je einem sechsstrahligen silbernen Stern“.

Es wurde 1927 vom Bayerischen Staatsministerium des Innern genehmigt und geht zurück auf das Wappen von Deidesheim, aus dem Niederkirchen hervorging. Zur Unterscheidung wurden die Farben und die Anordnung der Sterne abgeändert.Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3

Ein früheres Siegel zeigte zwei gekreuzte Schwerter und einen Stern.

Kultur und Sehenswürdigkeiten



File:Niederkirchen bei Deidesheim 02.JPG|Ortsbild mit Kirchturm
File:Katholische Kirche in Niederkirchen 04.JPG|Kirche
File:Osterbrunnen-Niederkirchen.JPG|Osterbrunnen
File:Niederkirchen bei Deidesheim 05.JPG|Ortseingang

Bauwerke


thumb|Pfarrkirche St. Martin

Die katholische Pfarrkirche St. Martin ist eines der ältesten christlichen Baudenkmäler der Pfalz. Die Kirche wurde 1235 erstmals urkundlich erwähnt, Baubefunde lassen jedoch darauf schließen, dass ihr markanter romanischer Vierungsturm aus der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts stammt. Der Chor der Kirche stammt vermutlich aus der Zeit um 1300, das Langhaus wurde 1955/56 angebaut. Der Vierungsturm erfüllte ursprünglich auch die Funktion eines Chorraums; er war also eine Chorturmanlage, ein weitverbreiteter Bautyp mittelalterlicher Landkirchen.

Als eine der wenigen erhaltenen Dorfkirchen aus dem 11. Jh. in der Pfalz und wegen ihrer unmittelbaren Nachbarschaft zur stilistisch ähnlichen Klosterkirche der Limburg bei Bad Dürkheim und zum Speyerer Dom ist die Niederkirchener Pfarrkirche von besonderer kunsthistorischer Bedeutung.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Niederkirchen bei Deidesheim

Sport


Den sicherlich größten Erfolg, gerade für einen Verein aus der Provinz, verzeichnete die Frauenfußballmannschaft des TuS Niederkirchen 1993 mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft.

Regelmäßige Veranstaltungen


Am letzten Wochenende des Juni findet in Niederkirchen das Fest um den Wein statt, ein Weinfest, bei dem hiesige Weinbaubetriebe Ausschankstellen rund um den Dorfplatz betreiben.

Söhne und Töchter der Gemeinde


* Susanne Winterling, Pfälzische Weinkönigin 2006/2007, Deutsche Weinprinzessin 2007/2008
* Eva-Maria Weisbrodt, (Pfälzische Weinprinzessin 2009/2010)

Weblinks


*{{commonscat}}
* [http://www.lebendiges-niederkirchen.de/ Lebendiges Niederkirchen]

* [http://www.niederkirchen.de/ www.niederkirchen.de - Teil der Urlaubsregion Deidesheim]

Einzelnachweise


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Kategorie:Weinort in Rheinland-Pfalz

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