Steuern (Systemtheorie)
Steuern ist die gerichtete Beeinflussung (durch Information, Nachricht, Reiz, Input) des Verhaltens eines Systems von außen.
Durch den Steuervorgang wird das System gerichtet von einem in einen anderen (ausgewählten) Zustand gebracht. Welcher Zustand angesteuert wird, hängt von der Art des Einflusses ab. Die Information des Steuervorgangs geht immer in die Reaktion ein. Für die systemtheoretische Betrachtung ist deshalb der Informationsfluss von primärer Bedeutung, der Energiefluss ebenso wie eventuelle Stoffflüsse jedoch nur z. B. für die Bildung eines mathematischen Modells.
Durch Steuern können Systeme auch in Gleichgewichtszustände überführt werden, wenn für alle relevanten Störungen entsprechende Mechanismen der Gegensteuerung vorhanden sind.
; Beispiel:
Steuerung der Geschwindigkeit eines Fahrzeugs durch den Fahrer (der bei dieser Betrachtung nicht als Teil des Systems gilt); der stationäre Zustand wäre eine Fahrt mit konstanter Geschwindigkeit, Störungen wie wechselnde Windrichtungen und Windstärken oder wechselnde Bodenbeläge können durch Gasgeben oder Bremsen ausgeglichen werden.
Prinzipiell gilt für alle Systeme, die von außen gesteuert werden können, dass sie zusammen mit dem externen Führungsglied einen Regelkreis höherer Ordnung darstellen können: Wird der Fahrer als Steuerglied außerhalb des Systems Auto betrachtet, liegt Steuerung vor, werden Auto und Fahrer in einem System integriert betrachtet, liegt Regelung vor.
Siehe auch
* Steuerungstechnik* Steuern (Begriffsklärung)
Kategorie:Systemtheorie (Kybernetik)
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