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Wetteraukreis

15.05.2012 @ 22:10, PDD,

{{Infobox Landkreis
|Name = Wetteraukreis
|Genitiv = Wetteraukreises
|Wappen = De wetterau coat.png
|Karte = Locator map FB in Germany.svg
|Breitengrad = 50.333371
|Längengrad = 8.752434
|Lageplan = Hesse FB.svg
|Bundesland = Hessen
|Regierungsbezirk = Darmstadt
|Verwaltungssitz = Friedberg (Hessen)
|Fläche = 1101.71
|Kfz = FB
|Kreisschlüssel = 06440
|NUTS = DE71E
|Gliederung = 25
|Adresse = Europaplatz
61169 Friedberg
|Website = [http://www.wetteraukreis.de/ www.wetteraukreis.de]
|Landrat = Joachim Arnold
|Partei = SPD

}}

Der Wetteraukreis ist ein 1972 entstandener Landkreis im Regierungsbezirk Darmstadt, Hessen, Kreisstadt ist Friedberg (Hessen). Benachbarte Landkreise sind der Landkreis Gießen, der Vogelsbergkreis, der Main-Kinzig-Kreis, die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main, der Hochtaunuskreis und der Lahn-Dill-Kreis.

Geografie


Namensgebend für den Kreis ist die Landschaft Wetterau, nördlich von Frankfurt am Main, eine der ertragreichsten Ackerlandschaften Hessens. Diese ist wiederum benannt nach dem Fluss Wetter. Im Westen ragen noch die Ausläufer des Taunus, östlicher Hintertaunus, in das Kreisgebiet. Hier befinden sich zahlreiche Mineral- und Thermalquellen (Bad Nauheim, Bad Vilbel, Rosbach vor der Höhe). Im Osten des Kreises führt das Ronneburger Hügelland zu den Ausläufern des Vogelsberg hin.

Geschichte


Das Kreisgebiet war im Laufe der Geschichte in zahlreiche Herrschaftsgebiete zersplittert. Die wichtigsten davon waren die Landgrafen von Hessen (später beide hessischen Landesteile), die Grafen von Solms und Ysenburg, das Erzbistum Mainz und die Freie Reichsstadt Friedberg. Spätestens seit dem 19. Jahrhundert gehörte das heutige Kreisgebiet zum Großherzogtum Hessen, das die beiden Kreise Friedberg und Büdingen innerhalb der Provinz Oberhessen bildete.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurden beide Landkreise zum 1. August 1972 kraft Gesetzes zu einem Landkreis mit dem Namen Wetteraukreis zusammengeschlossen. Als Sitz der Kreisverwaltung und damit als Kreisstadt wurde die Stadt Friedberg (Hessen) benannt.[http://www.landesrecht-hessen.de/hessenrecht/330_Allgemeines/330-19-NeugliederungsG-Buedingen/NeugliederungsG_Buedingen.htm Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Büdingen und Friedberg vom 11. Juli 1972]

Politik


Kreistag


miniatur|Sitz der Kreisverwaltung in Friedberg
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:
{| class="prettytable"
|--- class="hintergrundfarbe5"
|colspan="2" | Parteien und Wählergemeinschaften
|align="center" | %
2011

|align="center" | Sitze
2011

|align="center" | %
2006

|align="center" | Sitze
2006

|align="center" | %
2001

|align="center" | Sitze
2001

|----
|CDU
|Christlich Demokratische Union Deutschlands
|align="right" |35,6
|align="right" |29
|align="right" |40,0
|align="right" |32
|align="right" |41,0
|align="right" |33
|----
|SPD
|Sozialdemokratische Partei Deutschlands
|align="right" |31,8
|align="right" |26
|align="right" |35,4
|align="right" |29
|align="right" |38,8
|align="right" |32
|----
| GRÜNE
| Bündnis 90/Die Grünen
|align="right" |15,8
|align="right" |13
|align="right" |7,2
|align="right" |6
|align="right" |7,5
|align="right" |6
|----
| FDP
| Freie Demokratische Partei
|align="right" |3,6
|align="right" |3
|align="right" |5,0
|align="right" |4
|align="right" |4,0
|align="right" |3
|----
|FWG/UWG
|Freie Unabhängige Wählergemeinschaft Wetteraukreis
|align="right" |6,4
|align="right" |5
|align="right" |5,8
|align="right" |5
|align="right" |4,9
|align="right" |4
|----
|NPD
|Nationaldemokratische Partei Deutschlands
|align="right" |2,5
|align="right" |2
|align="right" |3,6
|align="right" |3
|align="right" |3,3
|align="right" |3
|----
| DIE LINKE
| Die Linke (vormals Die Linke.WASG)
|align="right" |2,4
|align="right" |2
|align="right" |3,0
|align="right" |2
|align="right" |–
|align="right" |–
|----
|PIRATEN
| Piratenpartei Deutschland
|align="right" |1,9
|align="right" |1
|align="right" |–
|align="right" |–
|align="right" |-

|align="right" |-

|----
|WAL
| WETTERAUER ALTERNATIVE LISTE
|align="right" |–
|align="right" |–
|align="right" |–
|align="right" |–
|align="right" |0,5

|align="right" |0

|--- class="hintergrundfarbe5"
|colspan="2" |Gesamt
|align="right" |100,0
|align="right" |81
|align="right" |100,0
|align="right" |81
|align="right" |100,0
|align="right" |81
|--- class="hintergrundfarbe5"
|colspan="2" |Wahlbeteiligung in %
|colspan="2" align="right" |49,7
|colspan="2" align="right" |48,6
|colspan="2" align="right" |53,5
|----

|}

{{Wahldiagramm
|LAND = DE
|TITEL = Kreistagswahl im Wetteraukreis 2011
|JAHRALT = 2006
|JAHRNEU = 2011
|DIFF2 = ja
|PARTEI1 = CDU
|ERGEBNIS1 = 35.6
|ERGEBNISALT1 = 40.0
|PARTEI2 = SPD
|ERGEBNIS2 = 31.8
|ERGEBNISALT2 = 35.4
|PARTEI3 = GRÜNE
|ERGEBNIS3 = 15.8
|ERGEBNISALT3 = 7.2
|PARTEI4 = FW
|ERGEBNIS4 = 6.4
|ERGEBNISALT4 = 5.8
|PARTEI5 = FDP
|ERGEBNIS5 = 3.6
|ERGEBNISALT5 = 5.0
|PARTEI6 = NPD
|ERGEBNIS6 = 2.5
|ERGEBNISALT6 = 3.6
|PARTEI7 = LINKE
|ERGEBNIS7 = 2.4
|ERGEBNISALT7 = 3.0
|PARTEI8 = PIRAT
|ERGEBNIS8 = 1.9
|ERGEBNISALT8 = 0.0

}}

Landräte des Wetteraukreises


{| style="border: 1px solid #000000;"
!bgcolor="#bbbbbb" colspan="4" align="center" | Landräte des Wetteraukreises
|-
!bgcolor="#dddddd" | Landrat
!bgcolor="#dddddd" | Amtszeit
|-
|Erich Milius
|1972–1979
|-
|Arno Kuhn
|1973–1979
|-
|Helmut Münch
|1979–1984
|-
|Sigurd Beyer
|1984–1992
|-
|Rolf Gnadl
|1992–2008
|-
|Joachim Arnold
|nach Stichwahl am 10. Februar 2008

|}

Wappen


links|140px|Wappen des Wetteraukreises
Blasonierung:

Durch einen blauen Wellenbalken geteilt; oben in Gold wachsend der schwarze, rot bewehrte Doppeladler, unten in Silber zwei rote Balken. (Wappen-Verleihung: 2. Juli 1975)

Bedeutung:

Der Reichsadler steht für das Reichsland Wetterau, das bis zum Mittelalter bestand beziehungsweise für die ehemals Freie Reichsstadt Friedberg. Die roten Balken sind das Symbol der Grafen von Isenburg-Büdingen, die das östliche Kreisgebiet beherrschten und der blaue Wellenbalken symbolisiert den Fluss Wetter und ist damit ein „redendes“ Symbol.


Verkehr


Die fruchtbare Ebene der Wetterau zwischen Taunus und Vogelsberg war von jeher eine wichtige Durchzugsstraße von Nord nach Süd. So hat auch die Main-Weser-Bahn als erste Eisenbahn zwischen Kassel und Frankfurt diesen Weg genommen. Sie ist 1850 von Frankfurt über Friedberg bis Butzbach und 1851 weiter nach Lang Göns eröffnet worden. Das Kreisgebiet gehörte damals zu Hessen-Darmstadt bis auf das kurhessische Bad Nauheim, das erst 1866 dazukam.

Am Rande des Vogelsberges entstand 1870 eine weitere Nord-Süd-Strecke von Gießen über Nidda - Büdingen nach Gelnhausen, die von der zunächst privaten Oberhessischen Eisenbahn-Gesellschaft erbaut und mit dieser 1876 in die Hessische Staatsbahn einbezogen wurde.

Zur Umgehung des Frankfurter Raumes erbaute die Preußische Staatsbahn eine Direktverbindung von Hanau nach Friedberg, die 1881 mit der Teilstrecke ab Heldenbergen-Windecken vollendet wurde.

Die Hessische Staatsbahn begann 1888 den Vogelsberg mit zwei Stichbahnen von Nidda nach Schotten und von Stockheim nach Gedern zu erschließen, wovon die letztgenannte 1906 bis Grebenhain-Crainfeld verlängert und so zu einer Querverbindung bis Lauterbach ausgebaut wurde.

Zum wichtigsten Bahnknotenpunkt entwickelte sich die Kreisstadt Friedberg, die heute von Intercityzügen bedient wird. Zu den drei vorhandenen Schienenwegen von Friedberg nach Frankfurt, Gießen und Hanau kamen noch hinzu: 1897 die Nebenbahnen nach Hungen und Nidda, die bis Beienheim dieselbe Trasse benutzen, und 1901 die im Zuge der Bäderbahn Nauheim–Homburg–Wiesbaden errichtete Hauptbahn nach Friedrichsdorf.

Neben Nidda wurde auch Stockheim ein Knotenpunkt; von hier begann die Niddertalbahn 1905 bis Heldenbergen-Windecken und 1907 weiter bis Bad Vilbel an der Main-Weser-Bahn.

Schließlich vervollständigte die private Butzbach-Licher Eisenbahn AG, eine Tochter der Firma Lenz & Co GmbH, das Schienennetz durch die Bahnen, die von Butzbach ausgingen:
* 1904: Butzbach West – Butzbach Ost – Griedel – Lich
* 1910: Griedel – Rockenberg – Bad Nauheim

* 1910: Butzbach Ost – Oberkleen.

Durch das Kreisgebiet führen die Bundesautobahnen 5 (Frankfurt-Kassel) und 45 (Dortmund-Aschaffenburg). Ferner erschließen mehrere Bundesstraßen und Kreisstraßen das Kreisgebiet, darunter die B 3, die B 275, die B 455, die B 457 und die B 521.

Im Wetteraukreis waren Ende 2010 etwa 225.000 Fahrzeuge zugelassen, darunter 169.000 Pkw, 8700 Lkw und 15.000 Krafträder.

Städte und Gemeinden


{{Imagemap Landkreis Wetteraukreis|Municipalities_in_FB.svg|500px|rechts}}
(Einwohner am {{EWD|DE-HE}}{{EWQ|DE-HE}})
{|
|-----
| width="33%" valign="top" |
Städte
# Bad Nauheim ({{EWZ|DE-HE|06440002}})
# Bad Vilbel ({{EWZ|DE-HE|06440003}})
# Büdingen ({{EWZ|DE-HE|06440004}})
# Butzbach ({{EWZ|DE-HE|06440005}})
# Florstadt ({{EWZ|DE-HE|06440007}})
# Friedberg (Hessen) ({{EWZ|DE-HE|06440008}})
# Gedern ({{EWZ|DE-HE|06440009}})
# Karben ({{EWZ|DE-HE|06440012}})
# Münzenberg ({{EWZ|DE-HE|06440015}})
# Nidda ({{EWZ|DE-HE|06440016}})
# Niddatal ({{EWZ|DE-HE|06440017}})
# Ortenberg ({{EWZ|DE-HE|06440019}})
# Reichelsheim (Wetterau) ({{EWZ|DE-HE|06440021}})

# Rosbach v. d. Höhe ({{EWZ|DE-HE|06440023}})

| width="33%" valign="top" |
Gemeinden
# Altenstadt ({{EWZ|DE-HE|06440001}})
# Echzell ({{EWZ|DE-HE|06440006}})
# Glauburg ({{EWZ|DE-HE|06440010}})
# Hirzenhain ({{EWZ|DE-HE|06440011}})
# Kefenrod ({{EWZ|DE-HE|06440013}})
# Limeshain ({{EWZ|DE-HE|06440014}})
# Ober-Mörlen ({{EWZ|DE-HE|06440018}})
# Ranstadt ({{EWZ|DE-HE|06440020}})
# Rockenberg ({{EWZ|DE-HE|06440022}})
# Wölfersheim ({{EWZ|DE-HE|06440024}})
# Wöllstadt ({{EWZ|DE-HE|06440025}})

|}

Presse


Wichtigste lokale Zeitung ist die Wetterauer Zeitung (Friedberg/Bad Nauheim), im Raum Bad Vilbel die Frankfurter Neue Presse,
im Ostkreis der Kreis-Anzeiger (Nidda),

im Nordwesten die Butzbacher Zeitung. Auch die Lokalausgaben der Frankfurter Rundschau werden im Wetteraukreis viel gelesen.

Partnerschaft


* Ukmergė, Litauen

Einzelnachweise


Weblinks


{{Commonscat}}
* {{dmoz|World/Deutsch/Regional/Europa/Deutschland/Hessen/Landkreise/Wetteraukreis|Wetteraukreis}}
* [http://www.wetteraukreis.de Offizielle Website des Wetteraukreises]
* [http://www.wetterau.abfallspiegel.de/list.asp Wetterauer Tausch- und Verschenkmarkt]

* {{DNB-Portal|2030738-X}}

Literatur

* {{Literatur
| Autor=Hans Wolf
| Titel=Die Wetterau - Geschichte, Gemeinden und Landschaften des Wetteraukreises
| Verlag=Petermann
| Ort=Bad Nauheim
| Jahr=2002
| ISBN=3-9808581-0-3

}}

{{Navigationsleiste Landkreise und kreisfreie Städte in Hessen}}

{{Navigationsleiste Kulturdenkmäler im Wetteraukreis}}

{{Normdaten|SWD=4065856-9|GKD=2030738-X}}

be:Раён Ветэрау
cs:Zemský okres Wetterau
da:Wetteraukreis
Wetteraukreis
eo:Distrikto Wetterau
es:Wetteraukreis
Arrondissement de Wetterau
hr:Wetteraukreis
id:Wetteraukreis
it:Wetteraukreis
nl:Wetteraukreis
pl:Powiat Wetterau
pnb:ویترآورکریس
pt:Wetteraukreis
ro:Districtul Wetterau
ru:Веттерау
sv:Wetteraukreis
tr:Wetteraukreis
vi:Wetterau (huyện)
war:Wetteraukreis
zh:维特劳县

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