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Wolfgang Petersen

28.03.2012 @ 12:46, 2hoch6,

{{Dieser Artikel|behandelt den deutschen Regisseur. Zum gleichnamigen Politiker siehe Wolfgang Petersen (Politiker).}}

thumb|Wolfgang Petersen, 2006

Wolfgang Petersen (* 14. März 1941 in Emden, Deutschland) ist ein deutscher Filmregisseur und Filmproduzent.

Biografie


Kindheit, Jugend und erste Arbeiten im Regiefach


Petersen, Sohn eines Marine-Offiziers, wuchs während des Zweiten Weltkriegs in Mecklenburg auf; danach zogen seine Eltern zunächst zurück in Petersens Geburtsort Emden, 1950 dann nach Hamburg-Bramfeld. Bereits während seiner Schulzeit auf der Gelehrtenschule des Johanneums drehte er mit einer 8-mm-Kamera erste Filme.

Die erste Regiearbeit lieferte Petersen am Jungen Theater in Hamburg, wo er in verschiedenen Kinderaufführungen Regie führte. Daneben arbeitete er auch als Regieassistent und Schauspieler, besuchte eine Schauspielschule und begann 1965 ein Studium der Theaterwissenschaft in Berlin und Hamburg.

1966 wechselte er zur Deutschen Film- und Fernsehakademie und drehte als Studienarbeiten einige Kurzfilme (darunter Der Eine – Der Andere und Ich nicht) sowie als Abschlussarbeit den Film Ich werde dich töten, Wolf (1969). Daneben inszenierte er noch einige Theaterstücke in Hamburg.

Karriere in Deutschland


Ab 1971 arbeitete Petersen für das Fernsehen und drehte u.a. sechs Tatort-Folgen für den NDR, einen Fernsehfilm für den WDR (Van der Valk und die Reichen) und weitere Fernsehproduktionen. Die Tatort-Folge Reifezeugnis mit Nastassja Kinski und Christian Quadflieg ist bis heute der erfolgreichste Tatort überhaupt.

Seinen ersten Kinofilm konnte Petersen 1973/1974 umsetzen: Einer von uns beiden. Bei der Besetzung griff er auf einen relativ festen Stamm von Mitarbeitern zurück, darunter der Kameramann Jörg-Michael Baldenius, der Schauspieler Jürgen Prochnow und der Komponist Klaus Doldinger. Der Film Die Konsequenz löste 1977 einen Skandal aus, als der BR sich aus der Übertragung der Erstausstrahlung im TV ausschaltete, da die Sendeanstalt der Überzeugung war, das Thema des Films, Homosexualität, sei nicht für ihr Publikum geeignet. Als der Film kurz darauf offiziell im Kino anlief, war er jedoch auch in Bayern zu sehen.

1980 übertrug die Produktionsfirma Bavaria Film Petersen die Regie zu der Großproduktion Das Boot, die sich vor allem in den USA zum Kassenschlager entwickelte und dort zum bis dahin erfolgreichsten fremdsprachigen Film avancierte. In Deutschland war der Film bei der Erstaufführung mit 2,3 Millionen Zuschauern zunächst mittelmäßig erfolgreich, wurde aber durch Wiederaufführungen und Fernsehausstrahlungen auch hier zu einem der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Filme.

Nach diesem ersten großen Erfolg drehte Petersen mit einem Budget von über 50 Millionen DM (rund 25,6 Mio Euro) die teuerste deutsche Nachkriegsproduktion: Die unendliche Geschichte.

Karriere in Hollywood


Als erste Hollywood-Arbeit folgte 1984 der Science-Fiction-Film Enemy Mine – Geliebter Feind. 1986 zog Petersen nach Los Angeles und drehte weitere Filme für den internationalen Markt und konzipierte Blockbuster wie zum Beispiel Tod im Spiegel, In the Line of Fire – Die zweite Chance, Outbreak – Lautlose Killer, Air Force One, Der Sturm, Poseidon und Troja. Sechs Filme, für die Wolfgang Petersen verantwortlich zeichnete, erzielten dabei Einspielergebnisse von (inflationsbereinigt) jeweils über 100 Mio. Dollar, mit Das Boot sogar sieben. Alle seine Filme bringen es zusammen bislang auf 15 Oscarnominierungen, darunter allein sechs Nominierungen für Das Boot (Regie, Drehbuchadaption, Kamera, Schnitt, Ton und Tonschnitt).

Zur Zeit inszeniert Petersen die Verfilmung der Science-Fiction-Novelle Krieg der Klone von John Scalzi. Die Premiere ist für 2012 geplant.

Filmografie


Regie und Regieassistenz


* 1965: Stadt auf Stelzen (TV) – Aufzeichnung einer Aufführung des Lessing-Theaters, Hamburg
* 1967: Der Eine – der Andere
* 1967: Kuckucksjahre – Regieassistenz
* 1968: Die Rote Fahne (erstaufgeführt 1996)
* 1969: Ich nicht
* 1971: Ich werde dich töten, Wolf
* 1971: Tatort: Blechschaden
* 1972: Anna und Totò
* 1972: Tatort: Strandgut
* 1973: Tatort: Jagdrevier
* 1973: Smog
* 1973: Van der Valk und die Reichen
* 1974: Tatort: Nachtfrost
* 1974: Einer von uns beiden
* 1974: Aufs Kreuz gelegt
* 1975: Stellenweise Glatteis
* 1975: Die Stadt im Tal (Fernsehzweiteiler)
* 1975: Tatort: Kurzschluß
* 1976: Hans im Glück
* 1976: Vier gegen die Bank
* 1977: Tatort: Reifezeugnis
* 1977: Planübung
* 1977: Die Konsequenz
* 1978: Schwarz und weiß wie Tage und Nächte
* 1981: Das Boot
* 1984: Die unendliche Geschichte
* 1985: Enemy Mine – Geliebter Feind (Enemy Mine)
* 1991: Tod im Spiegel (Shattered)
* 1993: In the Line of Fire – Die zweite Chance (In the Line of Fire)
* 1995: Outbreak – Lautlose Killer (Outbreak)
* 1997: Air Force One
* 2000: Der Sturm (The Perfect Storm)
* 2004: Troja (Troy)
* 2006: Poseidon

* 2012: Old Man’s War

Produzent


* 1997: Red Corner – Labyrinth ohne Ausweg
* 1999: Der 200 Jahre Mann (Bicentennial Man)

* 2001: The Agency – Im Fadenkreuz der C.I.A.

Auszeichnungen


miniatur|Stern von Wolfgang Petersen auf dem [[Boulevard der Stars in Berlin]]
* 1973: Prix Italia, Prix Futura für Smog
* 1974: Deutscher Filmpreis in Gold für Einer von uns beiden
* 1978: Adolf-Grimme-Preis und Deutscher Kritikerpreis für Die Konsequenz
* 1981: Bayerischer Filmpreis in der Sparte Regie für Das Boot
* 1982: Deutscher Filmpreis, Goldene Leinwand für Das Boot
* 1983: Oscarnominierungen in der Kategorie Beste Regie und Bestes adaptiertes Drehbuch für Das Boot
* 1984: Goldene Leinwand für Die Unendliche Geschichte
* 1985: Goldener Gong für Das Boot
* 1997: Bambi als Bester Regisseur für Air Force One
* 2003: Bayerischer Verdienstorden
* 2006: Franz-von-Assisi-Medaille des Deutschen Tierschutzbundes
* 2007: Goldene Kamera in der Kategorie Jubiläum für den Film Das Boot

* 2010: Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin

Literatur


* Helmut Sorge: Ab nach Amerika! – Ausgewanderte erzählen. Collection Rolf Heyne 2009. ISBN 978-3-89910-438-7.
* CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film (Loseblattsammlung), B1-B6, F1-F22, E1-E22.

* Deutsches Filminstitut/Deutsches Filmmuseum: Das Boot. Auf der Suche nach der Crew der U96. Henschel Verlag 2006, ISBN 3-89487-550-X

Weblinks


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* {{IMDb Name|0000583}}
* [http://www.filmportal.de/df/a0/Uebersicht,,,,,,,,529F618C78934AEC955CFBA5EC421B1E,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,.html Wolfgang Petersen] auf filmportal.de
* [http://www.germanhollywood.com/petersen.html The German-Hollywood Connection: Wolfgang Petersen – From Hamburg to Hollywood] (englisch)
* [http://www.insidekino.com/SP/SPDIR/SPPetersenWolfgang.htm Starpower Wolfgang Petersen] – Box-Office-Ergebnisse von Petersens Filmen
* [http://www.taz.de/pt/2004/05/13/a0197.nf/text.ges,1 Wenn das Homer noch erlebt hätte!] Artikel in der taz, 13. Mai 2004

* Wolfgang Petersen über Leben und Werk in [http://podster.de/episode/563466/download/2008_03_18_00_00_55_podcaststarsundhitswolfgangpet_a.mp3 Bayern3 Stars & Hits], März 2008

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