Wartburgkreis
{{Infobox Landkreis
|Name = Wartburgkreis
|Genitiv = Wartburgkreises
|Wappen = Wappen Wartburgkreis.svg
|Karte = Locator map WAK in Germany.svg
|Breitengrad = 50.89
|Längengrad = 10.21
|Lageplan = Thuringia WAK.svg
|Bundesland = Thüringen
|Verwaltungssitz = Bad Salzungen
|Fläche = 1304.84
|Kfz = WAK
|Kreisschlüssel = 16063
|NUTS = DEG0P
|Gliederung = 61
|Adresse = Erzberger Allee 14
36433 Bad Salzungen
|Website = [http://www.wartburgkreis.de/ www.wartburgkreis.de]
|Landrat = Reinhard Krebs
|Partei = CDU
}}
Der Wartburgkreis ist ein Landkreis in Thüringen. Mit 1304,86 km²Der Wartburgkreis: Zahlen-Daten-Fakten 2010; herausgegeben vom Landratsamt Wartburgkreis ist er der nach Fläche größte Kreis des Freistaates. Kreisstadt ist Bad Salzungen. Die Wartburg als Namensgeberin des Landkreises gehört seit der Ausgliederung 1998 der seitdem kreisfreien Stadt Eisenach nicht mehr zum Kreisgebiet.Der Kreis erstreckt sich entlang des Mittellaufes der Werra und der hessisch-thüringischen Landesgrenze. Er umschließt nahezu vollständig die kreisfreie Stadt Eisenach. Raumordnerisch gehört der Kreis zur Planungsregion Südwestthüringen und ist Mitglied der Planungsgemeinschaft Südwestthüringen.
Geografie
Lage in Thüringen
Der Wartburgkreis liegt im Westen von Thüringen. Nachbarkreise sind im Norden der Unstrut-Hainich-Kreis, im Osten der Landkreis Gotha, im Südosten der Landkreis Schmalkalden-Meiningen, im Süden und Südwesten der hessische Landkreis Fulda und im Westen die hessischen Landkreise Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner-Kreis. Die kreisfreie Stadt Eisenach ragt im Norden von Westen nach Osten in das Kreisgebiet.
Naturräumliche Gliederung
Der Südwesten des Wartburgkreises gehört zum Mittelgebirge der Rhön. Der westliche Thüringer Wald, das Werratal und der Hainich gehören anteilig zum Kreisgebiet.
Berge und Erhebungen
Der Gerberstein im Thüringer Wald ist die höchste Erhebung im Wartburgkreis.Die folgende, auf das Kreisgebiet reduzierte Übersicht basiert auf der Liste von Bergen und Erhebungen in Thüringen.
Rhön und Salzunger Werrabergland
# Sachsenburg (720,9 m), Auersberger Kuppenrhön
# Baier (713,9 m), Auersberger Kuppenrhön
# Umpfen (700,6 m), Vordere Rhön
# Gläserberg (670 m), Auersberger Kuppenrhön
# Dietrichsberg (668,9 m), Auersberger Kuppenrhön
# Pleß (645,4 m), Vordere Rhön/Salzunger Werrabergland
# Öchsenberg (627,2 m), Auersberger Kuppenrhön
# Stoffelskuppe (620,1 m), Vordere Rhön/Salzunger Werrabergland
Thüringer Wald
# Rennwegskopf (729,6 m) bei Steinbach und Brotterode
# Gerberstein (728,5 m) bei Ruhla und Steinbach,
# Birkenheide (717,3 m)
# Glöckner (702,5 m), bei Ruhla
# Breitenberg (697,3 m)
# Kahle Koppe (690,1 m)
# Bommelhauck (684,7 m)
# Schnepfenberg (677,4 m)
# Kissel (648,8 m)
# Höllkopf (646,0 m)
Hainich und Ringgau
# Heldrastein (503 m)
# Alter Berg (493,9 m)
# Stöckigtsberg (450,2 m)
# Lindenhecke (447 m)
# Rittergasserberg (440,3 m)
# Wartenberg (429,9 m)
# Harsberg (409,7 m)
# Goldberg (379,8 m)
# Adolfsburg (378,7 m)
Gewässer
Das Kreisgebiet verfügt über 1326 Hektar Wasserflächen.
Fließgewässer
Über die Werra wird das gesamte anfallende Oberflächenwasser zur Weser und Nordsee abgeführt.{{Literatur |Autor=Klaus Schmidt|Herausgeber=Wartburgkreis |Titel=Der Wartburgkreis. Natur und Landschaft |Sammelwerk=Naturschutz im Wartburgkreis |Band=7 |Verlag=Druck und Verlagshaus Frisch |Ort=Eisenach und Bad Salzungen|Jahr=1999 |Seiten=24-30
|ISBN=}}
Das gesamte Kreisgebiet ist somit nach dem Wasserhaushaltsgesetz der Flußgebietseinheit Weser zugeordnet.Anlage 2 des Gesetzes zur Ordnung des Wasserhaushalts in der Fassung der Bekanntmachung vom 31. Juli 2009 (BGBl. I S. 2585)Der Wartburgkreis besitzt den größten Anteil am Mittellauf der Werra. Bedingt durch historische Grenzziehungen seit dem Mittelalter bildet die Werra im Abschnitt zwischen Vacha und Großburschla mehrfach die Landesgrenze zwischen Hessen und Thüringen.
Nachfolgend werden alle Flüsse erster Ordnung gemäß der Einordnung nach Anhang 1 des Thüringer Wassergesetzes und die wichtigsten Gewässer zweiter Ordnung aufgelistet; die Gewässer 1. Ordnung sind fett dargestellt:
{| class="prettytable" border=1|----- bgcolor="#FFDEAD"
! Flüsse im
Wartburgkreis
! Gesamtlänge
in km
! davon im
Kreisgebiet
|-
| Werra
|
|
|-
| Elte
|
|
|-
| Emse
|
|
|-
| Erbstrom
|
|
|-
| Felda
|
|
|-
| Grumbach
|
|
|-
| Hörsel
|
|
|-
| Ifta
|
|
|-
| Lauterbach
|
|
|-
| Lempertsbach
|
|
|-
| Madel
|
|
|-
| Nesse
|
|
|-
| Oechse
|
|
|-
| Pfitzbach
|
|
|-
| Rohrgaben
|
|
|-
| Schnellmannshäuser Bach
|
|
|-
| Schweina
|
|
|-
| Suhl
|
|
|-
| Ulster
|
|
|-
|}
Stehende Gewässer
Der Wartburgkreis verfügt nur über wenige natürliche Standgewässer, welche überwiegend als Erdfallseen entstanden sind. Hierzu gehören der Burgsee, der Buchensee und der Erlensee in bzw. bei Bad Salzungen, der Hautsee und der Albertsee nahe Dönges, der Frauensee, die Bernshäuser Kutte und der Schönsee bei Urnshausen sowie das Forstloch bei Immelborn. Weitgehend verlandet ist der Seulingsee bei Dankmarshausen.
Bereits im Mittelalter begann man mit der Anlage von Fischteichen, die meist im Umfeld von Klöstern entstanden. Als Folge der Kiesgewinnung im Werratal wurden bei Treffurt, Mihla, Gerstungen, Dankmarshausen, Vacha, Immelborn und Barchfeld Kiesgrubengewässer geschaffen.
Eine Besonderheit ist der Wilhelmsthaler See, er wurde im Flusslauf der Elte zur Ergänzung der Parkanlage von Schloss Wilhelmsthal als Stausee angelegt und diente ursprünglich als Gondelteich. Weitere Stauseen, zumeist in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Bewässerungsspeicher angelegt, befinden sich bei Ettenhausen/Suhl, Großenlupnitz, Burkhardtroda und Bairoda. Ein industriebedingter Wasserspeicher wurde im Fuchsgrund bei Thal angelegt.
Durch Flussbegradigungen entstandene Altarme der Werra sind noch bei Tiefenort, Gerstungen, Pferdsdorf-Spichra und Treffurt vorhanden.
Moore
Durch Auslaugungs- und Senkungsvorgänge bildeten sich nördlich von Bad Salzungen und bei Dankmarshausen ausgedehnte Moor- und Feuchtgebiete, bekannt als Moorgrund und Rhäden, diese wurden durch Melioration im 19. Jahrhundert größtenteils in Grünland umgestaltet. Die in den Hochlagen der Rhön vorhandenen Hochmoore genießen besonderen Schutz.
Geschichte
miniatur|300px|Staatenaufteilung des Landkreises vor 1920
Im 19. Jahrhundert gehörte das Gebiet des heutigen Wartburgkreises in großen Teilen zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach. Eine Reihe von Gemeinden um Bad Salzungen, Bad Liebenstein, die Exklaven Oberellen und Dietlas gehörten zum Herzogtum Sachsen-Meiningen. Die Gemeinde Barchfeld nimmt eine Sonderstellung ein, sie bildete bis 1866 eine Exklave von Hessen-Kassel und gehörte dann zum Königreich Preußen. Der nordwestliche Teil mit Treffurt und seinen heutigen Stadtteilen Großburschla, Schnellmannshausen (anteilig) und Falken gehörte seit dem Jahr 1817 zum Königreich Preußen, Landkreis Mühlhausen. Der nordöstliche Teil, die Hörselbergregion und Ruhla gehörten zum Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha.
Nach dem Ersten Weltkrieg führte die Zusammenlegung der Einzelstaaten zur Gründung des Freistaates Thüringen am 1. Mai 1920, wobei jedoch die zuvor preußischen Gebiete ausgespart blieben.Gemeinschaftsvertrag über den Zusammenschluß der thüringer Einzelstaaten (beschlossen am 11. Dezember 1919)
Durch die Thüringische Regierung wurde 1921 die erste Kreiseinteilung durchgeführt. Eisenach wurde kreisfreie Stadt, der Großteil des heutigen Kreisgebietes bildete den Landkreis Eisenach, zu dem noch bis 1945 gehörte die Exklave Ostheim vor der Rhön gehörte. Die Stadt Bad Salzungen und ihre Nachbarorte wurden dem Kreis Meiningen zugeteilt. Zum damals hessischen Kreis Herrschaft Schmalkalden gehörten die Orte Bairoda und Barchfeld.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Exklave Ostheim vor der Rhön an Bayern abgetreten: Am 15. Juni 1945 vereinbarten die US-Militärkommandanten von Meiningen und Bad Neustadt/Saale, dass die besetzte Stadt Ostheim administrativ bei Bad Neustadt verbleiben solle. Das Land Thüringen nahm 1947 diese Preisgabe Ostheims hin, ohne offiziell auf die Stadt zu verzichten.
Die Gründung der DDR am 7. Oktober 1949 führte zu einer ersten Verwaltungsstrukturreform im Jahr 1950. Der neu entstandene Kreis Bad Salzungen wurde aus dem nordwestlichen Teil des Kreises Meiningen (Bad Salzungen und Nachbargemeinden) sowie dem südlichen Teil des Kreises Eisenach, dem Eisenacher Oberland, zusammengefügt. Noch verblieben die Stadt Treffurt mit den Nachbarorten Großburschla, Schnellmannshausen (anteilig) und Falken im Kreis Mühlhausen.
Eine erneute Verwaltungsreform führte 1952 zur Bildung der Bezirke Erfurt, Gera und Suhl. Im Zuge dieser Reform gelangte das Gebiet um Behringen zum Kreis Bad Langensalza, die Stadt Treffurt und Nachbarorte wurden zum Kreis Eisenach abgegeben. Der Kreis Eisenach gehörte fortan zum Bezirk Erfurt, der Kreis Bad Salzungen zum Bezirk Suhl. Diese Verwaltungsstruktur währte bis zur Kreisgebietsreform in Thüringen im Jahr 1994.
Der Wartburgkreis entstand am 1. Juli 1994 auf Grundlage des Gesetzes zur Neugliederung der Landkreise und kreisfreien Städte in Thüringen vom 16. August 1993 durch die Zusammenlegung der Kreise Eisenach und Bad Salzungen sowie der Gemeinden Behringen, Craula, Reichenbach, Tüngeda und Wolfsbehringen des Kreises Bad Langensalza.§ 4 Gesetz zur Neugliederung der Landkreise und kreisfreien Städte in Thüringen
Das Landratsamt hatte seinen Sitz zunächst in Bad Salzungen und Eisenach. Mit dem 1. Januar 1998 wurde die Stadt Eisenach kreisfrei und Bad Salzungen alleinige Kreisstadt.
Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl:
{| border="1" cellpadding="2" cellspacing="0"
| valign="top" width="25%" |
* 1994: 195 480
* 1995: 194 397
* 1996: 193 181
* 1997: 192 183
* 1998: 146 708¹
* 1999: 145 712
| valign="top" width="25%" |
* 2000: 144 677
* 2001: 143 646
* 2002: 142 595
* 2003: 141 001
* 2004: 139 805
* 2005: 138 337
| valign="top" width="25%" |
* 2006: 136 678
* 2007: 135 058
* 2008: 133 451
* 2009: 131 820
* 2010: 130 560
|}
: Datenquelle: ab 1994 Thüringer Landesamt für Statistik - Werte vom 31. Dezember
:¹ ab 1998 ohne dann kreisfreie Stadt Eisenach
Politik
Kreistag
{{Wahldiagramm
|LAND = DE
|TITEL = Kreistagswahl 2009
|TITEL2 = Wahlbeteiligung: 55,2 %
|JAHRALT = 2004
|JAHRNEU = 2009
|GUV = ja
|PARTEI1 = CDU
|ERGEBNIS1 = 36.5
|ERGEBNISALT1 = 42.0
|PARTEI2 = SPD
|ERGEBNIS2 = 19.6
|ERGEBNISALT2 = 14.1
|PARTEI3 = LINKE
|ERGEBNIS3 = 18.7
|ERGEBNISALT3 = 21.2
|ANMERKUNG3 = 2004: PDS
|PARTEI4 = FW
|ERGEBNIS4 = 11.7
|ERGEBNISALT4 = 16.6
|PARTEI5 = NPD
|ERGEBNIS5 = 4.8
|ERGEBNISALT5 = 0.0
|PARTEI6 = FDP
|ERGEBNIS6 = 4.4
|ERGEBNISALT6 = 3.6
|PARTEI7 = GRÜNE
|ERGEBNIS7 = 2.9
|ERGEBNISALT7 = 2.5
|PARTEI8 = LAD
|ERGEBNIS8 = 1.4
|ERGEBNISALT8 = 0.0
|FARBE8 = 82C9FF
}}
Die 50 Sitze im 2009 gewählten Kreistag verteilen sich folgendermaßen auf die einzelnen Parteien:{|
|- class="hintergrundfarbe6"
|
|- style="background-color: #ffffff"
| valign="center" | CDU ||
|- style="background-color: #ffffff"
| valign="center" | SPD ||
|- style="background-color: #ffffff"
| valign="center" | Die Linke ||
|- style="background-color: #ffffff"
| valign="center" | Freie Wähler Wartburgkreis ||
|- style="background-color: #ffffff"
| valign="center" | NPD ||
|- style="background-color: #ffffff"
| valign="center" | FDP ||
|- style="background-color: #ffffff"
| valign="center" | GRÜNE ||
|- style="background-color: #ffffff"
| valign="center" | Liste für alternative Demokratie (LAD) ||
|}
Landräte
{| class="prettytable"
|- class="hintergrundfarbe5"
|Name
|von
|bis
|-
| Martin Kaspari (CDU)
| 1994
| 2006
|-
| Reinhard Krebs (CDU)
| 2006
| heute
|}
Bei den Landratswahlen am 22. April 2012 wurde Reinhard Krebs im ersten Wahlgang im Amt bestätigt. Er konnte 56,4 % der gültigen Stimmen auf sich vereinigen. Die Wahlbeteiligung betrug 42,5 %.[http://www.wahlen.thueringen.de/WahlSeite.asp Seite des Thüringer Landeswahlleiters zu den Landratswahlen 2012]
Wappen
60px|links
Blasonierung: „Geviert; Feld 1 in Blau ein linksgewendeter, siebenfach rot-silber geteilter, golden bewehrter und gekrönter Löwe, Feld 2 in Gold auf grünem Dreiberg eine schwarze, rot bewehrte Henne mit roten Lappen und Kamm; Feld 3 in Silber ein durchgehendes Kreuz; Feld 4 wie Feld 1 rechtsgewendet.“
Der Löwe links oben ist dabei so gezeigt, wie er im Wappen der sächsischen Nebenlinien Sachsen-Weimar-Eisenach, Sachsen-Meiningen und Sachsen-Coburg und Gotha geführt wurde. Rechts unten dagegen wurde die offizielle Version des Thüringer Stammwappens verwendet. Rechts oben steht auf einem grünen Dreiberg eine schwarze, rot bewehrte Henne mit roten Lappen und Kamm vor goldenem Hintergrund als Wappen der Grafschaft Henneberg. Links unten ist vor silbernem Hintergrund das durchgehende schwarze Hochkreuz des Bistums Fulda abgebildet, welches Gebiete im Süden des Kreises besaß.
Eine Übersicht zu den Wappen der Städte und Gemeinden des Landkreises findet man in der Liste der Wappen im Wartburgkreis.
Flagge
Der Wartburgkreis führt eine weiß-rot geteilte Flagge, die in der Mitte das Kreiswappen zeigt; dementsprechend ist die Bannerfahne weiß-rot gespalten.
Wirtschaft und Infrastruktur
Durch den Automobilstandort Eisenach befinden sich im Wartburgkreis zahlreiche Industrieunternehmen als Automobilzulieferer und Dienstleistungsunternehmen. In Creuzburg wurde das gegenwärtig größte und modernste Sägewerk Europas geschaffen. Im südwestlichen Teil des Kreises, bei Vacha, liegt ein traditionelles Zentrum der Kaliindustrie und des Thüringer Bergbaues (Unterbreizbach). Nördlich von Eisenach entstand einer der größten Windparks Thüringens. Der südliche und östliche Teil des Kreises wird vorwiegend land- und forstwirtschaftlich genutzt. Im südlichen Wartburgkreis konzentrieren sich die Kur-, Klinik- und Rehablitationseinrichtungen in und um Bad Liebenstein, Bad Salzungen und Stadtlengsfeld.
Die Industrieregion um Ruhla mit der traditionellen Uhrenindustrie, dem Werkzeugmaschinenbau, Elektronikfertigung und zahlreichen Kleinbetrieben als Zulieferer hat sich restrukturiert. Jahrhundertealte Kenntnisse und Fertigkeiten der Holzbearbeitung wurden in der Rhön bewahrt und können beispielsweise in Empfertshausen erlernt werden. Die Rhön ist als Biosphärenreservat zudem ein Zentrum biologischer Landwirtschaft und des sanften Tourismus. In ähnlicher Weise entwickelt sich im Nordosten des Kreises der Nationalpark Hainich.
Im Umfeld des Flugplatz Eisenach-Kindel ist die Ansiedlung luftfahrtspezifischer Unternehmen geplant, was zum Teil schon geglückt ist. Im Industriegebiet Kindel (Gemeinde Hörselberg-Hainich) haben sich zudem wichtige Automobilzulieferer und ein Montagewerk für schwere Baufahrzeuge (Kipper) angesiedelt.
Verkehr
Die wichtigsten Verkehrsverbindungen sind die Bundesautobahn 4 sowie die Bundesstraßen 7, 19, 62, 84, 88, 250, 278 und 285, wobei die B 19, B 62, die B 250, die B 278 und die B 285 ihren Start- bzw. Endpunkt im Kreisgebiet haben. 2009 verfügte der Kreis über 191,71 km Bundes-, 328 km Landes- und 175,55 km Kreisstraßen.
Eisenbahntechnisch wird der Wartburgkreis von der Thüringer Stammbahn mit den wichtigen Bahnhöfen in Eisenach und Gerstungen erschlossen. Im Bahnhof Eisenach beginnt die Werrabahn, die über Bad Salzungen in den Nachbarkreis Schmalkalden-Meiningen und bis nach Eisfeld führt und im SPNV von der Süd-Thüringen-Bahn bedient wird. Eine in der Kreisstadt Bad Salzungen beginnende Stichstrecke nach Vacha wird nur im Güterverkehr genutzt. Die ehemals von Gerstungen nach Vacha führende Eisenbahnstrecke dient heute noch bis ins hessische Heimboldshausen ausschließlich der Erschließung des Werra-Kalireviers. Die Feldabahn wurde im Jahr 2008 teilweise abgebaut. Früher vorhandene Bahnstrecken nach Treffurt, nach Behringen, nach Ruhla, nach Steinbach, nach Geisa sowie nach Oechsen wurden bereits zwischen 1945 und 1973 stillgelegt.
Der nahe Großenlupnitz in der Gemeinde Hörselberg-Hainich liegende Flugplatz Eisenach-Kindel bindet den Wartburgkreis auch an den Luftverkehr an. Die nächstgelegenen Flughäfen mit Linienflugverkehr sind Erfurt und Frankfurt am Main.
Städte und Gemeinden
(Einwohner am {{#time: j. F Y |{{Metadaten Einwohnerzahl DE-TH || STAND}} }}{{Metadaten Einwohnerzahl DE-TH || QUELLE}})
{|
|-----
| width="25%" valign="top" |
Städte
¹ Mitgliedsgemeinde einer Verwaltungsgemeinschaft
² erfüllende Gemeinde für weitere Gemeinden
# Bad Liebenstein ({{EWZ|DE-TH|16063002}})
# Bad Salzungen ² ({{EWZ|DE-TH|16063003}})
# Berka/Werra ¹ ({{EWZ|DE-TH|16063007}})
# Creuzburg ¹ ({{EWZ|DE-TH|16063013}})
# Geisa ² ({{EWZ|DE-TH|16063032}})
# Kaltennordheim ¹ ({{EWZ|DE-TH|16063044}})
# Ruhla ² ({{EWZ|DE-TH|16063066}})
# Stadtlengsfeld ({{EWZ|DE-TH|16063072}})
# Treffurt ({{EWZ|DE-TH|16063076}})
# Vacha ¹ ({{EWZ|DE-TH|16063082}})
| width="25%" valign="top" |
Gemeinden
³ erfüllende Gemeinde
² erfüllende Gemeinde für weitere Gemeinden
# Buttlar (Stadt Geisa ³) ({{EWZ|DE-TH|16063011}})
# Dorndorf ({{EWZ|DE-TH|16063018}})
# Ettenhausen a.d. Suhl (Marksuhl ³) ({{EWZ|DE-TH|16063024}})
# Frauensee (Tiefenort ³) ({{EWZ|DE-TH|16063029}})
# Gerstengrund (Stadt Geisa ³) ({{EWZ|DE-TH|16063033}})
# Gerstungen ({{EWZ|DE-TH|16063097}})
# Hörselberg-Hainich ({{EWZ|DE-TH|16063098}})
# Leimbach (Stadt Bad Salzungen ³) ({{EWZ|DE-TH|16063051}})
# Marksuhl ² ({{EWZ|DE-TH|16063052}})
| width="25%" valign="top" |
- Merkers-Kieselbach ({{EWZ|DE-TH|16063054}})
- Moorgrund ({{EWZ|DE-TH|16063094}})
- Schleid (Stadt Geisa ³) ({{EWZ|DE-TH|16063068}})
- Schweina ² ({{EWZ|DE-TH|16063069}})
- Seebach (Ruhla ³) ({{EWZ|DE-TH|16063071}})
- Steinbach (Schweina ³) ({{EWZ|DE-TH|16063073}})
- Tiefenort ² ({{EWZ|DE-TH|16063075}})
- Unterbreizbach ({{EWZ|DE-TH|16063078}})
- Wolfsburg-Unkeroda (Marksuhl ³) ({{EWZ|DE-TH|16063089}})
- Wutha-Farnroda ({{EWZ|DE-TH|16063092}})
| width="25%" valign="top" |
{{Imagemap Landkreis Wartburgkreis|Municipalities in WAK.png|350px|rechts}}
|}
{|
Verwaltungsgemeinschaften
| width="33%" valign="top" |
1. Verwaltungsgemeinschaft Barchfeld ({{EWZ|DE-TH|160635001}})
# Barchfeld * ({{EWZ|DE-TH|16063004}})
# Immelborn ({{EWZ|DE-TH|16063041}})
2. Verwaltungsgemeinschaft Berka/Werra ({{EWZ|DE-TH|160635003}})# Berka/Werra, Stadt * ({{EWZ|DE-TH|16063007}})
# Dankmarshausen ({{EWZ|DE-TH|16063014}})
# Dippach ({{EWZ|DE-TH|16063017}})
# Großensee ({{EWZ|DE-TH|16063036}})
3. Verwaltungsgemeinschaft Creuzburg ({{EWZ|DE-TH|160635011}})# Creuzburg, Stadt * ({{EWZ|DE-TH|16063013}})
# Ifta ({{EWZ|DE-TH|16063039}})
# Krauthausen ({{EWZ|DE-TH|16063046}})
| width="33%" valign="top" |
4. Verwaltungsgemeinschaft Dermbach ({{EWZ|DE-TH|160635004}})
# Brunnhartshausen ({{EWZ|DE-TH|16063009}})
# Dermbach * ({{EWZ|DE-TH|16063015}})
# Neidhartshausen ({{EWZ|DE-TH|16063059}})
# Oechsen ({{EWZ|DE-TH|16063062}})
# Urnshausen ({{EWZ|DE-TH|16063081}})
# Weilar ({{EWZ|DE-TH|16063084}})
# Wiesenthal ({{EWZ|DE-TH|16063086}})
# Zella/Rhön ({{EWZ|DE-TH|16063093}})
5. Verwaltungsgemeinschaft Mihla ({{EWZ|DE-TH|160635006}})# Berka v. d. Hainich ({{EWZ|DE-TH|16063006}})
# Bischofroda ({{EWZ|DE-TH|16063008}})
# Ebenshausen ({{EWZ|DE-TH|16063019}})
# Frankenroda ({{EWZ|DE-TH|16063028}})
# Hallungen ({{EWZ|DE-TH|16063037}})
# Lauterbach ({{EWZ|DE-TH|16063049}})
# Mihla * ({{EWZ|DE-TH|16063055}})
# Nazza ({{EWZ|DE-TH|16063058}})
| width="33%" valign="top" |
6. Verwaltungsgemeinschaft Oberes Feldatal ({{EWZ|DE-TH|160635008}})
# Andenhausen ({{EWZ|DE-TH|16063001}})
# Diedorf ({{EWZ|DE-TH|16063016}})
# Empfertshausen ({{EWZ|DE-TH|16063023}})
# Fischbach/Rhön ({{EWZ|DE-TH|16063026}})
# Kaltenlengsfeld ({{EWZ|DE-TH|16063043}})
# Kaltennordheim, Stadt * ({{EWZ|DE-TH|16063044}})
# Klings ({{EWZ|DE-TH|16063045}})
7. Verwaltungsgemeinschaft Vacha ({{EWZ|DE-TH|160635010}})# Martinroda ({{EWZ|DE-TH|16063053}})
# Vacha, Stadt * ({{EWZ|DE-TH|16063082}})
# Völkershausen ({{EWZ|DE-TH|16063083}})
# Wölferbütt ({{EWZ|DE-TH|16063087}})
|}
Siehe auch: Liste der Orte im Wartburgkreis
Gebietsveränderungen
Gemeinden
* Auflösung der Gemeinden Kupfersuhl, Möhra und Moorgrund – Zusammenlegung zur Gemeinde Moorgrund (4. November 1994)
* Auflösung der Gemeinde Wünschensuhl – Eingliederung nach Berka/Werra (28. Juli 1995)
* Auflösung der Gemeinden Eckardtshausen und Förtha – Eingliederung nach Marksuhl (1. Januar 1996)
* Auflösung der Gemeinde Etterwinden – Eingliederung nach Moorgrund (1. Januar 1996)
* Auflösung der Gemeinden Großenlupnitz, Hastrungsfeld-Burla, Kälberfeld, Sättelstädt und Wenigenlupnitz – Zusammenlegung zur Gemeinde Hörselberg (1. Januar 1996)
* Auflösung der Gemeinde Gehaus – Eingliederung nach Stadtlengsfeld (1. Juli 1996)
* Auflösung der Gemeinden Pferdsdorf und Sünna – Eingliederung nach Unterbreizbach (1. August 1996)
* Auskreisung der Stadt Eisenach (1. Januar 1998)
* Auflösung der Gemeinden Behringen, Craula, Reichenbach, Tüngeda und Wolfsbehringen – Zusammenlegung zu Behringen (1. Juli 1999)
* Auflösung der Gemeinden Gerstungen, Lauchröden, Oberellen und Unterellen – Zusammenlegung zu Gerstungen (16. März 2004)
* Auflösung der Gemeinden Behringen und Hörselberg – Zusammenlegung zu Hörselberg-Hainich (1. Dezember 2007)
* Auflösung der Gemeinde Rockenstuhl – Eingliederung nach Geisa (1. Januar 2009)
Verwaltungsgemeinschaften
* Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft Moorgrund – Zusammenlegung der Mitgliedsgemeinden mit der Gemeinde Kupfersuhl zur Gemeinden Moorgrund (4. November 1994)
* Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft Eltetal – Eingliederung der Mitgliedsgemeinden Ober- und Unterellen in die Verwaltungsgemeinschaft Gerstungen; Auflösung und Eingliederung der Gemeinden Eckardtshausen und Förtha in die Gemeinde Marksuhl; Auflösung und Eingliederung der Gemeinde Etterwinden in die Gemeinde Moorgrund; Marksuhl wird erfüllende Gemeinde für Wolfsburg-Unkeroda (1. Januar 1996)
* Neubildung der Verwaltungsgemeinschaft Gerstungen aus den Gemeinden Gerstungen und Lauchröden sowie den Gemeinden Oberellen und Unterellen der aufgelösten VG Eltetal (1. Januar 1996)
* Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft Sättelstädt – Zusammenlegung der Mitgliedsgemeinden zur Gemeinde Hörselberg (1. Januar 1996)
* Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft Behringen – Zusammenlegung der Mitgliedsgemeinden zur Gemeinde Behringen (1. Juli 1999)
* Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft Gerstungen – Zusammenlegung der Mitgliedsgemeinden zur Gemeinde Gerstungen (16. März 2004)
Literatur
* {{Literatur |Autor= |Herausgeber=Landratsamt Wartburgkreis
|Titel= Wartburgkreis - Thüringen |Sammelwerk= |Band= |Verlag= LieDesign Suhl|Ort=Bad Salzungen
|Jahr=2008 |Seiten=120 |ISBN= }}
Einzelnachweise
Anmerkungen
Weblinks
{{Commonscat}}
* [http://www.wartburgkreis.de/ Offizielle Website des Wartburgkreises]
{{Navigationsleiste Landkreise und kreisfreie Städte in Thüringen}}
{{Normdaten|GKD=5182406-1}}
bg:Вартбургкрайсda:Wartburgkreis
Wartburgkreis
eo:Distrikto Wartburg
es:Wartburgkreis
Arrondissement de Wartburg
id:Wartburgkreis
it:Wartburgkreis
nl:Wartburgkreis
pl:Powiat Wartburg
pt:Wartburgkreis
ro:Wartburg (district)
ru:Вартбург (район)
simple:Wartburgkreis Rural District
sv:Wartburgkreis
tr:Wartburgkreis
vi:Wartburg (huyện)
war:Wartburgkreis
zh:瓦尔特堡县
Text und Bilder dieses Beitrags stammen aus dem Artikel Wartburgkreis der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU Free Documentation License. Die Liste der Autoren ist in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar, der Original-Artikel lässt sich hier bearbeiten.