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Tōhoku-Erdbeben 2011

24.05.2012 @ 21:47, PeterPaan,

{{Infobox Erdbeben
|Bezeichnung = Großes Tōhoku-Erdbeben
|Breitengrad = 38.322
|Region-ISO = JP
|Längengrad = 142.369
|Bild = SH-60B helicopter flies over Sendai.jpg
|Bildbreite =
|Bildunterschrift = Sendai
|Alternativkarte = Japan natural location map with side map of the Ryukyu Islands.jpg
|Datum = 11. März 2011
|Uhrzeit = 05:46:23 UTC (14:46:23 Ortszeit)
|Intensität = 7
|Intensitätstyp = JMA
|Magnitude = 9,0
|Magnitudentyp = Mw
|Stärke =
|Stärkentyp =
|Tiefe = 32
|Epizentrum =
|entfernt von = 130 km von Sendai
|Land = Japan
|Betroffene Orte = nördliche Ostküste von Honshū
|Tsunami = ja
|Tote = über 15.850
|Verletzte = über 26.990
|Sachschaden =

}}

Das Tōhoku-Erdbeben 2011 (im Jap. {{lang|ja|平成23年(2011年)東北地方太平洋沖地震}},{{Internetquelle |url=http://www.jma.go.jp/jma/press/1103/11c/201103111620.html|titel={{lang|ja|平成23年3月11日14時46分頃の三陸沖の地震について(第2報)}} (dt. „Über das Erdbeben von Sanrikuoki vom 11. März 2011 14:46 (Teil 2)“)|hrsg=JMA|datum=2011-03-11|sprache=ja|zugriff=2011-03-18}} Heisei 23-nen (2011-nen) Tōhoku-chihō taiheiyō-oki jishin, dt. „Erdbeben an der Pazifik-Küste vor der Tōhoku-Region 2011“ bzw. {{lang|ja|東日本大震災}}, Higashi-Nihon daishinsai, dt. „Große Erdbebenkatastrophe Ost-Japans“) war ein großes Seebeben vor der Sanriku-Küste der japanischen Region Tōhoku. Es ereignete sich am 11. März 2011 um 14:46:23 Uhr Ortszeit (05:46:23 Uhr UTC, also 06:46:23 Uhr MEZ). Das Epizentrum lag vor der Küste der Präfektur Miyagi etwa 370 Kilometer nordöstlich von Tokio und 130 km östlich von Sendai.{{cite web|url=http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/Quakes/usc0001xgp.php|title=Magnitude 9.0 - NEAR THE EAST COAST OF HONSHU, JAPAN|accessdate=2011-04-20 | date=2011-03-14 | work=earthquake.usgs.gov | publisher=USGS | language=englisch| archiveurl=http://www.webcitation.org/5xlPUs2aj | archivedate=2011-04-07 }}{{Internetquelle|url=http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-65803-14.html|titel=Folgen des Mega-Bebens: Todesbuchten, verschobenes Land|titelerg=Geologische Detail-Informationen des Geozentrums Potsdam|hrsg=Spiegel Online|datum=2011-03-18|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.spiegel.de%2Ffotostrecke%2Ffotostrecke-65803-14.html&date=2011-04-07|archiv-datum=2011-04-07 |zugriff=2011-03-18}}

Die Stärke des Erdbebens wird vom United States Geological Survey (USGS) mit der Momenten-Magnitude 9,0 Mw angegeben. Das Hypozentrum des Erdbebens lag nach diesen Angaben in etwa 32 Kilometer Tiefe. Auch nach Angaben der Japan Meteorological Agency hatte das Beben eine Stärke von 9,0 Mw bzw. 8,4 Mjma; das Hypozentrum verorteten sie in einer Tiefe von 24 Kilometer.{{Internetquelle|url=http://www.jma.go.jp/jma/press/1103/25b/kaisetsu201103251730.pdf |titel={{lang|ja|「平成23 年(2011 年)東北地方太平洋沖地震」について(第28 報)}}|hrsg=Japan Meteorological Agency |seiten=3, 7|datum=2011-03-25|zugriff=2011-08-14 |sprache=ja}} In Kurihara im Norden der Präfektur Miyagi erreichte das Beben die maximale Intensität von 7 auf der JMA-Skala.{{Internetquelle|url=http://www3.nhk.or.jp/sokuho/jishin/JS20110311144601_20110311173631.html|titel=Intensitätsverteilung|werk=NHK|datum=2011-03-11|zugriff=2011-03-15|sprache=ja|offline=ja}}{{cite web|url=http://www.jma.go.jp/en/quake/20110311150145384-111446.html|title=Earthquake Information|accessdate=2011-04-20 | date=2011-03-11 | work=jma.go.jp | publisher=Japan Meteorological Agency | language=englisch| archiveurl=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.jma.go.jp%2Fen%2Fquake%2F20110311150145384-111446.html&date=2011-04-07 | archivedate=2011-04-07 }} Es gilt als stärkstes Beben in Japan seit Beginn der dortigen Erdbebenaufzeichnungen und war zudem Auslöser zweier weiterer Katastrophen in der Region: eines 10 Meter hohen Tsunamis (lokal sollen bis zu 38 Meter Höhe erreicht worden sein){{Internetquelle|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/04/82888.html|titel=38-meter-high tsunami triggered by March 11 quake: survey|titelerg=|autor=|hrsg=Kyodo News|werk=english.kyodonews.jp|seiten=|datum=2011-04-03|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fenglish.kyodonews.jp%2Fnews%2F2011%2F04%2F82888.html&date=2011-06-12|archiv-datum=2011-06-13 |zugriff=2011-04-15|sprache=englisch|format=|kommentar=|zitat=|offline=}} sowie Unfällen in mehreren Kernkraftwerken Ostjapans, insbesondere am Standort Fukushima-Daiichi.

Tektonischer Überblick


miniatur|links|Tektonischer Überblick der Region

Das Erdbeben in der Nähe der Ostküste von Honshū ereignete sich als Ergebnis einer Überschiebung an der komplexen Plattengrenze zwischen der Pazifischen Platte und der Nordamerikanischen Platte. In diesem Bereich bewegt sich die Pazifische Platte mit einer Geschwindigkeit von durchschnittlich 83 mm pro Jahr in Bezug auf die Nordamerikanische Platte westwärts.

Diese Geschwindigkeit der Kontinentaldrift ist indes ein Durchschnittswert, der bei normaler seismischer Aktivität deutlich niedriger liegt, bis die sich aufbauende Spannung durch ein Erdbeben urplötzlich entspannt. Im Zusammenhang mit dem Tōhoku-Erdbeben kam es nach ersten Schätzungen zu einer ruckartigen Bewegung von mindestens fünf Metern.{{Internetquelle|url=http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1409147/|titel=Verwüstung in Japan|titelerg=Schwerstes Beben der Landesgeschichte|hrsg=Deutschlandradio|werk=Deutschlandfunk|datum=2011-03-11|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.dradio.de%2Fdlf%2Fsendungen%2Fforschak%2F1409147%2F&date=2011-04-07|archiv-datum=2011-04-07 |zugriff=2011-04-07|kommentar=Interview mit Dagmar Röhrlich}}

Am Japangraben schiebt sich die Pazifische Platte unter den südlichsten Ausläufer der Nordamerikanischen Platte und subduziert zusammen mit ihr weiter nach Westen unter die Eurasische Platte. Manche Seismologen unterteilen diese Region in mehrere Mikroplatten, die in der Kombination zu den Bewegungen zwischen der Pazifischen, Nordamerikanischen und Eurasischen Platte führen – insbesondere werden die Ochotskische Mikroplatte und die Amur-Mikroplatte im jeweiligen Teil Nordamerikas und Eurasiens benannt.

Seit 1973 ereigneten sich am Japangraben neun Erdbebenereignisse mit einer Magnitude größer als 7. Das stärkste davon ereignete sich im Dezember 1994 mit einer Stärke von 7,8 mit Epizentrum etwa 230 km nördlich des Tōhoku-Erdbebens – seine Auswirkungen töteten drei Personen und verletzten fast 700 weitere. Ein Erdbeben mit einer Magnitude von 7,7 mit Epizentrum 75 km weiter westlich führte zum Tod von 22 Personen und mehr als 400 Verletzten. Im Dezember 2008 ereigneten sich vier mäßige Erdbeben (Magnitude 5,3−5,8) in einem Umkreis von 20 km zum Zentrum des Tōhoku-Erdbebens.{{cite web|url=http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/Quakes/usc0001xgp.php#summary|title=Magnitude 9.0 - NEAR THE EAST COAST OF HONSHU, JAPAN|accessdate=2011-04-20 | date=2011-04-05 | work=earthquake.usgs.gov | publisher=USGS | language=englisch| archiveurl=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fearthquake.usgs.gov%2Fearthquakes%2Frecenteqsww%2FQuakes%2Fusc0001xgp.php%23summary&date=2011-04-07 | archivedate=2011-04-07 }}

Das Erdbeben und die Auswirkungen des Tsunami wurden mit dem Jōgan-Erdbeben 869 verglichen, welches eine Magnitude von MW 8,1 bis 8,4 hatte. Andere starke Erdbeben in dieser Gegend waren das Meiji-Sanriku-Erdbeben 1896 und das Shōwa-Sanriku-Erdbeben 1933.

Verlauf


Vorbeben


miniatur|Karte der Beben vom 11. bis 14. März 2011
Hellgrün: 11.3.2011, Gelb: 12.3.2011, Orange: 13.3.2011, Rot: 14.3.2011

Dem Erdbeben gingen eine Reihe signifikanter Vorbeben voraus, beginnend am 9. März mit einem Erdbeben der Magnitude 7,2 Mw{{Internetquelle|url=http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/eqinthenews/2011/usb0001r57/|titel=Magnitude 7.2 - NEAR THE EAST COAST OF HONSHU, JAPAN |titelerg=(signifikantes Vorbeben)|hrsg=USGS|werk=earthquake.usgs.gov|datum=2011-03-09|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fearthquake.usgs.gov%2Fearthquakes%2Feqinthenews%2F2011%2Fusb0001r57%2F&date=2011-04-11|archiv-datum=2011-04-12 |zugriff=2011-04-12|sprache=en}}{{Internetquelle|url=http://www.sueddeutsche.de/panorama/japan-beben-laesst-gebaeude-in-tokio-wanken-1.1069463|titel=Beben lässt Gebäude in Tokio wanken|werk=sueddeutsche.de|datum=2011-03-09|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.sueddeutsche.de%2Fpanorama%2Fjapan-beben-laesst-gebaeude-in-tokio-wanken-1.1069463&date=2011-04-11|archiv-datum=2011-04-12 |zugriff=2011-03-13}} (das Epizentrum lag hier etwa 40 km entfernt vom Epizentrum des Tōhoku-Erdbebens), gefolgt von drei weiteren Erdbeben mit einer Magnitude größer als 6,0 Mw in der folgenden Nacht.

Hauptbeben


Das Beben begann relativ langsam mit recht starken Auf- und Abwärtsbewegungen, auch als P-Wellen bekannt. Nach nicht genau genannter Zeit (ca. 20 bis 30 Sekunden) kamen sehr viel heftigere Horizontalbewegungen oder S-Wellen hinzu, die aber eine recht geringe Frequenz, also langsame Bewegung aufwiesen. Anschließend bewegte sich der Boden in einer rollenden Bewegung vergleichbar der Bewegung eines Bootes bei mittlerem Seegang. Zu diesem Rollen kamen anfangs im Minutentakt die Erschütterungen der Nachbeben. Das Hauptbeben hatte insgesamt eine Dauer von ungefähr 5 Minuten. (Beschreibung eines Seismologen, der sich zur Zeit des Bebens in Kashiwa in der Präfektur Chiba nahe Tokio, 345 km vom Epizentrum befand.){{Internetquelle|url=http://www.gfz-potsdam.de/portal/gfz/Neuestes/Aktuelles+aus+den+Abteilungen/110314_ErdbebenErfahrung_Tilmann?$javascript=disabled|titel=Persönlicher Erfahrungsbericht des GFZ-Seismologen Prof. Dr. Frederik Tilmann|werk=Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum|datum=2011-03-14|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.gfz-potsdam.de%2Fportal%2Fgfz%2FNeuestes%2FAktuelles+aus+den+Abteilungen%2F110314_ErdbebenErfahrung_Tilmann%3F%24javascript%3Ddisabled&date=2011-04-11|archiv-datum=2011-04-12|zugriff=2011-03-23}}

Geophysik


Nach Angaben des Geoforschungszentrums Potsdam riss bei dem Beben die Erdkruste innerhalb von dreieinhalb Minuten auf einer Länge von 400 km bis in 60 km Tiefe auf. Es kam zu Plattenbewegungen von bis zu 27 m horizontal und 7 m vertikal.{{Internetquelle|url=http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,751558-2,00.html|titel= Melodie der Zerstörung |titelerg=Folgen des Japan-Bebens|autor=Axel Bojanowski|hrsg=Spiegel Online|datum=2011-03-18|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.spiegel.de%2Fwissenschaft%2Fnatur%2F0%2C1518%2C751558-2%2C00.html&date=2011-04-11|archiv-datum=2011-04-12 |zugriff=2011-03-18}} Das Erdbeben verursachte eine Absenkung der Küsten, z. B. um 40 cm in Onahama,{{Internetquelle|url=http://www.jma.go.jp/jma/en/News/2011_spring_tide.html|titel=Increase of the risk of the submergence and flood during the spring tide associated with the ground sink caused by the 2011 off the Pacific coast of Tohoku Earthquake|hrsg=JMA|datum=2011-03-17|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.jma.go.jp%2Fjma%2Fen%2FNews%2F2011_spring_tide.html&date=2011-04-11|archiv-datum=2011-04-12|sprache=en|zugriff=2011-03-2011}} Iwaki oder um bis zu 120 cm an der Oshika-Halbinsel,{{Internetquelle|url=http://www.gsi.go.jp/chibankansi/chikakukansi40005.html|titel={{lang|ja|GPS連続観測から得られた電子基準点の地殻変動}}|werk={{lang|ja|国土地理院}}|hrsg=Geospatial Information Authority of Japan|datum=2011-11-04|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.gsi.go.jp%2Fchibankansi%2Fchikakukansi40005.html&date=2011-11-04|archiv-datum=2011-04-12|sprache=ja|zugriff=2011-11-04}} wodurch die Überflutungsgefahr der Küsten erhöht wurde.

Das Erdbeben verschob die Hauptinsel Japans um 2,4 Meter nach Osten{{Internetquelle|url=http://www.dw-world.de/dw/article/0,,14909967,00.html|titel=Quake shifted Japan by over two meters |titelerg=Science & Technology |autor=Cyrus Farivar|hrsg=Deutsche Welle|werk=dw-world.de|datum=2011-03-14|archiv-urlhttp://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.dw-world.de%2Fdw%2Farticle%2F0%2C%2C14909967%2C00.html&date=2011-04-11|archiv-datum=2011-04-12 |zugriff=2011-03-14|sprache=en}} und die Figurenachse der Erde um 16 Zentimeter.{{Internetquelle|url=http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/521458/Ein-Land-rueckt-nach-Osten|titel=Ein Land rückt nach Osten|werk=jetzt.de|datum=2011-03-14|zugriff=2011-03-23|offline=ja}}{{Internetquelle|url=http://www.nasa.gov/topics/earth/features/japanquake/earth20110314.html|titel=Japan Quake May Have Shortened Earth Days, Moved Axis|werk=nasa.gov|datum=2011-03-14|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.nasa.gov%2Ftopics%2Fearth%2Ffeatures%2Fjapanquake%2Fearth20110314.html&date=2011-04-11|archiv-datum=2011-04-03|zugriff=2011-03-23}} Zudem verringerte sich durch die Änderung der Massenverteilung das Trägheitsmoment der Erde, so dass sich die Erde seitdem etwas schneller dreht. Die Tageslänge verkürzte sich um 1,8 Mikrosekunden.{{Internetquelle|url=http://oe1.orf.at/artikel/272064|titel=Die Erde dreht sich schneller|titelerg=Japans Erdbeben wirkt sich auf die ganze Erde aus|werk=orf.at|datum=2011-03-14|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Foe1.orf.at%2Fartikel%2F272064&date=2011-04-11|archiv-datum=2011-04-12|zugriff=2011-03-15}}

Seismische Intensität


miniatur|Seismische Intensität auf der JMA-Skala von 1 bis 7

Das Gebiet, in dem das Erdbeben spürbar war – mit Intensität shindo: auf der JMA-Skala von 1 oder höher – umfasste alle vier Hauptinseln Japans Das Erdbeben hatte bis in den Nordosten des Großraums Tokio schwerste Auswirkungen mit shindo von 6-jaku („schwache 6“) oder höher in den folgenden Gebieten:

{| class="wikitable"
|+Höchste seismische Intensität (gemäß JMA-Skala) / 6 oder höher
|-
!Max. Intensität !! Präfektur !! betroffene Städte
|-
|7 || Miyagi || Kurihara
|-
|6+ || Fukushima || Shirakawa, Sukagawa, Nihonmatsu, Kagamiishi, Naraha, Tomioka, Ōkuma, Futaba, Namie, Shinchi
|-
|6+ || Ibaraki || Hitachi, Chikusei, Hokota
|-
|6+ || Miyagi || Wakuya, Tome, Ōsaki, Natori, Zaō, Yamamoto, Sendai: Bezirk Miyagino, Shiogama, Higashi-Matsushima, Ōhira
|-
|6+ || Tochigi || Ōtawara, Utsunomiya, Mooka, Takanezawa
|-
|6- || Chiba || Narita, Inzai
|-
|6- || Fukushima || Kōriyama, Kōri, Kunimi, Kawamata, Nishigō, Nakajima, Yabuki, Tanagura, Tamakawa, Asakawa, Ono, Tamura, Date, Iwaki, Sōma, Hirono, Kawauchi, Iitate, Minamisōma, Inawashiro
|-
|6- || Gunma || Kiryū
|-
|6- || Ibaraki || Mito, Hitachi-Ōta, Takahagi, Kita-Ibaraki, Hitachinaka, Ibaraki, Tōkai, Hitachi-Ōmiya, Omitama, Tsuchiura, Ishioka, Toride, Tsukuba, Kashima, Itako, Bandō, Inashiki, Kasumigaura, Namegata, Sakuragawa, Tsukubamirai
|-
|6- || Iwate || Ōfunato, Kamaishi, Takizawa, Yahaba, Hanamaki, Ichinoseki, Ōshū
|-
|6- || Miyagi || Kesennuma, Minamisanriku, Shiroishi, Kakuda, Iwanuma, Ōgawara, Kawasaki, Watari, Sendai: Stadtbezirke Aoba, Wakabayashi, Izumi, Ishinomaki, Matsushima, Rifu, Taiwa, Tomiya
|-
|6- || Saitama || Miyashiro
|-
|6- || Tochigi || Nasu, Nasushiobara, Haga, Nasukarasuyama, Nakagawa
|-

|}

Energie des Erdbebens


Beim Hauptbeben wurde eine Energie von 3,9 × 1022 Joule freigesetzt.{{Internetquelle|hrsg=United States Geological Survey|titel=USGS WPhase Moment Solution: Near East Coast of Honshu, Japan|url=http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/eqinthenews/2011/usc0001xgp/neic_c0001xgp_wmt.php |werk=[http://earthquake.usgs.gov/ Earthquake Hazards Program]|datum=2011-03-11|archiev-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fearthquake.usgs.gov%2Fearthquakes%2Feqinthenews%2F2011%2Fusc0001xgp%2Fneic_c0001xgp_wmt.php&date=2011-04-18|archiv-datum=2011-04-18|zugriff=2011-04-01|sprache=en}} Anschaulich entspricht dies umgerechnet dem 83-fachen Weltenergiebedarf (bezogen auf das Jahr 2009) oder mit einem TNT-Äquivalent von 9,3 Gigatonnen etwa der Energie von 780.000 Hiroshima-Bomben.

Nachbeben


{| class="wikitable float-right" style="text-align:right; font-size:95%"
|+ Anzahl der Nachbeben
|- style="border-bottom:2px gray solid;"
! 1. Woche || M≥5,0 || M≥6,0 || M≥7,0 || style="border-left:2px gray solid; " | 2. Woche || M≥5,0 || M≥6,0 || style="border-left:2px gray solid; " | 3. Woche || M≥5,0 || M≥6,0
|-
| 11. März || 120 || 30 || 3 || style="border-left:2px gray solid; " | 18. März || 6 || 0 || style="border-left:2px gray solid; " | 25. März || 3 || 1
|-
| 12. März || 73 || 9 || 0 || style="border-left:2px gray solid; " | 19. März || 9 || 2 || style="border-left:2px gray solid; " | 26. März || 2 || 0
|-
| 13. März || 33 || 5 || 0 || style="border-left:2px gray solid; " | 20. März || 8 || 0 || style="border-left:2px gray solid; " | 27. März || 3 || 0
|-
| 14. März || 27 || 2 || 0 || style="border-left:2px gray solid; " | 21. März || 3 || 0 || style="border-left:2px gray solid; " | 28. März || 3 || 1
|-
| 15. März || 14 || 2 || 0 || style="border-left:2px gray solid; " | 22. März || 11 || 4 || style="border-left:2px gray solid; " | 29. März || 1 || 1
|-
| 16. März || 11 || 2 || 0 || style="border-left:2px gray solid; " | 23. März || 11 || 1 || style="border-left:2px gray solid; " | 30. März || 5 || 1
|-
| 17. März || 12 || 0 || 0 || style="border-left:2px gray solid; " | 24. März || 3 || 0 || style="border-left:2px gray solid; " | 31. März || 1 || 1
|}

Laut Daten des United States Geological Survey (USGS) folgten dem Hauptbeben zahlreiche Nachbeben. Das schwerste mit einer Magnitude von 7,9 Mw ereignete sich eine halbe Stunde später um 15:15 Uhr (Ortszeit); ihm waren zwei kräftige Erdstöße der Stärke 6,4 Mw gegen 15:06 Uhr (Ortszeit) vorausgegangen.

Bis zum 18. April hat das Meteorologische Amt Japans (JMA) 423 Nachbeben mit einer Magnitude von 5,0 oder mehr, 72 Nachbeben mit einer Magnitude von 6,0 oder mehr und fünf Nachbeben mit einer Magnitude von 7,0 oder mehr gemessen.{{Internetquelle|url=http://www.jma.go.jp/jma/en/2011_Earthquake/2011_Earthquake_Number.pdf|titel=2011_Earthquake_Number.pdf|hrsg=JMA|werk=jma.go.jp|seiten=|datum=2011-04-18|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.jma.go.jp%2Fjma%2Fen%2F2011_Earthquake%2F2011_Earthquake_Number.pdf&date=2011-04-18|archiv-datum=2011-04-18 |zugriff=2011-04-18|sprache=en|format=PDF}} Am 7. April trat in 66 km Entfernung von Sendai bzw. 40 km vor der Oshika-Halbinsel ein weiteres starkes Nachbeben der Magnitude 7,1 auf,{{Internetquelle|url=http://www.jma.go.jp/jma/en/News/20110407_aftershock.html|titel=A strong aftershock of "The 2011 off the Pacific coast of Tohoku Earthquake" occurred Thursday 7 April|hrsg=JMA|datum=2011-04-08|sprache=en|zugriff=2011-04-19}}{{Internetquelle|url=http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/Quakes/usc0002ksa.php|titel=Magnitude 7.1 - NEAR THE EAST COAST OF HONSHU, JAPAN|titelerg=|autor=|hrsg=USGS|werk=earthquake.usgs.gov|seiten=|datum=2011-05-07|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fearthquake.usgs.gov%2Fearthquakes%2Frecenteqsww%2FQuakes%2Fusc0002ksa.php&date=2011-04-18|archiv-datum=2011-04-18 |zugriff=2011-04-07|sprache=en}} gefolgt von einem Beben mit einer Stärke von 7,0 am 11. April (JMA, 6,6 nach USGS), diesmal jedoch nur 6 km vor der Küste von Iwaki in der Präfektur Fukushima.{{Internetquelle|url=http://www.jma.go.jp/jma/en/News/20110411_aftershock.html|titel=A strong aftershock of "The 2011 off the Pacific coast of Tohoku Earthquake" occurred Monday 11 April|datum=2011-04-12|sprache=en|zugriff=2011-04-19}}{{Internetquelle|url=http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/eqinthenews/2011/usc0002n9v/|titel=Magnitude 6.6 - EASTERN HONSHU, JAPAN|hrsg=USGS|datum=2011-04-11|sprache=en|zugriff=2011-04-19}}

Tsunami


Japan


miniatur|Der Tsunami richtete verheerende Verwüstungen in küstennahen Bereichen an (hier in [[Ōfunato in der Präfektur Iwate auf Honshū).]]
miniatur|Diese Karte der [[National Oceanic and Atmospheric Administration|NOAA zeigt, in welcher Zeitdauer nach dem Erdbeben der Tsunami die Seegebiete des Pazifischen Ozeans erreichte.

Animation]]

miniatur|Tsunami-Ausbreitungsvorhersage ([[NOAA), Wellenhöhen farblich wiedergegeben.]]

Der Tsunami überflutete in Japan eine Fläche von 470 Quadratkilometern,{{Internetquelle|url=http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-03/japan-tsunami-warnung|titel=Atomkrise in Japan: Tepco missachtete Tsunami-Warnung|werk=Zeit Online|datum=2011-03-26|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.zeit.de%2Fgesellschaft%2Fzeitgeschehen%2F2011-03%2Fjapan-tsunami-warnung&date=2011-04-18|archiv-datum=2011-04-19|zugriff=2011-03-27|zitat=Das berichtete der Nachrichtensender NHK World und beruft sich dabei auf die japanische Geodaten-Firma Pasco, die dafür Satellitendaten ausgewertet hatte. Besonders betroffen waren demnach die Küste der Präfektur Miyagi (300 km²) sowie die Präfektur Fukushima (110 Quadratkilometer betroffen). In der Präfektur Iwate überrollten das Wasser entlang der Küste 50 km².}} wobei er in Minamisanriku eine Höhe von 16 Metern erreicht haben soll.{{Internetquelle| url=http://www3.nhk.or.jp/daily/english/26_23.html | titel=Record 16-meter tsunami hit Minami-sanriku | werk=Nippon Hōsō Kyōkai (NHK) | datum=2011-03-27 |archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww3.nhk.or.jp%2Fdaily%2Fenglish%2F26_23.html&date=2011-04-18|archiv-datum=2011-04-19| zugriff=2011-03-27 | sprache=en}} Am Standort des Kernkraftwerkes Fukushima I erreichte die Tsunami-Welle nach Angaben des Betreibers eine Höhe von 15 Metern, so dass die 6 Reaktoren bis zu 5 Meter unter Wasser standen.{{Internetquelle| url=http://www3.nhk.or.jp/daily/english/09_30.html | titel=15-meter waves hit Fukushima| werk=Nippon Hōsō Kyōkai (NHK) | datum=2011-04-09 | archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww3.nhk.or.jp%2Fdaily%2Fenglish%2F09_30.html&date=2011-04-18|archiv-datum=2011-04-19|zugriff=2011-04-09 | sprache=en}}

Am 11. März 2011, wenige Minuten nach dem Erdbeben, warnte die Japan Meteorological Agency vor einem bis zu sechs Meter hohen Tsunami für die Küste bei der Präfektur Miyagi, während für die Nachbarpräfekturen Iwate und Fukushima nur 3 Meter und für die restlichen Abschnitte der gesamten Ostküste Japans 0,5 bis 2 Meter erwartet wurden.{{Internetquelle|url=http://www.jma.go.jp/en/tsunami/info_04_20110311145026.html|titel=Japan Meteorological Agency |titelerg=Tsunami Warnings/Advisories, Tsunami Information|autor=|hrsg=JMA Japan Meteorological Agency|werk=jma.go.jp|seiten=|datum=2011-03-11|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.jma.go.jp%2Fen%2Ftsunami%2Finfo_04_20110311145026.html&date=2011-04-18|archiv-datum=2011-04-19 |zugriff=2011-03-11|sprache=en}} Zufällig hatte die japanische Regierung noch einen Tag vor dem Tsunami ein Informationsvideo über Tsunamis inklusive Verhaltensempfehlungen veröffentlicht.{{Internetquelle|url=http://nettv.gov-online.go.jp/eng/prg/prg2040.html|titel=Do you know how scary a tsunami is? - Japanese Government Internet TV|titelerg=|autor=|hrsg=|werk=nettv.gov-online.go.jp|datum=2011-03-10|zugriff=2011-03-14|sprache=en}}.

Tatsächlich löste das Erdbeben dann jedoch einen an den Küsten vor Sendai und Sanriku bis zu 10 Meter (lokal bis zu 38 Meter) hohen Tsunami aus, der einen bis zu 10 km breiten Küstenstreifen über hunderte Kilometer Länge verwüstete,{{Internetquelle|url=http://www.focus.de/panorama/welt/tsunami-in-japan/tsunami-zehn-meter-hohe-wellen-ueberrollen-japan_aid_607419.html|titel=Tsunami: Zehn Meter hohe Wellen überrollen Japan|werk=Focus Online|datum=2011-03-11|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.focus.de%2Fpanorama%2Fwelt%2Ftsunami-in-japan%2Ftsunami-zehn-meter-hohe-wellen-ueberrollen-japan_aid_607419.html&date=2011-04-18|archiv-datum=2011-04-19|zugriff=2011-03-14}} insbesondere in der Gegend um Sendai.{{Internetquelle | url=http://www.bbc.co.uk/news/world-asia-pacific-12709598 | titel=Tsunami hits north-east | werk=BBC News |datum=2011-03-11|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.bbc.co.uk%2Fnews%2Fworld-asia-pacific-12709598&date=2011-04-18|archiv-datum=2011-04-19|zugriff=2011-03-15|sprache=en}} Betroffen war die gesamte Nordostküste der Insel Honshū mit den Präfekturen Fukushima, Miyagi und Iwate in der Region Tōhoku. Schwere Verwüstungen wiesen die Städte Ishinomaki, Hachinohe, Kamaishi, Kesennuma, Minamisanriku, Rikuzentakata, Onagawa{{Internetquelle|url=http://www.yomiuri.co.jp/dy/national/T110312004794.htm|titel=Number of dead, missing rises to 1,400|werk=Daily Yomiuri Online|hrsg=Yomiuri Shimbun-sha|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.yomiuri.co.jp%2Fdy%2Fnational%2FT110312004794.htm&date=2011-04-18|archiv-datum=2011-04-19|datum=2011-03-13|sprache=en|zugriff=2011-03-13}} und Sendai{{Internetquelle|url=http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,750278,00.html|titel=Regierung erklärt atomaren Notstand |titelerg=Tsunami-Katastrophe in Japan|hrsg=Spiegel Online|datum=2011-03-11|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.spiegel.de%2Fwirtschaft%2Fsoziales%2F0%2C1518%2C750278%2C00.html&date=2011-04-18|archiv-datum=2011-04-19 |zugriff=2011-03-11}} auf. Schwer beschädigt mit einer großen Anzahl an Todesfällen wurden auch die Gemeinden Miyako, Noda, Ōfunato, Ōtsuchi, Tanohata und Yamada in der Präfektur Iwate.{{Internetquelle|url=http://mainichi.jp/select/jiken/graph/sinsai_zusetsu/|titel={{lang|ja|東日本大震災 図説集}}|werk=mainichi.jp|hrsg=Mainichi Shimbun-sha|datum=2011-05-20|sprache=ja|zugriff=2011-06-19|archiv-url=http://www.webcitation.org/5zZ0zUltR|archiv-datum=2011-06-19|kommentar=Übersicht über gemeldete Tote, Vermisste und Evakuierte}}

In Sendai wurde der Flughafen überflutet. In umliegenden Landstrichen drang der Tsunami weit ins Inland vor und spülte Schiffe, Autos und Häuser davon. In Hachinohe wurden große Schiffe an Land gespült. In Kesennuma brachen in großen Teilen der Stadt Brände aus.{{Internetquelle|url=http://www.guardian.co.uk/world/2011/mar/11/kesennuma-burns-night-earthquake|titel=Kesennuma burns through the night after earthquake | World news | The Guardian|titelerg=|autor=|hrsg=|werk=guardian.co.uk|seiten=|datum=2011-03-11|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.guardian.co.uk%2Fworld%2F2011%2Fmar%2F11%2Fkesennuma-burns-night-earthquake&date=2011-04-18|archiv-datum=2011-04-19 |zugriff=2011-03-11|sprache=en}} Die Städte Minamisanriku und Rikuzentakata wurden durch den Tsunami fast vollständig zerstört, 10.000 Menschen wurden zunächst vermisst. In Ishinomaki wurden etwa 28.000 Gebäude vollständig zerstört und mehr als 5.700 Personen galten als tot oder vermisst.

Vor der Küste von Oarai bildeten sich, wie schon bei vorherigen Tsunamis, große Meereswirbel aus.{{Internetquelle|url=http://www.foxnews.com/scitech/2011/03/11/japans-tsunami-triggered-enormous-whirlpool/|titel=Why Japan's Tsunami Triggered an Enormous Whirlpool |titelerg=Wild Nature|autor=Stephanie Pappas|hrsg=FOX News Network|werk=foxnews.com|datum=2011-03-11|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.foxnews.com%2Fscitech%2F2011%2F03%2F11%2Fjapans-tsunami-triggered-enormous-whirlpool%2F&date=2011-04-18|archiv-datum=2011-04-19 |zugriff=2011-04-19|sprache=en}} Ein Zug der East Japan Railway Company (JR East) entgleiste auf der Ōfunato-Linie im Bereich des Bahnhofs Nobiru in Higashi-Matsushima, wonach neun Reisende aus dem Wrack geborgen werden mussten. Vier weitere Züge auf der Senseki-Linie, Ōfunato-Linie und Kesennuma-Linie galten als vermisst.{{Internetquelle|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/77013.html|titel=More than 1,200 dead or unaccounted for in megaquake|werk=Kyodo News|datum=2011-03-12|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fenglish.kyodonews.jp%2Fnews%2F2011%2F03%2F77013.html&date=2011-04-18|archiv-datum=2011-04-19|sprache=en|zugriff=2011-03-12}}

Nach dem Tsunami erinnerte man sich wieder, dass in Nordjapan hunderte Wegsteine stehen, die vor den Gefahren von Tsunamis warnen, manche älter als 600 Jahre.{{Internetquelle|url=http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,756622,00.html|titel=Mahnung der Vorfahren: Wegsteine in Nordjapan warnten vor Tsunamis|datum=12. April 2011|zugriff=15. Mai 2011}}

Russland


Der Tsunami erreichte das russische Festland mit einer maximalen Wellenhöhe von 40 cm in der Region Primorje bzw. 80 cm in der Region Kamtschatka. Die höchsten gemessenen Wellenhöhen des Tsunami in Russland wurden von den Inseln der Oblast Sachalin gemeldet: Malokurilskoje: 3 m; Juschno-Kurilsk: 1,89 m; Kurilsk: 0,56 m; Burewestnik: 2 m, Sewero-Kurilsk: 1,6 m; Poronaisk: 0,85 m; Starodubskoje: 0,65 m; Newelsk: 0,27 m; Cholmsk: 0,22 m; Uglegorsk: 0,18 m; Korsakow: 0,67 m; Krilon: 0,29 m.{{Internetquelle|url=http://www.meteorf.ru/default_doc.aspx?RgmFolderID=a4e36ec1-c49d-461c-8b4f-167d20cb27d8&RgmDocID=1d816046-f1c9-4958-85a3-b40b01d0116b|titel=Отбой тревоги цунами |titelerg=|autor=|hrsg=Roshydromet (Föderaler Dienst für Hydrometeorologie und Umweltmonitoring) |werk=meteorf.ru|seiten=|datum=2011-03-12|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.meteorf.ru%2Fdefault_doc.aspx%3FRgmFolderID%3Da4e36ec1-c49d-461c-8b4f-167d20cb27d8%26RgmDocID%3D1d816046-f1c9-4958-85a3-b40b01d0116b&date=2011-04-18|archiv-datum=2011-04-19 |zugriff=2011-03-15|sprache=ru}}

Sonstiger Pazifikraum


Das Pacific Tsunami Warning Center gab Warnungen vor dem Eintreffen eines Tsunamis für fast den gesamten Pazifischen Ozean aus; diese Warnungen umfassten Japan, Russland, die Marcusinsel, die Nördlichen Marianen, Guam, Wake, Taiwan, die Yap-Inseln, die Philippinen, die Marshallinseln, Palau, die Midwayinseln, Pohnpei, Chuuk, Kosrae, Indonesien, Papua-Neuguinea, Nauru, das Johnston-Atoll, die Salomonen, Kiribati, die Howlandinsel, die Bakerinsel, Hawaii, Tuvalu, Palmyra, Vanuatu, Tokelau, Jarvis Island, Wallis und Futuna, Samoa, Amerikanisch-Samoa, Tonga, die Cookinseln, Niue, Australien, Fidschi, Neukaledonien, Mexiko, die Kermadecinseln, Französisch-Polynesien, Neuseeland, Pitcairn, Guatemala, El Salvador, Costa Rica, Nicaragua, die Antarktis, Panama, Honduras, Chile, Ecuador, Kolumbien, Peru{{Internetquelle|url=http://ptwc.weather.gov/text.php?id=pacific.2011.03.11.083004|titel=TSUNAMI BULLETIN NUMBER 004|titelerg=|autor=|hrsg=|werk=ptwc.weather.gov|seiten=|datum=2011-03-11|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fptwc.weather.gov%2Ftext.php%3Fid%3Dpacific.2011.03.11.083004&date=2011-06-13|archiv-datum=2011-06-13 |zugriff=2011-03-11|sprache=englisch|format=|kommentar=|zitat=|offline=}} sowie Alaska, die Westküste Kanadas und die Westküste der Vereinigten Staaten.

Der Tsunami breitete sich über den Pazifik mit einer Geschwindigkeit von 800 km/h aus.{{Internetquelle|url=http://www.bbc.co.uk/news/world-asia-pacific-12709598|titel=BBC News - Japan earthquake: Tsunami hits north-east|titelerg=|autor=|hrsg=|werk=bbc.co.uk|seiten=|datum=2011-03-11|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.bbc.co.uk%2Fnews%2Fworld-asia-pacific-12709598&date=2011-06-13|archiv-datum=2011-06-13 |zugriff=2011-03-11|sprache=englisch|format=|kommentar=|zitat=|offline=}} Das Rote Kreuz warnte aufgrund der anfänglichen Informationen davor, dass die Tsunamiamplitude größer sein könnte als die maximale Höhe vieler Inseln im Pazifischen Ozean.

In Kalifornien ertrank mindestens ein Mensch und der Tsunami richtete Schäden von Crescent City bis nach Santa Cruz an,{{cite web|url=http://www.stern.de/panorama/tsunami-entwarnung-kaum-schaeden-in-anderen-pazifik-staaten-1662772.html|title=Tsunami-Entwarnung: Kaum Schäden in anderen Pazifik-Staaten|accessdate=2011-04-20 | date=2011-03-12| publisher=stern.de | archiveurl=http://www.webcitation.org/5y5YBYxOM | archivedate=2011-04-20 }}{{Internetquelle|url=http://www.fox5sandiego.com/news/rss/kswb-california-tsunami-death-norcal-man-drowns-trying-to-photograph-tsunami-20110311,0,7429447.story|titel=California tsunami death: NorCal man drowns trying to photograph tsunami - KSWB|titelerg=|autor=|hrsg=|werk=fox5sandiego.com|seiten=|datum=2011-03-11|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.fox5sandiego.com%2Fnews%2Frss%2Fkswb-california-tsunami-death-norcal-man-drowns-trying-to-photograph-tsunami-20110311%2C0%2C7429447.story&date=2011-06-13|archiv-datum=2011-06-13 |zugriff=2011-03-16|sprache=englisch|format=|kommentar=|zitat=|offline=}} die nach einer vorläufigen Prognose 36 Mio. Euro betrugen.{{Internetquelle|url=http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/japan/2698125/tsunami-millionenschaeden-auch-kalifornien.story|titel=Tsunami: Millionenschäden auch in Kalifornien|titelerg=|autor=|hrsg=|werk=kleinezeitung.at|seiten=|datum=2011-03-13|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.kleinezeitung.at%2Fnachrichten%2Fchronik%2Fjapan%2F2698125%2Ftsunami-millionenschaeden-auch-kalifornien.story&date=2011-06-13|archiv-datum=2011-06-13 |zugriff=2011-06-13|sprache=|format=|kommentar=|zitat=|offline=}}

In Papua-Neuguinea wurde ein Mann von einer Welle erfasst und auf das Meer hinausgespült, wo er ertrank.{{Internetquelle|url=http://www.thejakartaglobe.com/news/japan-tsunami-strikes-indonesia-one-confirmed-dead/428545|titel=Japan Tsunami Strikes Indonesia, One Confirmed Dead |titelerg=|autor=|hrsg=|werk=thejakartaglobe.com|seiten=|datum=2011-03-12|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.thejakartaglobe.com%2Fnews%2Fjapan-tsunami-strikes-indonesia-one-confirmed-dead%2F428545&date=2011-06-13|archiv-datum=2011-06-13 |zugriff=2011-03-16|sprache=englisch|format=|kommentar=|zitat=|offline=}}

Übersicht über Wellenhöhe und Ankunftszeit


{|class="wikitable sortable" style="font-size:90%;"
|-
|+Übersicht über Amplitude (Wellenhöhe) und Ankunftszeit des Tsunami im Pazifischen Ozean
|-
! Messstelle
! Staat/Gebiet
! Koordinaten
! Ankunftszeit
! Amplitude
|-
| {{SortKey|Ofunato|Ōfunato}}, Iwate || Japan || || {{SortKey|0618|06:18}} || {{SortKey|8,0|≥8,0}} m{{FN|*}}{{Internetquelle|url=http://www.jma.go.jp/jma/en/2011_Earthquake/2011_Earthquake_Tsunami.pdf|titel=The 2011 off the Pacific coast of Tohoku Earthquake: Observed Tsunami|hrsg=JMA|sprache=en|zugriff=2011-03-27}}
|-
| Ishinomaki, Miyagi || Japan || || {{SortKey|0620|06:20}} || {{SortKey|3,3|≥3,3}} m
|-
| Kamaishi, Iwate || Japan || || {{SortKey|0621|06:21}} || {{SortKey|4,1|≥4,1}} m
|-
| Miyako, Iwate || Japan || || {{SortKey|0626|06:26}} || {{SortKey|8,5|≥8,5}} m{{FN|*}}
|-
| {{SortKey|Soma|Sōma}}, Fukushima || Japan || || {{SortKey|0650|06:50}} || {{SortKey|7,3|≥7,3}} m
|-
| Hanasaki, Nemuro, Hokkaidō || Japan || 43.3N 145.6E || {{SortKey|0656|06:56}} || 1,83 m
|-
| Nemuro, Hokkaidō || Japan || || {{SortKey|0657|06:57}} || 2,8 m
|-
| Tokachi, Hokkaidō || Japan || || {{SortKey|0657|06:57}} || {{SortKey|2,8|≥2,8}} m
|-
| Urakawa, Hokkaidō || Japan || || {{SortKey|0742|07:42}} || 2,7 m
|-
| {{SortKey|Oarai|Ōarai}}, Ibaraki || Japan || || {{SortKey|0752|07:52}} || 4,2 m
|-
| Omaezaki, Shizuoka || Japan || 34.6N 138.2E || {{SortKey|0818|08:18}} || 1,42 m
|-
| Naha, Okinawa || Japan || 26.2N 127.7E || {{SortKey|0901|09:01}} || 0,25 m
|-
| Saipan || Vereinigte Staaten || 15.2N 145.7E || {{SortKey|0916|09:16}} || 0,65 m
|-
| Mutsu, Aomori || Japan || || {{SortKey|0916|09:16}} || 2,9 m
|-
| Wake || Vereinigte Staaten || 19.3N 166.6E || {{SortKey|0928|09:28}} || 0,39 m
|-
| Tosashimizu, Kōchi || Japan || 32.8N 133.0E || {{SortKey|0946|09:46}} || 0,84 m
|-
| Yap || Mikronesien || 9.5N 138.1E || {{SortKey|1013|10:13}} || 0,15 m
|-
| Adak, Alaska || Vereinigte Staaten || 51.9N 176.6W || {{SortKey|1034|10:34}} || 0,35 m
|-
| Midwayinseln || Vereinigte Staaten || 28.2N 177.4W || {{SortKey|1048|10:48}} || 1,27 m
|-
| Nikolski, Alaska || Vereinigte Staaten || 52.9N 168.9W || {{SortKey|1109|11:09}} || 0,27 m
|-
| Kwajalein || Marshallinseln || 8.7N 167.7E || {{SortKey|1111|11:11}} || 0,55 m
|-
| Legazpi City || Philippinen || 13.1N 123.8E || {{SortKey|1116|11:16}} || 0,25 m
|-
| Shemya, Alaska || Vereinigte Staaten || 52.7N 174.1E || {{SortKey|1136|11:36}} || 1,58 m
|-
| Nauru || Nauru || 0.5S 166.9E || {{SortKey|1156|11:56}} || 0,20 m
|-
| Dutch Harbor, Alaska || Vereinigte Staaten || 53.9N 166.5W || {{SortKey|1204|12:04}} || 0,41 m
|-
| Johnston-Atoll || Vereinigte Staaten || 16.7N 169.5W || {{SortKey|1206|12:06}} || 0,20 m
|-
| Tern, French Frigate Shoals || Vereinigte Staaten || 23.9N 166.3W || {{SortKey|1224|12:24}} || 0,38 m
|-
| Betio, Tarawa || Kiribati || 1.4N 172.9E || {{SortKey|1225|12:25}} || 0,21 m
|-
| Saint Paul Island, Alaska || Vereinigte Staaten || 57.1N 170.3W || {{SortKey|1228|12:28}} || 0,65 m
|-
| Barbers Point, Hawaii || Vereinigte Staaten || 21.3N 158.1W || {{SortKey|1308|13:08}} || 0,70 m
|-
| Kahului, Maui || Vereinigte Staaten || 20.9N 156.5W || {{SortKey|1327|13:27}} || 1,74 m
|-
| Nawiliwili, Kauai || Vereinigte Staaten || 22.0N 159.4W || {{SortKey|1343|13:43}} || 0,76 m
|-
| Hilo, Hawaii || Vereinigte Staaten || 19.7N 155.1W || {{SortKey|1409|14:09}} || 1,41 m
|-
| Honolulu, Oahu || Vereinigte Staaten || 21.3N 157.9W || {{SortKey|1410|14:10}} || 0,71 m
|-
| Kawaihae, Hawaii || Vereinigte Staaten || 20.0N 155.8W || {{SortKey|1413|14:13}} || 1,22 m
|-
| Manus || Papua-Neuguinea || 2.0S 147.4E || {{SortKey|1425|14:25}} || 0,93 m
|-
| Kanton || Kiribati || 2.8S 171.7W || {{SortKey|1425|14:25}} || 0,05 m
|-
| Honiara || Salomonen || 9.4S 160.0E || {{SortKey|1436|14:36}} || 0,26 m
|-
| Kiritimati || Kiribati || 2.0N 157.5W || {{SortKey|1447|14:47}} || 0,56 m
|-
| Winter Harbour, British Columbia || Kanada || 50.7N 128.3W || {{SortKey|1505|15:05}} || 0,47 m
|-
| Subic Bay || Philippinen || 14.8N 120.3E || {{SortKey|1517|15:17}} || 0,07 m
|-
| Lombrum, Manus || Papua-Neuguinea || 2.0S 147.4E || {{SortKey|1529|15:29}} || 1,04 m
|-
| Kaumalapau, Hawaii || Vereinigte Staaten || 20.8N 156.9W || {{SortKey|1531|15:31}} || 0,91 m
|-
| Luganville || Vanuatu || 15.5S 167.2E || {{SortKey|1537|15:37}} || 0,54 m
|-
| Langara Point, British Columbia || Kanada || 54.2N 133.1W || {{SortKey|1539|15:39}} || 0,52 m
|-
| Arena Cove, Kalifornien || Vereinigte Staaten || 38.9N 123.7W || {{SortKey|1540|15:40}} || 0,82 m
|-
| Vanuatu || Vanuatu || 17.8S 168.3E || {{SortKey|1542|15:42}} || 0,69 m
|-
| Lautoka || Fidschi || 17.6S 177.4E || {{SortKey|1545|15:45}} || 0,33 m
|-
| Charleston, Oregon || Vereinigte Staaten || 43.3N 124.3W || {{SortKey|1545|15:45}} || 0,49 m
|-
| Humboldt Bay || Vereinigte Staaten || 40.8N 124.2W || {{SortKey|1553|15:53}} || 0,54 m
|-
| Pago Pago || Amerikanisch-Samoa || 14.3S 170.7W || {{SortKey|1556|15:56}} || 0,34 m
|-
| Port San Luis, Kalifornien || Vereinigte Staaten || 35.2N 120.8W || {{SortKey|1654|16:54}} || 1,88 m
|-
| Crescent City, Kalifornien || Vereinigte Staaten || 41.7N 124.2W || {{SortKey|1657|16:57}} || 2,02 m
|-
| Port Orford (Oregon) || Vereinigte Staaten || 42.7N 124.5W || {{SortKey|1724|17:24}} || 1,85 m
|-
| Bitung || Indonesien || 0.4N 125.2E || {{SortKey|1727|17:27}} || 0,26 m
|-
| San Francisco, Kalifornien || Vereinigte Staaten || 37.8N 122.5W || {{SortKey|1749|17:49}} || 0,64 m
|-
| Nukuʻalofa || Tonga || 21.1S 175.2W || {{SortKey|1751|17:51}} || 0,37 m
|-
| Adak, Alaska || Vereinigte Staaten || 51.9N 176.6W || {{SortKey|1755|17:55}} || 1,09 m
|-
| Point Reyes, Kalifornien || Vereinigte Staaten || 38.0N 123.0W || {{SortKey|1810|18:10}} || 1,38 m
|-
| Rarotonga || Cookinseln || 21.2S 159.8W || {{SortKey|1813|18:13}} || 0,29 m
|-
| Rangiroa || Französisch-Polynesien || 14.9S 147.7W || {{SortKey|1822|18:22}} || 0,29 m
|-
| Papeete, Tahiti || Französisch-Polynesien || 17.5S 149.6W || {{SortKey|1822|18:22}} || 0,39 m
|-
| Nuku Hiva, Marquesas || Französisch-Polynesien || 8.9S 140.1W || {{SortKey|1824|18:24}} || 1,48 m
|-
| Cabo San Lucas || Mexiko || 22.9N 109.9W || {{SortKey|1906|19:06}} || 0,22 m
|-
| Westport, Washington || Vereinigte Staaten || 46.9N 124.1W || {{SortKey|1920|19:20}} || 0,62 m
|-
| North Cape || Neuseeland || 34.4S 173.0E || {{SortKey|2001|20:01}} || 0,25 m
|-
| La Jolla, Kalifornien || Vereinigte Staaten || 32.9N 117.3W || {{SortKey|2007|20:07}} || 0,43 m
|-
| Monterey Harbor, Kalifornien || Vereinigte Staaten || 36.6N 121.9W || {{SortKey|2013|20:13}} || 0,72 m
|-
| Rikitea || Französisch-Polynesien || 23.1S 135.0W || {{SortKey|2014|20:14}} || 0,21 m
|-
| Los Angeles, Kalifornien || Vereinigte Staaten || 33.7N 118.3W || {{SortKey|2115|21:15}} || 0,51 m
|-
| San Diego, Kalifornien || Vereinigte Staaten || 32.7N 117.2W || {{SortKey|2131|21:31}} || 0,51 m
|-
| Old Harbor, Alaska || Vereinigte Staaten || 57.2N 153.3W || {{SortKey|2154|21:54}} || 0,33 m
|-
| Lottin Point || Neuseeland || 37.6S 178.2E || {{SortKey|2209|22:09}} || 0,33 m
|-
| Kodiak, Alaska || Vereinigte Staaten || 57.7N 152.5W || {{SortKey|2211|22:11}} || 0,28 m
|-
| Santa Monica, Kalifornien || Vereinigte Staaten || 34.0N 118.5W || {{SortKey|2223|22:23}} || 0,84 m
|-
| Waitangi, Chatham-Inseln || Neuseeland || 43.9S 176.6W || {{SortKey|2230|22:30}} || 0,67 m
|-
| Acapulco || Mexiko || 16.8N 99.9W || {{SortKey|2254|22:54}} || 0,77 m
|-
| Spring Bay, Tasmanien || Australien || 42.5S 147.9E || {{SortKey|2259|22:59}} || 0,19 m
|-
| Jackson Bay || Neuseeland || 44.0S 168.6E || {{SortKey|2325|23:25}} || 0,35 m
|-
| Santa Barbara, Kalifornien || Vereinigte Staaten || 34.4N 119.7W || {{SortKey|2345|23:45}} || 0,99 m
|-
| Baltra, Galapagos || Ecuador || 0.4S 90.3W || {{SortKey|2354|23:54}} || 0,82 m
|-
| Quepos || Costa Rica || 9.4N 84.2W || {{SortKey|2401|+1d 00:01}} || 0,18 m
|-
| Acajutla || El Salvador || 13.6N 89.8W || {{SortKey|2404|+1d 00:04}} || 0,20 m
|-
| Christchurch || Neuseeland || 43.6S 172.8E || {{SortKey|2416|+1d 00:16}} || 0,27 m
|-
| Owenga, Chatham-Inseln || Neuseeland || 44.0S 176.4W || {{SortKey|2420|+1d 00:20}} || 0,81 m
|-
| Santacruz, Galapagos || Ecuador || 0.7S 90.3W || {{SortKey|2438|+1d 00:38}} || 1,77 m
|-
| Manzanillo || Mexiko || 19.1N 104.3W || {{SortKey|2517|+1d 01:17}} || 1,45 m
|-
| Osterinsel || Chile || 27.2S 109.4W || {{SortKey|2524|+1d 01:24}} || 0,73 m
|-
| La Libertad || Ecuador || 2.2S 80.9W || {{SortKey|2639|+1d 02:39}} || 1,23 m
|-
| Atico || Peru || 16.2S 73.7W || {{SortKey|2805|+1d 04:05}} || 0,33 m
|-
| Coquimbo || Chile || 30.0S 71.3W || {{SortKey|2838|+1d 04:38}} || 1,46 m
|-
| Callao || Peru || 12.1S 77.2W || {{SortKey|2844|+1d 04:44}} || 1,67 m
|-
| Caldera || Chile || 27.1S 70.8W || {{SortKey|2846|+1d 04:46}} || 1,41 m
|-
| Talcahuano || Chile || 36.7S 73.1W || {{SortKey|2933|+1d 05:33}} || 1,06 m
|-
| San Félix || Chile || 26.3S 80.1W || {{SortKey|2936|+1d 05:36}} || 0,51 m
|-
| Iquique || Chile || 20.2S 70.1W || {{SortKey|2944|+1d 05:44}} || 0,72 m
|-
| Corral || Chile || 39.9S 73.4W || {{SortKey|3002|+1d 06:02}} || 1,25 m
|-
| Arica || Chile || 18.5S 70.3W || {{SortKey|3019|+1d 06:19}} || 1,25 m
|- class="sortbottom"
| colspan="5" | Quelle, sofern nicht anderes angegeben: NOAA [http://ptwc.weather.gov/ptwc/text.php?id=pacific.2011.03.12.063606 PTWC] & [http://wcatwc.arh.noaa.gov/2011/03/11/lhvpd9/25/messagelhvpd9-25.htm AWCTWC]. Alle Zeitangaben in UTC.
|}

{{FNZ|*|Bei beiden Messungen war zu der Zeit die Anlage zur Messung des Tidenhubs ausgefallen, wodurch die Angabe zur Wellenhöhe verfälscht sein kann.{{Internetquelle|url=http://www.jma.go.jp/jma/press/1103/23b/tsunami_miyako_ofunato.html|titel={{lang|ja|「宮古」,「大船渡」の津波観測点の観測値について}}|hrsg=JMA|datum=2011-03-23|sprache=ja|zugriff=2011-03-27}}}}

Opfer


Bis zum 23. Mai 2012 meldete die Polizei 15.859 Tote, davon 9.517 in der Präfektur Miyagi, 4.671 in der Präfektur Iwate und 1.605 in der Präfektur Fukushima. 6.107 Personen wurden verletzt. Weiterhin gelten 3.021 Personen als vermisst.{{Internetquelle|url=http://www.npa.go.jp/archive/keibi/biki/higaijokyo_e.pdf|titel=Damege Situation and Police Countermeasures associated with 2011 Tohoku district - off the Pecific Ocean Earthquake|titelerg=|autor=|hrsg=National Police Agency of Japan|werk=npa.go.jp|seiten=|datum=2012-02-27|zugriff=2012-02-27|sprache=en|format=PDF|kommentar=|zitat=|offline=}}{{Internetquelle|url=http://www.asahi.com/national/update/1229/TKY201112290230.html?ref=rss|titel=震災死者1万5844人 不明3451人 29日現在 |werk=朝日新闻|datum=2011-12-29|zugriff=2011-12-29|sprache=ja}}

Aufgrund von Zeit- und Materialknappheit mussten die Verstorbenen in Massengräbern beigesetzt werden, um sie nach Möglichkeit zwei bis drei Monate später zu exhumieren und dann einer traditionellen Einäscherung zuzuführen. Bei den Beisetzungen sind Angehörige, Militärs, die die Beisetzung durchführen und die letzte Ehre in Form eines Saluts erweisen, sowie buddhistische Priester zugegen. Normalerweise ruhen die eingeäscherten Überreste in Urnen monatelang im Familienheim, ehe sie bestattet werden.[http://de.euronews.net/2011/03/25/erdbebenopfer-werden-in-massengraeber-bestattet/ de.euronews.net - Trauerfeier: Erdbebenopfer werden in Massengräber bestattet] 25. März 2011

Am 13. März 2011 wurde von rund einer halben Million Menschen berichtet, die fliehen konnten oder evakuiert wurden und zu einem großen Teil in Massenunterkünften versorgt würden. Teilweise herrschte dort Wasser- und Nahrungsmangel. Die Behörden teilten am selben Tag mit, dass die Rettung von über 3.000 Personen gelungen sei.[http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-03/japan-tote-erdbeben Mehr als 10.000 Menschen werden vermisst] 13. März 2011

Wie bereits nach dem Erdbeben in Haiti 2010 und dem Christchurch-Erdbeben 2011 ermöglichte Google mit dem Google Person Finder ab dem 11. März über das Internet die Suche nach vermissten Verwandten und Bekannten.{{Internetquelle|url=http://www.zdnet.de/news/digitale_wirtschaft_internet_ebusiness_google_startet_person_finder_nach_tsunami_in_japan_story-39002364-41550029-1.htm|titel=Google startet Person Finder nach Tsunami in Japan|autor=David Meyer, Florian Kalenda|werk=ZDNet.de|datum=2011-03-11|zugriff=2011-03-15}}

Auswirkungen


Infrastruktur


miniatur|links|Fahrgäste beim Verlassen eines gestoppten [[East Japan Railway Company|JR-Zuges]]

Über 120.000 Gebäude stürzten vollkommen sowie weitere 240.000 teilweise ein. Weitere 670.000 Häuser wurden teilweise beschädigt.

Japans Verkehrsnetzwerk wurde durch das Erdbeben schwer gestört. 3.572 Straßen und 77 Brücken wurden beschädigt. So waren mehrere Abschnitte der Tōhoku-Autobahn im Norden Japans beschädigt und nicht mehr befahrbar.{{cite news |url=http://www.dailymail.co.uk/news/article-1365229/Japan-earthquake-tsunami-Fears-massive-death-toll.html |title=Fears of massive death toll as ten-metre tall tsunami races across Pacific after sixth largest earthquake in history hits Japan |publisher=Daily Mail |date=2001-03-11 |accessdate=2011-03-14 |language=englisch}} Der Flughafen Sendai wurde gegen 15:55 Uhr JST, also rund 70 Minuten nach dem Erdbeben, durch den Tsunami überflutet und außer Betrieb gestellt.[http://www.avherald.com/h?article=43928907&opt=0 News: Tsunami rolled through Pacific, Sendai Airport under water, ..] (englisch) – Artikel bei The Aviation Herald, vom 11. März 2011 Die Tokioter Flughäfen Narita{{cite web|url=http://www.tagesschau.de/ausland/angstvornachbeben100.html|title=Japan: Gefahr durch Nachbeben und weitere Flutwellen |accessdate=2011-04-20 | date=2011-03-11 | publisher=tagesschau.de | archiveurl=http://www.webcitation.org/5y5c2PVx4 | archivedate=2011-04-20 }} und Haneda stellten nach dem Erdbeben für etwa 24 Stunden den Betrieb ein und die meisten ankommenden Flüge wurden zu anderen Flughäfen umgeleitet.{{cite news |url=http://www.channelnewsasia.com/stories/afp_asiapacific/view/1115777/1/.html |title=Japan issues top tsunami warning after major quake |date=2011-03-11 |publisher=MediaCorp Channel NewsAsia |accessdate=2011-03-13 |language=englisch}} Zehn ankommende Flüge nach Narita landeten auf der US-amerikanischen Yokota Air Base, etwa 25 Kilometer westlich von Tokio.{{cite news |author=Kyodo News |title=USS Reagan on way |publisher=Japan Times |date=2011-03-13 |page=2 |language=englisch}}

In Tokio wurde der Eisenbahn- und U-Bahn-Verkehr zunächst vollständig eingestellt, doch nach einigen Stunden auf manchen Strecken wieder aufgenommen.{{cite news |url=http://e.nikkei.com/e/fr/tnks/Nni20110311D11JF318.htm |title=Many Rail Services In Tokyo Suspended After Quake |publisher=NIKKEI |date=2011-03-12 |accessdate=2011-03-14 |language=englisch}} Am Tag nach dem Erdbeben wurde auf den meisten Strecken im Großraum Tokio der Bahnverkehr wieder voll aufgenommen.{{cite news |author=Associated Press |title=When Tokyo's clockwork trains stopped ticking |publisher=Japan Times |date=2011-03-13 |page=3}} Rund 20.000 Besucher von Tokyo Disneyland konnten den Park nicht verlassen und verbrachten die Nacht vom 11. zum 12. März auf dem Gelände.{{cite news |author=Kyodo News |title=Disney reality check for the stuck |title=Japan Times |date=2011-03-13 |page=3 |language=englisch}}

Verschiedene Eisenbahnverbindungen in Japan wurden unterbrochen, die East Japan Railway Company stellte den Verkehr vollständig ein.{{cite web |url=http://traininfo.jreast.co.jp/train_info/service.aspx |title=JR東日本:列車運行情報 |publisher=JR East |date= |accessdate=2011-03-11 |language=japanisch}} 29 Eisenbahnlinien wurden beschädigt. Zu vier Zügen auf Küstenstrecken verlor die Fahrdienstleitung den Kontakt. Ein Zug auf der Senseki-Linie mit vier Waggons wurde am Morgen nach dem Erdbeben entgleist aufgefunden und die Insassen gerettet.{{cite web |url=http://www.yomiuri.co.jp/national/news/20110312-OYT1T00215.htm?from=main2 |title=脱線のJR仙石線車内から、県警ヘリで9人救出 : 社会 |publisher= 読売新聞 (Yomiuri Online) |date=2011-03-12 |accessdate=2011-03-14 |language=japanisch}} Fahrende Shinkansen-Züge wurden angehalten, es kam jedoch zu keinen Entgleisungen.{{cite web|url=http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,750242,00.html |title=Schweres Erdbeben: Verheerende Tsunami-Welle trifft Japans Küste |publisher=Spiegel.de |date= |accessdate=2011-03-11}} Der Tōkaidō-Shinkansen nahm nach einigen Stunden mit einzelnen Fahrten den Betrieb wieder auf und verkehrte am nächsten Tag nach dem normalen Fahrplan. Jōetsu und Nagano-Shinkansen fuhren ab dem Abend des 12. März wieder, doch der Tōhoku-Shinkansen blieb eingestellt, da es zu Beschädigungen von Oberleitungen und Brückenbauwerken gekommen ist. Ein Datum für die Wiederaufnahme des Verkehrs wurde nicht bekanntgegeben; die Reparaturen werden wohl einige Zeit andauern.{{cite web |url=http://www.asahi.com/national/update/0312/TKY201103120550.html |title=(朝日新聞社):東北新幹線、早期復旧は困難 栃木以北の状況把握難航 - 社会 |publisher=Asahi.com |date= |accessdate=2011-03-14 |language=japanisch}}

In Tokio wurde die Mastspitze des Tokyo Towers sichtbar verbogen.[http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,750254-6,00.html Tokio-Tower verbogen] 281 Häuser gerieten in Brand. In der Stadt Ichihara (Präfektur Chiba) geriet die Erdölraffinerie der Cosmo Oil Company in Brand.[http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/asia/japan/8375497/Japan-earthquake-causes-oil-refinery-inferno.html Japan earthquake causes oil refinery inferno.] Daily Telegraph, London, 11. März 2011

Wegen der Erdbeben mussten 210.000 Menschen evakuiert werden, 5,5 Millionen Haushalte waren ohne Strom und eine Million Haushalte in 18 Präfekturen ohne Wasser.{{cite web|url=http://search.japantimes.co.jp/cgi-bin/nn20110313a2.html|title=Deaths, people missing set to top 1,700: Edano |accessdate=2011-04-20 |date=2011-03-13 | work=The Japan Times Online | publisher= | pages= | quote= | language=englisch| archiveurl=http://www.webcitation.org/5y5aU3ogJ | archivedate=2011-04-20 }}

In Miyagi brachen aufgrund des Tsunami vier Dämme. Des Weiteren kam es insgesamt zu 197 Erdrutschen.


Datei:Cosmo Oil explosion 20110311.png|Die Cosmo-Ölraffinerie in Ichihara geriet nach einer Explosion in Brand.
Datei:201103011tokyo2.jpg|In Tokio löste das Erdbeben mehrere Brände aus.
Datei:2011 Japan Earthquake Tokyo Tower.jpg|Die verbogene Mastspitze des Tokyo Towers in Tokio.
Datei:A damaged water pipe shoots into the air after a tsunami triggered by a 8 9 magnitude earthquake off the Northeastern coast of Japan.jpg|Wasserrohrbruch mit darauf folgender Eisbildung

Kulturgüter


Das Erdbeben und der Tsunami beschädigten insgesamt 714 deklarierte Kulturgüter, darunter fünf Nationalschätze und 156 wichtige Kulturgüter. Zudem wurden die Kieferninseln bei Matsushima, die zu den drei schönsten Landschaften Japans zählen in Mitleidenschaft gezogen.{{Internetquelle| titel = Damages to Cultural Properties in the “the Great East Japan Earthquake”| url = http://www.bunka.go.jp/english/pdf/2011_Tohoku_ver12.pdf| hrsg = Amt für kulturelle Angelegenheiten| datum=2011-07-29| zugriff = 2012-01-20|sprache=en}}

Unterseekabel


Durch das Erdbeben und den Tsunami wurde auch eine Reihe von Unterseekabeln beschädigt, die Japan mit dem Rest der Welt verbinden.Om Malik: [http://gigaom.com/broadband/in-japan-many-under-sea-cables-are-damaged/ In Japan, Many Undersea Cables Are Damaged]. 14. März 2011. Auf: [http://gigaom.com GIGAOM] (abgerufen 21. März 2011, 21:14 h) Die Schäden waren größer als zunächst vermutet. Betroffen waren:
* APCN-2 (Verbindung nach China, Taiwan, Hong Kong, Südkorea, Malaysia, Singapur und zu den Philippinen)
* Pacific Crossing West und Pacific Crossing North (beide außer Betrieb)
* PacNet (Segmentausfälle im Ostasienteil)
* Beschädigung eines Segments des Kabelnetzes zwischen Japan und den USA (laut Korea Telecom)

* Beschädigung einiger Segmente des Unterwasserkabelsystems PC-1 (laut NTT)

Die beschädigten Netzwerkrouter gehen überwiegend in Ajigaura /Hitachinaka oder Kitaibaraki, beide in der Präfektur Ibaraki, an Land. Kabel, die im Süden Tokios oder der Bucht von Tokio an Land gehen, wurden nicht beschädigt.

Die japanische NTT leitete Verkehr über Backup-Kabelsysteme. Trotzdem kam es laut JPNAP zu einem deutlichen Rückgang der japanischen Internetleistung. Auch PCCW bestätigte langsamen Datenverkehr zwischen Japan und den USA. Das Kabel von KDDI zwischen den USA und Japan wurde vollständig unterbrochen (totaler Signalausfall).

Kernkraftwerke


miniatur|Standorte der kommerziellen [[Liste der Kernreaktoren in Japan#Kernkraftwerke|Kernkraftwerke in Japan.]]
miniatur|Wind und Niederschlagprognose für Fukushima vom 14. März (0°=Norden)

miniatur|Lage der betroffenen Kraftwerke an der Ostküste Japans

Als Folge des Erdbebens vom 11. März 2011 14:46:23 Uhr (Ortszeit) mit nachfolgendem Tsunami wurde der Betrieb in mehreren japanischen Kernkraftwerken beeinträchtigt. Die Japanische Atomaufsichtsbehörde (Nuclear and Industrial Safety Agency NISA) wurde sofort nach Beginn des Erdbebens um 14:46 Uhr (Ortszeit) informiert. Der japanische Kernkraftwerksbetreiber Tokyo Electric Power Company (TEPCO) meldete erstmals um 15:42 Uhr (Ortszeit) einen nuklearen Notfall (Nuclear Emergency) im Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi. Nachdem weitere Berichte über Notfallsituationen aus anderen Kernkraftwerken eintrafen, rief die japanische Regierung am 11. März 2011 um 19:03 Uhr (Ortszeit) den Nuklearen Notfallzustand (State of Nuclear Emergency) aus.{{Internetquelle| url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110316-2.pdf | titel=NISA Seismic Damage Information (the 24th Release)

(As of 11:00 March 15th, 2011) | werk=Nuclear and Industrial Safety Agency (NISA)|datum=2011-03-15|zugriff=2011-03-16|sprache=en}}

Nach Angaben der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO/IAEA) und des Japan Atomic Industrial Forum (JAIF) wurden elf Reaktorblöcke in vier Atomkraftwerken abgeschaltet.{{Internetquelle|url=http://www.nuklearforum.ch/ebarticle.php?art_id=de-129985741866&id=de-116487550462 | titel=Schnellabschaltung mehrerer Kernreaktoren nach Erdbeben in Japan | werk=Nuklearforum Schweiz |datum=2011-03-12|zugriff=2011-03-12}}{{Internetquelle|url=http://www.jaif.or.jp/english/aij/member/2011/2011-03-11emergency.pdf | titel=A massive earthquake struck north-eastern Japan, NPSs in the region automatically shut down | werk=Japan Atomic Industrial Forum (JAIF) | datum=2011-03-11 |zugriff=2011-03-11}} Betroffen waren die Anlagen Fukushima-Daiichi mit drei laufenden Blöcken, Fukushima-Daini mit allen vier Blöcken, Tōkai mit einem Block und Onagawa mit allen drei Blöcken. Es handelt sich in allen Fällen um Siedewasserreaktoren.{{Internetquelle|url=http://replay.waybackmachine.org/20040827100351/http://www.iaea.org/cgi-bin/db.page.pl/pris.powrea.htm?country=JP&sort=&sortlong=|titel=Japan: Nuclear Power Reactors|werk=International Atomic Energy Agency (IAEA)|datum=2011-03-14|zugriff=2011-03-14}}

Nach der Schnellabschaltung traten in fünf der elf Reaktoren Störfälle im Kühlmittelkreislauf auf. Ursache ist in allen Fällen der Ausfall der Notstromgeneratoren für die Nachkühlung der heruntergefahrenen Reaktoren in Folge des Tsunamis. In den Reaktorblöcken 1, 2 und 3 des Kernkraftwerks Fukushima-Daiichi kam es nach Temperaturanstieg und Knallgasbildung zu Explosionen, die die äußeren Hüllen der Reaktorblockgebäude zerstörten.{{Internetquelle|url=http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/11031402-e.html|titel=White smoke around the Fukushima Daiichi Nuclear Power Station Unit 3|werk=Tokyo Electric Power Company (TEPCO) Press Release|datum=2011-03-14|zugriff=2011-03-14}}

Der Vorfall wurde von der Japanischen Atomaufsichtsbehörde zunächst als INES Stufe 4 („Unfall“) von max. 7 eingestuft und am 18. März auf die Stufe 5 („Unfall mit weitreichenden Konsequenzen“) angehoben.{{Internetquelle|url=http://www.sueddeutsche.de/politik/japan-atomkatastrophe-in-fukushima-strom-und-wasser-zwei-fronten-plan-gegen-den-super-gau-1.1073729|titel=Japanische Atombehörde hebt Störfall-Stufe an|werk=sueddeutsche.de|datum=2011-03-18|zugriff=2011-03-18}} Am Morgen des 12. April 2011 stufte die japanische Regierung den Unfall auf Stufe 7 der INES-Skala („Katastrophaler Unfall“) hoch. Bis dahin hatte nur die Katastrophe von Tschernobyl (1986) diese höchste Einstufung erhalten.{{Internetquelle|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110412-4.pdf|titel=en20110412-4.pdf (application/pdf-Objekt)|titelerg=|autor=|hrsg=|werk=nisa.meti.go.jp|seiten=|datum=2011-04-12|archiv-url=http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.nisa.meti.go.jp%2Fenglish%2Ffiles%2Fen20110412-4.pdf&date=2011-04-12|archiv-datum=2011-04-12 |zugriff=2011-04-12|sprache=en|format=pdf}}

Fukushima-Daiichi


{{Hauptartikel|Nuklearkatastrophe von Fukushima}}

Am 12. März 2011 kam es im 150 km vom Epizentrum entfernten Kernkraftwerk Fukushima Daiichi (Fukushima I) bei den Reaktorblöcken 1 bis 3 und im Abklingbecken von Block 4 zum Ausfall des Kühlsystems, nachdem die Dieselgeneratoren der Notstromversorgung nach Überflutung durch den 14 Meter hohen Tsunami ihren Dienst versagten.[http://www.jaif.or.jp/english/aij/member/2011/2011-03-11earthquake4.pdf Quake Triggers Evacouation of Residents Surrounding Fukushima-1 NPS]. Pressemeldung des Japan Atomic Industrial Forums (JAIF) vom 11. März 2011 Ortszeit; englisch, PDF-Datei, abgerufen am 12. März 2011 In den Reaktorblöcken 1 bis 3 verdampfte daraufhin Kühlwasser. Zum Ausgleich des Kühlwasserverlusts und zur Kühlung erhielten alle drei Reaktorblöcke mit Borsäure als Neutronenabsorber versetztes Meerwasser von außen eingespritzt. Die Reaktorblöcke 4 bis 6 waren wegen Inspektionsarbeiten nicht in Betrieb; sind jedoch mit Brennstäben bestückt, die in den dortigen Abklingbecken lagern.[http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/11031219-e.html Plant Status of Fukushima Daiichi Nuclear Power Station (as of 1PM March 12th)]. Pressemeldung der Tokyo Electric Power Company (TEPCO) vom 12. März 2011, 13 Uhr Ortszeit; englisch, abgerufen am 12. März 2011

Die nach den Explosionen in Block 1 und 3 auf dem Gelände gemessene Dosisleistung (d. h. Strahlendosis pro Zeiteinheit) betrug zwischen 20 μSv/h und 4 μSv/h.[http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/11031402-e.html White smoke around the Fukushima Daiichi Nuclear Power Station Unit 3 (2nd release)] TEPCO-Pressemitteilung (abgerufen am 14. März 2011) Nach der Explosion von Block 2 stieg die Dosisleistung kurzzeitig auf über 8 mSv/h, was das 16-fache des Grenzwerts von 500 μSv/h bedeutet, sank jedoch kurz darauf wieder ab. Am Morgen des 15. März um 09:10 Uhr Ortszeit stieg die Strahlung nach der Explosion am Block 4 zeitweise auf 11,9 mSv/h[http://abcnews.go.com/Business/wireStory?id=13133418 Third Explosion Rocks Japanese Nuclear Plant - ABC News] und an einem Messpunkt direkt zwischen Block 3 und 4 wurden 400 mSv/h gemessen.{{Internetquelle|url=http://www.iaea.org/newscenter/news/tsunamiupdate01.html|titel=IAEA - Japan Earthquake Update (15 March 2011, 06:15 CET) | datum=2011-03-15 | zugriff=2011-03-15 | sprache=en}}{{dead link|date=March 2011}}[http://edition.cnn.com/2011/WORLD/asiapcf/03/14/japan.nuclear.reactors/index.html?hpt=T1 Radiation levels spike at Japanese nuclear plant - CNN.com]{{Internetquelle|url=http://www.jiji.com/jc/c?g=soc_30&k=2011031500479 |titel=放射線、福島原発で400ミリシーベルト=「人体に影響及ぼす可能性」-官房長官|werk=Nachrichtenagentur Jiji|zugriff=2011-03-15|sprache=ja}} Am Morgen des 16. März stieg die Strahlenexposition auf dem Kraftwerksgelände auf bis zu 1 Sv/h.{{cite web|url=http://www.cbsnews.com/stories/2011/03/15/501364/main20043621.shtml|title=Radiation spike hinders work at Japan nuke plant |accessdate=2011-04-20 |date=2011-03-15 | work=cbsnews.com | publisher=CBS Interactive | language=englisch| archiveurl=http://www.webcitation.org/5y5ZgaIOO | archivedate=2011-04-20 }}

Die vorherrschenden ablandigen Winde sorgten dafür, dass die am Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi austretenden radioaktiven Wolken im Wesentlichen auf den Pazifik hinausgetrieben wurden.ZAMG [http://www.zamg.ac.at/pict/aktuell/20110319_fuku_I-131.gif Ausbreitung der Wolke von Fukushima/permanente Freisetzung/Jod-131] (Animation Vorhersage Stand 20110319) Messungen vom 14. März 2011 auf dem Flugzeugträger USS 294Ronald Reagan295 160 km vor der Küste bestätigen dies. Auf Grund der gemessenen Strahlenexposition sah sich die US-Navy veranlasst, für ihre auf dem Weg nach Fukushima befindlichen Schiffe die Route zu ändern.[http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,750629,00.html Liveticker +++: Energiekonzern rationiert Strom in Tokio - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama] Zeitweise trieb die Wolke allerdings nach Nordosten, so dass erhöhte Radioaktivitätswerte in der Luft am Kernkraftwerk Onagawa gemessen wurden, obwohl dort keine Radioaktivität austrat.ZAMG [http://www.zamg.ac.at/pict/aktuell/20110315_fuku_I-131.gif Ausbreitung der Wolke von Fukushima/permanente Freisetzung/Jod-131] (Animation Vorhersage Stand 20110315) Am frühen Morgen des 21. März kam es in der Präfektur Ibaraki auf Grund nordöstlicher Winde zu einem kräftigen Anstieg der Radioaktivität. An vielen Messstationen wurde kurzzeitig eine Energiedosis von 2 µGy/h überschritten.

Nachdem die Japanische Regierung am 11. März, 19:03 Uhr (Ortszeit), den Nuklearen Notfallzustand ausgerufen hatte, verfügte die Notfalleinsatzzentrale (Emergency Response Headquarter) der Präfektur Fukushima um 20:50 Uhr die Evakuierung der Bevölkerung in einem Radius von zwei Kilometern um das Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi. Später wurde dieser Radius dann auf Weisung des Premierministers schrittweise von zwei (11. März, 20:50 h) auf drei (11. März, 21:23 h), auf zehn (12. März, 5:44 h) und zuletzt zwanzig Kilometer (12. März, 18:25 h) erweitert,{{Internetquelle| url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110317-1.pdf | titel=NISA Seismic Damage Information (the 26th Release) (As of 14:00 March 16th, 2011) | werk=Nuclear and Industrial Safety Agency (NISA) | datum=2011-03-16|zugriff=2011-03-16|sprache=en}} was bis zu 80.000 Einwohner betrifft.{{Internetquelle|url=http://www3.nhk.or.jp/daily/english/13_25.html|titel=Evacuation advised for 80,000 near nuclear plants|werk=NHK World News|hrsg=NHK|datum=2011-03-13|sprache=en|zugriff=2011-03-17}} Bewohner in einem Umkreis von dreißig Kilometern wurden (15. März, 11 Uhr) darüber hinaus aufgefordert in ihren Häusern zu bleiben.

Fukushima-Daini


Im Kernkraftwerk Fukushima-Daini (Fukushima II) wiesen die Reaktorblöcke 1, 2 und 4 Störungen im Kühlsystem auf. Von dem Reaktorblock 3 wurden keine Probleme gemeldet.[http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/11031221-e.html TEPCO : Press Release | Plant Status of Fukushima Daini Nuclear Power Station (as of 3PM arch 12th )] Auf Grund der Störungen wurde auch um das Kernkraftwerk Fukushima-Daini die Evakuierung im Radius von 10 Kilometer angeordnet, der nahezu vollständig innerhalb des 20 Kilometer weit reichenden Evakuierungsradius um das Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi liegt.[http://www3.nhk.or.jp/news/html/20110312/t10014631571000.html 福島第二原発は10キロ圏に訂正 NHKニュース]{{dead link|date=March 2011}} Ein Kranführer stürzte ab und starb.[http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/11031231-e.html TEPCO : Press Release | Impact to TEPCO's Facilities due to Miyagiken-Oki Earthquake (as of 9PM)] Die Betreibergesellschaft TEPCO teilte am 15. März 2011 mit, dass die Kühlsysteme in allen vier Reaktorblöcken einwandfrei funktionieren.{{Internetquelle | url=http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/11031507-e.html | titel=Press Release: Plant Status of Fukushima Daini Nuclear Power Station (as of 13:00 pm March 15th) | datum=2011-03-15 | zugriff=2011-03-15 | sprache=en}}

Die IAEO/IAEA teilte am 12. März gegen 21 Uhr (MEZ) mit, dass – zusätzlich zu den Evakuierungen im Umkreis von Fukushima-Daiichi – bislang etwa 30.000 Anwohner innerhalb des 10-km-Radius um Fukushima-Daini evakuiert wurden und dass die Evakuierungsmaßnahmen noch nicht abgeschlossen seien.[http://www.iaea.org/newscenter/news/tsunamiupdate01.html IAEA update on Japan Earthquake] auf der Website der Internationalen Atomenergie-Organisation vom 12. März 2011, 21:10 Uhr (CET); englisch, abgerufen am 12. März 2011 Seit dem 15. März, 18 Uhr (Ortszeit), sind alle vier Blöcke des Kernkraftwerks im kalten Zustand abgeschaltet.{{Internetquelle| url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110316-4.pdf | titel=NISA Seismic Damage Information (the 25th Release) (As of 23:30 March 15th, 2011) | werk=Nuclear and Industrial Safety Agency (NISA)|datum=2011-03-15|zugriff=2011-03-16|sprache=en}} Die Vorfälle in den Blöcken 1, 2 und 4 wurden von der NISA mit der INES-Stufe 3 „Ernster Störfall" eingestuft.{{Internetquelle| url=http://www.jaif.or.jp/english/news_images/pdf/ENGNEWS01_1301575495P.pdf | titel=Information on Status of Nuclear Power Plants in Fukushima (As of 21:00 March 31st, 2011) | werk=Japan Atomic Industrial Forum, Inc. (JAIF)|datum=2011-03-31|zugriff=2011-03-31|sprache=en}}

Onagawa


Im Kernkraftwerk Onagawa brach im konventionellen Teil der Anlage ein Brand im vom Reaktor getrennt stehenden Turbinengebäude aus, der bald unter Kontrolle gebracht werden konnte.spiegel.de 11. März 2011: [http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,750346,00.html Druck steigt in beschädigtem Kernkraftwerk] Seit dem 12. März 1:17 Uhr (Ortszeit) sind alle drei Blöcke des Kernkraftwerks im kalten Zustand abgeschaltet.

Am 13. März meldete der Betreiber Tōhoku Denryoku der IAEO, dass in der Umgebung des Kraftwerks erhöhte Werte an Radioaktivität gemessen wurden und erklärte deswegen einen Störfall der niedrigsten Stufe.{{cite web |url=http://www.iaea.org/press/ |author=International Atom Energy Agency |title=Japan Earthquake Update (15 March 2011 13:55 CET) |date=2011-03-15 |accessdate=2011-03-15 |language=englisch}}

Am 5. März 2012 stufte die Internationale Atomenergiebehörde den Störfall auf Stufe 2 der INES-Skala ein.{{cite web | url=http://www-news.iaea.org/ErfView.aspx?mId=b5d26417-5b10-4b0f-a0a0-d2c4cbe9d558 | author=International Atom Energy Agency | title=Failure of the reactor component cooling water system and others by tsunami |date=2012-03-07 |accessdate=2012-03-13 |language=english}}

Tōkai


Im Kernkraftwerk Tōkai fielen am 13. März 2011 zwei von drei Kühlpumpen im Reaktorblock 2 aus.{{Internetquelle|url=http://www.reuters.com/article/2011/03/13/us-japan-quake-tokai-idUSTRE72C2RH20110313|titel=Cooling system pump stops at Tokai No.2 plant|werk=Reuters|datum=2011-03-13|zugriff=2011-03-13}} Eine Pumpe arbeitet weiterhin.{{Internetquelle|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/77484.html|titel=Cooling system pump stops at Tokai nuclear power plant|werk=Kyodo News|datum=2011-03-14|zugriff=2011-03-13|sprache=en|offline=ja}} Der Reaktor ist seit dem 15. März 0:40 Uhr (Ortszeit) im kalten Zustand abgeschaltet.{{Internetquelle| url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110316-2.pdf | titel=NISA Seismic Damage Information (the 24th Release)(As of 11:00 March 15th, 2011) | werk=Nuclear and Industrial Safety Agency (NISA)|datum=2011-03-15|zugriff=2011-03-16|sprache=en}} Der Reaktorblock 1 wurde bereits 1998 stillgelegt.{{Internetquelle| url=http://www.iaea.org/cgi-bin/db.page.pl/pris.prdeta.htm?country=JP&site=TOKAI&units=&refno=2&link=HOT&sort=&sortlong= | titel=Nuclear Power Reactor Details - TOKAI-1 |werk=International Atomic Energy Agency (IAEA) |datum=2011-03-14|zugriff=2011-03-14|sprache=en}}

Wiederaufarbeitungsanlage


In der Wiederaufarbeitungsanlage Rokkasho, wo rund 3.000 Tonnen hochradioaktiven, abgebrannten Brennstoffs oberirdisch zwischenlagern, musste zwischen dem 11. März 2011 und dem 14. März 2011 aufgrund des Erdbebens die Stromversorgung auf dieselbetriebene Notstromaggregate umgestellt werden.{{Internetquelle | url=https://www.nytimes.com/2011/03/18/world/asia/18spent.html?_r=2&pagewanted=2&src=twrhp | titel=Greater Danger Lies in Spent Fuel Than in Reactors - NYTimes.com | werk=nytimes.com | zugriff=2012-02-27 | sprache=en}} Nach Aussage von Experten des JAIF seien diese Aggregate allerdings nicht darauf ausgelegt, langfristig zu laufen.[http://www.focus.de/panorama/welt/tsunami-in-japan/tsunami-japan-nuklearanlagen-droht-nach-erdbeben-ueberhitzung_aid_607714.html Tsunami Japan: Nuklearanlagen droht nach Erdbeben Überhitzung - Erdbeben und Tsunami in Japan - FOCUS Online]

Absage geplanter Ereignisse


Am 14. März 2011 gab die Internationale Eislaufunion bekannt, die Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft 2011, die vom 21. bis 27. März in Tokio stattfinden sollte, aufgrund der Ereignisse auf unbestimmte Zeit zu verschieben.{{Internetquelle|url=http://derstandard.at/1297820343605/Eiskunstlauf-WM-in-Tokio-abgesagt|titel=WM in Tokio abgesagt|werk=derStandard.at|datum=2011-03-14|zugriff=2011-03-14}} Des Weiteren wurden alle 41 Fußballpartien der J. League im März abgesagt.{{Internetquelle|url=http://www.zeit.de/sport-newsticker/2011/3/14/71d25bf7ea6d3791629013b94b0509aeb1xml|titel=Im März keine Ligaspiele in der J-League|werk=Zeit Online|hrsg=SID|datum=2011-03-14|zugriff=2011-03-14}} Auch der Große Preis von Japan der Motorrad-Weltmeisterschaft wurde vom 24. April auf den 2. Oktober verschoben.{{Internetquelle|url=http://www.zeit.de/sport-newsticker/2011/3/15/a2ffd859c7782d4f153a11e5e3e604c4161xml|titel=WM-Läufe in Japan verschoben|werk=Welt Online||datum=2011-03-15|zugriff=2011-03-15}}

Wirtschaftliche Folgen


Der Ausfall der Reaktoren in den Kernkraftwerken Fukushima-Daiichi und -Daini hat Engpässe in der Energieversorgung im Osten und Nordosten Japans zur Folge. Der Energieversorger TEPCO, in dessen Versorgungsbereich 45 Millionen Menschen leben, erklärte, dass 27 Prozent seiner Energieerzeugung auf die Kernkraftwerke in Fukushima und Niigata entfallen.{{Internetquelle|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/77425.html |werk=Kyodo News|titel=Gov't warns of power shortage, utility to ration power by region (13 March 2011 13:55 CET) |datum=2011-03-13 |zugriff=2011-03-13 |archiv-url=http://www.webcitation.org/5xA6mOY56|archiv-datum=2011-03-13 |sprache=englisch}} Aufgrund unterschiedlicher Netzfrequenzen in Japan kann das Gebiet mittelfristig nur geringfügig mit Strom aus dem Westen Japans versorgt werden.

Die japanische Regierung rief insbesondere Großunternehmen zu Stromeinsparungen durch Produktionsstilllegungen auf. Um einem Komplettausfall des Stromnetzes vorzubeugen, genehmigte Premierminister Kan für den 14. März einen Plan für die Rationierung der Energieversorgung in den Präfekturen Tokio, Chiba, Gunma, Ibaraki, Kanagawa, Saitama, Tochigi, Yamanashi und in Teilen der Präfektur Shizuoka. Dieser erfolgt stufenweise, d. h. die Präfekturen werden in drei Gruppen eingeteilt, die zweimal am Tag zu unterschiedlichen Zeiten für rund vier Stunden vom Stromnetz genommen werden. Ausgenommen sind 12 der 23 Bezirke Tokios, wo sich ein Großteil der Industrie befindet.{{Cite news |url=http://search.japantimes.co.jp/cgi-bin/nn20110314a2.html|title=Rolling blackouts set for nine prefectures |author=Masami Ito, Kazuaki Nagata |publisher=The Japan Times Online |date=2011-03-14 |language=englisch |accessdate=2011-03-13}} Es wird erwartet, dass diese Maßnahmen bis Ende April gelten werden.

Einige Fabriken japanischer Automobilhersteller und Zulieferbetriebe wurden beschädigt. Deshalb standen am 14. März 2011 alle Produktionsbänder der Automobilhersteller still. Auch wurden einige bereits gefertigte Autos zerstört, die für den Export und den heimischen Markt vorgesehen waren.{{Internetquelle|url=http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:erdbebenkatastrophe-japans-autoproduktion-kommt-zum-erliegen/60025385.html|titel=Erdbebenkatastrophe: Japans Autoproduktion kommt zum Erliegen|werk=Financial Times Deutschland|autor=Roger Schreffler & Claudia Wanner|datum=2011-03-14|zugriff=2011-03-14}} Toyota wollte bis Mittwoch (16. März) in zwölf Werken die Produktion in Japan einstellen, Honda bis Sonntag (20. März).{{Internetquelle|url=http://www.focus.de/auto/news/japanische-autoindustrie-toyota-und-honda-stellen-produktion-ein_aid_608336.html|titel=Toyota und Honda stellen Produktion ein|werk=Focus Online|datum=2011-03-14|zugriff=2011-03-14}} Auch der Elektronikkonzern Sony stoppte die Produktion in acht Werken auf unbestimmte Zeit.{{Internetquelle|url=http://www.focus.de/finanzen/news/tid-21665/japan-die-wirtschaft-wankt-faellt-aber-nicht_aid_608487.html|titel=Japan: Die Wirtschaft wankt, fällt aber nicht|autor=Simon Che Berberich|werk=Focus Online|datum=2011-03-15|zugriff=2011-03-15}} Zu Auswirkungen auf die Automobilindustrie führte das Erdbeben auch weltweit. So mussten wegen des Ausfalls von Zulieferungen elektronischer Bauteile die Produktion in den Opel-Werken in Eisenach und Saragossa sowie in einem Werk von General Motors in den Vereinigten Staaten eingeschränkt werden.{{cite news |publisher=Spiegel Online |url=http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,751894,00.html |title=Japan-Krise legt Opel-Werk Eisenach lahm |date=2010-03-18 |accessdate=2010-03-19}}

Das Erdbeben, der Tsunami und die Reaktorzwischenfälle hatten negative Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Der japanische Börsenindex Nikkei 225 schloss einen Tag nach der Katastrophe mit einem Minus von über 6 %.{{Internetquelle|url=http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,750846,00.html|titel=Geldspritze der Notenbank: Tokio stemmt sich gegen den Finanzcrash|autor=David Böcking|werk=Spiegel Online|datum=2011-03-14|zugriff=2011-03-15}} Nach drei Tagen betrug das Minus bereits 17,5 %, während er am 16. März 5,7 % hinzugewinnen konnte. Im Vergleich dazu verlor der Nikkei nach dem Erdbeben von Kōbe 1995 7,6 % und brauchte 11 Monate, um den alten Stand wieder zu erreichen.{{Internetquelle|url=http://www.economist.com/blogs/dailychart/2011/03/stockmarkets_after_disasters|titel=Japan’s earthquake has a devastating effect on the stockmarket too|werk=The Economist|datum=2011-03-16|zugriff=2011-03-16|sprache=en}}

Die japanische Zentralbank kündigte an, alles tun zu wollen, um die Stabilität des Finanzmarktes soweit wie möglich zu sichern. Sie will dazu Wertpapiere im Gegenwert von 44 Mrd. Euro ankaufen und den Finanzmärkten insgesamt umgerechnet 350 Mrd. Euro zur Verfügung stellen.

Nach Aussage von {{lang|en|David Carbon}}, Manager der DBS Bank in Singapur, würden sich ihren Schätzungen zufolge die wirtschaftlichen Kosten der Katastrophe auf über 100 Mrd. US$ belaufen und somit etwa 2 % des Bruttosozialprodukts der japanischen Wirtschaft ausmachen.{{Internetquelle | autor={{lang|en|Julio Forth}} | url=http://thsnews.com/100-billion-loss-to-japan-economy-dbs-bank/328575/ | titel={{lang|en|$100 billion loss to Japan economy: DBS Bank}} | hrsg={{lang|en|THS News}} | datum=2011-03-15 | zugriff=2011-03-16 | sprache=en | format=HTML}} Die Weltbank schätzt die Sachschäden auf umgerechnet etwa 165 Mrd. Euro.[http://www.tagesschau.de/ausland/fukushima244.html Arbeiten am AKW Fukushima. Kühlen und Hoffen.] auf tagesschau.de, 21. März 2011 Die japanische Regierung rechnet mit Schäden von bis zu 25 Billionen Yen (220 Mrd. Euro).[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,752623,00.html Beben und Flut. Japan rechnet mit Schäden von 220 Milliarden Euro.] In: Spiegel Online, 23. März 2011

Internationale Hilfe


miniatur|Eintreffen eines US-amerikanischen [[Urban Search and Rescue|USAR-Teams in dem vom Tsunami verwüsteten Ort Ōfunato in der Präfektur Iwate auf Honshū]]

miniatur|Blumen und Kerzen am Eingang der [[Japanische Botschaft in Berlin|Japanischen Botschaft in Berlin]]

Weltweit haben viele Nationen Japan Hilfe angeboten, darunter Deutschland, die USA (schickte USS Ronald Reagan (CVN-76) und begann unter Einbeziehung der japanischen US-Basen die Hilfsoperation Tomodachi), Frankreich, Großbritannien, Russland, Südkorea, China und die Schweiz. Japan bat die Europäische Union offiziell um Katastrophenhilfe.spiegel.de: [http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,750254,00.html Behörden befürchten mehr als tausend Todesopfer] (Live-Ticker auf Spiegel Online), abgerufen am 11. März 2011 Zur Koordination der Hilfsmaßnahmen wurde über das Beobachtungs- und Informationszentrum der Europäischen Union der EU-Zivilschutz-Mechanismus aktiviert.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach den Angehörigen ihr Beileid aus und sicherte dem Staat Hilfe zu. In diesem Rahmen trafen am 12. März 2011 ein Vorausteam der Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany (International Search and Rescue) und am 13. März ein Erkundungsteam des THW und die Bergungseinheit des THW für Auslandseinsätze (SEEBA) in Japan ein. Beide brachen ihre Rettungseinsätze ab. Ersteres kehrte direkt nach der Ankunft um und begründete dies mit der Strahlengefahr,{{Internetquelle|url=http://www.focus.de/panorama/welt/tsunami-in-japan/atomgefahr-deutsche-helfer-brechen-einsatz-ab_aid_607951.html|titel=Atomgefahr: Deutsche Helfer brechen Einsatz ab|werk=Focus Online|datum=2011-03-13|zugriff=2011-03-29}} das THW brach den Einsatz nach zwei Tagen (14./15. März) ab, da die japanische Feuerwehr ihnen den Zugang ins Katastrophengebiet u. a. wegen „Tsunamigefahr“ und evtl. Dieselmangels verwehrte. Ein anderes Einsatzgebiet sei den Helfern nicht zugeteilt worden.{{Internetquelle|url=http://www.fr-online.de/frankfurt/helfer-aus-japan-zurueck/-/1472798/8249006/-/index.html|titel=Einsatz beendet: Helfer aus Japan zurück|werk=Frankfurter Rundschau|autor=Timur Tinç|datum=2011-03-20|zugriff=2011-03-29}} Die Schweizer Bundespräsidentin und Außenministerin Micheline Calmy-Rey hat Japan ein Hilfsangebot unterbreitet[http://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=38076 Schweiz ist bereit, Hilfe nach Japan zu senden], admin.ch, Die Bundesbehörden der Schweizerischen Eidgenossenschaft, 11. März 2011 und das Schweizer Team war wie das THW Minamisanriku zugeordnet, blieb jedoch einen Tag länger bis zum 16. März, und wurden danach beide von Australien und Neuseeland abgelöst.{{Internetquelle|url=http://www.kantei.go.jp/foreign/incident/pdf/road_to_recovery.pdf#page=37|seiten=37|titel=Road to Recovery|hrsg=Japanische Regierung|datum=2011-09-00|sprache=en|zugriff=2011-10-22}}

Weitere Rettungsteams kamen aus:
* Südkorea (14. bis 23. März) in Sendai,
* Singapur (13. bis 15. März) in Sōma,
* USA (15. bis 19. März) in Kamaishi und Ōfunato,
* China (14. bis 20. März) in Ōfunato,
* Vereinigtes Königreich (15. bis 17. März) in Kamaishi und Ōfunato,
* Mexiko (15. bis 17. März) in Natori,
* Australien (16. bis 19. März) in Minamisanriku,
* Neuseeland (16. bis 18. März) in Minamisanriku,
* Frankreich (16. bis 23. März) in Hachinohe und Natori,
* Russland (16. bis 18. März) in Ishinomaki,
* Mongolei (17. bis 19. März) in Natori und Iwanuma,
* Türkei (20. März bis 8. April) in Ishinomaki, Shichigahama und Tagajō,
* Indonesien (19. bis 23. März) in Ishinomaki und Shiogama,
* Südafrika (19. bis 25. März) in Ishinomaki, Natori und Iwanuma,
* Israel (29. März bis 10. April) in Minamisanriku,
* Indien (29. März bis 6. April) in Onagawa,
* Jordanien (25. April bis 12. Mai) in der Präfektur Fukushima,
* Thailand (8. Mai bis 3. Juni) in der Präfektur Fukushima,
* Sri Lanka (12. Mai bis 1. Juni) in Ishinomaki,
* Philippinen (28. Juni bis 11. Juli) in den Präfekturen Iwate und Miyagi, sowie

* Taiwan in Iwanuma und Natori.

Um die Folgen des Tsunami zu beurteilen und Hilfseinsätze besser planen zu können, wurden vom Zentrum für Satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) am DLR-Standort Oberpfaffenhofen vergleichende Satellitenbilder bereitgestellt.[http://www.dlr.de/DesktopDefault.aspx/tabid-1/117_read-29560/ DLR veröffentlicht Satellitenbilder des japanischen Katastrophengebiets]

Besonders in der benachbarten Republik China war die Anteilnahme an der Katastrophe groß: die Gesamtsumme der Spenden aus dem Inselstaat belief sich auf 260 Millionen US-Dollar (90 % davon von privaten Spendern). Das Land war damit nach zur Verfügung gestellter Summe das größte Geberland weltweit. Um der Bevölkerung des Inselstaates erneut für ihre großzügige Unterstützung zu danken, entschied sich die japanische Regierung ein Jahr nach dem Erdbeben dazu, mehrere Fernsehspots mit Dankesworten in der Republik China auszustrahlen.[http://www.taipeitimes.com/News/taiwan/archives/2012/03/11/2003527518 Events scheduled to mark Japan quake anniversary, Taipei Times, 11. April 2012]

Hilfe kommt auch aus vielen Entwicklungsländern. Osttimor kündigte nach dem Beben an, dass es 100 Helfer nach Japan zur Trümmerbeseitigung schicken wolle. Siebzehn lateinamerikanische und vier afrikanische Länder haben ihre Hilfe angekündigt. Afghanistan spendete 50.000 US-Dollar. Namibia hat eine Million US-Dollar zur Verfügung gestellt.[http://www.az.com.na/politik/namibia-spendet-1-mio-us-dollar.123927.php Namibia spendet 1 Mio. US-Dollar, Allgemeine Zeitung, 23. März 2011] Die Volksrepublik China sagte humanitäre Hilfe im Wert von 4,5 Mio. US-Dollar zu, ebenso wie Albanien, das einen Fonds von 100.000 US-Dollar versprach.[http://top-channel.tv/artikull.php?id=206480 Albanien, 100.000 US-Dollar für Japan] Hilfe kommt auch aus Pakistan. Die Malediven lieferten 90.000 Dosen Thunfisch zur Versorgung der notleidenden Bevölkerung.[http://www.abc.net.au/pm/content/2011/s3164730.htm ABCnews, 15. März 2011, Outpouring of international support for Japan]

Aus Presseberichten{{Internetquelle|url=http://www.drs.ch/www/de/drs/tagesthema/251185/255117.auslaendische-hilfe-kommt-nur-schleppend-an.html|titel=auslaendische-hilfe-kommt-nur-schleppend-an|werk=Schweizer Radio und Fernsehen|autor=brar/rend, dpa|datum=2011-03-29|zugriff=2011-07-02}} geht hervor, dass die Bereitschaft der japanischen Behörden zur Annahme ausländischer Hilfe teilweise sehr gering war.

Fernsehansprache des Tennō Akihito


Am 16. März 2011 wandte sich Tennō Akihito in einer Fernsehansprache an das Volk. Fünf Tage nach dem Erdbeben äußerte er sich öffentlich zu den Ereignissen und informierte die Bevölkerung, dass er Beileidsbekundungen aus aller Welt erhalten habe. Er dankte der internationalen Gemeinschaft für die Unterstützung und zeigte sich bewegt darüber, wie ruhig die Menschen blieben und wie geordnet alles ablaufe. In solch einer Krise müsse man sich gegenseitig verstehen und helfen.

Dies war in der Geschichte der japanischen Nation erst das zweite Mal, dass sich ein Tennō zu einem aktuellen Ereignis mit einer direkten Botschaft an das Volk wandte, und zugleich das erste Mal in Form einer Fernsehübertragung.FAZ: [http://www.faz.net/s/RubB08CD9E6B08746679EDCF370F87A4512/Doc~E621C20D20D14407FB73F485EC7D646D9~ATpl~Ecommon~Scontent.html Akihito wendet sich ans Volk: Wenn der Kaiser spricht, steht es wirklich schlecht] vom 16. März 2011 Zuvor hatte am 15. August 1945 Tennō Hirohito in einer berühmt gewordenen Radioansprache das Volk über die Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg unterrichtet.

Sonstiges


2012 erforschte Marum mit dem Forschungsschiff Sonne die Auswirkungen des Bebens auf den Meeresboden.[http://derstandard.at/1333528712429/Erdkruste-aufgerissen-Gewaltige-Verwerfungen-Forscher-untersuchen-Spuren-des-Japan-Bebens Gewaltige Verwerfungen: Forscher untersuchen Spuren des Japan-Bebens] derstandard.at, 10. April 2012; [http://www.tagesschau.de/multimedia/video/sendungsbeitrag166392~_res-.html Neue Erkentnisse der Tsunami-Forschung] tagesschau.de, abgerufen am 10. April 2012

Siehe auch


* Chronologie der Katastrophe in Japan von 2011 (die zeitlich geordnete Darstellung, die das Erdbeben, Tsunamis und die Kernreaktoren und die Hilfsmaßnahmen insgesamt berücksichtigt)
* Liste von Erdbeben
* Liste von Erdbeben in Japan
* Stärkste gemessene Erdbeben
* Strahlungsbelastung durch die Nuklearunfälle von Fukushima

Literatur


* {{Literatur|Autor=Yuki Sawai, Yushiro Fujii, Osamu Fujiwara, Takanobu Kamataki, Junko Komatsubara, Yukinobu Okamura, Kenji Satake, Masanobu Shishikura|Titel=Marine incursions of the past 1500 years and evidence of tsunamis at Suijin-numa, a coastal lake facing the Japan Trench|Sammelwerk=The Holocene|Band=Vol. 18|Nummer=4|Jahr=2008|Seiten=517–528|DOI=10.1177/0959683608089206|Online=Online gestellt als [http://ioc-unesco.org/components/com_oe/oe.php?task=download&id=11261&version=1.0&lang=1&format=1 PDF] von der UNESCO Unterorganisation Intergovernmental Oceanographic Commission}}

* Reinhard Zöllner: Japan. Fukushima. Und wir. Zelebranten einer nuklearen Erdbebenkatastrophe, Iudicium Verlag, München 2011, ISBN 978-3-86205-311-7

Weblinks


{{Commonscat|2011 Tōhoku earthquake|Tōhoku-Erdbeben von 2011}}
{{Wikinews|Schweres Erdbeben vor der japanischen Küste löst verheerenden Tsunami aus}}
* [http://www.iaea.org/newscenter/news/tsunamiupdate01.html Fukushima Nuclear Accident Update Log] Zeitliche Auflistung des Nuklearunfalls in Fukushima von der IAEA (engl.)
* [http://www.iris.edu/hq/files/programs/education_and_outreach/retm/tm_110311_japan/110311_japan.pdf Incorporated Research Institutions for Seismology, iris.edu: Magnitude 8.9 NEAR THE EAST COAST OF HONSHU, JAPAN, Friday, March 11, 2011 at 05:46:23 UTC] (13. März 2011)
* [http://www.zki.dlr.de/de/article/1894 Erdbeben und Tsunami in Japan - div. Karten] zki.dlr.de, abgerufen am 16. März 2011
* [http://www.bmu.de/atomenergie_sicherheit/doc/47088.php Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: Informationen zu den vom Erdbeben vom 11. März 2011 in Japan betroffenen Kernkraftwerken], abgerufen am 16. März 2011
* [http://ramap.jaea.go.jp/map/map.html Interaktive Karte der Strahlungsverteilung] des Bildungs- und Wissenschaftsministeriums in Japan (japanisch)

* [http://www.abc.net.au/news/events/japan-quake-2011/beforeafter.htm Satellitenbilder vor und nach dem Tsunami] - Darstellung der Verwüstungen

Einzelnachweise


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Kategorie:Katastrophe in Japan von 2011

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zh:2011年日本东北地方太平洋近海地震
zh-min-nan:2011 nî Ji̍t-pún Tang-pak tē-hng tē-tāng
zh-yue:日本東北地震

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