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Wolfgang Gerhardt

09.01.2012 @ 22:25, Pelz,

thumb|upright|Wolfgang Gerhardt (2010)
thumb|upright|Wolfgang Gerhardt während einer Rede im Deutschen Bundestag

Wolfgang Gerhardt (* 31. Dezember 1943 in Ulrichstein-Helpershain) ist ein deutscher Politiker (FDP).

Er war von 1987 bis 1991 Hessischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, von 1998 bis 2006 Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion und von 1995 bis 2001 FDP-Bundesvorsitzender.

Seit 2006 ist er Vorstandsvorsitzender der liberalen Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

Ausbildung und Beruf


Nach dem Abitur 1963 absolvierte Gerhardt ein Studium der Erziehungswissenschaften, Germanistik und Politik an der Universität Marburg. 1970 erfolgte dort seine Promotion zum Dr. phil. Er arbeitete dann als Leiter des Regionalbüros der Friedrich-Naumann-Stiftung in Hannover. Zugleich war er bis 1978 zunächst persönlicher Referent und zuletzt Leiter des Ministerbüros des Hessischen Staatsministers des Innern.

Familie


Wolfgang Gerhardt ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Partei


Gerhardt ist seit 1965 Mitglied der FDP. Von 1982 bis 1995 war er Landesvorsitzender der FDP Hessen und Mitglied im FDP-Bundesvorstand. 1985 wurde er zunächst Stellvertretender Vorsitzender, 1995 dann als Nachfolger des damaligen Außenministers Klaus Kinkel Bundesvorsitzender der FDP. Dieses Amt behielt er bis zum Mai 2001, als er es nach innerparteilicher Kritik an den bisherigen Generalsekretär Guido Westerwelle abgab.

Für den Fall einer Regierungsbeteiligung nach der Bundestagswahl 2005 war Wolfgang Gerhardt für das Amt des Bundesaußenministers vorgesehen.

Im Juni 2010 wurde er zum Mitglied der Programmkommission gewählt, die bis 2013 ein neues FDP-Programm erarbeiten wird.[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-06/fdp-klausur-westerwelle-programm?page=all Eine Partei beschließt den Wandel: Die FDP blickt kritisch auf den Markt und findet Gefallen am Staat. ]

Abgeordneter


thumb|Wolfgang Gerhardt

Er war von 1978 bis 1982, von 1983 bis 1987 sowie von 1991 bis 1994 Mitglied des Hessischen Landtages. Hier war er von 1983 bis 1987 und von 1991 bis 1994 Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion.

Seit 1994 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Nach der Bundestagswahl 1998 wurde er am 5. Oktober 1998 als Nachfolger von Hermann Otto Solms zum Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion gewählt.

Mit Antritt der Regierung Merkel am 22. November 2005 übernahm Gerhardt den Posten des Oppositionsführers. Dieses Amt gab er am 1. Mai 2006 an den Parteivorsitzenden Guido Westerwelle ab.

Wolfgang Gerhardt ist über die Landesliste Hessen in den Deutschen Bundestag eingezogen.

Öffentliche Ämter


Am 24. April 1987 wurde er Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst, Bevollmächtigter des Landes Hessen beim Bund und zugleich Stellvertreter des Ministerpräsidenten Walter Wallmann.

Nachdem die CDU-FDP-Koalition bei der Landtagswahl 1991 ihre Mehrheit eingebüßt hatte, schied er am 5. April 1991 aus der Regierung aus.

Ehrungen


* 2011: Wilhelm-Leuschner-Medaille[http://www.hessen.de/irj/hessen_Internet?rid=HStK_15/hessen_Internet/nav/5ef/5ef5072f-a961-6401-e76c-d1505eb31b65,07f60e56-eb4e-6331-f012-f31e2389e481,,,11111111-2222-3333-4444-100000005004%26_ic_uCon_zentral=07f60e56-eb4e-6331-f012-f31e2389e481.htm&uid=5ef5072f-a961-6401-e76c-d1505eb31b65]

Zitate


Wir müssen aus dem Schlafwagen heraus!“ (Gerhardt 2005 über die rot-grüne Reformpolitik auf dem FDP-Parteitag)http://ao2005.parteitag.fdp.de/webcom/show_article.php/_c-65/i.html

Nicht der Staat gewährt den Bürgern Freiheit, sondern die Bürger dem Staat Einschränkungen ihrer Rechte.“ (am 29. März 2006 im Bundestag/ Anm.: Dieses Zitat stammt ursprünglich aus den „Wiesbadener Grundsätzen“ aus dem Jahre 1997)

Veröffentlichungen


* (Hg.): Die Kraft der Freiheit. Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Liberalismus, Hohenheim-Verlag, Stuttgart [u.a.] 2008, ISBN 978-3-89850-165-1.
* Thomas Dehler im Bundestag, in: Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (Hg.): Thomas Dehler und seine Politik, Nicolaische Verlagsbuchhandlung, Berlin 1998, ISBN 3-87584-721-0, Seiten 83–90.
* Es geht. Wir haben alle Chancen, Edition Ferenczy bei Bruckmann, München 1997, ISBN 3-7654-2883-3.
* Der Euro-DM-Markt. Marktteilnehmer, Zinsbildung und geldpolitische Bedeutung; eine Untersuchung aus der Sicht der Bundesrepublik Deutschland, Verlag Weltarchiv, Hamburg 1984, ISBN 3-87895-255-4. (Veröffentlichungen des HWWA-Institut für Wirtschaftsforschung Hamburg)

* Die bildungspolitische Diskussion in der FDP von 1945-1951, Universität Marburg 1971. (Dissertation)

Einzelnachweise


Weblinks


{{commonscat|Wolfgang Gerhardt}}
* [http://www.wolfgang-gerhardt.de/ Website von Wolfgang Gerhardt]
* {{Biographie beim Deutschen Bundestag|Wolfgang Gerhardt}}
* [http://www.cicero.de/97.php?ress_id=9&item=2581 Interview mit Wolfgang Gerhardt auf cicero.de]

* {{Abgeordnetenwatch|dr_wolfgang_gerhardt-575-37588}}

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Wolfgang Gerhardt
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