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Personalkosten

17.03.2012 @ 10:28, Este,

Personalkosten bestehen aus den Kosten für Gehälter und Löhne, die als Lohnkosten bezeichnet werden, zudem aus den Kosten für soziale Aufwendungen, sowie aus den Personalnebenkosten wie zum Beispiel Entgeltfortzahlungen oder Fortbildungsmaßnahmen. Personalkosten beziehen sich außerdem immer auf einen Arbeitnehmer und einen bestimmten Zeitraum.

Zu den Personalkosten gehören Zahlungen von Versicherungsbeiträgen an Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- oder Unfallkassen. Diese Kosten werden meist geteilt, wobei nur der Anteil, den der Arbeitgeber zu zahlen hat, den Personalkosten angerechnet wird.

In Dienstleistungsbereichen machen Personalkosten üblicherweise 80 Prozent der Kosten aus. Häufig sind Personalkosten kurzfristig kaum zu beeinflussen, weshalb Personalkosten bei der Planung von Unternehmen eine wichtige Rolle spielen.

Buchung


* Lohnaufwand (Bruttolohn) an
** Bankkonto
** Zugang Lohnsteuerverbindlichkeit
** Zugang Verbindlichkeit Sozialversicherung (Arbeitnehmeranteil)
* Aufwand aus gesetzlichen Sozialversicherungskosten an

** Zugang Verbindlichkeit Sozialversicherung (Arbeitgeberanteil)

Buchung von Sachbezügen

1. Lohnaufwand (Bruttolohn) an

* Umsatzertrag

* Umsatzsteuer (Deutschland)

2. Lohnaufwand (Bruttolohn ohne Sachbezug) an

* Zugang Lohnsteuerverbindlichkeit
* Zugang Verbindlichkeit Sozialversicherung (Arbeitnehmeranteil)

* Bankkonto (Auszahlungsbetrag)

3. Aufwand aus gesetzlichen Sozialversicherungskosten an

* Zugang Verbindlichkeit Sozialversicherung (Arbeitgeberanteil)

Aus dem Verhältnis von Personalkosten und Umsatz berechnet sich die Personalkostenquote.

Siehe auch: Lohnnebenkosten

Kalkulation von Personalkosten

Personalkosten können als Summe von Personaleinzelkosten und Personalgemeinkosten kalkuliert werden. Nachkalkulatorisch fehlt meist die entsprechende Aufschlüsselung in Einzelkosten, so dass die Personaleinzelkosten häufig von den Materialeinzelkosten abgeleitet werden. Das ist für eine materielle Produktion unproblematisch, für einen Servicebetrieb ist dieser Ansatz ungeeignet.

Das mitlaufende und zeitnahe automatische Erfassen der Personaleinzelkosten ist der einzige taugliche Ansatz, um zu einer authentischen Datenbasis zu gelangen. Jede Selbstaufschreibung wird durch Interessen der Beteiligten verzerrt sein und erlaubt keine revisionsfeste Nachkalkulation. Das erfordert mindestens die Erfassung einzelner Verrichtungen mit Zeitstempel für Anfangszeiten, nachfolgende Verteilzeiten fallen dabei jeweils der laufenden Verrichtung zu.

Technische Lösungen zum Ersatz der Selbstaufschreibung durch mitlaufende automatische Erfassung werden durch Personalvertreter angefeindet, solange sie dem einzelnen Mitarbeiter als angemessene Gegenleistung für diese scheinbare Kontrolle keine Transparenz liefern, sondern lediglich als Kontrollinstrument angesehen werden. Dem entgegen steht, dass ausschließlich die Selbstkontrolle der Mitarbeiter die intrinsische Motivation liefert, die einen Servicebetrieb besonders wettbewerbsfähig macht. Gut verträgliche Ansätze sind neu in Markt [http://www.gor-hcm.de/htdocs/abstracts/2010/Niemeyer-Stein.pdf Personalkennzeichen] [http://www.gor-hcm.de/htdocs/Folien/2010/Niemeyer.pdf Personenkennzeichen im Klinikbetrieb]

Literatur


* Berthel, J., Becker, F.G.: Personal-Management, 8. Aufl., Stuttgart 2007
* Bühner, R.: Personalmanagement, 3. Aufl., München/Wien 2005
* Henselek, H.: Personalkosten und -aufwand, in: Handwörterbuch des Personalwesens, Hrsg. E. Gaugler, W.A. Oechsler, W. Weber, 3. Aufl., Stuttgart 2004, Sp. 1554-1566
* Kolb, M.: Personalmanagement, Wiesbaden 2008
* Scholz, C.: Personalmanagement, 5. Aufl., München 2000

* Siebert, G.: Personalaufwendungen, in: Handwörterbuch der Rechnungslegung und Prüfung, Hrsg. W. Ballwieser, A.G. Coenenberg, K.v. Wysocki, 3. Aufl., Stuttgart 2002, Sp. 1648-1662

Einzelnachweise


Kategorie:Arbeitsmarkt
Kategorie:Personalwesen

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