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Werner Hoyer

18.03.2012 @ 18:12, Aka,

miniatur|hochkant|Werner Hoyer (2008)

Werner Hoyer (* 17. November 1951 in Wuppertal) ist Präsident der Europäischen Investitionsbank und ein deutscher Politiker (FDP). Seit 2012 ist er zudem Präsident des Instituts für Europäische Politik.{{Internetquelle|hrsg=Europäische Bewegung Deutschland|titel=Neuer Präsident des IEP: Dr. Werner Hoyer|url=http://www.europaeische-bewegung.de/news/neuer-praesident-des-iep-dr-werner-hoyer/|datum=2012-02-14|zugriff=2012-02-14}} Hoyer war von 1994 bis 1998 Staatsminister im Auswärtigen Amt und von 2002 bis 2009 Stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion. Von Oktober 2009 bis Dezember 2011 war er erneut Staatsminister beim Bundesminister des Auswärtigen.

Leben und Beruf


Nach dem Abitur 1970 in Hannover absolvierte Hoyer ein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Köln, welches er 1974 als Diplom-Volkswirt beendete. Er war dann bis 1984 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Köln tätig. 1977 erfolgte hier seine Promotion zum Dr. rer. pol. mit der Arbeit Vermögenseffekte des Geldes – Theoretische Ansätze zur Rolle des Geldes als Vermögensobjekt im Wirtschaftsprozess. In dieser Zeit verfasste er auch gemeinsam mit Rolf Rettig das bekannte volkswirtschaftliche Lehrbuch Grundlagen der mikroökonomischen Theorie (seit der 4. Auflage 2003 zusätzlich mit Klaus-Dieter Rothe). Von 1985 bis 1987 war er Leiter des Bereichs Wirtschaft und Information bei der Carl-Duisberg-Gesellschaft e. V. in Köln. Bis 1994 hatte er an der Universität Köln einen Lehrauftrag für Außenwirtschaft. Er ist Mitglied der überparteilichen Europa-Union Deutschland.

Werner Hoyer ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Parteiarbeit


Seit 1972 ist er Mitglied der FDP. Hier engagierte er sich zunächst bei den Jungen Liberalen, deren Bundesvorstand er auch von 1983 bis 1986 angehörte. Von 1984 bis 1992 war er Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes Köln. Seit 1984 gehört er dem FDP-Landesvorstand in Nordrhein-Westfalen an, seit 1994 auch dem Bundesvorstand. Von 1993 bis 1994 amtierte Werner Hoyer als Generalsekretär der FDP-Bundespartei.

Aus seiner Zeit als Generalsekretär stammt die Hoyer oftmals fälschlicherweise zugeschriebene Bezeichnung der FDP als „Partei der Besserverdienenden“. Tatsächlich wurde diese Formulierung ohne Hoyers‘ Kenntnis in einem Wahlprogrammentwurf für den Bundestagswahlkampf 1994 verwandt, ohne im eigentlichen Wahlprogramm der FDP für 1994 beschlossen zu werden. Die Originalformulierung, ein ironisches Zitat einer früheren Aussage Rudolf Scharpings, lautete: „Wir sind die Partei der Besserverdiener, weil wir wollen, dass alle besser verdienen“. Der Satz wurde in der gekürzten Fassung polemisch von der Presse aufgegriffen und Hoyer übernahm als Generalsekretär die politische Verantwortung.Wulf Schmiese: Idealbesetzung. In: FAZ, 6. November 2009, S. 1

Seit 2000 ist Hoyer Vorsitzender des FDP-Bezirksverbandes Köln, von 2006 bis 2009 war er zudem Mitglied des Präsidiums der FDP. Von 1997 bis 2000 war er zunächst Vizepräsident und von 2000 bis 2005 Präsident der Europäischen Liberaldemokratischen Partei (ELDR). Werner Hoyer ist Ehrenmitglied des FDP-Ortsverbandes Köln-Junkersdorf/Lövenich/Weiden/Widdersdorf, dessen Vorsitzender er in den 1980er Jahren war.

Abgeordneter


miniatur|Der ehemalige NRW-Innovationsminister [[Andreas Pinkwart (li.) und Werner Hoyer (re.) am 5. September 2009 bei einer Bundestagswahlveranstaltung in Köln]]

Von 1987 bis 2012 war er Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er von 1989 bis 1993 Parlamentarischer Geschäftsführer und von 1990 bis 1994 sicherheitspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion. Von Oktober 2002 bis Oktober 2009 war er stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Fraktionsarbeitskreises für Internationale Politik. Darüber hinaus war er während dieser Zeit außenpolitischer Sprecher der Fraktion. Werner Hoyer ist stets über die Landesliste Nordrhein-Westfalen in den Deutschen Bundestag eingezogen. Am 1. Januar 2012 verzichtete er auf sein Bundestagsmandat, um an die Spitze der Europäischen Investitionsbank (EIB) zu wechseln.NWZ: [http://www.nwzonline.de/Aktuelles/Politik/Namen/NWZ/Artikel/2764572/Mariano-Rajoy-und-Werner-Hoyer.html Mariano Rajoy und Werner Hoyer] Für ihn rückte Jörg von Polheim in den Bundestag nach.Kölnische Rundschau:[http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1325685752031.shtml Zur Person - Jörg von Polheim]

Mitgliedschaften


Hoyer ist Mitglied der Europa-Union Parlamentariergruppe Deutscher Bundestag.

Regierungsämter und Europäische Investitionsbank


Nach der Bundestagswahl 1994 wurde Werner Hoyer am 17. November 1994 als Staatsminister im Auswärtigen Amt. Hoyer war hier speziell für die Europapolitik zuständig und Verhandlungsführer der deutschen Delegation bei den Regierungsverhandlungen für die Weiterentwicklung des Maastrichter Vertrages. Mit dem Regierungswechsel nach der Bundestagswahl 1998 schied er am 26. Oktober 1998 aus der Regierung aus.

Seit Oktober 2009 bekleidet Werner Hoyer das gleiche Amt in der Regierung Merkel. Entgegen Hoyers erster Amtszeit als Staatsminister wurde unter Außenminister Guido Westerwelle bewusst auf den einschränkenden Zusatz „für Angelegenheiten der Europäischen Union“ verzichtet. Als Vorsitzender der Europastaatssekretäre und Mitglied im Bundeskabinett hat er eine herausragende Rolle in der Europakoordinierung der Bundesregierung.

Hoyers Verhältnis zum Bundesaußenminister Guido Westerwelle wurde als angespannt beschrieben. Ein Wechsel Hoyers in ein neues Amt wurde daher immer wahrscheinlicher. Nach einem erfolglosen Interesse Hoyers an der Botschafterposition in Washington setze er sich als deutscher Kandidat für die Position des Präsidenten der Europäischen Investitionsbank durch.{{Internetquelle|hrsg=Financial Times Deutschland|titel=Westerwelle-Gegner soll Investitionsbank führen|url=http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:personeller-wechsel-westerwelle-gegner-soll-investitionsbank-fuehren/60111453.html |datum=2011-10-03|zugriff=2011-10-21}}

Nachdem der Europäische Rat im Herbst 2011 grünes Licht für die Kandidatur Hoyers gab, hat ihn der Gouverneursrat zum 1. Januar 2012 zum EIB-Präsidenten berufen.{{Internetquelle|hrsg=Europäische Bewegung Deutschland|titel=Neuer Präsident der Europäischen Investitionsbank: Werner Hoyer|url=http://www.europaeische-bewegung.de/no_cache/news/neuer-praesident-der-europaeischen-investitionsbank-werner-hoyer/select/wechsel-eu-akteure/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+netzwerkebd_eu-akteure+%28Netzwerk+EBD+-+Wechsel+von+EU-Akteuren%29&utm_content=FeedBurner |datum=2012-01-04|zugriff=2012-01-04}}

Siehe auch


* Kabinett Kohl V

* Kabinett Merkel II

Literatur


* Werner Hoyer, Rolf Rettig und Karl-Dieter Rother: Grundlagen der mikroökonomischen Theorie, 4. Auflage, Stuttgart (Lucius & Lucius).

Weblinks


{{Commonscat}}
* [http://www.wernerhoyer.de/ Website von Werner Hoyer]
* {{Biographie beim Deutschen Bundestag|Werner Hoyer}}
* {{DNB-Portal|139319859}}
* [http://www.fr-online.de/politik/spezials/aufruhr-in-arabien/-aha-effekt-in-der-ganzen-welt-/-/7151782/7189980/-/index.html „Aha-Effekt in der ganzen Welt“] (Interview über den Demokratisierungsprozess in Ägypten und die Wirkung des Aufstandes für die Region, Frankfurter Rundschau online)

* {{Abgeordnetenwatch|dr_werner_hoyer-575-37671}}

Einzelnachweise


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