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Transitivitätsannahme

06.04.2012 @ 19:34, Pill,

In der Mikroökonomie ist die Transitivitätsannahme eine meist in Bezug auf die Präferenzen von Wirtschaftssubjekten postulierte Annahme, wonach (vereinfacht) ein Haushalt, der die Alternative A einer Alternative B vorzieht und B wiederum der Alternative C vorzieht, auch A gegenüber C vorziehen muss. Grundsätzlich lässt sich die Annahme aber auf beliebige binäre Relationen anwenden, sodass sie auch in anderen Zusammenhängen der mikroökonomischen Theorie eingesetzt werden kann.

Formal: Seien x, y, z drei Alternativen und sei R die Präferenz-Indifferenz-Relation („ist gleich gut wie oder besser als“). Dann muss gelten:

:\forall x,y,z\in X: xRy\wedge yRz\implies xRz

Transitivität ist eine notwendige Voraussetzung dafür, dass die Präferenzen eines Akteurs mittels einer Nutzenfunktion dargestellt werden können. Siehe hierzu der Artikel Präferenzrelation. Graphisch stellt die Transitivitätsannahme sicher, dass sich Indifferenzkurven nie schneiden können.

Siehe auch


* Präferenzrelation

* Transitivität (Mathematik)

Literatur


* Wayne Shafer: Transitivity. In: Steven N. Durlauf und Lawrence E. Blume (Hrsg.): The New Palgrave Dictionary of Economics. 2. Aufl. Palgrave Macmillan, Internet http://www.dictionaryofeconomics.com/article?result_number=1&q=transitivity&edition=current&id=pde2008_T000118&hh=&topicid= (Online-Ausgabe, nicht frei zugänglich).

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Kategorie:Haushaltstheorie
Kategorie:Mikroökonomie

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