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Sven Hannawald

02.05.2012 @ 21:49, MAY,

{{Infobox Skispringer

| kurzname = Sven Hannawald
| bild = 200px|Sven Hannawald bei der Volkswagen People’s Night 2008
| langname = Sven Hannawald
| nation = {{GER}}
| geburtstag = 9. November 1974
| geburtsort = Erlabrunn
| geburtsland = DDR
| groesse = 184
| beruf = Sportsoldat
| sterbedatum =
| sterbeort =
| sterbeland =

| disziplin =
| verein = SC Hinterzarten
| trainer = Wolfgang Steiert
| nationalkader =
| bestweite = 220 m (Planica 2002)
| status = z
| karriereende = 2005

| Medaillenspiegel =
{{Medaillenspiegel | Olympische Medaillen|1|2|0}}
{{Medaillenspiegel | WM-Medaillen|2|1|1}}
{{Medaillenspiegel | SFWM-Medaillen|2|1|0}}
{{Medaillenspiegel | JWM-Medaillen|0|0|1}}
{{Medaillenspiegel | DM-Medaillen|3|1|0}}
| medaillen =
{{Medaillen Wintersport| Wo = Olympische Winterspiele
| Silber | 1998 Nagano | Team
| Silber | 2002 Salt Lake City | Normalschanze
| Gold | 2002 Salt Lake City | Team
}}
{{Medaillen Wintersport| Wo = Nordische Ski-WM
| Silber | 1999 Ramsau | Großschanze
| Gold | 1999 Ramsau | Team
| Gold | 2001 Lahti | Team
Großschanze
| Bronze | 2001 Lahti | Team
Normalschanze
}}
{{Medaillen Wintersport| Wo = Skiflug-WM
| Silber | 1998 Oberstdorf | Einzel
| Gold | 2000 Vikersund | Einzel
| Gold | 2002 Harrachov | Einzel
}}
{{Medaillen Wintersport | Wo = Skisprung-JWM
| Bronze | 1992 Vuokatti | Team
{{Medaillen Wintersport| Wo = Deutsche Meisterschaften (Skispringen)
| Gold | 1998 | Großschanze
| Gold | 1999 Hinterzarten | Großschanze
| Gold | 2000 Oberstdorf | Einzel
| Silber | 2003 Oberwiesenthal | Einzel
}}
}}

| weltcupdebuet= 6. Dezember 1992
| weltcupsiege = 18
| wcgesamt = {{0}}2. (2001/02, 2002/03)
| sfwcgesamt = {{0}}1. (1997/98, 1999/00)
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| update =
}}

Sven Hannawald (* 9. November 1974 in Erlabrunn) ist ein ehemaliger deutscher Skispringer und aktuell Autorennfahrer. Hannawald gewann 2002 die Vierschanzentournee mit Siegen in allen vier Wettbewerben sowie vier Medaillen bei nordischen Ski-Weltmeisterschaften und jeweils drei Medaillen bei Olympischen Spielen und Skiflug-Weltmeisterschaften.

Leben


In Erlabrunn als Sven Pöhler (seine Eltern heirateten erst nach seiner Geburt) geboren, wuchs Sven Hannawald in der Nachbarstadt Johanngeorgenstadt im Erzgebirge auf. Mit zwölf Jahren wechselte er auf die Kinder- und Jugendsportschule (KJS) in Klingenthal und trainierte beim SC Dynamo Klingenthal. Als seine Eltern und die sechs Jahre jüngere Schwester 1991 aus dem Erzgebirge nach Jettingen-Scheppach im Landkreis Günzburg (Bayerisch Schwaben) umzogen, wechselte er ans Skiinternat Furtwangen im Schwarzwald, wo er nach der Schule (Mittlere Reife) eine Lehre als Kommunikationselektroniker absolvierte. Anschließend verpflichtete er sich bei der Bundeswehr und trainierte bis 2001 als Sportsoldat in einer Sportfördergruppe der Bundeswehr in Todtnau-Fahl.

Sven Hannawald wohnt in München{{cite web |url=http://www.welt.de/sport/article3203220/Die-grosse-Leere-im-Leben-des-Sven-Hannawald.html |title=Ex-Skispringer: Die große Leere im Leben des Sven Hannawald |publisher=www.welt.de |accessdate=2009-04-08}} und ist Mitglied des Ski-Clubs in Hinterzarten. Er ist mit Alena Gerber liiert und hat einen Sohn.

Sportlicher Werdegang


Anfänge


Hannawald nahm bereits mit sieben Jahren an einem Skisprunglehrgang teil. Er betrieb zunächst die Nordische Kombination, doch bald war klar, dass seine Stärken eindeutig beim Skispringen lagen. Um bessere Trainingsmöglichkeiten zu haben, wechselte er auf die KJS. Er wurde DDR-Schülermeister im Skispringen und gewann bei der Kinder- und Jugendspartakiade in den Wintersportarten 1987 in Oberwiesenthal in drei Disziplinen, davon zwei Springen und einmal die Nordische Kombination.

Erste Erfolge als Skispringer


Nach seinem Wechsel nach Hinterzarten wurde er 1992 Dritter im Mannschaftswettbewerb der Junioren-Weltmeisterschaft und 1994 mit seiner Klubmannschaft Deutscher Meister im Mannschaftsspringen.

1998 gewann Hannawald bei der Skiflug-WM in Oberstdorf Silber sowie bei den Olympischen Spielen in Nagano Silber im Mannschaftsspringen.

In der Saison 1998/99 belegte er im Gesamtweltcup der Skispringer den fünften Platz. Bei der nordischen Ski-WM 1999 in Ramsau gewann er im Einzelwettbewerb von der Großschanze Silber hinter Martin Schmitt sowie beim Mannschaftsspringen von der Großschanze Gold.

Weltmeister, Olympiasieger und Gewinner der Vierschanzentournee


2000 wurde er in Vikersund (Norwegen) zum ersten Mal Skiflugweltmeister. Bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2001 gewann Hannawald in den Mannschaftswettbewerben Gold von der Großschanze und Bronze von der Normalschanze.

Der darauffolgende Winter 2001/02 war der erfolgreichste seiner Karriere: Sven Hannawald gewann als erster und bisher einziger Skispringer alle vier Teilwettbewerbe der Vierschanzentournee in einer Saison. Ebenfalls als erster Springer verteidigte er seinen Titel bei der Skiflug-Weltmeisterschaft 2002 erfolgreich. Bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City holte er Team-Gold und Einzel-Silber (Normalschanze). In der Weltcup-Gesamtwertung belegte er den zweiten Platz. Für diese Leistungen wurde er 2002 zum Sportler des Jahres gekürt.

Auch die Saison 2002/03 verlief für Hannawald überaus erfolgreich. Er gewann sechs Weltcupspringen, errang den zweiten Rang bei der Vierschanzentournee und belegte am Ende den zweiten Platz in der Weltcupgesamtwertung. Einen der sechs Saisonsiege ersprang er beim ersten Springen der Vierschanzentournee in Oberstdorf. Sven Hannawald hat damit fünf Tournee-Springen in Folge gewonnen.Das schaffte neben Hannawald bislang nur Helmut Recknagel. Recknagel gewann einmal drei und im darauffolgenden Jahr nochmal zwei Springen

Am 8. Februar 2003 gewann er das Weltcup-Springen in Willingen. Für seinen ersten Sprung erhielt er dabei fünfmal die Note 20 – eine Bewertung, die bisher nur fünf Springer erhalten haben. Für seinen zweiten Sprung erhielt Hannawald viermal die Note 20 und einmal 19,5 und somit neunmal 20 in einem Sprungwettbewerb.

In der Saison 2003/04 lief es für Hannawald nicht mehr wie erhofft. Seine beste Platzierung war ein vierter Platz in Trondheim (Norwegen). Als Konsequenz daraus beendete er die Saison vorzeitig.

Hannawald war über einen längeren Zeitraum Gegenstand einer Diskussion über Magersucht. Bei einer Körpergröße von 1,84 m wog er 64 kg (Angaben von seiner offiziellen Website).

Karriereende


Am 29. April 2004 wurde bekannt, dass Hannawald an dem sogenannten Burnout-Syndrom litt und sich zur Behandlung in eine Spezialklinik begeben habe. Zwischenzeitlich befand er sich auf dem Wege der Besserung und absolvierte bereits wieder einige öffentliche Auftritte. Am 3. August 2005 teilte Hannawald mit, dass er sich nach erfolgreicher Behandlung seines Burnout-Syndroms nicht mehr den Strapazen des Profisports aussetzen wolle, und beendete damit seine Karriere. Am 8. Juli 2006 wurde er bei der Nacht der Adler in Oberkirch verabschiedet.

Am 9. März 2007 wurde Sven Hannawald bei der 5. Wok-Weltmeisterschaft in Innsbruck, zusammen mit Markus Beyer, Christina Surer und Susianna Kentikian als Pilot des 4er-Woks des Seat-Teams, Wok-Weltmeister 2007. Nach seinem Karriereende stand er öfter als Interviewpartner bei Weltcup-Berichterstattungen am Mikrofon. Bei der Vierschanzentournee 2007/08 fungierte er erstmals beim ZDF neben Jens Weißflog als Experte.
thumb|Hannawald (l.) neben [[Andreas Görlitz bei einem Benefizspiel mit den KSC Allstars (2010)]]

Seit Ende 2009 trainiert Hannawald in der Fußballabteilung des TSV Neuried, wo er vorwiegend auf der Außenbahn der 2. Herrenmannschaft eingesetzt wird.

Motorsportkarriere


Sven Hannawald bestritt 2005 seine ersten Autorennen. Er hatte im Seat Leon Supercopa einen Gaststart beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring. In der Saison 2008 trat er für das Team Schnabl Engineering in einem Porsche 997 GT3 Cup erstmals bei einigen Rennen des ADAC GT Masters an. 2009 ging er bei einem Rennen für das Team Buchbinder Racing an den Start.{{cite web |url=http://www.gtmasters.org/newsitem.php?key=477 |title=ADAC GT Masters Starterfeld formiert sich |publisher=www.gtmasters.org |accessdate=2009-04-24 |date=2009-03-20}}

Seit der Saison 2010 hat Hannawald im ADAC GT Masters ein festes Cockpit. Er fährt zusammen mit seinem Teamkollegen Thomas Jäger eine Corvette Z06.R GT3 für das Team Callaway Competition. Beim zweiten Rennen auf dem Sachsenring erreichte er den zweiten Platz, womit er seine erste Podiumsplatzierung und zugleich seine ersten Meisterschaftspunkte erzielte.[http://www.motorsport-magazin.com/motorsport/news-98482-gt-masters-hannawaldjaeger-fliegen-auf-das-podium-audi-sieg-durch-luca-ludwig-und-christopher-mies-am-sachsenring.html „GT Masters: Hannawald/Jäger fliegen auf das Podium“ (motorsport-magazin.com am 9. Mai 2010)]

Erfolge


Weltcupsiege


{| class="wikitable"
|- class="hintergrundfarbe5"
! Nr. !! Datum !! Ort !! Land
|-
| 1. || 6. Januar 1998 || Bischofshofen || Österreich
|-
| 2. || 24. Januar 1998 || Oberstdorf || Deutschland
|-
| 3. || 19. Februar 2000 || Tauplitz/Bad Mitterndorf || Österreich
|-
| 4. || 10. März 2000 || Trondheim || Norwegen
|-
| 5. || 12. März 2000 || Oslo || Norwegen
|-
| 6. || 19. März 2000 || Planica || Slowenien
|-
| 7. || 2. Dezember 2001 || Titisee-Neustadt || Deutschland
|-
| 8. || 30. Dezember 2001 || Oberstdorf || Deutschland
|-
| 9. || 1. Januar 2002 || Garmisch-Partenkirchen || Deutschland
|-
| 10. || 4. Januar 2002 || Innsbruck || Österreich
|-
| 11. || 6. Januar 2002 || Bischofshofen || Österreich
|-
| 12. || 12. Januar 2002 || Willingen || Deutschland
|-
| 13. || 22. Dezember 2002 || Engelberg || Schweiz
|-
| 14. || 29. Dezember 2002 || Oberstdorf || Deutschland
|-
| 15. || 18. Januar 2003 || Zakopane || Polen
|-
| 16. || 19. Januar 2003 || Zakopane || Polen
|-
| 17. || 2. Februar 2003 || Tauplitz/Bad Mitterndorf || Österreich
|-
| 18. || 8. Februar 2003 || Willingen || Deutschland

|}

Weltcupplatzierungen


{| class="wikitable"
|- class="hintergrundfarbe5"
! Saison !! Platz !! Punkte
|-
| 1993/94 || 90 || 2
|-
| 1994/95 || 63 || 26
|-
| 1996/97 || 59 || 40
|-
| 1997/98 || 6 || 953
|-
| 1998/99 || 6 || 896
|-
| 1999/00 || 4 || 1065
|-
| 2000/01 || 9 || 462
|-
| 2001/02 || 2 || 1259
|-
| 2002/03 || 2 || 1235
|-
| 2003/04 || 24 || 253

|}

Schanzenrekorde


{| class="wikitable"
|- class="hintergrundfarbe5"
! Ort !! Land !! Weite !! aufgestellt !! Rekord bis
|-
| Bischofshofen || Österreich || 137,0 m (HS: 140 m) || 23. Februar 1999 || 6. Januar 2002
|-
| Trondheim || Norwegen || 134,5 m (HS: 140 m) || 10. März 2000 || 9. März 2001
|-
| Oslo || Norwegen || 132,5 m (HS: 134 m) || 12. März 2000 || 13. März 2005
|-
| Titisee-Neustadt || Deutschland || 145,0 m (HS: 142 m) || 2. Dezember 2001 || aktuell
|-
| Innsbruck || Österreich || 134,5 m (HS: 130 m) || 4. Januar 2002 || aktuell
|-
| Bischofshofen || Österreich || 139,0 m (HS: 140 m) || 6. Februar 2002 || 6. Januar 2005
|-
| Park City || Vereinigte Staaten || 99,0 m (HS: 100 m) || 10. Februar 2002 || aktuell
|-
| Zakopane || Polen || 140,0 m (HS: 134 m) || 18. Januar 2003 || 23. Januar 2010
|-
| Bad Mitterndorf || Österreich || 214,0 m (HS: 200 m) || 31. Januar 2003 || 10. Januar 2009

|}

Auszeichnungen


* 2002: Goldene Feder Sonderpreis für die sympathische Art, mit der er den Sport in den Medien präsentiere
* 2002: Sportler des Jahres (Deutschland)

* 2012: Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg

Weblinks


{{Commons}}
{{FISDB|JP|23169}}
* [http://www.sven-hannawald.de Website von Sven Hannawald]
* {{DNB-Portal|123704863}}

* [http://www.gtmasters.org/driverbio.php?countkey=17 Profil auf der Website des ADAC GT Masters]

Einzelnachweise


{{NaviBlock
|Navigationsleiste Sieger der Vierschanzentournee
|Navigationsleiste Weltmeister im Skifliegen
|Navigationsleiste Weltmeister im Skisprung-Mannschaftsbewerb (Großschanze)
|Navigationsleiste Olympiasieger im Skisprung-Mannschaftsbewerb

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Kategorie:Rennfahrer (Deutschland)
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Kategorie:Mann

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|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Skispringer
|GEBURTSDATUM=9. November 1974
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