Polen in Deutschland
Die Zahl der derzeit in der Bundesrepublik Deutschland wohnenden Polen lässt sich nicht exakt beziffern.
Schätzungen reichen von 1,5 Millionen Menschen mit polnischem Migrationshintergrund[http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/07/PD10__248__122,templateId=renderPrint.psml Erstmals mehr als 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland.] Statistisches Bundesamt (Mikrozensus 2009 in Deutschland) bis zu zwei Millionen[http://www.wspolnota-polska.org.pl/index.php?id=pwko00 Wspólnota Polska – Polonia w liczbach.] (Schätzwerte der Stiftung Wspólnota Polska, 2007) Menschen mit einer ganz oder teilweise polnischen ethnischen, kulturellen oder sprachlichen Identität. Die Zahl der Personen mit ausschließlich polnischer Staatsbürgerschaft liegt bei 468.481 (2011).[https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/MigrationIntegration/AuslaendBevoelkerung.html?nn=68748 Ausländische Bevölkerung - FS 1 R. 2] Fachserie 1 Reihe 2 - 2011 (destatis) Die Anzahl der Polen mit polnischer und deutscher Staatsbürgerschaft wurde 2005 mit 1,2 Millionen angegeben. Menschen polnischer Abstammung leben heute insbesondere in den Ballungsgebieten Ruhrgebiet, Berlin, Hamburg und München sowie seit dem EU-Beitritt Polens auch vermehrt auf deutscher Seite im deutsch-polnischen Oder-Neiße-Grenzgebiet.
Geschichte
Seit den polnischen Teilungen von 1772, 1793 und 1795 und der Eingliederung von Teilen des polnischen Territoriums in den preußischen Staat lebten innerhalb der Grenzen des preußischen Staates über 3 Millionen polnischsprachige Menschen, vor allem in den neuen preußischen Provinzen Posen und Westpreußen.[http://www.berlin.polemb.net/index.php?document=127 Die Polen in Deutschland]. Website der Botschaft der Republik Polen in Berlin. Abgerufen am 25. März 2011
Der verstärkte Zuzug von Polen an Spree, Rhein und Ruhr fiel zusammen mit der Phase des Übergangs vom Agrar- zum Industriestaat und dem damit verbundenen erheblichen Bedarf an Arbeitskräften einerseits und dem hohen Bevölkerungsüberschuss durch die Agrarreform in den preußischen Ostprovinzen andererseits. So setzte in den 80er und vor allem 90er Jahren des 19. Jahrhunderts eine Massenauswanderung aus den Ostprovinzen ein, die in einer Ost-West-Wanderung in Berlin, Mitteldeutschland und dem Ruhrgebiet mündete. Bereits seit den 1870er Jahren herrschte in den Industriegebieten an Rhein und Ruhr vor allem durch die rasche Expansion des Steinkohlebergbaus ein erhöhter Arbeitskräftebedarf. Da dieser nicht mehr aus dem näheren Umfeld befriedigt werden konnte, mussten Arbeitskräfte aus anderen Regionen angeworben werden.
Bis zum Ersten Weltkrieg war ein Zuwachs von mehr als zwei Millionen Menschen aus dem Osten zu verzeichnen. Dabei erreichte der Anteil der polnischen Bevölkerung in manchen Kreisen, wie 1900 beispielsweise in Recklinghausen mit 13,8 % oder im Landkreis Gelsenkirchen mit 13,1 %, beachtliche Werte.Michel Rademacher: [http://www.verwaltungsgeschichte.de/fremdspr_krei.html#polnisch Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1971 bis zur Wiedervereinigung 1990]. Auflistung fremdsprachiger Minderheiten im Deutschen Reich nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1900
1903 wurde die Polnische Nationaldemokratische Partei gegründet, die in den 1920er Jahren durch die "Polnische Volkspartei" und 1932 durch die "Polenliste" abgelöst wurde. Prominentester Vertreter der Polenpartei im Reichstag war der schlesische Journalist Wojciech Korfanty.
In der Weimarer Republik wurden die Polen als nationale Minderheit anerkannt. Die Gesamtzahl der Polen betrug zur Zeit der Weimarer Republik nach polnischer Zählung (die unrealistisch hoch erscheint) etwa 2 Millionen, wobei auch Masuren und Oberschlesier eingerechnet waren. Die amtlichen deutschen Statistiken aus der Mitte der 1920er Jahre wiesen etwa 200.000 Personen mit polnischer Muttersprache aus.Thomas Urban: Der Verlust: die Verteibung der Deutschen und Polen im 20. Jahrhundert. Kapitel: Säbelgerassel auf beiden Seiten. ISBN 340652172X Die Stimmen für polnische Parteien lagen bei den Reichstagswahlen in der Zeit der Weimarer Republik 1919–32 zwischen 33.000 und 101.000.[http://www.gonschior.de/weimar/Deutschland/ Andreas Gonschior: Wahlen in der Weimarer Republik, Abschnitt Reichstagswahlen]Im August 1939 wurde die Führung der polnischen Minderheit, kurz vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs verhaftet und anschließend in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Buchenwald interniert. Am 7. September 1939, unmittelbar nach Beginn des Polenfeldzugs, wurde die Anerkennung als nationale Minderheit von der nationalsozialistischen Diktatur Hitlers per Dekret widerrufen und der Bund der Polen in Deutschland verboten. Am 3. Juni 1940 wurden die Immobilien, Banken und sonstiges Vermögen der polnischen Minderheitsorganisationen im Deutschen Reich beschlagnahmt.
Mit der Westverschiebung Polens an die Oder-Neiße-Linie 1945 kamen die Gebiete, in denen eine autochthone polnische Minderheit ansässig war (vor allem die Grenzregionen der preußischen Provinzen Grenzmark Posen, Westpreußen, Oberschlesien und Ostpreußen) zum nunmehr kommunistisch beherrschten Polen.
Seit den 50er Jahren kamen in die Bundesrepublik insgesamt ca. 2,5 Millionen Menschen aus Polen, vor allem Spätaussiedler, aber auch politische Emigranten der Solidarność-Zeit.
Aktuelle Situation
Zahlen
Bei den in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Polen handelt es sich mehrheitlich um deutsch-polnische Aussiedler, die zusammen mit den anderen polnischstämmigen Bevölkerungsgruppen etwa 1,9 % (Mikrozensus 2009; laut polnischer Quellen: 2,5 %) der Bevölkerung ausmachen. Die Angabe einer tatsächlichen Zahl wird durch die Tatsache erschwert, dass ein Großteil der Aussiedler zwar in Polen geboren wurde, aber aufgrund seiner Deutschstämmigkeit in die Bundesrepublik kam. Diese Personen gelten als Deutsche im Sinne des Artikels 116 Abs. 1 des Grundgesetzes und besitzen somit die deutsche Staatsbürgerschaft.
Identität und Bekenntnis zum Polentum sind aufgrund historischer Entwicklungen in der polnischsprachigen Bevölkerung unterschiedlich ausgeprägt. Daraus resultiert die Existenz einer Vielzahl von Begriffen, wie Polnischsprachige, Personen polnischer Herkunft und Polnischstämmige, welche diese Bevölkerungsgruppe beschreiben. In dieser Großgruppe sind Personen mit vielfältigen Bindungen an die polnische Kultur vertreten, die sich selbst zum Beispiel auch als Deutsche, Masuren, Kaschuben oder Schlesier bezeichnen und unter den Termini Aussiedler und Spätaussiedler geführt werden.Sebastian Nagel: [http://www.ifa.de/fileadmin/pdf/dokument/polonia2009.pdf Zwischen zwei Welten. Kulturelle Strukturen der polnischsprachigen Bevölkerung in Deutschland – Analyse und Empfehlungen.] Institut für Auslandsbeziehungen, Stuttgart 2009, Abgerufen am 6. Mai 2010
2011 lebten dauerhaft in Deutschland 468.481 Menschen mit ausschließlich polnischer Staatsangehörigkeit.[https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/MigrationIntegration/AuslaendBevoelkerung.html?nn=68748 Ausländische Bevölkerung am 31.12.2011]. Statistisches Bundesamt Dies entspricht etwa 0,57 % der Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik.
Rechtlicher Status
In Artikel 20 und 21 des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrages vom 17. Juni 1991 verpflichten sich beide Länder, die Rechte der in ihren Staatsgebieten ansässigen Personen der jeweils anderen Abstammung zu respektieren:
{{zitat|Art. 20
:(1) Die Angehörigen der deutschen Minderheit in der Republik Polen, das heißt Personen polnischer Staatsangehörigkeit, die deutscher Abstammung sind oder die sich zur deutschen Sprache, Kultur oder Tradition bekennen, sowie Personen deutscher Staatsangehörigkeit in der Bundesrepublik Deutschland, die polnischer Abstammung sind oder die sich zur polnischen Sprache, Kultur oder Tradition bekennen, haben das Recht, einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen Mitgliedern ihrer Gruppe ihre ethnische, kulturelle, sprachliche und religiöse Identität zum Ausdruck zu bringen, zu bewahren und weiterzuentwickeln, frei von jeglichen Versuchen, gegen ihren Willen assimiliert zu werden. Sie haben das Recht, ihre Menschenrechte und Grundfreiheiten ohne jegliche Diskriminierung und in voller Gleichheit vor dem Gesetz voll und wirksam auszuüben.
:(2) Die Vertragsparteien verwirklichen die Rechte und Verpflichtungen des internationalen Standards für Minderheiten (...)
Art. 21:(1) Die Vertragsparteien werden die ethnische, kulturelle, sprachliche und religiöse Identität der in Artikel 20 Absatz 1 genannten Gruppen auf ihrem Hoheitsgebiet schützen und Bedingungen für die Förderung dieser Identität schaffen. (...)
:(2) Die Vertragsparteien werden insbesondere
:-im Rahmen der geltenden Gesetze einander Förderungsmaßnahmen zugunsten der Angehörigen der in Artikel 20 Absatz 1 genannten Gruppen oder ihrer Organisationen ermöglichen und erleichtern.|}}
Standpunkt der deutschen Bundesregierung
Nach Ansicht der Bundesregierung kann den in Deutschland lebenden Polen deutscher Staatsangehörigkeit als zugewanderter Gruppe – im Gegensatz zur alteingesessenen autochthonen deutschen Minderheit in Polen – nach deutschem Recht und dem Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten des Europarates vom 1. Februar 1995[http://conventions.coe.int/Treaty/ger/Treaties/Html/157.htm Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten] vom 1. Februar 1995 nicht der Status einer nationalen Minderheit zuerkannt werden.[http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0121/politik/0011/index.html Die meisten Aussiedler haben sich gut integriert.] Berliner Zeitung, 21. Januar 2010 Die Bundesregierung verweist darauf, dass die in Deutschland lebenden Polen auch im Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrag nicht als nationale Minderheit bezeichnet werden. Zudem stünden den deutschen Staatsbürgern polnischer Abstammung alle bürgerlichen und politischen Rechte zu und damit auch die Möglichkeit der Pflege der eigenen Kultur und Muttersprache.[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/14/040/1404045.pdf Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke und der Fraktion der PDS zur Förderung deutscher Minderheiten in Osteuropa seit 1991/1992] vom 6. September 2000[http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5147759,00.html Quo vadis Polonia?] Deutsche Welle, 19. Januar 2010
Standpunkt der polnischen Politiker und Volksgruppen
Nach Meinung der Vertreter der polnischen Volksgruppe ignoriert die Bundesregierung dabei die Tatsache, dass die in Deutschland geborenen Nachkommen der polnischen Minderheit sowie die Nachkommen der Angehörigen der polnischen Minderheit in Deutschland, die nach deutschem Recht per Geburt als deutsche Staatsbürger in Polen geboren wurden, sich aber als Polen verstehen und in Deutschland leben. Aus Sicht der deutschen Regierungsbehörden sind alle aus Polen eingereisten Aussiedler ausschließlich deutsche Staatsbürger. Das entspricht aber nicht unbedingt der Realität, weil die meisten in den 60er, 70er und vor allem in den 80er Jahren nach Deutschland eingereisten Aussiedler, weiterhin polnische Staatsbürger geblieben sind, aber nach dem deutschen Recht auch den Anspruch auf deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Diesem Personenkreis gehören jedoch oft die Nachkommen der früheren polnischen Minderheit in Deutschland, die vor allem wegen der allgemein in diesem Zeitraum kritischen wirtschaftlichen und politischen Lage aus der damaligen Volksrepublik Polen nach Deutschland ausgewandert sind.[http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/default.asp?tpl=common/zwischenseite.asp&dx1={EFD5D286-526C-B416-B7F4-9A41BE5E525A}&rub={867F03D4-4419-425A-BE6D-CC0E9D5A8505} Eine kompliziert umschriebene Minderheit.] FAZ, 29. Dezember 2009 Die Bundesrepublik hat diesen Zustand im Bundesvertriebenengesetz § 3 auch auf die Angehörigen der Nachkommen der ehemaligen deutschen Staatsbürger polnischer Kultur und auf deren Familienangehörigen unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit erweitert.
Nach Art. 116 GG nach deutschem Verfassungsrecht gilt jeder, der„die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt oder als Flüchtling oder Vertriebener deutscher Volkszugehörigkeit oder als dessen Ehegatte oder Abkömmling in dem Gebiete des Deutschen Reiches nach dem Stande vom 31. Dezember 1937 Aufnahme gefunden hat“, heute noch als „Deutscher“. „Damit ergibt sich nach deutscher Auffassung, daß die in den Oder-Neiße-Gebieten lebenden früheren deutschen Staatsbürger und ihre Nachkommen weiterhin die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Da nur die Staatsbürgerschaft und nicht ethnische Kriterien zugrunde gelegt wurden, sind also auch die mehr als eine Million Polen, die im Deutschen Reich in den Grenzen von 1937 als anerkannte Minderheit lebten, und ihre Nachkommen Deutsche im Sinne des Grundgesetzes.“Klaus Ziemer: [http://www.expolis.de/schlesien/texte/simonides.jsp Die deutsche Minderheit in Polen nach 1945.] Berlin 1990, Tagung in der Evangelischen Akademie
So erklärt sich, dass die meisten deutschen Staatsangehörigen polnischer Minderheit Doppelstaatler sind.[http://www.welt.de/die-welt/politik/article5815073/Wir-wollen-eine-symmetrische-Erfuellung-des-Nachbarschaftsvertrags.html Wir wollen eine symmetrische Erfüllung des Nachbarschaftsvertrags.] Die Welt, 12. Januar 2010[http://www.welt.de/politik/ausland/article5593463/Polen-fordern-mehr-Rechte-in-Deutschland.html Polen fordern mehr Rechte in Deutschland.] Die Welt, 21. Dezember 2009
Vertreter der polnischen Volksgruppe fordern die Anerkennung der Polen in Deutschland als nationale Minderheit und Gewährung der daraus resultierenden Rechte.[http://www.polonia.org/nauman.htm Schreiben des "Konvents der Polnischen Organisationen in Deutschland" an den damaligen Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien] Michael Naumann vom 27. November 2000 Zudem fordern sie die Beseitigung ihrer Meinung nach bestehender Asymmetrie.[http://www.handelsblatt.com/politik/international/neue-forderungen-stresstest-fuer-deutsch-polnisches-verhaeltnis;2512569 Stresstest für deutsch-polnisches Verhältnis.] Handelsblatt, 14. Januar 2010 Aufsehen erregten in diesem Zusammenhang Fälle, in denen nach Scheidung binationaler Ehen, der Sorgerechtsentzug den polnischen, bzw. ausländischen Elternteil traf und deutsche Jugendämter den gestatteten betreuten Umgang nur in deutscher Sprache erlaubt hatten. In polnischen Pressepublikationen wurde dies mit dem Vorgehen der Nationalsozialisten gegen das polnische Volk und die polnische Sprache gleichgesetzt.[http://www.zeit.de/2004/43/Ehestreit?page=1 Deutsch nach Vorschrift.] In: Die Zeit, Nr. 43 vom 14. Oktober 2004[http://www.sueddeutsche.de/politik/123/448856/text/ Angst vor Germanisierung.] In: Süddeutsche Zeitung vom 22. November 2008[http://www.vafk-schwaben.de/downloads/Pressemitteilung15102006.pdf Pressemitteilung des Polnischen Vereins‚ "Eltern Gegen Diskriminierung der Kinder in Deutschland".] Oktober 2006 Aufgrund dieser Jugendamts-Fälle sei die Bundesrepublik Deutschland bereits mehrfach vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) wegen Verletzung der Menschenrechte verurteilt worden.[http://www.umweltjournal.de/fp/archiv/AFA_familienrecht/12632.php EU-Petitionskommission in Brüssel beschließt Initiativbericht zum deutschen Jugendamt.] In: Onlinemagazin Umweltjournal.de vom 11. Juli 2007
Vereine und Organisationen
Bis zum 1. Oktober 1939 gab es im Deutschen Reich u. a. den Bund der Polen in Deutschland und den Verband der nationalen Minderheiten in Deutschland.
Zu den wichtigsten heute auf Bundesebene tätigen Vereinen zählen die Deutsch-Polnische Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland, die Deutsch-Polnische Gesellschaft Bundesverband, der Bund der Polen in Deutschland und der Polnische Kongress in Deutschland.
Eine besondere Rolle kommt der Polnischen Katholischen Mission zu, die neben ihrer seelsorgerischen Tätigkeit auch Unterricht für Kinder in polnischer Sprache anbietet.
Auf das Betreiben des Bundes der Polen in Deutschland sowie der Vertreter des Konwents polnischer Organisationen in Deutschland entstand am 20. August 2010 in Dortmund die Ständige Konferenz der Polnischen Dachverbände in Deutschland,[http://polonia.h2.pl/index.php?id=k00820 Polacy w Niemczech mówią jednym głosem.] Stowarzyszenie Wspólnota Polska die seit Mai 1945 zum ersten Mal alle polnischen Dachverbände in Deutschland vereinigt. Die Aufgabe der Ständigen Konferenz ist es gemeinsame Positionen und Postulate gegenüber der deutschen, polnischen und europäischen Organen und Behörden auszuarbeiten und zu vertreten{{Cite web | last = | first = | title = Powołanie Stałej Konferencji Dachowych Organizacji Polonii i Polaków w Niemczech | url = http://www.kongres.de/index.php?option=com_content&view=article&id=351:powoanie-staej-konferencji-dachowych-organizacji-polonii-i-polakow-w-niemczech&catid=25:nowosci&Itemid=78 | publisher = Kongres Polonii Niemieckiej | date = | accessdate = 24. Februar 2012}}.
Siehe auch
* Polonia
* Ruhrpolen
* Polnische Liste
* Deutsche Minderheit in Polen
Verweise
Literatur
* Friedrich Heckmann: Ethnische Minderheit, Volk und Nation. Stuttgart 1993
* T. Kaczmarek: Polen und Deutschland. Von Nachbarschaft zu Partnerschaft. Bogucki 2006, ISBN 9788360247617
* Andrzej Kaluza: [http://www.rosalux.de/cms/fileadmin/rls_uploads/pdfs/141_142_kaluza.pdf Zuwanderer aus Polen in Deutschland.] In: UTOPIE kreativ, (Rosa-Luxemburg-Stiftung), Juli/August 2002, (PDF-Datei; 93 kB)
* Sebastian Nagel: [http://www.ifa.de/pub/einzelpublikationen/polonia/ Zwischen zwei Welten. Kulturelle Strukturen der polnischsprachigen Bevölkerung in Deutschland – Analyse und Empfehlungen.] Institut für Auslandsbeziehungen, Stuttgart 2009
* Malgorzata Warchol-Schlottmann: [http://www.ruf.rice.edu/~sarmatia/401/212schlott.html Polonia in Germany.] In: The Sarmatian Review, April 2001 (englisch)
Weblinks
* [http://www.berlin.polemb.net/index.php?document=127 Auslandspolen.] Botschaft der Republik Polen in Berlin
* [http://www.aric.de/interkulturell/polenstatistik.html Statistik zu polnischen Staatsangehörigen in Deutschland 1985–2002.] Antirassistisch-Interkulturelles Informationszentrum ARiC Berlin e.V.
* [http://www.warschau.diplo.de/Vertretung/warschau/de/03/D__PL/download__vertrag__17.6.91,property=Daten.pdf Deutsch-Polnischer Nachbarschaftsvertrag vom 17. Juni 1991.] (PDF-Datei)
* [http://www.litdok.de/cgi-bin/litdok?lang=de&t_multi=x&v_0=THS&q_0=Auslandspolen&v_1=GEO&q_1=Deutschland Publikationen zur Geschichte der Polen in Deutschland] bei Litdok Ostmitteleuropa/Herder-Institut (Marburg)
* [http://www.isoplan.de/aid/index.htm?http://www.isoplan.de/aid/2003-4/zuwanderer.htm Polen in Deutschland.] Regionalisierte statistische Eckdaten im Internetportal von AiD – Integration in Deutschland, Dezember 2003
* [http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=10166 Ohne Ansprechpartner.] In: Neue Rheinische Zeitung (online) vom 10. September 2006
* [http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Befreiung/polen-grenze.html Der deutsch-polnische Grenzvertrag von 1990 ist ein Gewaltverzichtsvertrag, kein Grenzanerkennungsvertrag.] Interview mit Prof. Dr. Christoph Koch, Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland, Internetportal der AG Friedensforschung an der Universität Kassel vom 11. April 2005
* [http://www.virtualpolen.de/Veranstaltung.php Deutsch-Polnisches Veranstaltungskalender.] Umfangreiches Polen-Info
Organisationen und Gruppen
* [http://www.zpwn.org Bund der Polen in Deutschland e.V.]
* [http://www.kongres.de Polnischer Kongress in Deutschland e.V.]
* [http://www.konwent.de Konvent der polnischen Organisationen in Deutschland]
* [http://www.prwn.de Bundesverband Polnischer Rat in Deutschland e.V.]
* [http://www.chrzescijanskie-centrum.de Christliches Zentrum zur Förderung der polnischen Sprache, Kultur und Tradition in Deutschland e.V.]
* [http://www.viaveritas.de/site/zgoda/ Bund der Polen in der BRD e.V.]
* [http://www.polen-news.de Deutsch-Polnische Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland e.V.]
Einzelnachweise
Kategorie:Polonia
Kategorie:Ethnische Minderheit in Deutschland
Poles in Germanyfi:Saksan puolalaiset
ja:ポーランド系ドイツ人
pl:Polonia w Niemczech
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