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Video-on-Demand

19.05.2012 @ 15:06, Snuffels,

Video-on-Demand [{{IPA|ˈvɪdioʊ ɒn dɪˈmænd}}] (VoD, {{deS|Video auf Anforderung}}; Abrufvideo) beschreibt die Möglichkeit, digitales Videomaterial auf Anfrage von einem Internetanbieter oder -dienst herunterzuladen (Download) oder über einen Video-Stream direkt mit einer geeigneten Software anzusehen. Für den Video-Stream, den Empfang in Echtzeit, ist ein schneller Breitbandinternetzugang per Kabel oder DSL (mindestens 6.000 Kilobit pro Sekunde für optimale Bildqualität) erforderlich. Ein Internettarif mit unbegrenzten Datenvolumen (Datenflatrate) ist von Vorteil, da ein hoher Traffic entsteht.

Technischer Hintergrund


Der Videofilm wird entweder über eine Internetverbindung, wie bei IPTV, oder über ein Breitbandnetz gesendet. Der Rückkanal, über den die Senderwahl des Kunden an das Sendezentrum übermittelt wird, ist bei einer Internetverbindung vorhanden, nicht aber beim Breitbandkabelnetz. Deswegen wird bei VoD über das Breitbandnetz ein Rückkanal bei Bedarf über das Telefonnetz geschaltet.

Weiterhin lassen sich die folgenden Varianten unterscheiden:
; Download/Progressiver Download
: Hier muss das Video vor dem Betrachten heruntergeladen werden. Beim progressiven Download ist es möglich, schon während des Downloads mit dem Betrachten zu beginnen, wenn bereits genug Daten heruntergeladen wurden und ein entsprechender Puffer gebildet wurde.
; Streaming

: Hier werden die Daten gleichzeitig heruntergeladen und wiedergegeben. Der Anbieter benötigt dazu einen Streaming Server, und der Anwender einen entsprechenden Client.[http://www.video-on-demand.info/downloadarten.php Download-Arten des Video-on-Demand]

Varianten


Near-Video-on-Demand (auch Video-near-Demand) ist eine verwandte Technik: Hierbei kann der Zeitpunkt nicht beliebig gewählt werden, sondern nur in festen Intervallen; man kann sich z.B. zu jeder vollen Viertelstunde in den Stream eines populären Films einwählen, der dann jeweils neu beginnt. Kann der Zeitpunkt beliebig gewählt werden, spricht man von True Video-on-Demand.

Wird statt eines Livestreams ein Datei-basierter Ansatz zur Verteilung der Videos verwendet, spricht man von Push-Video-on-Demand.

Für die Abrechnung stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
; Pay-Per-View (PPV)
: Bezahlen pro Nutzung einer Einheit.
; Download-to-Own (DTO)
: Hier erwirbt der Nutzer das Nutzungsrecht am Inhalt und kann ihn archivieren und beliebig oft wiedergeben. Das Eigentum an den Inhalten bleibt trotz der irreführenden Bezeichnung beim Rechteinhaber.
; Download-to-Rent (DTR)
: Hier erwirbt der Nutzer das Nutzungsrecht am Inhalt für einen bestimmten Zeitraum (z.B. 24 Stunden) und kann ihn in dieser Zeitspanne beliebig oft wiedergeben.
; Abonnement (SVoD, auch Subscription-Video-on-Demand)

: Hier bucht der Kunde eine Auswahl an Videos für einen bestimmten Zeitraum (in der Regel pro Monat). Die Abrechnung geschieht hier pauschal.[http://www.ard-werbung.de/showfile.phtml/12-2006_kaumanns.pdf?foid=18765 Ralf Kaumanns & Veit Siegenheim: Video-on-Demand als Element im Fernsehkonsum? In: MediaPerspektiven 12/2006, S. 622–629] (PDF)

Angebote für deutschsprachige Länder


Frei verfügbare Angebote für Spielfilme und Serien sind in Deutschland insbesondere Apple (iTunes), Videoload, Maxdome, sowie Videobuster.

Die ProSiebenSat.1 Media AG (dazu gehören: Prosieben, Sat 1, kabel eins und sixx) plante 2010 zusammen mit der RTL Group Deutschland (dazu gehören: RTL, RTL 2, SuperRTL, RTL Nitro, n-tv und VOX), „die deutsche Antwort auf das amerikanische Hulu.com“ in Betrieb zu nehmen. Obwohl Video-on-Demand-Angebote bereits bei beiden Sendergruppen vorhanden sind, war geplant, alle zur Verfügung stehenden Programme auf einer Seite zu vereinen. Die Vermarktung des neuen Onlineportals sollten die Sender selbst übernehmen.Quotenmeter.de: [http://www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&p2=43723&p3= Deutsches Hulu: ProSiebenSat.1 und RTL planen TV-Portal], aufgerufen am 6. August 2010 Nach einer Abmahnung durch das Bundeskartellamt müssen die Sendernetzwerke ihr Konzept der geplanten Videoplattform umstellen und es dem Bundeskartellamt erneut vorlegen.Pressemeldung des Bundeskartellamtes vom 22. Februar 2011, [http://www.bundeskartellamt.de/wDeutsch/aktuelles/presse/2011_02_24.php Wettbewerbliche Bedenken gegenüber Online-Video-Plattform von RTL und Pro7Sat1] Am 18. März 2011 heißt es laut DWDL.de, das Bundeskartellamt habe erneut keine Zustimmung einer gemeinsamen Videoplattform gegeben. Laut Statement der RTL Group wolle man nun rechtlich gegen das „nicht nachvollziehbare“ Urteil vorgehen. Bei der ProSiebenSat.1 Media AG hält sich die Enttäuschung jedoch in Grenzen. Man sieht sich mit dem Onlineportal Maxdome recht gut auf dem Markt positioniert.[http://www.dwdl.de/nachrichten/30575/kartellamt_untersagt_gemeinsame_videoplattform/ DWDL.de: „Kartellamt untersagt gemeinsame Video-Plattform“], aufgerufen am 18. März 2011

Eine Liste der Angebote (Auswahl):
* AonTV Telekom Austria TA
* Apple (iTunes)
* Arcor (nur noch für Bestandskunden, keine Neubestellung mehr möglich)
* Das Erste: Mediathek
* Maxdome
* MyVideo.de
* OnLive
* RTLnow.de
* RTL Nitro Now
* RTL II Now
* VOXnow.de
* SELECT VIDEO Kabel Deutschland
* SuperRTLnow.de
* Sky Anytime
* Telekom Entertain
* The History Channel
* Videoload
* Vodafone Videothek

* ZDFmediathek

Die deutschsprachigen Angebote können nach den folgenden Vergleichskriterien bewertet werden:
* Verfügbarkeit (unabhängig vom Netzbetreiber oder nur in speziellen Netzen nutzbar)
* Katalog (Angebot an Material)
* Verfügbare Videoqualität (insbes. DVD- vs. HD-Qualität)
* Verfügbare Audioqualität (Stereo vs. Mehrkanalton)

* Sprachen / Untertitel (nur Deutsch vs. Originalton)

Siehe auch


* Audio-on-Demand (AoD)
* Podcasting
* Streaming Media (Streaming Video)
* Vlog (nicht-kommerzielle Anwendungen)

* Webvideo

Literatur


* Christian Heger: [http://www.media-perspektiven.de/uploads/tx_mppublications/12-2011_Heger.pdf Filme im Internet. Ausblicke auf das Kino von morgen.] In: Media-Perspektiven 12/2011, S. 608-616.

Weblinks


{{Wikibooks|Chancen und Risiken von Videoportalen im Internet}}
* [http://www.netzwelt.de/news/75112-videoondemandfaq-alle-fakten-zum-onlinefilmkauf.html netzwelt-Artikel: Video-on-demand-FAQ: Alle Fakten zum Online-Filmkauf]
* [http://fuerfrei.de/video-on-demand-komplett-kostenlos VOD-Anbieter in Deutschland]
* [http://de.digitalfilmdistribution.com/2009/06/22/digitale-film-distribution-gratis-download/ Kostenlose Studie “Digitale Film-Distribution” als Download]

* [http://www.tv-replay.de Übersicht der Mediatheken und VOD Angebote der deutschen TV-Sender]

Einzelnachweise



Kategorie:Webanwendung
Kategorie:Fernsehtechnik

Kategorie:Pay-TV

ar:فيديو حسب الطلب
ca:Vídeo a la carta
Video on demand
es:Vídeo bajo demanda
fi:VOD
Vidéo à la demande
he:וידאו על פי דרישה
hu:Video on Demand
id:Video on demand
it:Video on demand
ja:ビデオ・オン・デマンド
ko:주문형 비디오
nl:Video-on-demand
no:Videotorg
pl:Wideo na życzenie
pt:Vídeo sob demanda
ru:Video on Demand
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sv:Video on Demand
tr:Video on demand
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