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Weihnachtsmarkt Hannover

03.01.2012 @ 07:44, Der wahre Jakob,

miniatur|hochkant=1.5|Weihnachtsmarkt in der Altstadt, [[Marktkirche (Hannover)|Marktkirche links, 1983]]

Der Weihnachtsmarkt Hannover findet jährlich in der Adventszeit an drei Stellen in der Stadt Hannover statt. Am populärsten ist der historische Weihnachtsmarkt in der Altstadt an der Marktkirche, neueren Ursprungs sind kleinere Märkte auf dem Ernst-August-Platz vor dem Hauptbahnhof und auf der Lister Meile. Die Weihnachtsmärkte sind von Ende November bis zum 22. Dezember zwischen 11 und 21 Uhr geöffnet. Zum Weihnachtsmarkt gehört eine übergroße Weihnachtspyramide am Kröpcke.

Geschichte


Der Weihnachtsmarkt auf dem Altstädter Marktplatz an der Marktkirche ist wahrscheinlich aus Wochenmärkten hervorgegangen und hat eine Tradition, die Ende des 18. Jahrhunderts einsetzte. Schriftliche Erwähnung fand der Markt erstmals 1813. Ursprünglich hieß er Christmarkt und fand drei Tage lang vor dem Weihnachtsfest statt. Hannoversche Adressbücher erwähnten um 1900, dass auf dem Markt nur weihnachtstypische Waren und Bastelarbeiten angeboten werden durften. 1906 wurde der Markt auf eine Woche verlängert, 1939 auf zwei Wochen unter Zulassung auswärtiger Anbieter. 1974 erlaubte die Marktordnung einen dreiwöchigen Markt.

Ab den 1950er Jahren nahm die Zahl der Buden zu, und es wurden vermehrt weihnachtsferne Dinge angeboten. Durch beständige Kritik an der abnehmenden Attraktivität des Marktes wurde in den 1990er Jahren die Zahl der Getränke- und Imbissstände beschnitten. Außerdem weitete sich die Veranstaltung vom Marktplatz aus auf weitere Straßenzüge im historischen Stadtkern, wie den Holzmarkt und den Ballhofplatz, aus. Auch durch verstärkt kunsthandwerkliche Angebote erlangte der Weihnachtsmarkt seither ein höheres Niveau.

Altstadt-Weihnachtsmarkt


Der traditionelle Altstadt-Weihnachtsmarkt im historischen Stadtkern findet mit etwa 170 Ständen rund um die Marktkirche statt. Wegen des stimmungsvollen Ambientes in einigen Straßenzügen mit Fachwerkhäusern gilt er als touristische Attraktion, der über eine große Anziehungskraft verfügt. 2009 verzeichnete er rund 1,7 Millionen Besucher.

Das heutige Angebot des Marktes ist weit gestreut und umfasst neben Gastronomie unter anderem Christbaumschmuck, Holzspielsachen, kunstgewerbliche Dinge. Auf dem Markt sind traditionelle Herstellerregionen für Weihnachtsbedarf, wie das Erzgebirge und der Thüringer Wald, vertreten. Auf einer Bühne findet ein Musikprogramm statt. Auch präsentieren Glasbläser, Töpfer und Kerzenmacher ihr Handwerk.

Der Weihnachtsmarkt dehnt sich bis zum Ballhofplatz aus, wo das Finnische Weihnachtsdorf aufgebaut ist. Dort werden kulinarische Spezialitäten aus Finnland und landestypische Handwerksarbeiten angeboten.

Am Historischen Museum wurde ein mittelalterliches Weihnachtsdorf eingerichtet. An zeitgemäßen Marktständen bietet entsprechend gekleidetes Verkaufspersonal Waren und Gastronomie im Stil des Mittelalters an. Es finden auch Handwerksvorführungen statt, wie Schmieden und Filzen.

Auf dem Holzmarkt am Leibnizhaus wurde 2009 erstmals mit 50 Fichten aus dem Harz ein 500 m² großer Wald (Wunschbrunnenwald) aufgebaut, in dem sich Buden befanden.


Bild:Weihnachtsmarkt Altstadt Fassaden.jpg|Altstadt Weihnachtsmarkt, links Marktkirche
Bild:Weihnachtsmarkt Hannover oben.jpg|Weihnachtsmarkt zwischen Altem Rathaus links und Marktkirche rechts
Bild:Weihnachtsmarkt Marktkirche.jpg|Marktkirche
Datei:Weihnachtsmarkt Hannover Marktkirche 1983.jpg|Blick auf die Marktkirche
Bild:Weihnachtsmarkt Finn Dorf.jpg|Finnisches Weihnachtsdorf, dahinter Historisches Museum, auf dem Boden Roter Faden
Bild:Weihnachtsmarkt Hannover Schmied.jpg|Schmiedevorführung an Esse und Amboss im mittelalterlichen Weihnachtsdorf
Bild:Weihnachtsmarkt Pyramide.jpg|Weihnachtspyramide auf dem Kröpcke
Datei:Weihnachtsmarkt Holzmarkt 09.jpg|Fichtenwald am Holzmarkt

Lister-Meile-Weihnachtsmarkt


Der mehrere hundert Meter lange Weihnachtsmarkt auf der Lister Meile findet seit 1989 statt. 2008 waren auf ihm rund 75 Stände vertreten. Organisator des Marktes ist eine Werbegemeinschaft von Geschäftsinhabern, deren Läden sich entlang der Fußgängerzone befinden. Traditionell dominiert bei den Ständen auf der Lister Meile das Kunstgewerbe, die übliche Würstchen- und Glühwein-Gastronomie von Weihnachtsmärkten ist stark unterrepräsentiert. Eine Besonderheit ist das dreimal täglich stattfindende Kaspertheater.


Bild:Hannover Weihnachtsmarkt Lister Platz.jpg|Lister Platz mit Lister Meile-Weihnachtsmarkt
Datei:Weihnachtsmarkt Lister Meile 09.jpg|Weihnachtsmarkt auf der Lister Meile

Weihnachtsmarkt Ernst-August-Platz


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Der Weihnachtsmarkt auf dem Ernst-August-Platz, dem Vorplatz des Hauptbahnhof, ist um das Jahr 2002 eingeführt worden. Er richtet sich vor allem an Bahnreisende. 2009 war er erstmals bis zum 30. Dezember geöffnet.

Literatur


* Waldemar R. Röhrbein: Weihnachtsmarkt/Christmarkt, in: Stadtlexikon Hannover, S. 661

Weblinks


*[http://www.hannover.de/de/tourismus/kulturelles/volksfeste/weih_markt/index.html Beschreibung bei www.hannover.de]

*[http://www.360cities.net/image/weihnachtsmarkt-am-marktkirche-2 Interaktives 360° Panoramafoto des Weihnachtsmarktes]


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Kategorie:Kultur (Hannover)
Kategorie:Volksfest in Niedersachsen
Kategorie:Weihnachtsmarkt

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